Thira: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Nordosten der Bucht ist eine Anlegestelle für eine Fähre, die hier auch über Nacht festmacht. Ihre jeweils erste und letzte tägliche Fahrt (die eigentliche, "offizielle" Anlegestelle liegt wegen einer Straßenanbindung weiter nördlich) bietet sich an für diejenigen, die einen Tagesausflug nach Thira planen.  
Im Nordosten der Bucht ist eine Anlegestelle für eine Fähre, die hier auch über Nacht festmacht. Ihre jeweils erste und letzte tägliche Fahrt (die eigentliche, "offizielle" Anlegestelle liegt wegen einer Straßenanbindung weiter nördlich) bietet sich an für diejenigen, die einen Tagesausflug nach Thira planen.  


Unten am Strand und in dem über einen steilen Serpentinenweg erreichbaren Ort ''Manolas'' gibt es eine ganze Reihe ordentlicher Tavernen. Einfache Einkaufsmöglichkeiten gibt es nur in ''Manolas''. Wasser und Treibstoff sind hier nicht erhältlich.  
Unten am Strand und in dem über einen steilen Serpentinenweg erreichbaren Ort ''Manolas'' gibt es eine ganze Reihe ordentlicher Tavernen. Einfache Einkaufsmöglichkeiten gibt es nur in ''Manolas''. Wasser und Treibstoff sind nicht erhältlich.  


== Tipps und Empfehlungen ==
== Tipps und Empfehlungen ==

Version vom 19. November 2006, 17:42 Uhr


Die Santorin, Santorini, aber auch Thira genannte Insel ist neben Ns. Anaphi die südlichste der Kykladen. Die Insel Ios im Norden ist ungefähr zwanzig Seemeilen entfernt, Kreta liegt circa siebzig Seemeilen im Süden. Sie stellt durch ihre außergewöhnlichen geologischen Gegebenheiten ein landschaftliches einmaliges Highlight dar. Es ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis, mit einem Boot in die Caldera einzufahren, und erfreulicherweise tut man dies bei den vorherrschenden Winden in der Regel mit einem Raumschotkurs (falls man von Norden aus den Kykladen kommt). Viele Chartercrews wählen diese Insel als Törnziel.

Genauer betrachtet handelt es sich um eine Inselgruppe, entstanden nach diversen vulkanischen Aktivitäten aus einer großen Insel. Den flächenmäßig größten Anteil hat die heute Thira oder Santorin genannte Insel, auf der sich nahezu alle Infrastruktur konzentriert. Wohl nicht nur jedem Griechenlandtouristen bekannt sind Bilder des am über zweihundert Meter hohen Kraterrand liegenden Hauptort, ebenfalls Thira genannt. Fähren (beispielsweise die regelmäßig und ganzjährig verkehrenden Expressfähren aus Piräus) legen an dieser Insel an, im Osten liegt der Flughafen, der auch international von Charter-Airlines angeflogen wird. Die Insel Thira stellt ein touristisch hoch entwickeltes Zentrum dar, das vom Rucksackreisenden bis zum "Jet-Setter" alle Gäste bedienen kann, und dies auch tut.

Neben Thira liegt im Westen die deutlich kleinere Insel Thirasia. Sie ist ebenfalls bewohnt, wenn auch bei Weitem nicht so viel Trubel herrscht wie auf der Hauptinsel. Verbindung zur Hauptinsel besteht per Autofähre. Im südwestlichen Zugang zur Caldera liegt mittig die unbewohnte und unzugängliche Felseninsel Aspro.

Nahezu in der Mitte der von diesen drei Landteilen eingrenzten, circa sechs Seemeilen weiten Caldera liegen zwei kleinere, bei Vulkanausbrüchen entstandenen Inseln namens Palaia Kammeni und Nea Kammeni. Geologisch hochinteressant, ein Besuch empfiehlt sich nicht zuletzt wegen der bizarren Lavagegenden. Die im übrigen unbewohnten "Kammenis" werden in der Urlaubssaison regelmäßig von Touristenbooten angelaufen.

Zuletzt besucht: Sommer 1997 (Die der Beschreibung zugrunde liegenden Besuche liegen weit zurück, Aktualisierung der Beschreibungen ist hochwahrscheinlich notwendig.)

Übersicht

<googlemap lat="36.404" lon="25.396" zoom="11" controls="medium" type="hybrid"> 36.417464,25.427702,Thira 36.438171,25.353918,Or. A. Niolaou auf Ns. Thirasia 36.399143,25.380771,Palaia Kammeni 36.410710,25.401114,Nea Kammeni (N-Bucht) 36.4016666,25.405,Nea Kammeni (SE-Bucht 36.336014,25.434946,Marina 36.353226,25.371307,Or. Akrotiri (ungenaue Position) 36.411944,25.485404,Or. Monolithos 36.386166,25.429636,Or. Athinio </googlemap>

Anker- und Liegeplätze

Wegen der extremen geologischen Situation sind für Wassersportler im gesamten Inselkomplex nur schwer wirklich sichere Liegemöglichkeiten zu finden. Die spärlichen Plätze sind durchweg von der lokalen Berufschifffahrt genutzt - erst mit der Marina im Süden der Insel sind wohl akzeptable Liegeplätze für Sportboote geschaffen worden.

Thira

Koordinaten: N 36° 25,05' E 025° 25,66'


Beliebter Anlegeplatz für Kreuzfahrschiffe, das landschaftliche Szenario ist in der Tat einmalig. Das immer wieder äußerst spannende Unterfangen, hier als Sportbootfahrer einen Liegeplatz zu bekommen, hat sich wohl mit dem Einziehen der entsprechenden Festmachetonne ein für alle mal erledigt. Der Platz mag nach wie vor dazu dienen, um mit dem Beiboot Crewmitglieder überzusetzen, die dem Ort Thira einen Besuch absetzten wollen. Zudem werden wohl nach wie vor von hier Touristenboote beispielsweise zu den "Kammenis" losfahren. Mit Schaffung der Marina im Süden der Insel wird man nun an diesem alles andere als sicheren Platz nicht mehr übernachten müssen.

Ormos Athinio

Koordinaten: N 36° 23,17' E 025° 25,78'


Zum "Hafen" ausgebaute Pier und damit quasi der Nabel dieser Insel, hier legen alle Fähren und die die Insel versorgenden Schiffe an. Für Sportboote ist dieser Platz wenig geeignet, die Berufsschifffahrt hat bei den hiesigen Bedingungen genug mit sich selbst zu tun.

Ormos Akrotiri

Koordinaten: N 36° 23,17' E 025° 25,78'


Östlich vom Ak. Akrotiri gibt es an der Südküste mehrere Möglichkeiten zum Ankern, in jedem Fall lohnenswert bei einem Tagesaufenthalt. Zur Übernachtung scheinen sie weniger geeignet, in den nach Süden weit offenen Buchten wird Schwell auftreten.

Mit dem Beiboot kann man übersetzen zu einem Besuch der Ausgrabungsstellen. Besucher hatten sich jedoch oft mehr versprochen - die wirklich interessanten Fundstücke sind wohl in Museen in Athen untergebracht.

Marina im Süden von Santorin

Koordinaten: N 36° 20,16' E 025° 26,10'


Im Sommer 1997 begann man mit den Baggerarbeiten für die Marina. Inzwischen ist sie fertiggestellt und dürfte wohl auch in Betrieb genommen sein (zumindest teilweise).

Bei der Ansteuerung ist besondere Vorsicht geboten, neben der in der Zufahrt liegenden versunkenen Mauer wird immer wieder von vorgelagerten Untiefen berichtet. In der Marina selbst scheint man sichere Liegeplätze vorzufinden.

Ormos Monolithos

Koordinaten: N 36° 24,72' E 025° 29,12'


Nach den immer neuen spektakulären Ansichten im Inneren der Caldera ist es ein krasser landschaftlicher Gegensatz, bei einer östlichen Umrundung an den hier sanft abfallenden und lieblich wirkenden Hängen der Hauptinsel vorbeizufahren. Als Ort für einen Zwischenstopp würde sich Ormos Monolithos anbieten. Die Wellenbrecher bringen jedoch keinen ausreichenden Schutz, so daß der "Hafen" maximal für einen kurzen Tageshalt empfohlen werden kann. Es wurden teilweise geringere Wassertiefen gemessen als in Revierführern angegeben.

Nisis Nea Kammeni (SE-Bucht)

Diese inmitten der bizarren Lavalandschaft liegende und an der Südhuk befeuerte Bucht wird in der Urlaubssaison extensiv von den Touristenbooten genutzt und ist dann völlig überlaufen. Die Kaikis legen hier auch für die Nacht an, was für den verhältnismäßig guten Schutz dieses kleinen Fleckchens spricht, aber auch den dann herrschenden Platzmangel erklärt.

Nisis Nea Kammeni (Nordbucht)

Koordinaten: N 36° 24,64' E 025° 24,07'


Bei moderaten Wetterbedingungen kann diese Bucht als Ausweichplatz angelaufen werden. Auch hier gibt es einen Anleger, der in der Saison von Ausflugsbooten genutzt wird und für diese freigehalten werden muss. Man kann versuchen, den Anker zu werfen und Landleinen auszubringen. Der steil abfallende Grund besteht aus Felsen, das Anbringen einer Trippleine ist dringenst enpfohlen. Nicht erleichtert wird das Ankern durch den Umstand, daß durch die schwefeligen Verunreinigungen die Sichtweiten im Wasser - völlig untypisch für die Ägäis - auf ein paar Ankerkettenglieder schrumpfen. Des weiteren kann es einem passieren, daß man eine der teilweise sehr weit ausgelegten Festmacherleinen für die Ausflugsschiffe fischt (und die sind schwer und u.U. unter Spannung, so daß man die nicht für eine "klassisches" Ankerklariermanöver an die Oberfläche ziehen kann...). Und: immer wieder sieht man Wracks unterschiedlichster Größe. Es steht zu vermuten, daß auch der Grund in größeren Wassertiefen unrein ist - Ankern ist also spannend, und man sollte genügend Zeit einplanen.

Die hier dargestellten Ankerbedingungen bestehen entsprechend an allen in Frage kommenden Liegeplätzen an und zwischen den beiden "Kammenis".

Nisis Palaia Kammeni

Koordinaten: N 36° 23,95' E 025° 22,85'


In dieser nach Norden offenen Bucht findet man nur bei moderaten Wetterbedingungen ausreichenden Schutz. Einige Fischerboote liegen soweit als möglich in der westlichen Ecke. Eine Klippe bietet die Möglichkeit, eine Leine festzumachen. Eine Mooring wird von den Ausflugsbooten genutzt, die hier Badestopps einlegen.

Ormos Agios Nikolaou auf Nisis Thirasia

Koordinaten: N 36° 26,39' E 025° 21,24'


Verblüffend guten Schutz bietet diese Bucht am zweitgrößten Teil des Inselkomplexes. Freies Ankern ist wegen der Wassertiefen kaum möglich, mit Glück erwischt man jedoch eine der zugegebenermaßen seltenen Liegemöglichkeiten an Moorings oder längsseits an eventuell hier liegenden Ausflugsschiffen (Ortsansässige fragen). Auch bei ausgewachsenem Meltemi liegt man bestens geschützt in dem Halbrund der felsigen Steilwand, nur leichter Schwell ist festzustellen.

Im Nordosten der Bucht ist eine Anlegestelle für eine Fähre, die hier auch über Nacht festmacht. Ihre jeweils erste und letzte tägliche Fahrt (die eigentliche, "offizielle" Anlegestelle liegt wegen einer Straßenanbindung weiter nördlich) bietet sich an für diejenigen, die einen Tagesausflug nach Thira planen.

Unten am Strand und in dem über einen steilen Serpentinenweg erreichbaren Ort Manolas gibt es eine ganze Reihe ordentlicher Tavernen. Einfache Einkaufsmöglichkeiten gibt es nur in Manolas. Wasser und Treibstoff sind nicht erhältlich.

Tipps und Empfehlungen

  • Besuch der "Kammenis", meist wird man an die Nea Kammeni kommen. Die Liegemöglichkeiten für Sportboote sind eher marginal, alternativ kann man mit einem der Ausflugsboote anlanden.
  • Thirasia empfiehlt sich für diejenigen, die dem touristischen Trubel á la Thira entgehen wollen. Lohnenswert ist eine Wanderung zum Kloster nahe der Südspitze der Insel, immer wieder ergeben sich atemberaubende Blicke über den Kraterkomplex. Eventuell kann man den beschwerlichen Weg zum Ort Manolas oben am Felsgrat auf dem Rücken eines Mulis zurücklegen.

Weblinks

  • Sailingissues.com - eine private Website mit detaillierten Informationen zu griechischen Gewässern