AIS - Automatic Identification System: Unterschied zwischen den Versionen

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{{NavigationSeemannschaftElektronischeNavigation}}
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Das '''Automatic Identification System''' ist ein Funknavigationsverfahren. Es basiert auf einem selbstorganisierenden Datenaustausch der beteiligten Schiffe. Man unterscheidet ausrüstungspflichtige Schiffe, die einen Klasse-A-Transponder haben und betreiben '''müssen''' von nicht ausrüstungspflichtigen Schiffen (z.B. Sportboote), die einen Klasse-B-Transponder haben und betreiben '''können'''. Daneben gibt es für Sportboote noch reine AIS-Empfänger (ohne Klasseneinteilung), die nur Signale empfangen und in elektr. Karten darstellen können.
Das '''Automatic Identification System''' ist ein Funknavigationsverfahren. Es basiert auf einem selbstorganisierenden Datenaustausch der beteiligten Schiffe. Man unterscheidet ausrüstungspflichtige Schiffe, die einen Klasse-A-Transponder haben und betreiben '''müssen''' von nicht ausrüstungspflichtigen Schiffen (z. B. Sportboote), die einen Klasse-B-Transponder haben und betreiben '''können'''. Daneben gibt es für Sportboote noch reine AIS-Empfänger (ohne Klasseneinteilung), die nur Signale empfangen und in elektr. Karten darstellen können.


==Funktionsweise==
==Funktionsweise==
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==Weitere Anwendungen==
==Weitere Anwendungen==


* Die Aussendung von AIS-Signalen ist primär für Schiffe vorgesehen. Die Verwendung zur Markierung von Bojen und Landmarken als sogenannte virtuelle Seezeichen mit reinen AIS-Sendern an Land wurde vom einigen Staaten (z.B. Deutschland und Dänemark) bereits eingeführt. So sind z.B. der Leuchtturm Kiel und die VTS-Stationen in Dänemark mit AIS-Sendern ausgestattet. Um das Problem mit der Spannungsversorgung zu umgehen, werden von Stationen an Land die AIS-Signale ausgesendet, aber auf die Position des Leuchtturmes oder der Tonne referenziert. Damit entstehen sogenannte virtuelle Seezeichen, die nur über die elektronische Seekarte sichtbar sind.
* Die Aussendung von AIS-Signalen ist primär für Schiffe vorgesehen. Die Verwendung zur Markierung von Bojen und Landmarken als sogenannte virtuelle Seezeichen mit reinen AIS-Sendern an Land wurde vom einigen Staaten (z. B. Deutschland und Dänemark) bereits eingeführt. So sind z. B. der Leuchtturm Kiel und die VTS-Stationen in Dänemark mit AIS-Sendern ausgestattet. Um das Problem mit der Spannungsversorgung zu umgehen, werden von Stationen an Land die AIS-Signale ausgesendet, aber auf die Position des Leuchtturmes oder der Tonne referenziert. Damit entstehen sogenannte virtuelle Seezeichen, die nur über die elektronische Seekarte sichtbar sind.


'''Problematik:''' Die AIS-Daten, die in die elektronische Seekarte einblendet werden, überlagern dann die sowieso schon eingetragenen Seezeichen. Es gibt zur Zeit noch keine genormte Darstellung von AIS-Seezeichen. Weitere Probleme sind eine befürchtete Überlast des AIS, weswegen das Klasse-B-AIS eingeführt wurde, und die Gefahr der Manipulation von AIS-Signalen.  
'''Problematik:''' Die AIS-Daten, die in die elektronische Seekarte einblendet werden, überlagern dann die sowieso schon eingetragenen Seezeichen. Es gibt zur Zeit noch keine genormte Darstellung von AIS-Seezeichen. Weitere Probleme sind eine befürchtete Überlast des AIS, weswegen das Klasse-B-AIS eingeführt wurde, und die Gefahr der Manipulation von AIS-Signalen.  
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* Länge und Breite des Schiffes
* Länge und Breite des Schiffes
* Art des Schiffes
* Art des Schiffes
* Montageort der Antenne des Positonsbestimmungssystems (z.B. GPS-Antenne)
* Montageort der Antenne des Positonsbestimmungssystems (z. B. GPS-Antenne)


===Dynamische Daten===
===Dynamische Daten===