Benutzer:Rumpf/Törnbericht 2019 Ostschweden via Dänemark: Unterschied zwischen den Versionen

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22. August - [[Kåseberga]]</div>
25. August - [[Klintholm]] wieder mal</div>




Südost 5 - 10 m/s hatten sie angesagt für heute. Das wäre ein schöner Halbwindritt geworden. Stattdessen gab es Ostnordost mit gerade mal 4 m/s. Da war dann also der Gennaker gefragt, denn heute sollte es nach Klintholm gehen. Das lief ganz gut, aber zwischendurch dann auch mal Pottennebel, glücklicherweise nicht im Fährenfahrwasser von Trelleborg.
Als es wieder aufklarte konnten wir unsere neuen Nachbarn auf See bewundern, die Windparkzentralen.
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In Klintholm war Massentreffen. Erstaunlich, dass 9 Boote gleichzeitig auf die Hafeneinfahrt zusteuern können, obwohl sie aus fünf verschiedenen Richtungen kamen. Innen wurde uns klar, warum das so voll war: Sonntag! Sonntag? Ja, da fahren die Charteryachten aus Breege zuerst mal nach Klintholm.
Am Abend zeigte sich dann eine Wetteränderung im Westen. Nur kurz, oder was ernstes? Wir werden morgen sehen.
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30. August - [[Lohals]]</div>
So, kleiner Landurlaub zwischendurch. Meine alte Bürochefin ist jetzt auch in Rente, und die musste ich gebührend verabschieden. Also erst mal mit Mietwagen nach Hause und zurück. Gestern dann noch mit zwei Reffs und etwas gerollter Genua ab nach Westen, rasant Strecke gemacht. Die Sicht war absolut miserabel, die Luft tropisch feucht. Man schwitzte ohne sich zu bewegen. Mit dicker Bugwelle durch Grønsund und Smalands Fahrwasser bis Omø. Hier sind nicht mehr viele, nur etwa die Hälfte des Hafens belegt. Der Fischladen ist schon zu. Na ja, wir hatten zu Hause gut eingekauft und sind voll verproviantiert.
Heute beim Weiterfahren ist es immer noch dunstig, auch noch in [[Omö]].
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Der Wind ist aber viel kommoder. Wir steuern den Langeland-Belt an.
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31. August - [[Svendborg]]</div>
Schön an Langelands Westseite runtergekreuzt, sogar im Svendborg-Sund fast kein Strom. So lieb ich das! In Svendborg werden wir von der Monumentalkunst am Dock empfangen.
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Im Hafen selbst steppt nicht mehr der Bär - reiner Normalbetrieb. Einige schräge Typen hängen vor der Hafenkneipe.
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Es gibt natürlich auch schöne Ansichten hier, z.B. die Oldtimersegler vor den Speichern.
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Jetzt warten wir auf meine Schwester, die hier zusteigen will. Ist schon Klasse in Dänemark, wie man sich auf den ÖPNV verlassen kann. Da kann man jemanden, der schon im Zug ab Hamburg sitzt, problemlos per Handy dirigieren, welchen Bus in welchen Hafen er denn nun schlussendlich nehmen soll. Klappt problemlos.
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1. September - [[Avernakö]]</div>
Ein kurzer Hupp, mal wieder nach Avernakö zu fahren. Früher eine unserer Lieblingsinseln, jetzt ein bisschen von uns vernachlässigt. Es ist einfach ein schöner Hafen mit dem weiten Blick. Draußen tut sich noch allerhand, sogar die Großschiffahrt kommt vorbei.
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Der Abend ist grandios, aber irgendwie ist das Wetter nicht ganz vertrauenerweckend. Die Kondensstreifen über uns zeigen, dass da wohl ein regelrechtes Luftkreuz ist.
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Nachtrag:
Der freundliche Wetterbericht hatte nicht recht. Ungefähr um ein Uhr nachts wache ich auf, weil am Rumpf so komische Plätschergeräusche sind. Im Hafen? Richtig! Und Heulen tut es auch im Rigg, und Blitze kommen durch die Verdunkelung des Vorluks. Dann plötzlich rolle ich in der Koje rüber zu Männe - Das Boot krängt um mehr als 10°. Jetzt muss ich doch mal draußen nachsehen. Instrumente einschalten, ein Blick drauf: 15 m/s, dann 18. Im Hafen bildet sich Seegang mit Schaumkronen. Obwohl ich immer größten Wert auf richtig dimensioniertes und gut gepflegtes Material lege, gehe ich jetzt doch im strömenden Regen über Deck und schau mir alle 4 Klampen an. Alles in Ordnung, alles fest. Schlafen kann man aber bei dem Theater nicht wieder. Also Kakao kochen, gemütliches Schnacken, gegen drei Uhr ist alles vorbei.
Am Morgen sind wir aber ein bisschen gerädert und unausgeschlafen, außerdem ist viel Regen angesagt. Da bleiben wir eben erst mal hier.
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3. September- [[Schleimünde]]</div>
Vorgestern wieder mal Routinecheck aller Systeme. Alles OK, außer - die Ankerwinsch dreht nicht. Mausetot. Das übliche Procedere: Hauptschalter wirklich an? Ja. Thermosicherung ausgelöst? Nein. Winschennuss auseinandergenommen: Keine mechanischen Probleme. Kabel irgendwo lose? Nein. Da hilft nix. Gleich am Montag früh in unserer Winterlagerwerft angerufen, die glücklicherweise nicht weit weg in der Schlei liegt. Ja, ihr könnt kommen, wir gucken.
Später, als wir auf den Steg zusteuern, steht da schon einer und nimmt die Leinen an. Es ist der Elektriker, und der hat auch sein Köfferchen dabei. Taucht ab ins Schiff und murmelt immer irgendwelche Sachen vor sich hin, will dann das Handbuch der Fernbedienung haben und meint schließlich: "Geht wieder". Was war? Die Fernbedienung hat eine eigene kleine Sicherung, und die war durch. Warum, weiß allerdings noch niemand. Müssen wir im Winter sehen. Und im Manual aufschreiben, dass das Ding eine eigene Sicherung hat. Steht da nämlich nicht.
Gut, und dann hat's gestern nur wieder bis Schleimünde gereicht - zum dritten Mal dieses Jahr. Und heute ist hier Sauwetter, also noch ein Tag. Giftbude hat aber auf.
Und dann doch ein Wolkenloch einschl. nettem Motiv.