Galicien: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| Zeile 23: | Zeile 23: | ||
Gerade für die Sportschiffahrt hat Galizien eine wichtige nautische Bedeutung, sind doch seine Häfen regelmäßige Anlauf- oder Absprungstelle für die Überquerung der [[Biskaya]]. | Gerade für die Sportschiffahrt hat Galizien eine wichtige nautische Bedeutung, sind doch seine Häfen regelmäßige Anlauf- oder Absprungstelle für die Überquerung der [[Biskaya]]. | ||
Die dichteste Infrastruktur für den Bootssport bietet [[Vigo]] im Süden, in geringerem Umfang [[A Coruña]] und [[Sada]] im Norden. | |||
===Küstenabschnitte=== | ===Küstenabschnitte=== | ||
| Zeile 50: | Zeile 52: | ||
Obwohl die gesamte iberische Halbinsel einmal von den Keltiberern besiedelt war, erinnern sich vor allem die Galizier an ihr keltisches Erbe. | Obwohl die gesamte iberische Halbinsel einmal von den Keltiberern besiedelt war, erinnern sich vor allem die Galizier an ihr keltisches Erbe. | ||
Gerade im Tourismusbereich wird die keltische Mytologie mit allen ihren Symbolen strapaziert, in der Volksmusik kommt noch der galizische Dudelsack, die Gaita | Gerade im Tourismusbereich wird die keltische Mytologie mit allen ihren Symbolen strapaziert, in der Volksmusik kommt noch der galizische Dudelsack, die Gaita zum Einsatz. | ||
Die Landeshauptstadt Santiago de Compostela gilt nach Jerusalem und Rom als eine der wichtigsten Pilgerstädte der Christenheit. Nebenbei ist sie auch Universitätsstadt und auch schon aufgrund des schönen Stadtbildes touristisch interessant. Sie kann von allen Häfen Galiziens leicht erreicht werden, am einfachsten von [[Portosin]] in der Ria de Muros. | |||
===Geschichte=== | ===Geschichte=== | ||
Aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage und wegen des rauhen Klimas war die Nordwestecke der iberischen Halbinsel für Besatzer zu allen Zeiten wenig interessant. So haben Römer, Westgoten und Mauren hier weniger Spuren hinterlassen als anderswo und die Einwohner konnten eher ihre Identität bewahren. | |||
Nach der Vetreibung der Mauren im 9. Jahrhundert besann man sich der alten Sage vom Apostel Jakobus, wonach er in Galizien begraben sein sollte. Prompt wurden seine Gebeine gefunden und dienten seither als Ziel für Pilger aus ganz Europa und der Welt. Das brachte Geld und viele fremde kulturelle Einflüsse in das ansonsten arme Land - und das seit über 1000 Jahren. | |||