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Diese Seite nennt in Kurzform die Alarmierungsmöglichkeiten in einem Seenotfall.

Jeder Seefahrer ist gehalten, im Rahmen seiner Möglichkeiten im Seenotfall Hilfe zu leisten und zu diesem Zwecke kontinuierlich die Seenotfunkfrequenzen zu überwachen ("Hörwache gehen").

Ein Seenotfall liegt vor, wenn Gefahr für das Leben von Seefahrenden oder die Sicherheit eines Schiffs besteht.


ALLGEMEINES

Die Daten auf diese Seite sind im Jahr 2008/2009 zusammengetragen. Vor Gebrauch der Info bitte immer den aktuellen Yachtfunkdienst, den Reeds oder das aktuelle Handbuch befragen!!!

Die Telefonnummern gehören vor Törnantritt in jedes Mobiltelefon auf dem Schiff. Dabei sollte beachtet werden, dass in Abhängigkeit vom Mobilfunknetz (D oder E) Mobiltelefone mitunter nur wenige Seemeilen Reichweite haben.

Die Alarmierung kann im Seenotfall generell auf beliebige, geeignete Weise erfolgen. Bewährt und international vereinbart sind folgende Mittel:

  • Pyrotechnische Seenotsignalmittel wie Rauchtopf und Seewasserfärber tagsüber und Signalgeber, Fallschirmrakete, Signalpistole und Handfackel nachts, vorzugsweise in rot oder orange
  • Signalspiegel oder Flaggen N über C tagsüber
  • GPS-gestütztes EPIRB zur satellitengestützten Alarmierung des nächsten MRCC
  • UKW-Seefunk als fest eingebaute Schiffsfunkstelle über Kanal 16 mit optionalen DSC-Anruf (Kanal 70)
  • Insbesondere bei Segelbooten (Gefahr des Mastbruchs mit Antennenausfall), aber auch bei Besetzung von Beiboot oder Rettungsfloß ein Handfunkgerät
  • Offshore: Iridium-Satellitentelefonie
  • Offshore: Inmarsat-Satellitensprechfunk und -datenfunk
  • Offshore: Grenzwellensprechfunk über 2182 kHz mit DSC-Anruf über 2187,5 kHz sowie Kurzwelle auf den Kanälen 4125, 6215, 8291, 12290, 16420 kHz

Seefunkanrufe erfolgen im Seenotfall grundsätzlich an alle Stationen und unter Nennung des eigenen Rufzeichens (meist Schiffsname) und der Position. Der Name von Küstenfunkstelle oder MRCC ist also irrelevant. MRCC sind grundsätzlich rund um die Uhr besetzt.

Die Koordination der Hilfe übernimmt in der Regel zunächst das erste, erreichte MRCC und ansonsten der Hilfe Leistende "on scene". In Küstennähe sind das häufig professionelle oder ehrenamtliche SAR-Kräfte wie Seenotrettungsgesellschaften, Behördenschiffe und Luftwaffe, aber auch Sportboote, Frachter oder Fähren können in die Alarmierung als Relaisstation oder bei der Suche integriert werden.


Wie für alle Rettungsdienste gilt auch hier, dass eine mißbräuchliche Alarmierung mit empfindlichen Strafen geahndet werden kann.

Belgien

Die Belgium Coast Guard koordiniert SAR-Einsätze vom MRCC Oostende aus.

Belgien
Anrufname Coast Guard Oostende
Telefonisch, Festnetz +32 59 70 10 00
Telefonisch, Mobilfunk
MMSI 00205 0480
letzte Überprüfung 2009


Kosten

Dänemark

Die SAR-Operationen werden durch JRCC Denmark koordiniert. Sie operieren indirekt über Coast Radio Stations und MRCC Arhus oder MRSC Kattegatt für die Westküste. Die Coast Radio Stations sind: Blavand, Bovbjerg, Hanstholm, Hirtshals, Skagen, Lyngby. (in 2009) Die Haupt-Küstenfunkstelle ist Lyngby Radio. Die Liste ist unter tdc.dk zu finden, in dänischer Sprache aber immer aktuell! Siehe hierzu auch die VHF-Karte unter stockholmradio.com - Klick auf kustradio-VHF-kartor-Bild der Karte.

Dänemark
Anrufname Lyngby Radio
Telefonisch, Festnetz +45 666 34 800
Telefonisch, Mobilfunk s.o.
MMSI 00219 1000
letzte Überprüfung 2009

Kosten


Deutschland

In Deutschland wird die Seenotrettung durch die gemeinnützige DGzRS durchgeführt.

Deutschland
Anrufname Bremen Rescue Radio
Telefonisch, Festnetz +49 421 53 68 70
Telefonisch, Mobilfunk 124 124
MMSI 00211 1240
Medizinische Beratung Cuxhaven (MEDICO) +49 472 1785
letzte Überprüfung 2009

Kosten

Einsätze, die Personen aus Seenot oder Gefahr retten, sind kostenlos.

Die DGzRS berechnet für technische Hilfe oder fürs Einschleppen (in 2008) 125€ je Stunde, maximal je Einsatz 250€. Dabei ist es egal, ob ein 46m-Kreuzer oder ein kleines Schlauchboot ausrückt. Die Infos stammen von einem Aufkleber, den die DGzRS auf einer Wassersportmesse verteilt hat.


Estland

Finnland

In Finnland steuert das MRCC Turku die SAR-Einsätze. Für den nördlichen Teil der Küste gibt es das MRSC VAASA, für den südliche Teil das MRSC HELSINKI jeweils als Küstenfunkstelle. Für eine VHF-Karte siehe unter stockholmradio.com - Klick auf kustradio-VHF-kartor-Bild der Karte.


Finnland
Anrufname Turku Radio
Telefonisch, Festnetz 112
Telefonisch, Mobilfunk 0204 1000 (Kurzwahl?) und 112
MMSI 00230 0230
letzte Überprüfung 2009


Frankreich

In Frankreich werden Seenofälle durch Centres Régionaux de Surveillance et de Sauvetage C.R.O.S.S. koordiniert. Von der belgischen bis zur spanischen Grenze sind 5 Bereiche eingerichtet:

  • CROSS Griz-Nez
  • CROSS Jobourg
  • CROSS Corsen
  • CROSS Étel
  • CROSS La Garde

Die Rettungsboote der französichen Lebensrettungsgesellschaft? [1] werden vom C.R.O.S.S. eingesetzt.

Frankreich
Anrufname CROSS <Bereichsname>
Telefonisch, Festnetz 112
Telefonisch, Mobilfunk 1616 und 112
MMSI
  • CROSS Griz-Nez 00227 5100
  • CROSS Jobourg 00227 5200
  • CROSS Corsen 00227 5300
  • CROSS La Garde 00227 5400
  • CROSS Étel 00227 5000
letzte Überprüfung 2009

Kosten

Griechenland

In Griechenland wird von der Küstenfunkstelle Olympia Radio und von der Küstenwache (Hellenic Coast Guard) die Hörwache für Seenotfälle auf den üblichen Frequenzen sichergestellt. SAR-Einsätze werden von dem Piraeus Costguard JRCC koordiniert, dessen u.a. MMSI keine mit "00" beginnenden Küstenfunkstellen-MMSI ist!


Griechenland
Anrufname
  • Hellenic Coast Guard
  • Olympia Radio
Telefonisch, Festnetz
  • Olympia Radio +30 210 600 1799
  • Piraeus Costguard +30 210 411 2500
Telefonisch, Mobilfunk
MMSI
  • Olympia Radio 00237 1000
  • Piraeus Costguard 237 673 000
Medico Call, Hellenic Red Cross +30 210 523 0880
letzte Überprüfung 2009

Großbritannien (UK)

In Zusammenarbeit mit der Britischen Küstenwache (Maritime and Coastguard Agency MCA) werden Seefahrer von der Royal National Lifeboat Institution im Seenotfall betreut. Die RNLI ist das Gegenstück zur DGzRS in Deutschland.
Die Küsten von Irland und Großbritanien sind in viele Coastguard-Bereiche eingeteilt. Eine Übersicht findet man hier oder auf dieser MCA-Seite.
In Großbitanien wird die Küste auch von der National Coastwatch Institution (NCI) überwacht. Sie wird von Freiwilligen betrieben, die im Notfall die Coastguard verständigen. Die NCI-Posten warnen auch Yachten vor Gefahr mit dem Licht-Morsezeichen "U" - kurz kurz lang - !

Großbritannien
Anrufname
Telefonisch, Festnetz 999 und 112
Telefonisch, Mobilfunk 112
MMSI MMSI-Liste der Coastguard
letzte Überprüfung 2009

Kosten


Kanalinseln

Es gibt auf den Kanalinseln keine Küstenwache. SAR-Einsätze werden von den Küstenfunkstellen St Peter Port Radio (CRS) und Jersey Coast Guard (CRS) bedient. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit französischen SAR-Stellen.

Kanalinseln
Anrufname
  • St Peter Port Radio
  • Jersey Coast Guard
Telefonisch, Festnetz
  • 999 und 112
  • St Peter Port Radio +44 1481 72 06 72
  • Jersey Coast Guard +44 1534 88 55 05
Telefonisch, Mobilfunk 112
MMSI
  • St Peter Port Radio 00232 0064
  • Jersey Coast Guard 00232 0060
letzte Überprüfung 2009


Irland

In Zusammenarbeit mit der Irischen Küstenwache (Irish Coast Guard) werden Seefahrer wie in UK von der Royal National Lifeboat Institution im Seenotfall betreut. Die RNLI ist das Gegenstück zur DGzRS in Deutschland.

Irland
Anrufname Irish Coast Guard?
Telefonisch, Festnetz 999 ask for Marine Rescue
Telefonisch, Mobilfunk 112 ask for Marine Rescue
MMSI
  • MRCC Dublin 00250 0300
  • MRSC Valentina 00250 0200
  • MRSC Malin Head 00250 0100
letzte Überprüfung 2009

Kosten


Kroatien

Lettland

Litauen

Niederlande

Das Koninklijke Nederlandse Redding Maatschappij übernimmt in der Nordsee, den niederländischen Küsten, dem Ijsselmeer und den Randmeren unter dem Dach der Niederländischen Küstenwache die Seerettung wahr.

Niederlande
Anrufname Netherlands Coast Guard
Telefonisch, Festnetz +31 9000 111 oder nur 112
Telefonisch, Mobilfunk +31 9000 111 oder nur 112
MMSI 00244 2000
letzte Überprüfung 2009

Kosten


Norwegen

In Norwegen gibt es Küstenfunkstellen (Kystradio) des Maritime Radio. Sie werden von der Telefongesellschaft Telenor betrieben. Ein Liste der Stationen und deren VHF-Kanäle findet man über maritimradio.no. Die Seite ist zwar auf norwegisch, aber trotzdem gut nutzbar. Die Küstenfunkstellen, die lokal jeweils auf anderen VHF-Kanälen senden, sind unten genannt. Siehe hierzu auch die VHF-Karte unter stockholmradio.com - Klick auf kustradio-VHF-kartor-Bild der Karte.

Norwegen
Anrufname Maritime Radio
Telefonisch, Festnetz
Telefonisch, Mobilfunk 120
MMSI
  • Maritime Radio 00257 0000
  • Tjöme Radio 00257 0100
  • Rogaland Radio 00257 0300
  • Florö Radio 00257 0500
  • Bodö Radio 00257 0700
letzte Überprüfung 2009

Kosten


Polen

Portugal

Russland

Russland
Anrufname s.u.
Telefonisch, Festnetz
Telefonisch, Mobilfunk
MMSI
  • MRCC St. Pertersburg 00273 3700
  • MRCC Kaliningrad 00273 4417
letzte Überprüfung 2009

Schweden

In Schweden werden die Küstenfunkstellen (Kustradio) von stockholmradio.com - Klick auf kustradio betrieben. Unterhalb des kustradio-Bereiches sind Karten der Küstenfunkstellen und deren VHF-Kanäle zu finden. Siehe hierzu auch die VHF-Karte unter stockholmradio.com - Klick auf kustradio-VHF-kartor-Bild der Karte.

Das MRCC hat seinen Sitz in Göteborg.

Schweden
Anrufname Stockholm Radio
MMSI Stockholm Radio 00265 2000
MMSI MRCC Göteborg 00265 3000
letzte Überprüfung 2009

Kosten


Spanien

Spanien
Anrufname
Telefonisch, Festnetz
Telefonisch, Mobilfunk
letzte Überprüfung 2009

Kosten

Türkei