Sportschifferzeugnis E/Berufskenntnisse
Berufskenntnisse (nautische, schiffsbetriebstechnische, berufliche Fähigkeiten)
Führung des Fahrzeuges (3.1)
Schraube
- Drehrichtung wikipedia
- Es gibt rechts- und linksgängige Propeller. Ein rechtsgängiger Propeller dreht im Vorwärtsgang von hinten betrachtet im Uhrzeigersinn.
- Radeffekt wikipedia
- Die drehende Schraube versetzt das Heck eines Fahrzeugs bei Fahrt voraus (schwach) und Fahrt achteraus (stärker) zur Seite.
- 2-Propeller wikipedia
- Die Schrauben laufen üblicherweise gegenläufig, d.h. der Radeffekt hebt sich bei Gleichlauf beider Maschinen auf. Laufen die Maschinen gegeneinander, kann auf der Stelle gedreht werden
Bug(quer)strahlruder
- Hilfe bei An- und Ablegemanövern, Drehen auf engem Raum. Bei höheren Geschwindigkeiten nahezu wirkungslos.
Ruder
- wirkt nur bei ausreichender Anströmung
- versetzt das Heck, der Drehpunkt liegt bei Fahrt voraus üblicherweise in Höhes des Bugs
- je höher die Geschwindigkeit desto größer die Drift
Fahrtrichtungswechsel
- durch Verstellpropeller
- drehen des Antriebs (Gondel/Pod/Schottelantrieb)
- Wendegetriebe
- Umsteuern/Rückwärtslauf der Antriebsmaschine
Fahrt durchs Wasser
- entsteht Unterdruck unter und neben dem Schiff
- das Schiff sinkt ein (Absunk)
- je höher die Geschwindigkeit bzw. je kleiner der Wasserstraßenquerschnitt, desto größer der Absunk
- es bilden sich Bug- und Heckwelle
Drähte
- meeren = festmachen
- Vorrausdraht = Vorleine
- Achterdraht = Achterleine
- (Achter-/hintere-)Beidraht = quergespannte Leine (am Heck)
- Laufdraht = einzelne Festmachleine / -draht z.B. Vor- und Achterspring
- Koppeldraht = Leine/Draht zum koppeln von Schubverbänden
- rackholen = dichtholen = straffen
- Fretter = Schäkel = Kuhmaul
Maschinenkenntnisse (3.2)
Triebwerksteile
Steuerteile
- Ein- und Auslassventile wikipedia
- Kipphebel wikipedia
- Rollenstößel und Stößelstangen
- Nockenwelle wikipedia
4-Takt-Verfahren
- 1.Ansaugen
- 2.Verdichten
- 3.Arbeiten
- 4.Ausstoßen
- wikipedia
Motoraufladung
- Durch den höheren Druck wird der Füllungsgrad verbessert (mehr Luft für die Verbrennung). Somit kann auch eine größere Menge Kraftstoff verbrannt werden. Die Leistung erhöht sich folglich
- wp
Kolbenringe
- dichten den Verbrennungsraum ab
- wikipedia
Ventilspiel zu klein
- Ventil öffnet früher und schließt später
- Auslassventil wird heiß
- bei warmen Motor schließen Ventil nicht richtig
- Leistungsverluste
Ventilspiel zu groß
- Ventil öffnet später und schließt früher
- Leistungsverluste
- mechanische Belastung und Geräuschentwicklung steigen
Motorschmierung
- Schmieren
- Kühlen
- Abdichten
- Reinigen
- Korrosionsschutz
- Geräuschdämpfung
- wikipedia
Ölpumpe
- meist Zahnradpumpen
Kolbenbolzen
- Durch die Kurbelwelle wird dem Pleuellager Schmieröl zugeführt. Ölkanalbohrungen im Pleuel versorgen anschließend die Kolbenbolzenbuchse.
Handpumpe im Schmierölkreislauf
- Vorschmieren des Motors
- Auspumpen der Grundplatte/Ölwanne
Kühlverfahren
- Luftkühlung
- Wasserkühlung
- Ölkühlung
Kühlwasserthermostat
- Teilt den Kühlmittelumlauf in Abhängigkeit von der Kühlwassertemperatur in 2 Kreise und ermöglicht so schnelleres Erreichen der Betriebstemperatur
- Warmlaufphase > kleiner Kühlkreislauf nur durch den Motor
- Betriebstemperatur > großer Kühlkreislauf durch Motor und Kühler
Seewasserdurchflusskühlung
- Das Seewasser wird von Außenbord angesaugt und durch die Kühlhohlräume des Motors gedrückt und gelangt anschließend wieder nach Außenbord
Pumpenumlaufkühlung
Es gibt zwei Kühlmittelkreisläufe:
- Der innere Kreislauf (geschlossen) kühlt den Motor mit Kühlmittel.
- Der äußere Kreislauf rückkühlt den inneren Kreislauf über einen Wärmetauscher und arbeitet mit Seewasser.
Anlassluftsystem
- ausreichender Druckluftvorrat muss vorhanden sein
- der Motor muss auf ausreichende Drehzahl gebracht werden um beim Einspritzen von Kraftstoff selbständig weiterzulaufen
- bei umsteuerbaren Motoren muss die Nockenwelle verschoben werden (deren Steuernocken unter Berücksichtigung der Drehrichtung doppelt ausgeführt sind: ein Satz für Voraus- und ein Satz für Rückwärtslauf)
- Kleinere Motoren können mit Druckluftstartern (ähnlich elektrischen Anlassern) über das Schwingrad angelassen werden
- Direkt über die Zylinder angelassene Maschinen haben neben Ein- und Auslass- auch Anlassventile
Enlüften
- erst den Kraftstofffilter
- anschliessend die Einspritzpumpe entlüften
Einspritzpumpe
- stellt pro Hub
- eine definierte Menge Kraftstoff
- mit dem nötigen Druck bereit
- wikipedia
Einspritzdüse
- bei einfachen Systemen wird die Düsennadel von einer oder zwei Druckfedern des Düsenhalters in den Sitz gedrückt
- durch den Kraftstoffdruck entsteht eine senkrecht wirkende Hubkraft
- ist diese größer als die Federkraft, wird die Nadel nach oben gedrückt, und es wird Kraftstoff eingespritzt
- fällt der Druck ab, schließt die Düse (wieder)
- wikipedia