Benutzer:Rumpf/Törnbericht 2019 Ostschweden via Dänemark: Unterschied zwischen den Versionen
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Heute regnet's - Lesetag. Und es ist erfreulich kühler geworden. | Heute regnet's - Lesetag. Und es ist erfreulich kühler geworden. | ||
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31. Juli - [[Stora Rör]] again</div> | |||
So, schlechtes Wetter vorbei. Heute git's Wind und Sonne. Rudelablegen in Figeholm, gemeinsames Rausmotoren aus dem Hafenfahrwasser, und dann flutschen die Gennaker aus der Tüte. Los geht's. Downwind gen Süden. | |||
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Vor dem Bug keine Tonnen, keine Inseln, keine knapp überspülten Felsen - nur Wasser. Es ist fast so, als wäre man gerade aus Rønne ausgelaufen. Kalmarsund mal ohne Gegenwind, aber mit richtig steifer Brise. Vorbei an der Schlossruine Borgholm | |||
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und dem Sommerhäuschen vom König | |||
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Und schließlich landen wir in Stora Rör - wieder mal. Dort ist es ausnahmsweise mal voll. 5 deutsche Boote, drei polnische, drei Schweden. Der alte Schuppen im Hafen ist immer noch im Umbau. Es stellt sich aber heraus, dass hier ein neues Sanitärgebäude entstehen soll. Na, das lob ich mir aber! | |||
Abends kommt Männes neuer Grill zum Einsatz. Wir haben noch Rehwürstchen vom Markt in Västervik. | |||
<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | |||
1. August - [[Stora Rör]] II again</div> | |||
War gut, heute hierzubleiben. Erst nieselt es, dann bleibt es trübe, dann wird es richtig kalt. Mikrofaserunterwäsche ist noch nicht angesagt, aber dicker Pullover schon. Komfort-Fans wie wir begeben sich da nicht in unkomfortable Situationen, sondern probieren lieber den Kuchen der Hafenbäckerei. | |||
Und dann gibt es noch einen Seenotfall im Hafen. Eine 42-ft Storebro (Motoryacht) kam mittags zum Lunch und wollte wieder ablegen. Plötzlich vielstimmiges Geschrei im Hafen, aber - schon passiert. Beim rückwärts ausparken hat der wohl eine Heckboje übersehen und die mittig überfahren. Also wieder nach vorne, aber das ging auch nicht, gab nur hässliche Geräusche. Dann versucht, die Boje unter der Heckplattform, wo sie gerade so rausguckte, hervorzupfriemeln, aber die saß fest. Es ging weder vor noch zurück, klugerweise war der Motor schon aus. Jetzt kamen die sehr langen Landleinen provisorisch raus und dann war guter Rat teuer. Mal von Hand an der Boje gezerrt, mal Schiff mit Leinen etwas gedreht, mal Leine an Boje geknotet und vom Nachbarschiff zur Seite gezogen - sie saß fest. | |||
Dann kam die Seenotrettung und mit ihr ein Taucher. | |||
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Die fanden wenigstens erst mal den Grund des Malheurs: Die Storebro hatte mit einem Antrieb in die Bojenkette eingefädelt. Es dauerte noch eine Stunde, bis die Kette abgeschäkelt war, von der Schraube enttüddert und wieder dran. Der Skipper des MoBo war so eingeschüchtert, dass er sich zum Schluss von der Seenotrettung vom Steg schleppen ließ, bevor er selbst weiterfuhr. | |||
Ob so etwas in Deutschland auch die Seenotretter erledigt hätten? Ich hoffe nicht; war ja nun mal kein Seenotfall. Und wenn man Hafeninventar kaputtmacht, kann man wahrscheinlich auch selbst einen Taucher kommen lassen und bezahlen. Müssen eigentlich nicht Ehrenamtliche Machen. | |||