Zürichsee/Wind: Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| Zeile 7: | Zeile 7: | ||
Bei schönen und windschwachen Wetterlagen herrschen am Zürichsee vor allem thermische Winde vor. Sie entstehen dadurch, dass die Luft über den Hügelketten stärker erwärmt wird als über dem See. Dadurch steigt die Luft an den Hügelketten auf und zieht vom See her kühlere Luft nach. Am Tag entsteht dadurch ein sogenannter [[Seewind]] (Wind vom See zum Land) und nachts ein [[Landwind]] (Wind von Land zum See). Diese Thermik ist am Zürichsee aber nicht sehr ausgeprägt. Die Winde sind entsprechend sehr schwach und teilweise überlagert von anderen Windarten, was dann zu den für den Zürichsee bekannten drehenden Winden führen kann. | Bei schönen und windschwachen Wetterlagen herrschen am Zürichsee vor allem thermische Winde vor. Sie entstehen dadurch, dass die Luft über den Hügelketten stärker erwärmt wird als über dem See. Dadurch steigt die Luft an den Hügelketten auf und zieht vom See her kühlere Luft nach. Am Tag entsteht dadurch ein sogenannter [[Seewind]] (Wind vom See zum Land) und nachts ein [[Landwind]] (Wind von Land zum See). Diese Thermik ist am Zürichsee aber nicht sehr ausgeprägt. Die Winde sind entsprechend sehr schwach und teilweise überlagert von anderen Windarten, was dann zu den für den Zürichsee bekannten drehenden Winden führen kann. | ||
Am Vormittag, wenn der Albis stärker besonnt ist, ist die Thermik am linken Seeufer ausgeprägter. Am Nachmittag ist dann der Pfannenstil thermisch aktiver, entsprechend ist dann der Wind am rechten Ufer etwas stärker. An windschwachen Nachmittagen segelt man also vorzugsweise nahe am rechten Seeufer. Dem Seewind am Nachmittag überlagert ist ein leichter, seeaufwärts gerichteter Wind, dem sogenannten „Unterwind“. | Am Vormittag, wenn der Albis stärker besonnt ist, ist die Thermik am linken Seeufer ausgeprägter. Am Nachmittag ist dann der Pfannenstil thermisch aktiver, entsprechend ist dann der Wind am rechten Ufer etwas stärker. An windschwachen Nachmittagen segelt man also vorzugsweise nahe am rechten Seeufer. Dem Seewind am Nachmittag überlagert ist ein leichter, seeaufwärts gerichteter Wind, dem sogenannten „Unterwind“. | ||
Abends wechselt dann | Abends wechselt dann die Thermik in die umgekehrte Richtung. Typisch ist dann kurz vor Sonnenuntergang komplette Windstille. Kurz nach Sonnenuntergang nimmt der Wind dann stetig zu, kommt aber nun vom Land her. Dieser Landwind dauert dann meist bis etwas über Mitternacht an. | ||
===Westwind=== | ===Westwind=== | ||