Benutzer:Rumpf/Törnbericht 2019 Ostschweden via Dänemark: Unterschied zwischen den Versionen

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7. August - [[Garpahamn]]</div>
Die Wetterberichte machen uns Kopfzerbrechen. Die Tiefs, die da aus Westen anrauschen, werden auf einige Tage Sicht einen Schlag von Sandhammaren nach Westen verhindern. Aber jetzt eine Woche in Karlskrona bleiben? Nöö. Übder Hanö nach Simrishamn, was jetzt noch ginge? Dann sitzen wir eine Woche in Simrishamn. Auch Nöö. Frühstart und nach Ystad durchmotoren? Nöö, nöö, nöö.
Also hier regional ein bisschen umparken und nach Garpahamn auf der Insel Hasslö. Sind nur 10 sm. Und morgen wieder zurück nach Karlskrona und das ganze Wetterschlamassel aussitzen.
Garpahamn ist leidlich öde. Längsseitsliegen an Gummireifenpier, altertümliche Sanitäranlage, Verschönerung der Aussicht durch ein großes Marineschiff.
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Dafür ist die Umgebung umso schöner. Im Süden gibt es eine fabelhafte Badebucht, sogar mit Sandstrand.
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Im Hinterland blüht schon die Heide in voller Pracht, der Sommer neigt sich also dem Ende zu (sagt auch der Wetterbericht).
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Aber es fliegen noch keine Gänse, also ist der Herbst noch weit. Was fliegt, sind schöne Schmetterlinge.
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12. August - [[Tjärö]]</div>
Mannomannomann! 4 Tage Karlskrona! Mal regnets fast durch die Kuchenbude, mal kachelts mit 16 m/s. Immerhin: Die Stadt ist sehr nett und bietet viel, sogar gutes Essen (z.B. Pizzeria Michelangelo) und gutes, nichtschwedisches Brot. Wir haben einen sehr gut sortierten Lidl entdeckt direkt hinter dem Bahnhof, 3 min mit Fahrrad. Und mit Fahrrad kann man tolle Ausflüge in die Umgebung machen. Die haben herrliche Wälder, Naherholungsgebiete, Badestrände - eine lebenswerte Stadt. Natürlich ist auch das Marinemuseum (kostenlos) interessant, aber nicht so sehr für Nichtmilitaristen.
Heute dann endlich weiter! Es ist trocken, der Wetterbeicht spricht von Süd 6 - 9 m/s. Es wurden 10 - 13 m/s und aus Südsüdwest, allerdings warm und mit Sonne. Wir haben nur die Genua ausgerollt und sind nach Westen gebritzt, immer am Südrand der Hanöbucht entlang. Immer, wenn man aus der Schärenabdeckung kam - und das war die meiste Zeit - stand da eine fast 2m-See aus der [[Hanöbucht]]. Unser Bootchen schnurrte aber sehr gemütlich durch, meist mit mehr als 6 1/2 kn. Und dann rechts ab, hinter die Felsen manövriert, Ruhe ist. Der Steg in Tjärö ist allerdings rappelvoll, ist wohl immer noch Saison. Wir fahren weiter um die Ecke in die östlich gelegene Bucht, und sind im Ententeich. Die Bäume rauschen wie verrückt, im Cockpit fast kein Lüftchen. Eine blaue Boje des SXK ist frei, also dort fest.
Unser Nachbar ist eine Schwimmsauna, wir haben heute aber keinen Bedarf.
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Im Hintergrund erhascht man einen Blick auf den Steg im Hafen. Die Felsen hier sind übrigens nochmal sehr hoch und schön glattgehobelt. Dazwischen liegen einige Findlinge rum, hinter die man sich auch seine eigene Strandsauna bauen kann
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15. August - [[Hanö]]</div>
Bester Wind gestern, wir fuhren nach Hanö.
Am Vorabend gab es aber noch was Interessantes: In der Dämmerung kam noch ein Boot in die Bucht, steuerte schnurstracks auf uns zu. Wie lange wir denn noch an dieser Boje bleiben wollten? Bis morgen natürlich. Das ginge nicht, die Boje sei nur für Mitglieder des Kryssarklubben, wir müssten ablegen. Erst als wir ihm unsere Mitgliedsflagge zeigten, drehte er knurrend ab. Fuhr dann aber zu der anderen Boje, an der ein Holländer lag, und der war kein SXK-Mitglied, musste widerwillig das Feld räumen und ankerte dann neben uns. Was uns ein schönes Mondscheinfoto bescherte:
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Aber dann, unterwegs, easy sailing.
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In Hanö angekommen: massig Platz an der Außenmole. Genau richtig für den jetzt kommenden strammen Südwest. Das Wetter kündigt sich schon an.
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Es reicht noch für eine Wanderung bei Sonne zum Leuchtturm,
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dann kachelt es richtig los. Ab unter Deck!
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16. August - [[Hanö]] II</div>
Keine Bilder heute. Es ist grau, grau, grau, kein Fotolicht. Südwind mit 9 -12 m/s ist nicht das, was wir für einen Trip nach Süden brauchen, vor allem nicht in der Hanö-Bucht mit ihren kurzen Wellen. Also bleiben wir hier und erwandern uns die Insel: Englischer Friedhof, nochmal Leuchtturm, die Urwälder im Süden der Insel, massenweise Damwild - alles sehr schön und gemütlich.
Ab Mittag dann ein nie gesehenes Hafenkino. Erst alles ganz normal: Einer nach dem anderen kommen Segler rein so mit 30 - 35 Füßen. Dann ist die Mole voll und es geht ins Päckchen, allerdings jetzt schon mit 37 / 38 Fuß. Eine 51-Fuß Bavaria kommt auch rein, Charterboot. Dann noch ein Stahlbau um die 46 Fuß, und schließlich ein Aaländer mit 56 Fuß und noch ein Schwede mit 56 Fuß. Auf beiden letzteren Booten jeweils nur 2 Personen - Nein, der Schwede hatte noch einen Hund. Wo die ins Päckchen gehen gibt es lange Diskussionen, schließlich wird doch festgemacht, dann wieder abgelegt usw. Dann kommt die Fähre und macht Höllenlärm mit ihrem Horn, denn: Sie kommt nicht an ihren Platz, da ragt das Beiboot aus den Davits des Aaländers rein. Der verholt nach vorne - Protest des vor ihm Liegenden (Charter-Bav). Deren Flaggenstock gerät in Gefahr. Fähre legt wieder ab, dafür kommt eine deutsche Linssen Dutch Sturdy 38 rein (16 tons) und versucht längsseits an eine uralte, kleine schwedische Rassy zu gehen. Protest! Also geht der als Dritter ins Päckchen mit dem Aaländer, der wiederum findet das nicht gut.
Es war irre! Ich habe noch nie so viele Bug- und Heckstrahlruder in einem Hafen gehört und so viel Gebrüll. Wie schön, dass die Boote immer größer werden, da wird es zukünftig immer mehr solches Hafenkino geben.
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Und jetzt ist dunkel, und da braucht man für's Fotografieren keine Sonne, und deswegen gibt's jetzt noch'n Foto.
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