Spanien: Unterschied zwischen den Versionen

fmt Karte;
Struktur;
Zeile 1: Zeile 1:
{{Navigation|Seegebiet=[[Atlantik]], [[Biskaya]], [[Mittelmeer]]|Politisch=[[Europa]]}}[[Bild:750px-Flag_of_Spain.svg.png|200px|right]]
{{Navigation|Seegebiet=[[Atlantik]], [[Biskaya]], [[Mittelmeer]]|Politisch=[[Europa]]}}[[Bild:750px-Flag_of_Spain.svg.png|200px|right]]


'''Spanien''' bietet dem Sportbootfahrer eine große Vielfalt an verschiedenen Küstenlandschaften: endlose Sandstrände (Es Trenc auf Mallorca, Costa Blanca), Sumpflandschaften (Donana-Nationalpark)), Felsküsten, bei denen das Hochgebirge bis ans Meer reicht (Andalusien am Mittelmeer, Costa Brava), sowie Flußmündungen (Ebro), die zum Teil auch für Sportboote schiffbar sind (Guadalquivir bis Sevilla).


In ganz Spanien ist die Amtssprache das Hochspanisch (espaňol, castellano), das ursprünglich in Kastilien gesprochen wurde. Neben verschiedenen Dialekten gibt es aber auch noch drei weitere Sprachen: Die Galicische Sprache (galego, Amtssprache in der Autonomen Region Galicien) und Katalanisch (catalá). Letztere ist neben castellano Amtssprache in Katalonien, in Valencia und auf den Balearen. Alleinige Amtssprache ist catalá in Andorra. Galicisch und Katalanisch sind mit dem Kastillanischen noch entfernt verwandt. Völlig verschieden, auch nicht dem romanischen Sprachraum, ja nicht einmal der indo-germanischen Sprachgruppe zugehörig ist die Sprache der Basken. Während Spanien zur Zeit der Franco-Diktatur (1939-1975) zentralistisch regiert wurde, gliedert es sich heute in zahlreiche autonome Provinzen, wobei der Autonomiestatus sehr unterschiedlich ist. Das Bestreben nach Unabhängigkeit ist in Galicien, Katalonien und v.a. im Baskenland am größten.
In Spanien werden Seenotfälle durch die Salvamento Maritimo koordiniert und durchgeführt, näheres auf der Seite "[[Hilfe im Seenotfall #Spanien|Hilfe im Seenotfall]]".
Die spanischen Zentren des Yachtsports befinden sich im [[Mittelmeer]] auf den [[Balearen]] und in [[Barcelona]], im [[Atlantik]] in [[Ria de Vigo|Vigo]] und [[La Coruña|A Coruña]].
Das Preisniveau für Liegeplätze im [[Mittelmeer]] (sowohl im Transit, als auch bei längeren Verträgen) ist in Spanien deutlich höher als in [[Frankreich]], etwa vergleichbar mit [[Italien]]. Im [[Atlantik]] sind die Preise moderater.
Im atlantischen Spanien hat die Fischerei einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft und war wohl lange Zeit die wichtigste Einnahmequelle. In vielen kleinen Küstenorten betrachten die Einwohner ihren Hafen als eine Einrichtung, die in erster Linie der Fischerei dient, in zweiter Linie der Unterbringung der Sportboote der Einheimischen. Auf durchreisende Yachten ist man nicht überall eingestellt und sie sind nicht überall willkommen. Gelegentlich wird man mit der Argumentation konfrontiert, nur die Fischerei bringe den einfachen Leuten vor Ort Lohn und Brot, der Yachttourismus spüle Geld in die Kassen derer, die eh schon genug haben. Sicherlich ist man als Gast gut beraten, den Fischereibetrieb möglichst nicht zu behindern. So kann man Empfehlungen in manchen Revierführern, an der Lonja (Fischereikai) festzumachen, nicht nachvollziehen. Skipper sollten durch rücksichtsvolles Verhalten dazu beitragen, den Konflikt nicht weiter zu verschärfen.
{{TOCright}}
{{TOCright}}
{{#display_map:
{{#display_map:
| zoom=6
| zoom=6
| center=40.1,-3.2
| center=40.1,-3.2
| width=750px
| width=50%
| height=500px
| height=600px
| service=openlayers
| service=openlayers
| layers=osm-mapnik, osm-oseam, osm-oseam-cemt
| layers=osm-mapnik, osm-oseam, osm-oseam-cemt
Zeile 14: Zeile 24:
}}
}}


== Segelreviere ==


==Allgemeines==
'''[[Atlantik]] einschließlich [[Biskaya]]'''
 
Spanien bietet dem Sportbootfahrer eine große Vielfalt an verschiedenen '''Küstenlandschaften''':
 
Endlose Sandstrände (Es Trenc auf Mallorca, Costa Blanca), Sumpflandschaften (Donana-Nationalpark)), Felsküsten, bei denen das Hochgebirge bis ans Meer reicht (Andalusien am Mittelmeer, Costa Brava), sowie Flußmündungen (Ebro), die zum Teil auch für Sportboote schiffbar sind (Guadalquivir bis Sevilla).
 
In ganz Spanien ist die Amtssprache das Hochspanisch (espaňol, castellano), das ursprünglich in Kastilien gesprochen wurde. Neben verschiedenen Dialekten gibt es aber auch noch drei weitere Sprachen: Die Galicische Sprache (galego, Amtssprache in der Autonomen Region Galicien) und Katalanisch (catalá). Letztere ist neben castellano Amtssprache in Katalonien, in Valencia und auf den Balearen. Alleinige Amtssprache ist catalá in Andorra. Galicisch und Katalanisch sind mit dem Kastillanischen noch entfernt verwandt. Völlig verschieden, auch nicht dem romanischen Sprachraum, ja nicht einmal der indo-germanischen Sprachgruppe zugehörig ist die Sprache der Basken.
Während Spanien zur Zeit der Franco-Diktatur (1939-1975) zentralistisch regiert wurde, gliedert es sich heute in zahlreiche autonome Provinzen, wobei der Autonomiestatus sehr unterschiedlich ist. Das Bestreben nach Unabhängigkeit ist in Galicien, Katalonien und v.a. im Baskenland am größten.
 
In Spanien werden Seenotfälle durch die Salvamento Maritimo koordiniert und durchgeführt,
Näheres auf der Seite "[[Hilfe im Seenotfall #Spanien|Hilfe im Seenotfall]]".
 
Die spanischen Zentren des Yachtsports befinden sich im [[Mittelmeer]] auf den [[Balearen]] und in [[Barcelona]], im [[Atlantik]] in [[Ria de Vigo|Vigo]] und [[La Coruña|A Coruña]].
 
Das Preisniveau für Liegeplätze im [[Mittelmeer]] (sowohl im Transit, als auch bei längeren Verträgen) ist in Spanien deutlich höher als in [[Frankreich]], etwa vergleichbar mit [[Italien]]. Im [[Atlantik]] sind die Preise moderater.
 
Im atlantischen Spanien hat die Fischerei einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft und war wohl lange Zeit die wichtigste Einnahmequelle. In vielen kleinen Küstenorten betrachten die Einwohner ihren Hafen als eine Einrichtung, die in erster Linie der Fischerei dient, in zweiter Linie der Unterbringung der Sportboote der Einheimischen. Auf durchreisende Yachten ist man nicht überall eingestellt und sie sind nicht überall willkommen. Gelegentlich wird man mit der Argumentation konfrontiert, nur die Fischerei bringe den einfachen Leuten vor Ort Lohn und Brot, der Yachttourismus spüle Geld in die Kassen derer, die eh schon genug haben.
Sicherlich ist man als Gast gut beraten, den Fischereibetrieb möglichst nicht zu behindern. So kann man Empfehlungen in manchen Revierführern, an der Lonja (Fischereikai) festzumachen, nicht nachvollziehen. Skipper sollten durch rücksichtsvolles Verhalten dazu beitragen, den Konflikt nicht weiter zu verschärfen.
 
== Segelreviere Spaniens ==
 
'''[[Atlantik]]'''


* [[Kantabrien]]
* [[Kantabrien]]
Zeile 43: Zeile 33:
* [[Andalusien]], [[Andalusien|Costa de la Luz]]  
* [[Andalusien]], [[Andalusien|Costa de la Luz]]  
* [[Kanarische Inseln]]
* [[Kanarische Inseln]]


'''[[Mittelmeer]]'''
'''[[Mittelmeer]]'''
Zeile 54: Zeile 43:
* [[Katalonien]], [[Katalonien|Costa Brava]]
* [[Katalonien]], [[Katalonien|Costa Brava]]
* [[Balearen]]
* [[Balearen]]
* Nordafrikanische Enklaven: [[Ceuta]], [[Melilla]]
 
'''Nordafrikanische Enklaven'''
 
* [[Ceuta]]
* [[Melilla]]


== Nautik, Seekarten und Literatur ==
== Nautik, Seekarten und Literatur ==
Zeile 121: Zeile 114:
Spanier trinken gerne Schaumweine ''Cava'', oft auch als Aperitiv und bieten gute heimische Qualitäten an. Bekannt hierfür ist das Weingut des Schloßes Perelada in der Region Gerona.
Spanier trinken gerne Schaumweine ''Cava'', oft auch als Aperitiv und bieten gute heimische Qualitäten an. Bekannt hierfür ist das Weingut des Schloßes Perelada in der Region Gerona.


Leider findet man überall schon Mc Donalds & Co. bei denen man "''Hamburgesas''" bekommt - wenn man die typische spanische Koch- und Restaurantkultur erhalten will, sollte man dies nicht unterstützen, sondern seinen Spanienaufenthalt dazu nutzen mal spanische regionale Spezialitäten zu versuchen.
Leider findet man überall schon Mc Donalds & Co. bei denen man "''Hamburgesas''" bekommt - wenn man die typische spanische Koch- und Restaurantkultur erhalten will, sollte man dies nicht unterstützen, sondern seinen Spanienaufenthalt dazu nutzen mal spanische regionale Spezialitäten zu versuchen. Auch die früher in jedem Hafenort anzufindenden typischen einfachen, wirklich billigen Fischerkneipen sind kaum noch vorhanden. Der Tourismus hat damit aufgeräumt; teuere Speiserestaurants mit frischen Meeresfrüchten und Fisch jedoch sind jetzt in der Nähe jedes Sporthafens zu finden.
Auch die früher in jedem Hafenort anzufindenden typischen einfachen, wirklich billigen Fischerkneipen sind kaum noch vorhanden. Der Tourismus hat damit aufgeräumt; teuere Speiserestaurants mit frischen Meeresfrüchten und Fisch jedoch sind jetzt in der Nähe jedes Sporthafens zu finden.


Wer abends essen gehen will, sollte beachten, daß in Regionen mit wenig Touristen die Speiselokale nachmittags geschlossen haben und für das Abendessen erst um 21.00 Uhr wieder öffnen. In der Zeit von 18.00 bis 20.00 sitzen die Spanier gerne im Café.
Wer abends essen gehen will, sollte beachten, daß in Regionen mit wenig Touristen die Speiselokale nachmittags geschlossen haben und für das Abendessen erst um 21.00 Uhr wieder öffnen. In der Zeit von 18.00 bis 20.00 sitzen die Spanier gerne im Café.