Bergung: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Bergung einer Person aus dem Wasser kann ebenfalls durch Helicopter erfolgen oder sie erfolgt nach einem [[Mann-über-Bord Manöver]] durch die Besatzung einer Yacht. Bei der Annäherung wird die Person von Luv her angesteuert, also im Lee der Yacht liegen gelassen. Dadurch sorgt der Rumpf der Yacht für ruhigere See und bei backgesetzter Fock oder starkem Wind neigt sich die Bordwand weiter zum MOB herunter, so das die Crew ihn leichter zu Fassen bekommt. | Die Bergung einer Person aus dem Wasser kann ebenfalls durch Helicopter erfolgen oder sie erfolgt nach einem [[Mann-über-Bord Manöver]] durch die Besatzung einer Yacht. Bei der Annäherung wird die Person von Luv her angesteuert, also im Lee der Yacht liegen gelassen. Dadurch sorgt der Rumpf der Yacht für ruhigere See und bei backgesetzter Fock oder starkem Wind neigt sich die Bordwand weiter zum MOB herunter, so das die Crew ihn leichter zu Fassen bekommt. | ||
Laut BSU sterben die meisten wegen erfolgloser Bergeversuchen. Daher ist es unabdingbar, dass die Bergung einer z.B. | Laut BSU sterben die meisten wegen erfolgloser Bergeversuchen. Daher ist es unabdingbar, dass die Bergung einer z.B. 120 kg schweren Person im Rahmen der Schiffs- und Sicherheitseinweisung VOR dem ersten Ablegen praktisch durchgegangen wird! Der Skipper muss davon ausgehen, dass er selbst über Bord geht! Dann muss seine Crew wissen wie und was zu tun ist! In nördlichen (deutschen) Gewässern ist man binnen kurzer Zeit unterkühlt, nicht mehr handlungfähig und wird bewußtlos. In der Regel wird die Person nicht mehr aus eigener Kraft an Bord steigen können. Bei einem Naßgewicht von über 100 kg wird dies auch der Crew nicht mehr möglich sein. | ||
* Der Lifebelt der Person wird provisorisch '''mit einer Leine an Bord fixiert''', z.B. Lifeline, um den Kontakt nicht zu verlieren. | * Der Lifebelt der Person wird provisorisch '''mit einer Leine an Bord fixiert''', z.B. Lifeline, um den Kontakt nicht zu verlieren. | ||
* Eine am Lifebelt getragene persönliche Rettungsschlaufe kann diesen ersten wichtigen Schritt erheblich erleichtern. Die Person im Wasser kann mit Bootshaken herangezogen und direkt mit der Rettungsschlaufe am Schiff vorläufig gesichert werden. Eine ca. 1,5 m lange und dennoch sehr leichte und kompakte '''[https://www.skipperguide.de/mediawiki/images/PersonalRescueLoop_CCBY40_GNU_FDL13_2021.pdf persönliche Rettungsschalufe (Personal Rescue Loop)]''' kann aus dünner aber hochfester Leine hergestellt werden. Diese muss dauernd und sicher am Lifebelt oder an der Hebeschlaufe einer Rettungsweste befestig werden. Mit einer Arbeitslast von mehr als 200 kg (Bruchlast > 800 daN) ist diese Leinenverbingung auch geeignet eine Person aus dem Wasser an Bord zu heben, wenn sie mit einem Fall und/oder einem mindestens | * Eine am Lifebelt getragene persönliche Rettungsschlaufe kann diesen ersten wichtigen Schritt erheblich erleichtern. Die Person im Wasser kann mit Bootshaken herangezogen und direkt mit der Rettungsschlaufe am Schiff vorläufig gesichert werden. Eine ca. 1,5 m lange und dennoch sehr leichte und kompakte '''[https://www.skipperguide.de/mediawiki/images/PersonalRescueLoop_CCBY40_GNU_FDL13_2021.pdf persönliche Rettungsschalufe (Personal Rescue Loop)]''' kann aus dünner aber hochfester Leine hergestellt werden. Diese muss dauernd und sicher am Lifebelt oder an der Hebeschlaufe einer Rettungsweste befestig werden. Mit einer Arbeitslast von mehr als 200 kg (Bruchlast > 800 daN) ist diese Leinenverbingung auch geeignet eine Person aus dem Wasser an Bord zu heben, wenn sie mit einem Fall und/oder einem mindestens 3 m, besser 4 m, langen Flaschenzug als [https://www.skipperguide.de/mediawiki/images/RescueLift_CCBY40_GNU_FDL13_2022.pdf Rettungstalje (Rescue Lift)] verbunden wird. Der erweiterte Spielraum der Rettungsschaufe von 1,5 m kann hierbei entscheidend sein, um die Höhe der Bordwand zu überwinden und zusätzliche Zwischenschritte und Seilkonstruktionen mit einer extra Lifeline zu vermeiden. Eine Rettungstalje muss jedoch um die zusätzliche Länge der Lifeline oder Rettungsschlaufe höher befestigt werden, z.B. am Spi-Fall. | ||
Sofern kein extra Bergegeschirr vorhanden ist, kommen grundsätzlich zwei Bergemethoden in Frage: | Sofern kein extra Bergegeschirr vorhanden ist, kommen grundsätzlich zwei Bergemethoden in Frage: | ||