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[[Bild:Tower_Of_The_Winds.jpg|right|thumb|Der Turm der Winde mit den 8 Windgöttern - Athen, Agora]]
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Bleibt noch die Frage nach der Information. Abgesehen von all den technischen Wegen, wie man heutzutage an Wetterinformationen kommt (SMS, NAVTEX, Internet, etc.) ist eine sinnvolle, aber nicht immer zielführende Möglichkeit, die aktuelle Wettervorhersage zu erhalten, der Gang zur Hafenpolizei bzw. zum Hafenamt. Das kann tiefe Einblicke in die griechische Beamtenseele einbringen, aber nicht immer das gewünschte Ergebnis. Einiges informativer ist es dagegen, einen der - zugegeben nicht mehr allzu häufigen - Fischer zu fragen. Die sind überaus freundlich und geben gerne Auskunft, nicht nur über das Wetter - also den Wind, weil im Sommer beschränkt sich in Meltemi-Griechenland das Wetter überlicherweise auf den Wind - sondern auch über sonstige Aspekte ihres Reviers, wie Strömungen, Untiefen, Ankerplätze etc. Zum Wind ist es allerdings ausgesprochen hilfreich, wenn man auch die "Fachsprache" versteht. In Griechenland werden die Winde - wie in vielen anderen Gegenden auch - nach ihrer Richtung bezeichnet, aber anders als anderswo hat hier jede Richtung ihre Gottheit, und die wiederum gibt dem Wind den Namen:
Bleibt noch die Frage nach der Information. Abgesehen von all den technischen Wegen, wie man heutzutage an Wetterinformationen kommt (SMS, NAVTEX, Internet, etc.) ist eine sinnvolle Möglichkeit, die aktuelle Wettervorhersage zu erhalten, der Gang zur Hafenpolizei bzw. zum Hafenamt. Das kann tiefe Einblicke in die griechische Beamtenseele einbringen, aber nicht immer das gewünschte Ergebnis. Einiges informativer ist es dagegen, einen der - zugegeben nicht mehr allzu häufigen - Fischer zu fragen. Die sind überaus freundlich und geben gerne Auskunft, nicht nur über das Wetter - also den Wind, weil im Sommer beschränkt sich in Meltemi-Griechenland das Wetter überlicherweise auf den Wind - sondern auch über sonstige Aspekte ihres Reviers, wie Strömungen, Untiefen, Ankerplätze etc. Zum Wind ist es allerdings ausgesprochen hilfreich, wenn man auch die "Fachsprache" versteht. In Griechenland werden die Winde - wie in vielen anderen Gegenden auch - nach ihrer Richtung bezeichnet, aber anders als anderswo hat hier jede Richtung ihre Gottheit, und die wiederum gibt dem Wind den Namen:
* N  - Boreas
{| border="2" cellspacing="0" cellpadding="4" style="margin: 1em 1em 1em 0; background: #f9f9f9; border: 1px #aaaaaa solid; border-collapse: collapse;"
* NO - Kaikias
|Nord ||Boreas
* O - Apeliotes
|-
* SO - Euros
|Nordost ||Kaikias
* S - Notos
|-
* SW - Lips
|Ost ||Apeliotes
* W - Zephyros
|-
* NW - Skiron
|Südost ||Euros
|-
|Süd ||Notos
|-
|Südwest ||Lips
|-
|West ||Zephyros
|-
|Nordwest ||Skiron
|}
Wenn man also von einem Fischer auf [[Hydra]] die Antwort bekommt, dass der ''Kaikias'' kräftig wird, dann kann man sich auf einen ordentlichen Meltemi-Tag einstellen, wofür auf [[Samos]] oder [[Patmos]] aber der ''Skiron'' oder ''Zephyros'' sorgen würden.
Wenn man also von einem Fischer auf [[Hydra]] die Antwort bekommt, dass der ''Kaikias'' kräftig wird, dann kann man sich auf einen ordentlichen Meltemi-Tag einstellen, wofür auf [[Samos]] oder [[Patmos]] aber der ''Skiron'' oder ''Zephyros'' sorgen würden.


[[Kategorie:Wetter]]
[[Kategorie:Wetter]]