Benutzer:Rumpf/Törnbericht 2019 Ostschweden via Dänemark: Unterschied zwischen den Versionen
Rumpf (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Rumpf (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1.149: | Zeile 1.149: | ||
[[Bild:18 7 2-2.jpg]] | [[Bild:18 7 2-2.jpg]] | ||
<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | |||
19. Juli - [[Väggön]]</div> | |||
Es ist Südwind, wir fahren wieder nach Norden (faul, wie wir sind). Diesmal das innere Fahrwasser, wo die Inseln schon komplett bewachsen sind. In der Ferne nach Westen sieht man [[Fyrudden]] mit seinem Wald von Flaggenmasten, in der Ferne nach Osten eine Wand von Seenebel. Gut, dass wir hier sind. | |||
Wenig nördlich von Fyrudden laufen wir unseren Ankerplatz nördlich Väggön an. Der steht in keinem Handbuch und in keinem Führer. Haben wir mal vor Jahren zufällig entdeckt. Und in der Tat: Bei all dem Gewimmel von Booten in den Fahrwassern und Buchten und an den Felsen draußen biegen wir hier um die Ecke - und sind alleine. Unsere Gastgeber heute sind Gänse auf einem eigenen Felsen in der Bucht. | |||
[[Bild:19 7 1-2.jpg]] | |||
Zum Abendessen kommt dann noch eine Rikke mit ihrem Kitz auf ihren eigenen Sonnenuntergangsfelsen. | |||
[[Bild:19 7 2-2.jpg]] | |||
<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | |||
20. Juli - [[Västerö]]</div> | |||
Schon wieder haben sie Südwind angekündigt, sogar viel. Also fahren wir weiter nach Norden und suchen uns ein sicheres Ankerplätzchen. Als wir das Hauptfahrwasser erreichen, den Hafjärden, ist dort die Hölle los. Alles segelt nach Nord oder Süd, gegen den Wind motoren viele Segler, und dazwischen fahren Motoryachten zwischen 30 und 55 Fuß in Gleitfahrt Slalom. Au Backe! | |||
Wir blinken gleich wieder rechts und biegen ab nach Osten in ein parallel laufendes Gewässer durch die äußeren Schären, den Kronleden. Und sofort ist Ruhe, denn: Diese Route ist nicht betonnt. Nur zwei Steine auf der ganzen 10 sm langen Strecke werden von Kardinaltonnen bewacht, die dafür aber in keiner Karte stehen. Navigiert wird hier nach vereinzelten Landmarken, die so aussehen | |||
[[Bild:20 7 1-2.jpg]] oder so [[Bild:20 7 2-2.jpg]] | |||
Manchmal muss man auch etwas genauer hinschauen, denn überspülte Steine tragen auch mal nur spärliche Hinweise, z.B. Fische | |||
[[Bild:20 7 3-2.jpg]] | |||
Das Ganze da draußen ist übrigens ein Traumrevier für Kanuten. | |||
[[Bild:20 7 4-2.jpg]] | |||
Zum Schluss haben wir uns dann in den kleinen Archipel nördlich von Gränsö in er Nähe von Arkösund verkrümelt. Und - oh Wunder - obwohl alle Schweden unterwegs sind und jeder Felsen belegt ist, ist doch tatsächlich die SXK-Boje bei Västerö frei. Na, besser geht's nicht. | |||
<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | |||
23. Juli - [[Flisfjärden]] ([[Harstena]])</div> | |||
Gestern sind wir fernab des Fahrwassers, der E 4 zu Wasser, zwischen den Inseln durch nach Harstena gesegelt. Guter Wind, Nordwest eine hervorragende Windrichtung. In den Hafen beim Dorf Harstena genügte nur ein Blick, um weiterzufahren - Alles rappelvoll. Also noch der kurze Weg zu der schönen Bucht im Norden, dem Flisfjärden. Hier gibt es Ankerplätze und Plätze am Felsen satt. Aber: Hochsaison. Die guten Felsplätze waren schon um 13:30 h alle belegt. Und quer zum Wind wollten wir nicht. Also Ankern, was ja auch nicht schlecht ist. Man hat abends keinen Schatten im Cockpit und die Mücken haben einen sehr weiten Weg nach da draußen. | |||
Mit dem Gummiboot dann an Land, wo breit ausgetretene Wege zeigen, dass alle in der Bucht das selbe wollen: Den Kilometer rüber ins Dorf marschieren. Das sind sehr schöne Waldwege, ... | |||
[[Bild:23 7 1-2.jpg]] | |||
... und kurz vor dem Dorf gibt es dann noch eine Wasserpumpe mit erstklassigem Wasser. Fließend Wasser gibt es nämlich nicht, selbst nicht im Hafen. | |||
[[Bild:23 7 2-2.jpg]] | |||
Im Dorf zeigt ein Blick in den Hafen, was da los ist: Das Stück Steg mit guten Wassertiefen ist belegt mit drei riesigen Motoryachten, Dann kommt da noch ein Stück mit ungefähr 1,70 m Tiefe, wo kleinere Boote liegen oder Langkieler, und dann ist das voll. So ist das. Wann lernen Motorbootfahrer, dass für sie nicht nur deswegen die besten Plätze reserviert sind, weil sie als erste ankommen? Und wann lernen sie, dass sie auch mal an Stellen mit 1,50 gehen können und die 2,20-Plätze den Seglern freilassen können? | |||
[[Bild:23 7 3-2.jpg]] | |||
Sei's drum. Wir machen einen Dorfspaziergang, der auch zum einzigen Seerosenteich in den Schären führt. | |||
[[Bild:23 7 4-2.jpg]] | |||
Und abends dann zum Sundowner auf den riesigen, spiegelblanken Felsen im Süden, von dem man einen schönen Blick über die ganze Bucht hat. Die ist inzwischen ziemlich vollgelaufen. Ist sehr beliebt. | |||
[[Bild:23 7 5-2.jpg]] | |||