Ærø
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| Seegebiet | Ostsee > Dänische Südsee |
| Politisch | Europa > Dänemark |
Ærø (sprich: Ärö) stammt vom dänischen Ær (Ahorn) und Ø (Insel) ab. Also heisst Ærø nichts anderes als Ahorninsel.
Die Insel ist etwa 30 Km lang und bis zu 6 Km breit. Sie liegt südlich im Kleinen Belt und gehört zum Verwaltungsbezirk Fyns Amt. Ærø begrenzt die Dänische Südsee im Süden und ist meistens das erste Anlaufziel für Segler aus dem Raum Kiel oder Heiligenhafen.
Die bedeutendsten Städte sind das touristische Städchen Ærøskøbing sowie die Hafenstadt Marstal im Süden der Insel und das Wirtschaftszentrum Søby an der Nordspitze. Ærø ist ein klassisches Urlaubsrevier, bei dem der Tourismus die größte Industrie ist. Entsprechend sind die Häfen auf Besucher eingestellt.
Es sind mehere ganz unterschiedliche Reviere - im Süden segelt man in der offenen Ostsee entlang der langen Küste ohne Hafen. Im Norden segelt man im geschützten Revier der Dänischen Südsee mit mehreren Häfen. Im Nordosten befindet man sich im Flachwasserrevier und wird darauf achten müssen im Fahrwasser zu bleiben.
Es gibt Fährverbindungen nach Alsen, Fünen und nach Langeland. Darüber hinaus gibt es in der Nähe von marstal einen Flugplatz.
Auf Ærø findet man die größte Solarenergieanlage der Welt. Sie versorgt mit 18.365 qm gut ein Drittel von Marstal mit Energie.
Einwohner: ca. 7000 Fläche: 88 qKm
Ærøskøbing
Koordinaten: 54° 53.5' N 10° 24.5.8' E
In einer kleinen Bucht, nordwestlich gelegen finden wir das schöne Hafenstädtchen Ærøskøbing. Ærøskøbing zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Dänemarks. Die Stadt konnte vor kurzem ihr 750 jähriges Bestehen feiern. Die meisten Häuser stehen unter Denkmalschutz. Seit 2002 gehört die Stadt zum europäischen Kulturerbe.
Die vielen Gassen aus Kopfsteinpflaster, die Stockrosen an den Hausfassaden und die unzähligen kleinen Fachwerkhäuser sind der Grund, warum Ærøskøbing weitläufig auch als 'Puppendorf' oder 'Märchenstadt' bezeichnet wird.
Es besitzt einen Fischereihafen und einen Yachthafen. Der Yachthafen bietet viele Liegemöglichkeiten, ist aber lange nicht so pittoresk wie der alte Fischereihafen. Außerdem liegt man direkt vor den Toren der Altstadt. In der Vor- und Nachsaison ist es kein Problem, einen Liegeplatz im alten Hafen zu finden (Päckchen entlang der Hafenmauer). Im Sommer dagegen ist es, wie überall in der dänischen Südsee, brechend voll. Der Fischereihafen bietet sich vor allem für größere Schiffe an. Und auch die Traditionssegler sind hier häufig zu finden.
Leider hat sich Ærøroskøbing hinischtlich Strom, Wasser und Duschen etwas besonderes einfallen lassen - alles gibt es nur auf Spezialkarte. Diese kann man zwar im Automaten kaufen, nur ist es denkbar umständlich wenn man erstmal ein paar hundert Meter laufen muss, nur um Wasser (oder Strom) zu bekommen. Natürlich passt die karte in keinem anderen hafen - man wird sie am nächsten Morgen wieder im Automaten zurück geben wollen (siehe auch Yacht Heft 17/2006).
Der Hafenmeister kommt Abends zum Boot. Brötchen gibt es beim Bäcker im Ort.
Sehenswürdigkeiten: Ganz Ærøroskøbing sieht aus wie ein Freiluftmuseum und es lohnt sich einfach hier einige Stunden spazieren zu gehen. Sehenswert das Buddelschiffmuseum in einer Seitenstraße, gegenüber vom ältesten Haus.
Marstal
Koordinaten: 54° 51.2' N 10° 31.3' E
Marstal ist der größte Ort auf Ærø. Der langgezogene Fischerei- Fähr und Sportbootafen bietet zahlreiche Liegemöglichkeiten, auch für tiefgehende Yachten. Allein die Ansteuerung und das Einlaufen in den Hafen ist eine Attraktion. Die lange Einfahrt führt am Fischereihafen, am Fähranleger und an einer großen Werft vorbei. Der Sportboothafen befindet sich im hinteren Teil der Hafenanlage.
Der Yachthafen selbst ist meistens überlaufen - eben weil er als erster (und/oder letzter) Hafen für Segler sowohl aus Kiel, wie Heiligenhafen, fast unvermeidbar ist. Findet man dort keinen Platz bleibt nur die Model im Stadthafen, die jedoch nach Norden recht ungeschützt ist.
Der Hafen ist wegen seiner imposanten und hohen Kräne schon von weitem zu erkennen. Man muss sich allerdings an das betonnte Fahrwasser halten, denn ausserhalb der Rinne ist es sehr flach.
Die Versorgungsmöglichkeiten sind gut. Zahlreiche Restaurants und Fischbuden findet man in unmittelbarer Nähe zum Hafen. Der Hafenmeister kommt Abends zum Boot. Brötchen gibt es beim Bäcker in der Prinsengade.
Sehenswürdigkeiten: Der Ort selbst scheint auf den ersten Blick auch nicht viel zu bieten - die Straße entlang des Hafens ist uninteressant. Allerdings lohnt sich ein Gang in die Querstraßen, dort beginnt das alte Marstal mit hübschen kleinen Häusern und engen Gassen. In Marstal gibt es ein überregional bekanntes Schiffahrtsmuseum. Hier findet man eine riesige Auswahl an Schiffsmodellen, unter anderem von den weltberühmten Marstal-Schonern. Auch erfährt man, dass die Bewohner ihren Hafen selbst gebaut haben.
Südlich des Hafens findet man auf einer schmalen Landzunge einen Badestrand mit vielen wunderschönen bunten Badehäusern.
Søby
Koordinaten: 54° 56.6' N 10° 15.6' E
Der erste Hafen wenn man von Norden oder Westen kommt.
Ein Fährhafen, der ansonsten durch das große Silo im Osten geprägt wird.