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==Fehlerquellen bei Radareinsatz und Besonderheiten==
==Fehlerquellen bei Radareinsatz und Besonderheiten==
* Hintereinander liegende Objekte werden nicht dargestellt.
* Hintereinander liegende Objekte werden nicht dargestellt.
* Kleine Objekte (auch Segelyachten) werden unter Umständen nicht angezeigt. Eine falsche Sicherheit entsteht.
* Kleine Objekte (auch Segelyachten) werden unter Umständen nicht angezeigt oder nicht ständig (z.B. wenn eine Segelyacht im schweren Seegang nur manchmal "auftaucht"). Eine falsche Sicherheit entsteht.
* Die auf dem Radarschirm dargestellten Größen der Objekte entsprechen nicht den realen Größenverhältnissen. Nahe Objekte werden größer dargestellt, weil sie unter Umständen mehrere Winkelgrade abdecken.
* Die auf dem Radarschirm dargestellten Größen der Objekte entsprechen nicht den realen Größenverhältnissen. Nahe Objekte werden größer dargestellt, weil sie unter Umständen mehrere Winkelgrade abdecken.
* Flache Küstenlinien (z. B. Sandbänke) werden u. U. nicht angezeigt.  
* Flache Küstenlinien (z. B. Sandbänke) werden u. U. nicht angezeigt.  
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* Dicht nebeneinander liegende Dinge können auf größere Entfernungen zu einem verschmelzen (z.B. Tonnenpaaren können auf große Entfernungen zu einem einzigen Strich werden oder Hafeneinfahrten (z.B. mit eng nebeneinander liegenden Molen) werden aus der Distanz gar nicht angezeigt)
* Regen und Seegang können Echos ergeben, die die Echos von wichtigen Objekte (z.B. Tonnen oder Schiffe) überdecken
* Überreichweiten: Durch bestimmte Wetterlagen können Echos aufgefangen werden, die weit jenseits des Messbereichs liegen und vom Gerät des als viel zu nah dargestellt werden
* Nebenzipfelechos: Neben der Hauptkeule der Radarstrahlung entstehen auch Nebenkeulen. Auch diese können Echos abstrahlen. Da das Gerät, diese für Echos der Hauptkeule hält, werden diese auf dem Schirm falsch dargestellt.
* Mehrfachechos: die Radarstrahlung kann zwischen großen Objekten so verfälscht werden, dass ein Objekt mehrfach hintereinander angezeigt werden kann .
* Interferenzstörungen durch die Strahlung eines anderen Radargerätes können verwirren.
* Teile des eigenen Schiffs (z.B. der Mast u.ä.) können die Radarstrahlung abschirmen, so dass das Gerät einen "toten" Winkel bekommt.
* Durch Krängung kann die Reichweite der Antenne stark vermindert sein, da sie auf der Leeseite der Strahl auf das Wasser und auf der Luvseite auf den Himmel gerichtet ist.
* Oberflächen, die nicht senkrecht sind oder die nicht aus Metall sind, reflektieren die Radarstrahlung schlecht oder in die falsche Richtung (Prinzip der sogn. "Tarnkappentechnik" beim Militär). Segelboote, die krängen und aus GFK gebaut sind, haben
kaum senkrechte Flächen aus Metall und werden deshalb kaum vom Radargerät wahrgenommen.
* Radargeräte verbrauchen im Dauereinsatz sehr viel Strom und geben schädliche Strahlung ab. Deshalb werden sie auf Segelyachten nur gelegentlich eingeschaltet. Dieses Verfahren ist aber in der rechtlichen Grauzone, denn eigentlich müsste ein vorhandenes Radargerät immer eingesetzt werden, gemäß KVR (Regel 5), die verlangt, dass Ausguck "jederzeit" mit "jedem anderen verfügbaren Mittel" verlangt.
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