Grundsätzliches zu Anlegemanövern: Unterschied zwischen den Versionen
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* Es wird ein/e ''verantwortliche/r Leiter/in'' des Anlegemanövers bestimmt. Das ist prinzipiell immer der/die Skipper/in, kann aber auch an eine bestimmte Person wie zum Beispiel dem/der Wachführer/in delegiert werden. Wichtig ist, daß eine solche Delegation der kompletten Crew bekannt gegeben wird. Bei kleinen Booten ist diese Person meist gleichzeitig Rudergänger, bei großen Booten sollte sie besser einen Platz mit optimalen Überblick übers Boot suchen, z.B. neben dem Mast, seltener im Heck und dem Rudergänger Anweisung geben. Diese Person verständigt sich vor Beginn des Manövers sowohl mit dem Rudergänger als auch mit der Crew an den Festmachern über die verwendeten Handzeichen. | * Es wird ein/e ''verantwortliche/r Leiter/in'' des Anlegemanövers bestimmt. Das ist prinzipiell immer der/die Skipper/in, kann aber auch an eine bestimmte Person wie zum Beispiel dem/der Wachführer/in delegiert werden. Wichtig ist, daß eine solche Delegation der kompletten Crew bekannt gegeben wird. Bei kleinen Booten ist diese Person meist gleichzeitig Rudergänger, bei großen Booten sollte sie besser einen Platz mit optimalen Überblick übers Boot suchen, z.B. neben dem Mast, seltener im Heck und dem Rudergänger Anweisung geben. Diese Person verständigt sich vor Beginn des Manövers sowohl mit dem Rudergänger als auch mit der Crew an den Festmachern über die verwendeten Handzeichen. | ||
* Der ''Rudergänger'' bedient meist gleichzeitig die Maschine und hat in der Regel direkten Kontakt zu dem Teil der Crew, der die Festmacher an Bord bedient und natürlich zur Manöverleitung (s.o.). Bei sehr großen Booten empfiehlt sich der Einsatz von Handfunkgeräten, deren Verbindung unmittelbar vor dem Manöver überprüft wird. | * Der ''Rudergänger'' bedient meist gleichzeitig die Maschine und hat in der Regel direkten Kontakt zu dem Teil der Crew, der die Festmacher an Bord bedient und natürlich zur Manöverleitung (s.o.). Bei sehr großen Booten empfiehlt sich der Einsatz von Handfunkgeräten, deren Verbindung unmittelbar vor dem Manöver überprüft wird. | ||
* Von Festmachern wird die etwaige Part mit einem eingespleißten Auge durch eine Klüse nach außen geführt , '''über der Reling''' wieder an Deck geholt und in etwa passender Länge zum Werfen klar gelegt. | * Von Festmachern wird die etwaige Part mit einem eingespleißten Auge durch eine Klüse nach außen geführt, '''über der Reling''' wieder an Deck geholt und in etwa passender Länge zum Werfen klar gelegt. | ||
* Der beste ''Springer'' 'springt' an Land. Das Springen ist nicht wörtlich zu nehmen - nach Möglichkeit sollte er/sie sicher an Land steigen, um Verletzungen durch unglückliches Aufkommen oder Ausrutschen zu verhindern, die nicht nur schmerzhaft, sondern auch schädlich für den Ablauf des Manövers sein können. Dies kann gegebenenfalls auch schon vorher bei einer Vorbeifahrt passieren. Wenn möglich, sollte der Springer ohne Leine an Land gehen. Er bekommt sie danach vom Boot aus zugeworfen. Falls keine weitere Crew zum Übergeben des Festmachers existiert, dann belegt er sie am äußersten Ende an Bord, nimmt er sie mit an Land und stellt die richtige Leinenlänge dort ein. Wenn es schnell gehen soll und kein Auge vorbereitet wurde, dann ist es kurzzeitig auch ausreichend, wenn man die Leine mit ein paar Rundtörns fixiert. Mit korrekten Knoten sollte man sich an dieser Stelle nicht aufhalten, aber später an eine Korrektur der Leine denken. Die Leine an Bord sollte unbedingt immer so belegt sein, daß sie auch unter Last jederzeit sicher losgeworfen werden kann. Augen, Achtknoten oder Palstek an der schiffsseitigen Part des Festmachers sind deshalb zu vermeiden. Sobald die Leine an Land fest ist, gibt der Springer Zeichen, z.B. durch Anheben beider Arme ("ohne Arbeit"). | * Der beste ''Springer'' 'springt' an Land. Das Springen ist nicht wörtlich zu nehmen - nach Möglichkeit sollte er/sie sicher an Land steigen, um Verletzungen durch unglückliches Aufkommen oder Ausrutschen zu verhindern, die nicht nur schmerzhaft, sondern auch schädlich für den Ablauf des Manövers sein können. Dies kann gegebenenfalls auch schon vorher bei einer Vorbeifahrt passieren. Wenn möglich, sollte der Springer ohne Leine an Land gehen. Er bekommt sie danach vom Boot aus zugeworfen. Falls keine weitere Crew zum Übergeben des Festmachers existiert, dann belegt er sie am äußersten Ende an Bord, nimmt er sie mit an Land und stellt die richtige Leinenlänge dort ein. Wenn es schnell gehen soll und kein Auge vorbereitet wurde, dann ist es kurzzeitig auch ausreichend, wenn man die Leine mit ein paar Rundtörns fixiert. Mit korrekten Knoten sollte man sich an dieser Stelle nicht aufhalten, aber später an eine Korrektur der Leine denken. Die Leine an Bord sollte unbedingt immer so belegt sein, daß sie auch unter Last jederzeit sicher losgeworfen werden kann. Augen, Achtknoten oder Palstek an der schiffsseitigen Part des Festmachers sind deshalb zu vermeiden. Sobald die Leine an Land fest ist, gibt der Springer Zeichen, z.B. durch Anheben beider Arme ("ohne Arbeit"). | ||
* Es ist jemand zu bestimmen, der Abstände gut einschätzen kann, und diese per Handzeichen an den Leiter des Manövers (s.o.) weitergibt. In der Regel ist das der Werfer. | * Es ist jemand zu bestimmen, der Abstände gut einschätzen kann, und diese per Handzeichen an den Leiter des Manövers (s.o.) weitergibt. In der Regel ist das der Werfer. | ||