Seekrankheit: Unterschied zwischen den Versionen
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Die ersten Symptome sind Müdigkeit, häufiges Gähnen, später kommen verstärkter Speichelfluß und zwanghaftes Schlucken dazu. Die Haut wird blaß und kalt. Schließlich führt die Erkrankung typischerweise zu heftigem Erbrechen. | Die ersten Symptome sind Müdigkeit, häufiges Gähnen, später kommen verstärkter Speichelfluß und zwanghaftes Schlucken dazu. Die Haut wird blaß und kalt. Schließlich führt die Erkrankung typischerweise zu heftigem Erbrechen. | ||
Schwindel, Kopfschmerzen, sowie Funktionsstörungen von Herz und Kreislauf können sich ebenfalls dazugesellen. | Schwindel, Kopfschmerzen, sowie Funktionsstörungen von Herz und Kreislauf können sich ebenfalls dazugesellen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn aufgrund von Übelkeit oder Erbrechen die Aufnahme von Flüssigkeit über längere Zeit nicht möglich ist. | ||
Psychologische Aspekte können das Auftreten zusätzlich verstärken (vor allem Angst) oder auch abschwächen. Seekrankheit kann ein Risiko werden, das Auftreten sollte im Vorfeld verhindert werden. Als probates Mittel hat sich das Rudergehen erwiesen: bei ersten Symptomen des Unwohlseins sollte der Betroffene ans Steuerrad. Der Blick auf den Horziont hilft dem Gehirn, mit den Schaukelbewegungen umzugehen. Wichtig ist auch, nicht zu lange zu warten und bei ersten Anzeichen zu handeln. | Psychologische Aspekte können das Auftreten zusätzlich verstärken (vor allem Angst) oder auch abschwächen. Seekrankheit kann ein Risiko werden, das Auftreten sollte im Vorfeld verhindert werden. Als probates Mittel hat sich das Rudergehen erwiesen: bei ersten Symptomen des Unwohlseins sollte der Betroffene ans Steuerrad. Der Blick auf den Horziont hilft dem Gehirn, mit den Schaukelbewegungen umzugehen. Wichtig ist auch, nicht zu lange zu warten und bei ersten Anzeichen zu handeln. | ||
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=== Weitere Maßnahmen === | === Weitere Maßnahmen === | ||
'''Törnplanung''': Je nach Seegangsverhältnissen kann die Zubereitung von heißen Getränken oder Speisen während der Fahrt schwierig bis unmöglich werden. Bei rauer See möchte oft niemand mehr unter Deck gehen, da er befürchtet, seekrank zu werden. Es ist daher wichtig, den Körper bereits vor Beginn der Etappe ausreichend mit Flüssigkeit und Nahrung zu versorgen. Das Bereitstellen von gezuckerten Heißgetränken und Suppen in Thermoskannen für die Fahrt gehört zur Planung dazu. | |||
Von Alkohol, sowie fetten oder einweißreichen, also schwer verdaulichen Speisen ist abzuraten. | Von Alkohol, sowie fetten oder einweißreichen, also schwer verdaulichen Speisen ist abzuraten. | ||
Wie vor anderen sportlichen Herausforderungen auch, sollte die Nahrung vor allem auf der Basis von Kohlenhydraten aufgebaut sein. | Wie vor anderen sportlichen Herausforderungen auch, sollte die Nahrung vor allem auf der Basis von leicht verdaulichen Kohlenhydraten aufgebaut sein. | ||
Hier bieten sich Karoffeln, Getreideprodukte und Teigwaren an. | Hier bieten sich Karoffeln, Getreideprodukte und Teigwaren an. | ||
Es gibt eine Vielzahl unterschiedlichster Mittel gegen Seekrankheit (Akkupressurbänder, Brillen, pflanzliche Mittel). Ohne Frage werden einige Mittel von denen somatisch nachweisbare Wirkung haben, andere möglicherweise nicht. | |||
Ob ihr Nutzen nun im Doppelblindversuch nachgewiesen werden konnte oder nicht - der psychologische Einfluss ist nicht zu unterschätzen. | |||
== Literatur== | == Literatur== | ||