Anlegen an Schären: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Heckanker''': Der muß natürlich nicht dasselbe Kaliber haben wie der Buganker. Im Gegensatz zu seinem großen Bruder ist er ja nicht dafür verantwortlich, das Schiff gegen jeden Wind und Strom im offenen Wasser alleine zu halten. Er soll ja nur das Heck auf Position halten. Heckanker haben übrigens die unangenehme Eigenschaft, beim Fallen oder Aufholen gegen das Boot zu schlagen. Nimmt das Gelcoat übel. Es gibtfür praktisch jede Heckform geeignete Ausleger fürdasAnkergeschirr, mal am Heckkorb befestigt, mal direkt auf dem Spiegel. Sollte man haben. | '''Heckanker''': Der muß natürlich nicht dasselbe Kaliber haben wie der Buganker. Im Gegensatz zu seinem großen Bruder ist er ja nicht dafür verantwortlich, das Schiff gegen jeden Wind und Strom im offenen Wasser alleine zu halten. Er soll ja nur das Heck auf Position halten. Heckanker haben übrigens die unangenehme Eigenschaft, beim Fallen oder Aufholen gegen das Boot zu schlagen. Nimmt das Gelcoat übel. Es gibtfür praktisch jede Heckform geeignete Ausleger fürdasAnkergeschirr, mal am Heckkorb befestigt, mal direkt auf dem Spiegel. Sollte man haben. | ||
'''Vorleinen''': Wie am | '''Vorleinen''': Wie am Steg üblich zwei Stück in geeignetem Zugwinkel. | ||
Stehen in guter Zugrichtung Bäume, sind die der "Poller der Wahl". Aber Achtung: Die Bäume müssen ausreichend alt sein, so etwa 20 Jahre, und grün. Junges Gemüse scheidet ebenso aus wie abgestorbenes Gehölz. Erstere haben Wurzeln, die kaum in der Lage sind, den Baumselbstzu halten, letztere fallen bereits auf | Stehen in guter Zugrichtung Bäume, sind die der "Poller der Wahl". Aber Achtung: Die Bäume müssen ausreichend alt sein, so etwa 20 Jahre, und grün. Junges Gemüse scheidet ebenso aus wie abgestorbenes Gehölz. Erstere haben Wurzeln, die kaum in der Lage sind, den Baumselbstzu halten, letztere fallen bereits auf Zuruf um, selbst wenn sie noch so stabil aussehen. | ||
Gibt es in geeigneter Richtung keine Bäume oder stehen die zu weit weg, kommt das '''Felseisen''' zum Zug: Hiervon gibt es zwei Typen, gerade und gewinkelt. Warum das so ist, erschließt sich einem sofort beim praktischen Gebrauch an den verschiedenen Spalten, die oft nur eine der beiden Formen zulassen. Von jeder Sorte braucht man zwei Stück. Eingetrieben werden sie mit einem soliden Hammer. Der oft beobachtete kleine Heimwerkerhammer reicht zum Befestigen des Eisens selbst, nicht etwa des ganzen Schiffes. Wir benutzen einen 1 kg-Fäustel. Zum Lösen der Eisen vor dem Ablegen ein paar Hammerschläge links und rechts, dann wackeln sie und gehen raus. | Gibt es in geeigneter Richtung keine Bäume oder stehen die zu weit weg, kommt das '''Felseisen''' zum Zug: Hiervon gibt es zwei Typen, gerade und gewinkelt. Warum das so ist, erschließt sich einem sofort beim praktischen Gebrauch an den verschiedenen Spalten, die oft nur eine der beiden Formen zulassen. Von jeder Sorte braucht man zwei Stück. Eingetrieben werden sie mit einem soliden Hammer. Der oft beobachtete kleine Heimwerkerhammer reicht zum Befestigen des Eisens selbst, nicht etwa des ganzen Schiffes. Wir benutzen einen 1 kg-Fäustel. Zum Lösen der Eisen vor dem Ablegen ein paar Hammerschläge links und rechts, dann wackeln sie und gehen raus. | ||
'''Landgang''': Vor dem Anlegen überlegen: "Wie komme ich an Land?" Felsen mit über 40° Neigung und ohne Vorsprünge kann man nicht besteigen, also kann man hier auch nicht anlegen. Stehen kleinere Bäume dicht dabei, an denen man sich festhalten kann, gelingt allerdings auch unter schwierigen Verhältnissen der Aufstieg. Das kann sich rasch ändern, wenn Felsen durch Regen oder Tau nass geworden sind: Der immer vorhandene (wenn auch nicht immer sichtbare) Belag mit Flechten, Algen und Moos verwandelt sich in Schmierseife!! Dann ist man froh, | '''Landgang''': Vor dem Anlegen überlegen: "Wie komme ich an Land?" Felsen mit über 40° Neigung und ohne Vorsprünge kann man nicht besteigen, also kann man hier auch nicht anlegen. Stehen kleinere Bäume dicht dabei, an denen man sich festhalten kann, gelingt allerdings auch unter schwierigen Verhältnissen der Aufstieg. Das kann sich rasch ändern, wenn Felsen durch Regen oder Tau nass geworden sind: Der immer vorhandene (wenn auch nicht immer sichtbare) Belag mit Flechten, Algen und Moos verwandelt sich in Schmierseife!! Dann ist man froh, wenn der Felsen doch nicht so steil ist. In jedemFall hilfreich ist eine Bugleiter, die nicht zu kurz sein sollte. | ||
[[bild:Bugleiter.jpg|Bugleiter im Einsatz]] | |||