Diskussion:Erste Hilfe: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| Zeile 19: | Zeile 19: | ||
:Hallo Anonymous! Vielen Dank für die Korrektur der Rufnummer! Ansonsten hatte ich mir schon eingebildet ordentlich recherchiert zu haben - Fehler kommen dennoch immer wieder vor. Ich denke, Infos über das Notfallmanagement auf See gehören dringend in unser Seemannschaftkapitel mit rein. Anscheinend hat sich noch keiner rangetraut-vermutlich weil jeder Angst davor hat, Fehler zu machen! Man sieht sich dann gleich solcher Kritik ausgesetzt, wie es mir jetzt passiert ist. Ich halte mich keineswegs für einen Spezialisten auf diesem Gebiet - Wenn du es besser kannst, dann mach es einfach! | :Hallo Anonymous! Vielen Dank für die Korrektur der Rufnummer! Ansonsten hatte ich mir schon eingebildet ordentlich recherchiert zu haben - Fehler kommen dennoch immer wieder vor. Ich denke, Infos über das Notfallmanagement auf See gehören dringend in unser Seemannschaftkapitel mit rein. Anscheinend hat sich noch keiner rangetraut-vermutlich weil jeder Angst davor hat, Fehler zu machen! Man sieht sich dann gleich solcher Kritik ausgesetzt, wie es mir jetzt passiert ist. Ich halte mich keineswegs für einen Spezialisten auf diesem Gebiet - Wenn du es besser kannst, dann mach es einfach! | ||
:Aber nun nochmal zum Inhalt deiner Kritik: Ich verstehe überhaupt nicht, was du für ein Problem mit den einzelnen "Dienstwegen" hast. Ich weiß nicht, wie viele Notfälle du in deinem Leben schon gemanaged hast, denke aber, daß die meisten Skipper, die einen lebensbedrohten Casualty an Bord haben, einfach jede Möglichkeit der Kommunikation nutzen, um Hilfe zu erlangen. Das wird in den meisten Fällen UKW oder GSM sein. Für beide Versionen habe ich versucht Möglichkeiten aufzuzeigen.--[[Benutzer:Hbachmann|Herwart]] 06:33, 18. Aug. 2008 (CEST) | :Aber nun nochmal zum Inhalt deiner Kritik: Ich verstehe überhaupt nicht, was du für ein Problem mit den einzelnen "Dienstwegen" hast. Ich weiß nicht, wie viele Notfälle du in deinem Leben schon gemanaged hast, denke aber, daß die meisten Skipper, die einen lebensbedrohten Casualty an Bord haben, einfach jede Möglichkeit der Kommunikation nutzen, um Hilfe zu erlangen. Das wird in den meisten Fällen UKW oder GSM sein. Für beide Versionen habe ich versucht Möglichkeiten aufzuzeigen.--[[Benutzer:Hbachmann|Herwart]] 06:33, 18. Aug. 2008 (CEST) | ||
::"Angst" trifft es nicht so ganz. Aber ich möchte sicher gerne vermeiden, Leute in die Irre zu führen. Mein Problem ist eher, Sachverhalt und Empfehlung in knappen Worten darzustellen. | |||
::Das eine oder andere "außergewöhnliche" Ereignis habe ich erlebt. Mal als Patient nach einer Kenterung mit Mastbruch vor Borkum, mal als "first responder" und Relay für einen festgekommenen Havaristen im Sound of Mull. Ansonsten lerne ich gerne aus den Erzählungen anderer, die z.B. mal die Möglichkeiten und Grenzen beim Abbergen per Heli leibhaftig erlebt haben. Natürlich auch durchs Studium der Fälle auf www.bsu-bund.de und durchh die Trainings im Schiffsicherheitszentrum in Neustadt. All das hat aber nur am Rande mit Erste-Hilfe zu tun, sondern behandelt generell Seenotfälle. | |||
::Die Abwicklung eines MEDICO-Gesprächs über UKW ist Inhalt der Betriebszeugnisse für Funker, sollte also vorausgesetzt werden können. Eine funkärztliche Beratung durch TMAS-medico Cuxhaven ist dagegen außerhalb der deutschen Küstengewässer über UKW sinnlos. Das heißt nicht, dass sie nicht möglich ist. Entweder über Telefon (wenn das möglich ist) nach Cuxhaven oder per UKW lokal, in der Hoffnung, dass Küstenfunkstelle oder sonst eine Seefunkstelle über den nötigen medizinischen Sachverstand verfügt - was nicht garantiert ist. Im Falle von Cuxhaven sollte man unbedingt deren Fragebogen an Bord vorrätig halten. Auch wenn man kein Fax zur Verfügung hat, so kann man auf diese Weise doch alle Daten VORHER sammeln und kompakt per Mail, SMS oder Voice übermitteln. Die Leitung ist mitunter schlecht und die Mediziner am anderen Ende der Leitung haben auch nicht die Zeit, "stundenlange" smalltalks zu führen. | |||
::Was Erstversorgung eines Verletzten oder Erkrankten an Bord betrifft, will ich mal einen segelnden Notarzt zitieren: "Das, was ich Ihnen nun in den nächsten zwei Tagen beibringe, sollen Sie nach Meinung des Roten Kreuz nicht machen." Nach meiner Erinnerung ging es z.B. Spritzen und Nähen. | |||
::Was ich damit sagen möchte: Erste-Hilfe an Bord muss mitunter deutlich über das hinausgehen, was von einem Ersthelfer in einem Land wie der BRD mit ihrem feinmaschigen Rettungsnetz verlangt wird. Das hat einfach damit zu tun, dass die Zeit bis zu einem möglichen Eintreffen von professioneller Hilfe deutlich über die 45 min. hinausgehen, die z.B. in Bayern als Maximum festgelegt wurden. In der Regel mußt Du mehrere Stunden überbrücken und auf hoher See kann es auch mal Tage dauern. Deshalb ist der Wikipedia-Artikel auch nur sehr begrenzt hilfreich. Übrigens müssen PKW-Fahrer in Deutschland nur eine Unterrichtung über Sofortmaßnahmen am Unfallort nachweisen. Das ist noch nicht mal ein Erste-Hilfe-Kurs für Landratten! Den müssen nur LKW-Fahrer machen. Der Aussage unter "Maßnahmen" kann ich deshalb ganz und gar nicht folgen. | |||
::Also: Mal schnell 112 (oder 124124) anrufen (oder MMSI eintippseln) und alles wird gut, ist nicht - oder nur selten. Diese Illusion sollte nicht erzeugt werden, sonst läßt der Drang zur eigenständigen Fortbildung und Notfall-Vorbereitung nach. Denke, an dieser Stelle geht einfach der Tenor des Abschnitts in die falsche Richtung. Man sollte sich besser wappnen, auf sich selbst gestellt zu sein. Bei einem Fahrtensegelclub, in dem ich früher Mitglied war, hat man z.B. jedes Jahr diverse Sicherheitstrainings und spezielle Erste-Hilfe-Kurse angeboten. Das wurde nicht aus Jux und Tollerei gemacht und die Kurse waren immer gut besucht. Manche Segelschulen bieten sowas auch. Denke, solche Dinge kann man (zumindest als Otto-Normalsegler) nicht per Buch oder Wiki lernen. --[[Benutzer:Crefeld|Crefeld]] 23:56, 18. Aug. 2008 (CEST) | |||