Googlemap entfernt; Formatierungen und Orthografie
Beschreibungen aktualisiert
Zeile 1: Zeile 1:
{{Navigation|Seegebiet=[[Mittelmeer]] > [[Ägäis]] > [[Kykladen]]|Politisch=[[Europa]] > [[Griechenland]]}}
{{Navigation|Seegebiet=[[Mittelmeer]] > [[Ägäis]] > [[Kykladen]]|Politisch=[[Europa]] > [[Griechenland]]}}
{{TOCright}}Die '''Santorin''', '''Santorini''', aber auch '''Thira''' genannte Insel (griech. Σαντορίνη oder Θήρα) ist neben der Insel ''Anaphi'' die südlichste der Kykladen. Die Insel ''Ios'' im Norden ist ungefähr zwanzig Seemeilen entfernt, ''Kreta'' liegt circa siebzig Seemeilen im Süden. Thira stellt vor allem durch ihre außergewöhnlichen geologischen Gegebenheiten ein landschaftlich einzigartiges Highlight dar. Es ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis, mit einem Boot in die Caldera einzufahren, und erfreulicherweise tut man dies bei den vorherrschenden Winden in der Regel mit einem Raumschotkurs (falls man von Norden aus den Kykladen kommt). Viele Chartercrews mit Start von Athen oder der Attikaküste wählen diese Insel als Törnziel.  
{{TOCright}}Die '''Santorin''', auch '''Santorini''', offiziell '''Thira''' genannte Insel (griech. Σαντορίνη oder Θήρα) ist neben der Insel ''Anaphi'' die südlichste der Kykladen. Die Insel ''Ios'' im Norden ist ungefähr zwanzig Seemeilen entfernt, ''Kreta'' liegt circa siebzig Seemeilen im Süden. Thira stellt vor allem durch ihre außergewöhnlichen geologischen Gegebenheiten ein landschaftlich einzigartiges Highlight dar. Es ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis, mit einem Boot in die Caldera einzufahren, und erfreulicherweise tut man dies bei den vorherrschenden Winden in der Regel mit einem Raumschotkurs (falls man von Norden aus den Kykladen kommt). Viele Chartercrews mit Start von Athen oder der Attikaküste wählen diese Insel als Törnziel.  


Genauer betrachtet handelt es sich um eine Inselgruppe, entstanden nach diversen vulkanischen Aktivitäten aus einer großen Insel. Den flächenmäßig größten Anteil hat die heute ''Thira'' oder ''Santorin'' genannte Insel, auf der sich nahezu alle Infrastruktur konzentriert. Wohl nicht nur jedem Griechenlandtouristen bekannt sind Bilder des am über zweihundert Meter hohen Kraterrand liegenden Hauptort, ebenfalls ''Thira'' genannt. Fähren (beispielsweise die regelmäßig und ganzjährig verkehrenden Expressfähren aus Piräus) legen an dieser Insel an, im Osten liegt der Flughafen, der auch international von Charter-Airlines angeflogen wird. Die Insel ''Thira'' stellt ein hoch entwickeltes Touristenzentrum dar, das vom Rucksackreisenden bis zum "Jet-Setter" alle Gäste bedienen kann, und dies auch ausgiebigst tut. Sehr beliebt ist die Insel als Zwischenstation bei Kreuzfahrtschiffen.  
Genauer betrachtet handelt es sich um eine Inselgruppe, entstanden nach diversen vulkanischen Aktivitäten aus einer großen Insel. Den flächenmäßig größten Anteil hat die heute ''Thira'' oder ''Santorin'' genannte Insel, auf der sich nahezu alle Infrastruktur konzentriert. Wohl nicht nur jedem Griechenlandtouristen bekannt sind Bilder des am über zweihundert Meter hohen Kraterrand liegenden Hauptort, ebenfalls ''Thira'' genannt. Fähren (beispielsweise die regelmäßig und ganzjährig verkehrenden Expressfähren aus Piräus) legen an dieser Insel an, im Osten liegt der Flughafen, der auch international von Charter-Airlines angeflogen wird. Die Insel ''Thira'' stellt ein hoch entwickeltes Touristenzentrum dar, das vom Rucksackreisenden bis zum "Jet-Setter" alle Gäste bedienen kann, und dies auch ausgiebigst tut. Sehr beliebt ist die Insel als Zwischenstation bei Kreuzfahrtschiffen.  
Zeile 6: Zeile 6:
Neben ''Thira'' liegt im Westen die deutlich kleinere Insel ''Thirasia''. Sie ist ebenfalls bewohnt, wenn auch bei Weitem nicht so viel Trubel herrscht wie auf der Hauptinsel. Verbindung zur Hauptinsel besteht per Autofähre. In südwestlichen Zufahrt zur Caldera liegt mittig die unbewohnte und unzugängliche Felseninsel ''Aspro''.  
Neben ''Thira'' liegt im Westen die deutlich kleinere Insel ''Thirasia''. Sie ist ebenfalls bewohnt, wenn auch bei Weitem nicht so viel Trubel herrscht wie auf der Hauptinsel. Verbindung zur Hauptinsel besteht per Autofähre. In südwestlichen Zufahrt zur Caldera liegt mittig die unbewohnte und unzugängliche Felseninsel ''Aspro''.  


Nahezu in der Mitte der von diesen drei Landteilen eingegrenzten, circa sechs Seemeilen weiten Caldera liegen zwei kleinere, bei Vulkanausbrüchen entstandenen Inseln namens ''Palaia Kameni'' und ''Nea Kameni''. Geologisch hochinteressant, ein Besuch empfiehlt sich nicht zuletzt wegen der bizarren Lavagegenden. Die im übrigen unbewohnten "Kamenis" werden in der Urlaubssaison regelmäßig von Touristenbooten angelaufen, dann können hier wahre Menschenmassen unterwegs sein. Das Übersetzen mit eben diesen Kaikis von Thira zu den Kamenis kann jedoch eine willkommene Alternative sein für diejenigen, die sich nicht den marginalen Ankermöglichenkeiten an den Lavainseln aussetzen möchten. Es gibt hier übrigens keinerlei Versorgungsmöglichkeiten.  
Nahezu in der Mitte der von diesen drei Landteilen eingegrenzten, circa sechs Seemeilen weiten Caldera liegen zwei kleinere, bei Vulkanausbrüchen entstandenen Inseln namens ''Palaia Kameni'' und ''Nea Kameni''. Geologisch hochinteressant, ein Besuch empfiehlt sich nicht zuletzt wegen der bizarren Lavagegenden. Die im übrigen unbewohnten "Kamenis" werden in der Urlaubssaison regelmäßig von Touristenbooten angelaufen, dann können hier wahre Menschenmassen unterwegs sein. Das Übersetzen mit eben diesen Kaïkis von Thira zu den Kamenis kann jedoch eine willkommene Alternative sein für diejenigen, die sich nicht den marginalen Ankermöglichenkeiten an den Lavainseln aussetzen möchten. Es gibt hier übrigens keinerlei Versorgungsmöglichkeiten.  


<small>Zuletzt besucht: Mai 2007</small>
<small>Zuletzt besucht: Mai 2007</small>
Zeile 13: Zeile 13:
36.417464,25.427702~[[#Thira|Thira]]~ ~Symbol_INT_Anchorage_Area_32px.svg.png;
36.417464,25.427702~[[#Thira|Thira]]~ ~Symbol_INT_Anchorage_Area_32px.svg.png;
36.438171,25.353918~[[#Ormos Agios Nikolaou auf Nisis Thirasia|Or. A. Niolaou auf Ns. Thirasia]]~ ~Symbol_INT_Anchorage_Area_32px.svg.png;
36.438171,25.353918~[[#Ormos Agios Nikolaou auf Nisis Thirasia|Or. A. Niolaou auf Ns. Thirasia]]~ ~Symbol_INT_Anchorage_Area_32px.svg.png;
36.399143,25.380771~[[#Nisis Palaia Kammeni|Palaia Kammeni]]~ ~Symbol_INT_Anchorage_Area_32px.svg.png;
36.399143,25.380771~[[#Nisis Palaia Kameni|Palaia Kameni]]~ ~Symbol_INT_Anchorage_Area_32px.svg.png;
36.410710,25.401114~[[#Nisis Nea Kammeni (Nordbucht)|Nea Kammeni (N-Bucht)]]~ ~Symbol_INT_Anchorage_Area_32px.svg.png;
36.410710,25.401114~[[#Nisis Nea Kameni (Nordbucht)|Nea Kameni (N-Bucht)]]~ ~Symbol_INT_Anchorage_Area_32px.svg.png;
36.4016666,25.405~[[#Nisis Nea Kammeni (SE-Bucht)|Nea Kammeni (SE-Bucht)]]~ ~Symbol_INT_Anchorage_Area_32px.svg.png;
36.4016666,25.405~[[#Nisis Nea Kameni (SE-Bucht)|Nea Kameni (SE-Bucht)]]~ ~Symbol_INT_Anchorage_Area_32px.svg.png;
36.336014,25.434946~[[#Marina im Süden von Santorin|Marina]]~ ~Symbol_INT_Marina_120px.svg.png;
36.336014,25.434946~[[#Marina im Süden von Santorin|Marina]]~ ~Symbol_INT_Marina_120px.svg.png;
36.353226,25.371307~[[#Ormos Akrotiri|Or. Akrotiri (ungenaue Position)]]~ ~Symbol_INT_Anchorage_Area_32px.svg.png;
36.353226,25.371307~[[#Ormos Akrotiri|Or. Akrotiri (ungenaue Position)]]~ ~Symbol_INT_Anchorage_Area_32px.svg.png;
Zeile 31: Zeile 31:


== Anker- und Liegeplätze ==
== Anker- und Liegeplätze ==
Wegen der extremen geologischen Situation sind für Wassersportler im gesamten Inselkomplex nur schwer wirklich sichere Liegemöglichkeiten zu finden. Wegen der großen Wassertiefen bis zu 380 Meter ist das Ankern selbst für Kreuzfahrschiffe nicht nöglich. Diese machen in der Regel an einigen großen Festmachertonnen fest. Diese Tonnen werden übrigens teilweise in den Wintermonaten eingezogen, und nicht immer an denselben Stellen wieder ausgelegt.  
Wegen der extremen geologischen Situation sind für Wassersportler im gesamten Inselkomplex nur schwer wirklich sichere Liegemöglichkeiten zu finden. Wegen der großen Wassertiefen bis zu 380 Meter ist das Ankern selbst für Kreuzfahrschiffe nicht möglich. Diese machen in der Regel an einigen großen Festmachertonnen fest. Diese Tonnen werden übrigens teilweise in den Wintermonaten eingezogen, und nicht immer an denselben Stellen wieder ausgelegt.  


Die spärlichen Plätze mit flacherem Wasser sind durchweg von der lokalen Berufschifffahrt genutzt - nur die Marina Vlychada im Süden der Insel bietet einigermaßen akzeptable Liegeplätze, wo man das Boot auch einige Stunden allein zurücklassen kann. Mit Booten ab zwei Meter Tiefgang kann es wegen der Versandung aber auch hier unmöglich werden, überhaupt zu einem Liegeplatz zu kommen.
Die spärlichen Plätze mit flacherem Wasser sind durchweg von der lokalen Berufschifffahrt genutzt - nur die Marina Vlychada im Süden der Insel bietet einigermaßen akzeptable Liegeplätze, wo man das Boot auch einige Stunden allein zurücklassen kann. Mit Booten ab zwei Meter Tiefgang kann es wegen der Versandung aber auch hier unmöglich werden, überhaupt zu einem Liegeplatz zu kommen.
Zeile 39: Zeile 39:
{{Koordinate|U|36.417464_N_25.427702_E|36° 25.05'N, 025° 25.66' E|Thira}}
{{Koordinate|U|36.417464_N_25.427702_E|36° 25.05'N, 025° 25.66' E|Thira}}


Stark frequentierter Anlegeplatz für Kreuzfahrschiffe, die hier ihre Passagiere zu Tausenden aus- und einbooten. Der Verkehr zwischen dem Anleger und den auf Reede liegenden Kreuzfahrriesen ist gigantisch. In dieser Situation kann es schwierig werden einen Liegeplatz für Yachten zu finden, selbst das kurzzeitige Anlegen zum Ein- und Aussteigen kann dann zu Protesten der Hafenpolizisten führen. Ein Übersetzen von Crewmitglieder, die dem Ort Thira einen Besuch absetzten wollen, mit Hilfe eines Beiboots wird grundsätzlich wohl immer möglich sein, wenn man sich den zu erwartenden Trubel, die naturgemäß recht knapp und ruppig manövrierenden Shuttleboote, sowie die für Schlauchboote ungünstigen Pierhöhen antun möchte. Von dieser Pier führt eine Seilbahn (Wartezeiten!) und natürlich der berühmte Treppenweg nach oben in die Stadt Thira. Letzteren kann man innerhalb der Saison gegen entsprechenden Obulus auf dem Rücken eines Mulis bestreiten.  
Stark frequentierter Anlegeplatz für Kreuzfahrschiffe, die hier ihre Passagiere zu Tausenden aus- und einbooten. Der Verkehr zwischen dem Anleger und den auf Reede liegenden Kreuzfahrτriesen ist gigantisch. In dieser Situation kann es schwierig werden einen Liegeplatz für Yachten zu finden, selbst das kurzzeitige Anlegen zum Ein- und Aussteigen kann dann zu Protesten der Hafenpolizisten führen. Ein Übersetzen von Crewmitglieder, die dem Ort Thira einen Besuch absetzten wollen, mit Hilfe eines Beiboots wird grundsätzlich wohl immer möglich sein, wenn man sich den zu erwartenden Trubel, die naturgemäß recht knapp und ruppig manövrierenden Shuttleboote, sowie die für Schlauchboote ungünstigen Pierhöhen antun möchte. Von dieser Pier führt eine Seilbahn (Wartezeiten!) und natürlich der berühmte Treppenweg nach oben in die Stadt Thira. Letzteren kann man innerhalb der Saison gegen entsprechenden Obulus auf dem Rücken eines Mulis bestreiten.  


Weitere Erfahrungsberichte von Besuchern:  
Weitere Erfahrungsberichte von Besuchern:  


Ende September 2006 haben wir direkt vor Thira festgemacht - Bugleine zur großen Tonne, Heckleine zur Pier (Yacht 39 Fuß). War überhaupt kein Problem, Hafenmeister/-polizei war entspannt, keinen Cent Gebühr bezahlt - neben uns lag noch eine weitere Yacht.
Ende September 2006 haben wir direkt vor Thira festgemacht - Bugleine zur großen Tonne, Heckleine zur Pier (Yacht 39 Fuß). War überhaupt kein Problem, Hafenmeister/-polizei war entspannt, keinen Cent Gebühr bezahlt - neben uns lag noch eine weitere Yacht.  
Unbedingt Ankerlicht bei verlassen setzten - man kommt fast immer erst nach Sonnenuntergang zurück, und der Zubringerverkehr zwischen Kai + den Kreuzfahrtschiffen ist unbeschreiblich!
Unbedingt Ankerlicht bei verlassen setzten - man kommt fast immer erst nach Sonnenuntergang zurück, und der Zubringerverkehr zwischen Kai + den Kreuzfahrtschiffen ist unbeschreiblich!
[[Bild:Thira-Fest.jpg|thumb|250px|right|Drei Yachten fest vor Thira]]
[[Bild:Thira-Fest.jpg|thumb|250px|right|Drei Yachten fest vor Thira]]
Im September 2009 ging das ebenfalls ohne Probleme, und zwar etwas südlich der eigentlichen Pier bei der Einfahrt zu dem Miniaturhafen (ausschließlich Touristenbooten und Kaikis vorbehalten. Zwei Yachten (unter anderem wir) mit Buganker und langen Heckleinen zur Pier, eine dritte lag etwas unkonventionell mit Heck zur großen Tonne und vermutlich treibendem Anker (siehe Foto).  
Im September 2009 ging das ebenfalls ohne Probleme, und zwar etwas südlich der eigentlichen Pier bei der Einfahrt zu dem Miniaturhafen (ausschließlich Touristenbooten und Kaïkis vorbehalten. Zwei Yachten (unter anderem wir) mit Buganker und langen Heckleinen zur Pier, eine dritte lag etwas unkonventionell mit Heck zur großen Tonne und vermutlich treibendem Anker (siehe Foto).  
Die untere Yacht auf dem Foto musste allerdings am nächsten Morgen Platz machen für den Zubringerverkehr eines Kreuzfahrtschiffes und hat dann anstatt steuerbord wie auf dem Foto backbord von uns festgemacht.  
Die untere Yacht auf dem Foto musste allerdings am nächsten Morgen Platz machen für den Zubringerverkehr eines Kreuzfahrtschiffes und hat dann anstatt steuerbord wie auf dem Foto backbord von uns festgemacht.  


Zeile 57: Zeile 57:
{{Koordinate|U|36_20.91_N_025_024.02_E|36° 20.91'N, 025° 24.02' E|Or. Akrotiri (ungenaue Position)}}
{{Koordinate|U|36_20.91_N_025_024.02_E|36° 20.91'N, 025° 24.02' E|Or. Akrotiri (ungenaue Position)}}


Östlich vom Ak. Akrotiri gibt es an der Südküste bei den im Sommer vorherrschenden Windrichtungen mehrere Möglichkeiten zum Ankern, in jedem Fall lohnenswert bei einem Tagesaufenthalt. Wer hier übernachten möchte, mag bedenken, dass in den nach Süden weit offenen Buchten Schwell auftreten kann. Als Beispiel sei hier die Bucht auf 36°&nbsp;21,4'N, 025°&nbsp;22,4' E genannt. Außer einer kleinen Strandtaverne gibt es dort jedoch keine Versorgungsmöglichkeiten, und der Weg nach Thira ist weit und steinig (17 km).  
Östlich vom Kap Akrotiri ("Akrotirio" heißt übrigens "Kap") gibt es an der Südküste bei den im Sommer vorherrschenden Windrichtungen mehrere Möglichkeiten zum Ankern, in jedem Fall lohnenswert bei einem Tagesaufenthalt. Wer hier übernachten möchte, mag bedenken, dass in den nach Süden weit offenen Buchten Schwell auftreten kann. Als Beispiel sei hier die Bucht auf 36°&nbsp;21,4'N, 025°&nbsp;22,4' E genannt. Außer einer kleinen Strandtaverne gibt es dort jedoch keine Versorgungsmöglichkeiten, und der Weg nach Thira ist weit und steinig (17 km).  


Zu einem Besuch der Ausgrabungsstellen (bei  36°&nbsp;21.030'N, 025°&nbsp;24.125' E) kann man mit dem Beiboot übersetzen. Besucher hatten sich jedoch oft mehr davon versprochen - die wirklich interessanten Fundstücke sind wohl in Museen in Athen untergebracht.  
Zu einem Besuch der Ausgrabungsstellen (bei  36°&nbsp;21.030'N, 025°&nbsp;24.125' E) kann man mit dem Beiboot übersetzen. Besucher hatten sich jedoch oft mehr davon versprochen - die wirklich interessanten Fundstücke sind wohl in Museen in Athen untergebracht.  
Zeile 67: Zeile 67:
|height=350|zoom=16|type=hybrid|;
|height=350|zoom=16|type=hybrid|;
}}
}}


Diese "Marina" ist als Fischerhafen gebaut worden, ist jetzt auch für Yachten verfügbar und oft die einzige Möglichkeit, auf Thira sicher für längere Zeit festzumachen. Bei der Ansteuerung ist besondere Vorsicht geboten, es wird immer wieder von vorgelagerten Untiefen berichtet. Vor allem halte man sich frei vom Kap Exomitis, wobei die Untiefen mit bloßem Auge bei geeigneten Lichtverhältnissen gut zu erkennen sind - andernfalls loten.  
Diese "Marina" ist als Fischerhafen gebaut worden, ist jetzt auch für Yachten verfügbar und oft die einzige Möglichkeit, auf Thira sicher für längere Zeit festzumachen. Bei der Ansteuerung ist besondere Vorsicht geboten, es wird immer wieder von vorgelagerten Untiefen berichtet. Vor allem halte man sich frei vom Kap Exomitis, wobei die Untiefen mit bloßem Auge bei geeigneten Lichtverhältnissen gut zu erkennen sind - andernfalls loten.  
Zeile 91: Zeile 90:
Ein weiterer Liegeplatz befindet sich innerhalb der Kaldera südlich der Ortschaft ''Ia'' (auch ''Oia''). Dort befindet sich eine Betonpier für Berufsschiffe, an welcher man kurzzeitig anlegen kann. Nach Absprache mit dem Wirt der am Steilufer gelegenen Taverne kann man an einer der dort vorhandenen Tonnen festmachen. Der Serpentinenweg hinauf nach Ia ist steil und heiß. Für den Transport stehen allerdings Maultiere zur Verfügung, die froh sind, sich ihr Futter verdienen zu können.  
Ein weiterer Liegeplatz befindet sich innerhalb der Kaldera südlich der Ortschaft ''Ia'' (auch ''Oia''). Dort befindet sich eine Betonpier für Berufsschiffe, an welcher man kurzzeitig anlegen kann. Nach Absprache mit dem Wirt der am Steilufer gelegenen Taverne kann man an einer der dort vorhandenen Tonnen festmachen. Der Serpentinenweg hinauf nach Ia ist steil und heiß. Für den Transport stehen allerdings Maultiere zur Verfügung, die froh sind, sich ihr Futter verdienen zu können.  


=== Nisis Nea Kammeni (Südostbucht) ===
=== Nisis Nea Kameni (Südostbucht) ===
{{Koordinate|U|36_24.08_N_025_24.44_E|36° 24.08'N, 025° 24.44' E|Nea Kammeni (Südostbucht)}}
{{Koordinate|U|36_24.08_N_025_24.44_E|36° 24.08'N, 025° 24.44' E|Nea Kameni (Südostbucht)}}


Diese inmitten der bizarren Lavalandschaft liegende und an der Südhuk befeuerte Bucht wird in der Urlaubssaison extensiv von den Touristenbooten genutzt und ist dann völlig überlaufen. Die Kaikis legen hier auch für die Nacht an, was für den verhältnismäßig guten Schutz dieses kleinen Fleckchens spricht, aber auch den dann herrschenden Platzmangel erklärt.  
Diese inmitten der bizarren Lavalandschaft liegende und an der Südhuk befeuerte Bucht wird in der Urlaubssaison extensiv von den Touristenbooten genutzt und ist dann völlig überlaufen. Die Kaikis legen hier auch für die Nacht an, was für den verhältnismäßig guten Schutz dieses kleinen Fleckchens spricht, aber auch den dann herrschenden Platzmangel erklärt.  
Zeile 98: Zeile 97:
Eine Tonne wurde ausgelegt.<ref>[[Nautische Nachrichten der Kreuzerabteilung|NNKA]] 03/2009 S. 130</ref> Falls es sich um eine zum Festmachen handeln sollte, wird sie jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließlich den örtlichen Kaïkis vorbehalten sein.  
Eine Tonne wurde ausgelegt.<ref>[[Nautische Nachrichten der Kreuzerabteilung|NNKA]] 03/2009 S. 130</ref> Falls es sich um eine zum Festmachen handeln sollte, wird sie jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließlich den örtlichen Kaïkis vorbehalten sein.  


=== Nisis Nea Kammeni (Nordbucht) ===
=== Nisis Nea Kameni (Nordbucht) ===
{{Koordinate|U|36.410710_N_25.401114_E|36° 24.64'N, 025° 24.07' E|Nea Kammeni (Nordbucht)}}
{{Koordinate|U|36.410710_N_25.401114_E|36° 24.64'N, 025° 24.07' E|Nea Kameni (Nordbucht)}}


Bei moderaten Wetterbedingungen kann diese Bucht als Ausweichplatz angelaufen werden. Auch hier gibt es einen Anleger, der in der Saison von Ausflugsbooten genutzt wird und für diese freigehalten werden muss. Man kann versuchen, den Anker zu werfen und Landleinen auszubringen. Der steil abfallende Grund besteht aus Felsen, das Anbringen einer Trippleine ist dringend enpfohlen. Nicht erleichtert wird das Ankern durch den Umstand, dass durch die schwefeligen Verunreinigungen die Sichtweiten im Wasser - völlig untypisch für die Ägäis - auf ein paar Ankerkettenglieder schrumpfen. Des weiteren kann es einem passieren, dass man eine der teilweise sehr weit ausgelegten Festmacherleinen für die Ausflugsschiffe fischt (und die sind schwer und u. U. unter Spannung, so dass man die nicht für ein "klassisches" Ankerklariermanöver an die Oberfläche ziehen kann...). Und: immer wieder sieht man Wracks unterschiedlichster Größe. Es steht zu vermuten, dass auch der Grund in größeren Wassertiefen unrein ist - Ankern ist also spannend, und man sollte dafür wegen der Eventualitäten ein wenig Zeit einplanen.  
Bei moderaten Wetterbedingungen kann diese Bucht als Ausweichplatz angelaufen werden. Auch hier gibt es einen Anleger, der in der Saison von Ausflugsbooten genutzt wird und für diese freigehalten werden muss. Man kann versuchen, den Anker zu werfen und Landleinen auszubringen. Der steil abfallende Grund besteht aus Felsen, das Anbringen einer Trippleine ist dringend empfohlen. Nicht erleichtert wird das Ankern durch den Umstand, dass durch die schwefeligen Verunreinigungen die Sichtweiten im Wasser - völlig untypisch für die Ägäis - auf ein paar Ankerkettenglieder schrumpfen. Des weiteren kann es einem passieren, dass man eine der teilweise sehr weit ausgelegten Festmacherleinen für die Ausflugsschiffe fischt (und die sind schwer und u. U. unter Spannung, so dass man die nicht für ein "klassisches" Ankerklariermanöver an die Oberfläche ziehen kann...). Und: immer wieder sieht man Wracks unterschiedlichster Größe. Es steht zu vermuten, dass auch der Grund in größeren Wassertiefen unrein ist - Ankern ist also höchst spannend, und man sollte dafür wegen der Eventualitäten ein wenig Zeit einplanen.  


Die hier dargestellten Ankerbedingungen bestehen entsprechend auch an allen anderen in Frage kommenden Liegeplätzen an und zwischen den beiden "Kamenis".
Die hier dargestellten Ankerbedingungen bestehen entsprechend auch an allen anderen in Frage kommenden Liegeplätzen an und zwischen den beiden "Kamenis".


Ein Durchqueren der Durchfahrt zwischen den beiden "Kammenis" kann nicht empfohlen werden. Aufgrund des steinig porösen Untergrundes liefert das Echolot unzuverlässige Anzeigen und es kommt immer wieder vor, dass es zu Grundberührungen kommt, wo nach Karte genug Wassertiefe vorhanden sein sollte. Im "Greek Waters Pilot" von Rod Heikell ist diese Durchfahrt gänzlich als Untiefe eingezeichnet, die mit einer Yacht NICHT durchfahren werden kann.
Beim Durchqueren der Durchfahrt zwischen den beiden "Kamenis" sollte man einige Sorgfalt walte lassen. Es gibt weiträumige untiefe Stellen, und aufgrund des steinig porösen Untergrundes liefert das Echolot unzuverlässige Anzeigen. Es kommt immer wieder vor, dass es zu Grundberührungen kommt, wo nach Karte genug Wassertiefe vorhanden sein sollte. Bei Wind sind die flachen Stellen nur sehr schwer bis gar nicht auszumachen, bei fehlender Ortkenntnis ist es also durchaus eine Option, dann auf eine Passage zu verzichten und einen Weg 'außen herum' zu wählen.
 
=== Nisis Palaia Kameni ===
{{Koordinate|U|36_23.97_N_025_22.84_E|36° 23.97'N, 025° 22.84' E|Palaia Kameni}}


=== Nisis Palaia Kammeni ===
In dieser nach Norden offenen Bucht findet man nur bei moderaten Wetterbedingungen ausreichenden Schutz. Einige Fischerboote liegen soweit als möglich in der westlichen Ecke. Eine Klippe bietet die Möglichkeit, eine Leine festzumachen. Die ausliegenden Moorings wird von den Ausflugsbooten genutzt, die hier Badestopps einlegen. Bei den Mooringleinen handelt es sich teilweise um nur schwer zu erkennende Schwimmleinen.  
{{Koordinate|U|36_23.97_N_025_22.84_E|36° 23.97'N, 025° 22.84' E|Palaia Kammeni}}


In dieser nach Norden offenen Bucht findet man nur bei moderaten Wetterbedingungen ausreichenden Schutz. Einige Fischerboote liegen soweit als möglich in der westlichen Ecke. Eine Klippe bietet die Möglichkeit, eine Leine festzumachen. Eine Mooring wird von den Ausflugsbooten genutzt, die hier Badestopps einlegen.
Im Süden der kleine Insel gibt es kleinere Einbuchtungen, die durchaus als Ankerplätze fungieren könnten, und bei Meltemi auch guten Schutz bieten würden. Oftmals ist die Zufahrt jedoch durch ausgelegte Fischernetze versperrt.  


Die Durchfahrt zwischen Palaia Kammeni und Nea Kammeni sollte man mit einem Kielboot meiden und sich keinesfalls auf die Tiefenangaben von Navionics verlassen. Nordöstlich von Nisis Palaia Kammeni liegt ein beliebtes Tauchriff, das auf weniger als zwei Meter Wassertiefe ansteigt.
Wie bereits oben erwähnt, sollte man die Durchfahrt zwischen Palaia Kameni und Nea Kameni mit einem Kielboot meiden und sich keinesfalls auf die Tiefenangaben von Seekarten und Plottern (beispielsweise Navionics) verlassen. Nordöstlich von Nisis Palaia Kameni liegt ein beliebtes Tauchriff, das auf weniger als zwei Meter Wassertiefe ansteigt.


=== Ormos Agios Nikolaou auf Nisis Thirasia ===
=== Ormos Agios Nikolaou auf Nisis Thirasia ===