MOB Manöver mit Beidrehen: Unterschied zwischen den Versionen
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Das MOB Manöver mit Beliegen, häufig auch als ''Münchner Manöver'' bezeichnet, wird aus | Das MOB Manöver mit Beliegen, häufig auch als ''Münchner Manöver'' bezeichnet und im Englischen als ''Quick Turn Rescue'' oder kurz ''Quick'' bekannt, wird aus Halbwind- oder Amwind-Kursen gefahren. Es ist ein engräumiges und sicheres Manöver, dass auch mit kleiner Crew gefahren werden kann. | ||
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# Auf den Überbordgegangenen hintreiben lassen | # Auf den Überbordgegangenen hintreiben lassen | ||
# Fall vorhanden, Maschine anlassen und Driftbahn durch kurze Gasschübe korrigieren | |||
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== Hinweise, Kritik == | == Hinweise, Kritik == | ||
* Der einzige Nachteil des Manövers ist das Beiliegen. Im Gegensatz zum Nahezuaufschießer ist das Schiff im Beiliegen | * Der einzige Nachteil des Manövers ist das Beiliegen. Im Gegensatz zum Nahezuaufschießer ist das Schiff im Beiliegen nur wenig manövrierbar. Kommt man zu weit weg vom Opfer zum stehen, muss der Beilieger erst aufgelöst werden, bevor man einen neuen Versuch fahren kann. Korrekturmöglichkeiten bestehen durch Einsatz der Maschine und Änderungen der Segelstellung bis hin zum Übernehmen der Fock nach Lee. | ||
* Es gab hin und wieder Berichte aus DSV-Prüfungen, dass dieses Manöver nicht akzeptiert wird. Insbesondere deutsche Segelschulen verbreiten dies gerne. Diese Einschränkung läßt sich durch die Prüfungsordnung nicht untermauern, was auch auf schriftlich von der Prüfungskommission Mittelmeer bestätigt wurde. | |||
== Weblink == | |||
[http://www.videos.sailingcourse.com/quick_turn.htm Video "Quick Turn Rescue"] zeigt eine Modifikation mit killender statt backstehender Fock. | |||
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Version vom 25. August 2008, 19:36 Uhr
| Seemannschaft |
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Manöver > MOB Manöver |
Das MOB Manöver mit Beliegen, häufig auch als Münchner Manöver bezeichnet und im Englischen als Quick Turn Rescue oder kurz Quick bekannt, wird aus Halbwind- oder Amwind-Kursen gefahren. Es ist ein engräumiges und sicheres Manöver, dass auch mit kleiner Crew gefahren werden kann.
Durchführung
- Nötigenfalls auf Amwind-Kurs anluven
- Durch den Wind drehen, das Vorsegel back stehen lassen
- Luvruder geben zum Beiliegen
- Auf den Überbordgegangenen hintreiben lassen
- Fall vorhanden, Maschine anlassen und Driftbahn durch kurze Gasschübe korrigieren
- Bergung in Lee vorbereiten
Hinweise, Kritik
- Der einzige Nachteil des Manövers ist das Beiliegen. Im Gegensatz zum Nahezuaufschießer ist das Schiff im Beiliegen nur wenig manövrierbar. Kommt man zu weit weg vom Opfer zum stehen, muss der Beilieger erst aufgelöst werden, bevor man einen neuen Versuch fahren kann. Korrekturmöglichkeiten bestehen durch Einsatz der Maschine und Änderungen der Segelstellung bis hin zum Übernehmen der Fock nach Lee.
- Es gab hin und wieder Berichte aus DSV-Prüfungen, dass dieses Manöver nicht akzeptiert wird. Insbesondere deutsche Segelschulen verbreiten dies gerne. Diese Einschränkung läßt sich durch die Prüfungsordnung nicht untermauern, was auch auf schriftlich von der Prüfungskommission Mittelmeer bestätigt wurde.
Weblink
Video "Quick Turn Rescue" zeigt eine Modifikation mit killender statt backstehender Fock.
