Cres
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| Seegebiet | Mittelmeer > Adria > Kvarner Bucht |
| Politisch | Europa > Kroatien |
Die Insel Cres und ihre Umgebung sind ein idealer Ausgangspunkt für einen ein- oder mehrwöchigen Törn. An der Ostseite gibt es weniger gut vor Bora geschützte Plätze als an der Westseite. Ein Umrundung der Insel Cres ist unter Einbezug der Inseln Rab und Krk gut machbar. Das Befahren der Westküste von Cres, der Insel Losinj mit den Nachbarinseln Ilovik, Susak und Unje gibt einen schönen Törn mit viel Natur, Städten und Dörfern, Geschichte und klarem Wasser. Mit etwas Glück wird man von Delphinen begleitet, besonders in der Gegend von Unje und der Westseite von Losinj.
<googlemap lat="44.853839" lon="14.436635" type="map" zoom="09" width="500" height="375" scale="yes" overview="yes" controls="large"> </googlemap> Maßstab in Landmeilen (statute miles) beziehungsweise Fuß und in metrischen Maßen.
Für die Erreichbarkeit der Insel Cres mit dem Auto gibt es zwei Wege: 1. Von Opatija aus halte man sich nach Süden, etwa 35 km immer am Meer entlang, bis man Brestova erreicht. Von dort geht eine Autofähre rund um die Uhr stündlich um ..:30 nach Porozina (Insel Cres). Die Überfahrt dauert etwa 30 Minuten. Je nach Jahres- und Tageszeit gibt es mehr oder weniger lange Wartezeiten. Diese Fährverbindung wird auch von (Campingplatz-)Besuchern der Insel Lošinj verwendet. 2. Über Rijeka dem Wegweiser zur Insel Krk folgend. Die grosse imposante Titobrücke verbindet Krk mit dem Festland. Man halte nach Süden bis Valbiska und setze mit der Fähre nach Merag (Insel Cres) über. Die Fähre fährt zwischen 05:45 und 21:30. Die Überfahrt dauert etwa 30 Minuten.
Bucht von Cres
Koordinaten: 44°57,40' N 14°23,40' E
In der Bucht von Cres liegen der Stadthafen und die Marina Cres. Die Ansteuerung ist einfach. Im Stadthafen kann ausschliesslich an der Aussenseite der Mole des Fischerhafens angelegt werden. Die lange Pier östlich des Hafens ist tabu. Es gibt Wasser und Strom. Man befindet sich direkt in der Altstadt mit Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomieangeboten.
Die Marina Cres befindet sich am Buchtenende und bietet Schutz vor allen Winden. Alle notwendigen Serviceeinrichtungen inklusive Tankstelle sind vorhanden. Es gibt ein gutes Restaurant. Die Marina Cres ist Ausgangshafen für Charteryachten. Der Weg zur Altstadt dauert zu Fuss etwa 15 Minuten.
Valun
Koordinaten: 44°54,40' N 14°21,80' E
Valun ist ein hübsches Fischerdorf in der Bucht mit selbigem Namen. Die Ansteuerung ist jederzeit einfach. Anlegen kann man an der Aussenpier des kleinen Fischerhafens, mit Buganker und Heckleinen oder Bug voraus. Die Wassertiefe ist 2 bis 3 Meter. Kurz vor der Pier können Steine liegen, daher unter Sicht vorsichtig herantasten, oder mit langen Leinen Abstand halten. Bei Bora (starker Nordwind) entweder genügend Kette - alternativ Zweitanker - oder in die rund 4 sm entfernte Marina Cres ausweichen.
Der hübschen Ort eignet sich zum entspannten in den Tag leben genauso wie für Spaziergänge durch den Ort oder am Ufer entlang mit tollen Ausblicken auf das Meer. Besonders Wanderfreudige können auf das rund 350 Meter höher gelegene Lubenice wandern, das wie ein Adlerhorst über der Bucht Zanja liegt. Diese Ortschaft dient übrigens bei der Ansteuerung auf die Bucht als Landmarke (siehe dort).
In Valun gibt es einen Laden für den dringlichsten Nachschubbedarf und einige Gaststätten. Besonder beliebt ist das "Na Moru", gleich neben dem Hafen mit grosser Terrasse und Blick auf die Yachten.
Landeinwärts gibt es südlich von Valun eine geologische Besonderheit. Die Wasseroberfläche des Süsswassersees "Vransko jezero" liegt 13 Meter über Meer, während sich der Grund des Sees 75 Meter tiefer auf etwa 62 Meter unter dem Meeresspiegel befindet und von einer unterseeischen Quelle gespeist wird. Dieser See ist das Trinkwasserreservoir von Cres und Losinj. Daher ist der See gesperrt und nur von der Strasse aus zu betrachten.
Wer von Cres oder Valun Richtung Süden will, muss jedenfalls auf das Kap Pernat zuhalten. Sowohl an der Ost- als auch an der Westseite gibt es mehrere Traumbuchten, die alle bei geringer Windstärke als Ankerbucht für einen Badestop dienlich sind. Besonders schön ist die Grabrovicabucht (Divine Beach)Koordinaten: 44°56,35' N 14°18,25' E
auf der Westseite von Cres, zwischen Kap Pernat und Kap Zaglav. Die Buchten rund um das Kap Zaglav eignen sich ebenfalls für einen Zwischenhalt.
Martinscica
Koordinaten: 44°49,05' N 14°21,05' E
Martinscica ist ein ruhiges Fischerdorf mit geschütztem Hafen. Rundum sind einige Apartements und Campingplätze, die aber das Gesamtbild nicht stören. Die Anfahrt ist ohne Probleme möglich. Die Steinmole des Yachtpiers ist mit einem roten Leuchtfeuer gekennzeichnet. Yachten machen üblicherweise röm / kath. auf der Innenseite fest. Seit einiger Zeit gibt es Mooringleinen. Strom und Frischwasser sind vorhanden. Die Wassertiefe ist um die drei Meter. Im östlichen Bereich der Pier liegen Fischerboote, sodass für rund 10 Yachten Platz ist. Wenn es also voll ist, kann man im Hafenbecken auf rund 4 Meter ankern. Im nördlichen Teil des Hafens wird es flach, auf die grosse steinerne Badeplattform mitten im Hafen ist zu achten. Der westliche Teil des Hafens ist keineswegs geeignet, auch wenn eine einladende Steinmole zu sehen ist. Die Wassertiefen sind dort teils gering und ausserdem gibt es massig Steine. Auf der Aussenseite der südlichen Pier machen (tagsüber) Ausflugsboote fest, in Absprache mit dem Hafenmeister kann man zumindest zeitweise längsseits gehen.
Empfehlenswert sind das Gasthaus "Koralj", südlich der Hafenpier und die Konoba "Kastel" gleich neben der Pier. Dort sitzt man auf einer Dachterrasse mit schönem Ausblick auf das Meer und den Sonnenuntergang. Es gibt einen kleinen Supermarkt direkt am Hafen. Sogar ein Postamt ist vorhanden.
Die blaue Grotte (Plava Grotta) liegt auf dem Weg zwischen Valun und Martinscica an der Bucht Zanja Koordinaten: 44°52,30' N 14°19,10' E
Man fährt an der Küste entlang, bis man hoch oben auf dem Berg die Ortschaft Lubenice aus 25° peilen kann. Die Grotte ist auf der südlichen Seite der Bucht. Ein Gang führt rund 10 Meter in den Berg, erst dann öffnet sich hinter einer kleinen Biegung die eigentliche Grotte bis in eine Höhe von rund 15 Metern. Eine Öffnung an der Decke ermöglicht das imposante Lichtspiel. Bei Wellen ist ein Besuch der Grotte nicht empfehlenswert.
Bucht Ustrine
Koordinaten: 44°44'29.42"N 14°23'26.04"E
Die Bucht Ustrine liegt an der Westküste von Cres. Sie ist in einen (deutlich schöneren) Nordteil und einen Südteil untergliedert. Im nördlichen Teil der Bucht fällt der Grund vom Ufer zur Mitte hin relativ schnell auf über 10 m WT ab. Man kann auf rund 4 m Wassertiefe vor Bora gut geschützt ankern. Im Südteil befindet sich ein Badestrand. Dieser Teil der Bucht ist bei Bora etwas weniger gut geschützt. Der Ankergrund besteht hauptsächlich aus Sand. Die Steinmolen sind nicht zum Anlegen geeignet, da das Wasser dort zu flach ist. Die Bucht ist wegen der Fische lohnend zum schnorcheln. Es gibt keine Versorgung. Auf einem steilen Weg kann das Dörfchen Ustrine besucht werden.
Bucht Bijar und Osor
Koordinaten: 44°41,80' N 14°23,40' E
Die Bucht Bijar liegt unmittelbar nordöstlich von Osor und eignet sich zum Übernachten, für eine kurze Besichtigung von Osor, oder für die Überbrückung der Wartezeit bis der Kanal von Osor geöffnet wird. Die Ansteuerung ist einfach, Es gibt im nördlichen und südlichen Bereich der Bucht ein Leuchtfeuer. Im Nordosten der Bucht gibt es eine Mole mit Pollern. Gelegentlich wird beschrieben, dass dort festgemacht werden kann. Die Wassertiefe ist allerdings nur 1,5 Meter tief und meistens liegen einheimische Fischerboote dort. Eine Landleine zu den Pollern ist aber möglich. Das freie Ankern an der Nordseite der Bucht auf Sandboden mit beliebiger Wassertiefe ist eine gute Alternative. Die Bucht ist zwar ohne Versorgung, die Nähe zu Osor mildert diesen Umstand. Die Bucht dürfte über lange Zeit der Haupthafen von Osor gewesen sein.
Für ein kurzzeitiges (längsseitiges) Anlegen zur Besichtigung von Osor eignet sich die ostseitige Pier am nördlichen Eingang des Kanals von Osor. Historisch ist Osor beeindruckend, immerhin reichen die esten Anzeichen von Besiedelung bis ins 16. Jhd. v.Chr. zurück. Zur griechischen Zeit hiess die Stadt "Apsoros" was angeblich zu "Osor" wude. Alternativ kann die Eroberung durch den Venezianer Pietro Orseole als namensgebend angenommen werden. Zur späten Römerzeit (um das Jahr 1000?) jedenfalls erlebte die Stadt eine Hochblüte. Um den Weg zwischen nördlicher Adria und Dalmatien zu verkürzen, wurde der Kanal angelegt. Früher eine der mächtigsten Städte am Mittelmeer, leben heute unter 100 Menschen in Osor.
Der Kanal von Osor trennt die Inseln Cres und Losinj. Er ist rund 150 Meter lang und etwa 12 Meter breit. Schiffe dürfen im Kanal nicht nebeneinander fahren. Die Strassendrehbrücke wird zweimal täglich (09:00 und 17:00 Uhr, aktuelle Zeiten bitte abklären) für die Durchfahrt der Schiffe geöffnet, ein Erlebnis für die Crew und die Zuschauer am Land. Vorrang haben die Schiffe aus dem Süden. Im Kanal gibt es eine deutlich spürbare Strömung, es wird von bis zu 6 kn berichtet. Die Wassertiefe im Kanal beträgt zwischen 2 und 2,5 Metern. Die südliche Fahrrinne zum Kanal ist mit 2,5 bis 3 Meter nicht viel tiefer. Man muss sich dort an den roten Bojen orientieren und lässt diese westlich liegen. Jedenfalls ist die Kanaldurchfahrt lohnenswert, erhabenes winken nach links und rechts inbegriffen...
Bucht Jadriscica (Pogana)
Koordinaten: 44°36,50' N 14°30,70' E
Jadriscica eignet sich - ausser bei Jugo (= Starkwind aus Süden) - sehr gut als nächtlicher Ankerplatz, da sie auch nach der abendlichen Öffnung des Kanals von Osor zeitgerecht erreichbar ist. Bei der Einfahrt östlich liegt das kleine Dorf Pogana, mit einigen einladenden Molen. Doch Vorsicht, die Wassertiefen reichen für eine gängige Yacht nicht aus. Besser ist es irgendwo in der Bucht bei Wassertiefen zwischen 2 und 4 Metern frei zu ankern und der Konoba "Pogana" an Land mit dem Dinghi einen Besuch abzustatten.
Weblinks
- Hinweise zu den Fährzeiten und Preisen, sowie zu Informationen zur Region findet man zum Beispiel unter Croatian-Adriatic.eu
Bildergalerie
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Übersichtsplan ACI Marina Cres
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Blick auf Valun aus Norden
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Valun, Restaurant "Na Moru" in der Bildmitte
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Martinscica
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Martinscica, Blick von der Konoba "Kastell"
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Bucht Zanja, Eingang blaue Grotte
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In der blauen Grotte
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Blick auf Osor aus Süden
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Kanal von Osor aus Norden
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Bucht Jadriscica, Blick nach Süden