Galicien: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 38: | Zeile 38: | ||
===Kultur=== | ===Kultur=== | ||
Bei der Eßkultur haben an der galizischen Küste die "Mariscos" - Meeresfrüchte mit weitem Abstand den höchsten Stellenwert. Da auch hier am Atlantik die Fische schon rar geworden sind, hat man sich v.a. auf Schalentiere verlegt. Muschelzuchtanlagen sind an der gesamten Küste allgegenwärtig. Galizische Miesmuscheln (v.a. die aus den Rias Baixas) haben auch eine ungewöhlich gute Qualität, sind groß und haben viel festes Fleisch. | Bei der Eßkultur haben an der galizischen Küste die "Mariscos" - Meeresfrüchte mit weitem Abstand den höchsten Stellenwert. Da auch hier am Atlantik die Fische schon rar geworden sind, hat man sich v.a. auf Schalentiere verlegt. Muschelzuchtanlagen sind an der gesamten Küste allgegenwärtig. Galizische Miesmuscheln (v.a. die aus den Rias Baixas) haben auch eine ungewöhlich gute Qualität, sind groß und haben viel festes Fleisch. Die Muschelzucht, sowie der Bau der dazugehörigen Anlagen und Schiffe ist ein wichtiges wirtschaftliches Standbein in der sonst strukturarmen Region geworden. | ||
Fast schon den Status eines Nationalgerichts hat jedoch der Pulpo galego - das ist gekochter Octopus, die Arme in Stücke geschnitten, mit Olivenöl übergossen und mit Paprika bestreut. Das wird überall angeboten und es gibt sogar darauf spezialisierte Restaurants, die sogenannten Pulpeiras. | |||
Als absoluter Luxus unter den Mariscos gelten jedoch die Percebes (Entenmuscheln). Sie lassen sich nicht züchten und werden von todesmutigen Fischern in der Brandung des Atlantik von den Felsen gekratzt. Entsprechend hoch sind die Preise dieser Delikatesse im Restaurant. Wenn man eine Racion (= halbe Portion) von 250g für 20,00 € bekommt, sollte man zuschlagen, um sie wenigstens einmal probiert zu haben. Obwohl sie gekocht gegessen werden, erinnert der Geschmack an (die rohen) Austern: | |||
===Geschichte=== | ===Geschichte=== | ||