Benutzer:Rumpf/Törnbericht 2019 Ostschweden via Dänemark: Unterschied zwischen den Versionen

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24. Juli - [[Jutviken]] ([[Fångö]])</div>
Segeln wollten wir heute? Umparken nennt man das. Minimalster Wind schiebt uns langsam durch die Schären. Hier gehören Wolken übrigens zum Landschaftsbild.
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Im Ergebnis schaffen wir 7 sm bis in die Jutviken im Norden der Insel Fångö, nicht weit östlich von Fyrudden. Anker fallen lassen, plumps in's Wasser. Es ist nämlich brütend heiß. Draußen schleicht so der eine oder andere Segler vorbei - gaaanz, ganz langsam.
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Nachtrag: Eben kam hier die erste Qualle dieses Sommers vorbei. So weit sind wir also schon wieder im Süden, dass der Salzgehalt für die Viecher reicht. Müssen wir uns jetzt wohl drauf einstellen.
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25. Juli - [[Bokö Hamnvik]]</div>
Wieder nicht weit gekommen heute, aber wir gewöhnen uns dran. In Deutschland soll's ja schlimmer sein, hier sind nur 29° C Luft und 19° C Wasser. Das nennt man eigentlich Sommer, aber die 2 m/s Wind, die es nur manchmal gibt - na ja, könnten wir drauf verzichten.
Egal, wir haben eine super Bucht gefunden im Süden der großen Insel [[Stora Alö]]. Da gibt es eine kleine Anlegebrücke, an die man mit Heckanker rankann. Das ist kein regelrechter Gästehafen, aber man kann da liegen, ohne Strom und Wasser und sonstiges.
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Dahinter verbirgt sich ein sog. Naturum, eine kleine Hütte mit Informationen über die Natur hier in Östergötland. Viel interessanter aber ist das fast im ursprünglichen Zustand erhaltene Dorf, in dem noch rund 30 Menschen leben und zwei Dutzend Schafe.
Erst geht es durch eine Art Hoftor
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Dann sieht man, in was für Kellern die Leute früher ihre Lebensmittel gelagert haben.
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Im Winter hat man damals Eis aus der Bucht gesägt und die Stangen da rein gelegt. Hielt den ganzen Sommer kalt. Gearbeitet wurde früher mit solchen Traktoren, die da noch wohl als Denkmal rumstehen.
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Das Postboot kommt dreimal die Woche und verteilt in die Briefkästen in der Postbucht. Muss man dann selber nachschauen, ob was drin ist.
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26. Juli - [[Trässö]]</div>
Gestern spät kam noch ein Holländer rein mit einer Breehorn und ankerte. Sah schön aus.
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Heute war auch nicht viel Wind, kam aber aus der richtigen Richtung (Ost). Es hat gereicht, um außen rum an Stora Askö vorbeizukommen und in das Inselgewirr bei Trässö. In der Bucht zwischen Trässö und Långö haben wir einen schönen Ankerplatz gefunden, etliche andere aber auch. Felsenlieger gibt es hier keine. Man kann zwar anlegen, aber die extrem steilen Felshänge kommt man dann nicht hoch. Das Wasser hier ist super klar, keine Quallen, kein Gemüse, keine Algen, 22°C. Hurra!
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Die Grand Banks, die da liegt, hatte übrigens bis 20:00 h den Generator laufen. Brauchen die wahrscheinlich wegen ihrer Klimaanlage. An Deck wurden die nicht gesehen.
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27. Juli - [[Västervik]]</div>
Wassertank hat nur noch zwei, drei Liter, Batterien sind runter, die Lebensmittelschapps leer - wir brauchen einen richtigen Hafen und einen Supermarkt. Also nach Västervik. Es bläst kräftig (so 10 - 12 m/s) aus ENE, also eine schnelle Reise nur mit der Fock.
Solbergsudde in Västervik ist im Moment fest in deutscher Hand. Wir quetschen uns dazwischen, und dann die Fahrräder raus und Einkaufen. Schnell fertig werden, sieht ein bisschen nach Gewitter aus.