Festmachen an einer Boje: Unterschied zwischen den Versionen

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Erweiterung um nationale Bojensysteme
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=== Allgemeines ===
=== Allgemeines ===


Das Festmachen an einer Mooring-Boje für eine kurzen Zeitraum und bei anhaltender Aufmerksamkeit der Crew kann intuitiv mit einer Leine erfolgen, die einmal durch den Befestigungsring der Boje gezogen, an Bord zurückgeführt und dort auf einer Klampe belegt wird.
Bojen werden einerseits als freie Mooring-Bojen eingesetzt, andererseits als Heckbojen in Häfen. Freie Bojen sind denselben Belastungen ausgesetzt wie ein Ankergeschirr, bei Heckbojen im Hafen sind diese Belastungen wegen der geschützten Lage erheblich geringer. Das Grundgeschirr von Hafenbojen ist deswegen auch deutlich knapper dimensioniert als das von freien Bojen.
 
Das Festmachen an einer freien Mooring-Boje für eine kurzen Zeitraum und bei anhaltender Aufmerksamkeit der Crew kann intuitiv mit einer Leine erfolgen, die einmal durch den Befestigungsring der Boje gezogen, an Bord zurückgeführt und dort auf einer Klampe belegt wird.


Bei einem längeren Liegen an einer Mooring-Boje, z.B. über Nacht, sollte im Sinne guter Seemannschaft allerdings grössere Vorsicht angewendet werden. Dies Betrifft:
Bei einem längeren Liegen an einer Mooring-Boje, z.B. über Nacht, sollte im Sinne guter Seemannschaft allerdings grössere Vorsicht angewendet werden. Dies Betrifft:
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Tom Cunliff: The Complete Ocean Skipper, Moorings
Tom Cunliff: The Complete Ocean Skipper, Moorings
==Bojen in verschiedenen Ländern==
===Dänemark===
In Dänemark liegen nur in wenigen Häfen Heckbojen zum Festmachen, ansonsten gibt es Heckpfähle. Ein bekannter Hafen mit Heckbojen ist [[Anholt]]. Dort haben die Bojen eine hochzylindrische Form und können auch mit Pfählen verwechselt werden.
Ansonsten liegen in vielen Buchten an geschützten Stellen freie Mooringbojen aus., die alle eine hellgelbe Farbe haben. Sie unterscheiden sich aber grundlegend in drei Typen:
* Vereinsbojen sind nur für Mitglieder des betreffenden Vereins. Meist ist der Vereinsname oder der Wimpel aufgedruckt.
* DS-Bojen gehören der [[Dansk Sejlunion]]. Das ist die Vereinigung der dänischen Segelclubs, die Bojen sind nur für Mitglieder eines dieser Clubs.
* DT_Bojen gehören den [[Danske Tursejlere]] und sind für Jedermann zugänglich.
[[Bild:P7131248.jpg|thumb|right|DT-Boje]]
Alle diese Bojen sind mit max. 15 t belastbar.
===Deutschland===
In Deutschland gibt es keine freien Mooringbojen. Heckbojen als Festmachepunkt in Häfen sind selten. Man findet sie z.B. in [[Darßer Ort]] oder in [[Barhöft]].
===Finnland===
In Finnland ist die Heckboje die übliche Festmachemethode in Häfen. Freie Mooringbojen liegen vereinzelt aus, sie gehören aber der Seglervereinigung "Merikarhut", deren Vereinsmitglieder streng darauf achten, dass diese Bojen nicht von Fremden belegt werden.
===Kroatien===
===Norwegen===
===Schweden===
In Schweden ist die Heckboje die übliche Festmachemethode in Häfen. Vereinzelt gibt es Fingerstege und in z.B. [[Trosa]] auch Heckpfähle.
Freie Mooringbojen liegen in zahlreichen geschützten Buchten. Diese blauen Bojen gehören dem [[Svenska Kryssarklubben]] SXK und dürfennur von dessen Mitgliedern genutzt werden. Deren Belastbarkeit liegt bei 8 t.
[[Bild:An der Boje.jpg|thumb|right|Nur für SXK-Mitglieder: Mooring-Bojen]]


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