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Mit dem Dinghi sind wir noch an Land gepaddelt, um auf den hohen "Berg" dort zu steigen. Das gab eine Überraschung. Auf dem Berg finden sich die Reste der "Trindborgen", einer Befestigungsanlage der Vikinger. Zahllose Stein- und Erdwälle umgeben die Kuppe des Berges. Die Stelle hatten sich die Herren perfekt ausgewählt, denn von hier konnten sie die engste Stelle der Zufahrt zum Mälaren und damit nach Birka kontrollieren. Und nach Birka fahren wir morgen.
Mit dem Dinghi sind wir noch an Land gepaddelt, um auf den hohen "Berg" dort zu steigen. Das gab eine Überraschung. Auf dem Berg finden sich die Reste der "Trindborgen", einer Befestigungsanlage der Vikinger. Zahllose Stein- und Erdwälle umgeben die Kuppe des Berges. Die Stelle hatten sich die Herren perfekt ausgewählt, denn von hier konnten sie die engste Stelle der Zufahrt zum Mälaren und damit nach Birka kontrollieren. Und nach Birka fahren wir morgen.
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24. Juni - [[Slandö Kalv]]</div>
Nix war's mit Birka, stattdessen sind wir in Slandö Kalv, dem Uthamn des Södertäljer Segelclubs. Und das kam so:
Bis zur Schleuse in Södertälje waren es nur wenige Meilen, und außerdem ging es nur genau gegenan. Also musste der Jockel arbeiten. Die Schleuse ging ziemlich bald auf und wir kamen zügig durch. Allerdings: Der ganze Kanal und die Schleuse sind eine riesige Baustelle. Kilometerlange (tatsächlich) neue Spundwände sind gerammt, Betonpiers neu angelegt, in der Schleuse darf nur die Westseite benutzt werden - Ostseite Baustelle. Dass es ganz gut ist, hier mal ein busschen was neu zu machen, sieht man an den Schleusentoren, die noch alt sind:
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Aber dann sind wir draußen im Mälaren, im Süßwasser (!!) und können segeln. Sofort tauchen die typischen kleinen Inselchen auf, wo die Vegetation bis tief runter zum Wasser steht.
[[Bild:24 6-2-2.jpg]]
Aber unser Wind macht überhaupt nicht mit, und es geht erst mal ans Kreuzen. Dann kommt Birka in Sicht, und: "Schau doch mal mit dem Glas. Was ist das denn da großes weißes vor Birka?" Zwei Ausflugsschiffe und eine Horde von Menschen. Sowas liegt uns ja gar nicht. Und wie es der Zufall will sehen wir westlich von uns in einem schmalen Sund kurz einige Boote liegen. Ist das etwa ein Hafen? Ist es (siehe oben). Nix wie Segel runter und da rein. Ein sehr schöner Platz. Liegeplätze an einer Steinmole oder an einem Steg, mit Bojen oder Heckanker. Sogar Strom und Wasser haben die. Angekommen!
[[Bild:24 6 3-2.jpg]]
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25. Juni - [[Mariefred]]</div>
Geschlafen wie in Abrahams Schoß. Morgens fast kein Wind, aber wir fahren los gen Westen. Wir wollen nach Mariefred. Nach gut einer Stunde kommt dann Wind, wird stärker. Zum Schluss müssen wir mit Südkurs wieder gut kreuzen, was aber in diesen reinen Gewässern sehr gut geht. Dann noch einmal umme Ecke, und da liegt Schloss Gripsholm vor uns.
[[Bild:25 6-2.jpg]]
Der Yachthafen liegt direkt gegenüber, aber da machen wir nicht fest. Es gibt noch Wasser und Batteriestrom satt, also gehen wir an die dortige SXK-Boje. Von da aus mit Dinghi an Land, um mal wieder im Grafikenshus rumzustöbern - aber wir finden es nicht. Es war doch ganz hier in der Nähe! Straße rauf, Straße runter - nirgends ist diese riesige Scheune zu finden. Also fragen wir. "Wisst ihr das nicht? Das ist dich vor vier Jahren abgebrannt. Jetzt ist es wieder eröffnet - in Södertälje." Mist! Also ersatzweise Schlossbesichtigung. Auch ganz schön.
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27. Juni - [[Rastaholm]]</div>
Jetzt hat's erst mal gegossen, dann gekachelt, dann war der Wind weg bis in die Nacht.
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[[Bild:27 6 2-2.jpg]]
Heute morgen dagegen wieder satter Nord, es ist lausig kalt, und alles bricht auf in Richtung der Schleusen.
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Wir fahren nach Rastaholm, und siehe da, es ist wirklich sehr nett. Ein Clubhafen, in dem aber offenbar keine reichen Leute Mitglieder sind. Alles ältere Boote, kleinere Boote. Nix mit 42 Fuß oder edelster Orust-Bau. Angenehme Umgebung.
Hierher gehört auch eine Segelschule, die im Moment 30 Kinder ausbildet. Gegen 17:00 h kommen die zurück mit fröhlichem Geplapper und Geschrei. So bildet man Nachwuchs!
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