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Nahezu in der Mitte der von diesen drei Landteilen eingrenzten, circa sechs Seemeilen weiten Caldera liegen zwei kleinere, bei Vulkanausbrüchen entstandenen Inseln namens ''Palaia Kammeni'' und ''Nea Kammeni''. Geologisch hochinteressant, ein Besuch empfiehlt sich nicht zuletzt wegen der bizarren Lavagegenden. Die im übrigen unbewohnten "Kammenis" werden in der Urlaubssaison regelmäßig von Touristenbooten angelaufen.  
Nahezu in der Mitte der von diesen drei Landteilen eingrenzten, circa sechs Seemeilen weiten Caldera liegen zwei kleinere, bei Vulkanausbrüchen entstandenen Inseln namens ''Palaia Kammeni'' und ''Nea Kammeni''. Geologisch hochinteressant, ein Besuch empfiehlt sich nicht zuletzt wegen der bizarren Lavagegenden. Die im übrigen unbewohnten "Kammenis" werden in der Urlaubssaison regelmäßig von Touristenbooten angelaufen.  


<small>Zuletzt besucht: Sommer 1997 (Die der Beschreibung zugrunde liegenden Besuche liegen weit zurück, Aktualisierung der Beschreibungen ist hochwahrscheinlich notwendig.)</small>
<small>Zuletzt besucht: Mai 2007</small>


== Übersicht ==
== Übersicht ==
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== Anker- und Liegeplätze ==
== Anker- und Liegeplätze ==
Wegen der extremen geologischen Situation sind für Wassersportler im gesamten Inselkomplex nur schwer wirklich sichere Liegemöglichkeiten zu finden. Die spärlichen Plätze sind durchweg von der lokalen Berufschifffahrt genutzt - erst mit der Marina im Süden der Insel sind wohl akzeptable Liegeplätze für Sportboote geschaffen worden.  
Wegen der extremen geologischen Situation sind für Wassersportler im gesamten Inselkomplex nur schwer wirklich sichere Liegemöglichkeiten zu finden. Die spärlichen Plätze sind durchweg von der lokalen Berufschifffahrt genutzt - nur die Marina Vlychada im Süden der Insel bietet einigermaßen akzeptable Liegeplätze, wo man das Boot auch einige Stunden allein zurücklassen kann. Mit Booten ab 2 m Tiefgang kann es wegen der Versandung aber auch hier unmöglich sein, überhaupt zu einem Liegeplatz zu kommen.


=== Thira ===
=== Thira ===
{{Koordinate|U|36.417464_N_25.427702_E|N 36° 25,05' E 025° 25,66'|Thira}}
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Beliebter Anlegeplatz für Kreuzfahrschiffe, das landschaftliche Szenario ist in der Tat einmalig. Das immer wieder äußerst spannende Unterfangen, hier als Sportbootfahrer einen Liegeplatz zu bekommen, hat sich wohl mit dem Einziehen der entsprechenden Festmachetonne ein für alle mal erledigt. Der Platz mag nach wie vor dazu dienen, um mit dem Beiboot Crewmitglieder überzusetzen, die dem Ort Thira einen Besuch absetzten wollen. Zudem werden wohl nach wie vor von hier Touristenboote beispielsweise zu den "Kammenis" losfahren. Mit Schaffung der Marina im Süden der Insel wird man nun an diesem alles andere als sicheren Platz nicht mehr übernachten müssen.  
Stark frequentierter Anlegeplatz für Kreuzfahrschiffe, die hier ihre Passagiere zu tausenden aus- und einbooten. Der Verkehr zwischen dem Anleger und den auf Reede liegenden Kreuzfahrriesen ist gigantisch. Hier gibt es keine Liegemöglichkeit für Yachten, selbst das kurzzeitige Anlegen zum ein-/aussteigen ist nur unter Protest des Hafenpolizisten möglich. Der Platz kann nach wie vor dazu dienen, um mit dem Beiboot Crewmitglieder überzusetzen, die dem Ort Thira einen Besuch absetzten wollen. Hier führt eine Seilbahn (Wartezeiten!) und natürlich der berühmte Treppenweg nach oben in die Stadt Thira.


=== Ormos Athinio ===
=== Ormos Athinio ===
{{Koordinate|U|36.386166_N_25.429636_E|N 36° 23,17' E 025° 25,78'|Or. Athinio}}
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Zum "Hafen" ausgebaute Pier und damit quasi der Nabel dieser Insel, hier legen alle Fähren und die die Insel versorgenden Schiffe an. Für Sportboote ist dieser Platz wenig geeignet, die Berufsschifffahrt hat bei den hiesigen Bedingungen genug mit sich selbst zu tun.  
Zum "Hafen" ausgebaute Pier und damit quasi der Nabel dieser Insel, hier legen alle Fähren und die die Insel versorgenden Schiffe an. Für Sportboote ist dieser Platz ungeeignet.  


=== Ormos Akrotiri ===
=== Ormos Akrotiri ===
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Mit dem Beiboot kann man übersetzen zu einem Besuch der Ausgrabungsstellen. Besucher hatten sich jedoch oft mehr versprochen - die wirklich interessanten Fundstücke sind wohl in Museen in Athen untergebracht.  
Mit dem Beiboot kann man übersetzen zu einem Besuch der Ausgrabungsstellen. Besucher hatten sich jedoch oft mehr versprochen - die wirklich interessanten Fundstücke sind wohl in Museen in Athen untergebracht.  


=== Marina im Süden von Santorin ===
=== Marina Vlychada ===
{{Koordinate|U|36.336014_N_25.434946_E|N 36° 20,16' E 025° 26,10'|Marina}}
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Im Sommer 1997 begann man mit den Baggerarbeiten für die Marina. Inzwischen ist sie fertiggestellt und dürfte wohl auch in Betrieb genommen sein (zumindest teilweise).  
Diese "Marina" ist als Fischerhafen gebaut worden, ist jetzt auch für Yachten verfügbar und oft die einzige Möglichkeit, auf Thira sicher für längere Zeit festzumachen. Der Ort ist nicht gerade besonders gastlich, manchmal stinkt es hier ziemlich übel.


Bei der Ansteuerung ist besondere Vorsicht geboten, neben der in der Zufahrt liegenden versunkenen Mauer wird immer wieder von vorgelagerten Untiefen berichtet. In der Marina selbst scheint man sichere Liegeplätze vorzufinden.  
Bei der Ansteuerung ist besondere Vorsicht geboten, neben der in der Zufahrt liegenden versunkenen Mauer wird immer wieder von vorgelagerten Untiefen berichtet. Die Versandung ist nach wie vor ein Problem, im Mai 2007 war direkt in der Einfahrt eine Sandbank auf knapp 2 m. In der Marina selbst liegt man gut vor Anker mit Heckleinen, das Marinapersonal hilft beim festmachen.
 
Strom und Wasser sind am Steg verfügbar, ab 19:00 Uhr wird der Bedarf vom Marinapersonal versorgt.


=== Ormos Monolithos ===
=== Ormos Monolithos ===
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{{Koordinate|U|36.438171_N_25.353918_E|N 36° 26,39' E 025° 21,24'|Or. A. Nikolaos auf Ns. Thirasia}}
{{Koordinate|U|36.438171_N_25.353918_E|N 36° 26,39' E 025° 21,24'|Or. A. Nikolaos auf Ns. Thirasia}}


Verblüffend guten Schutz bietet diese Bucht am zweitgrößten Teil des Inselkomplexes. Freies Ankern ist wegen der Wassertiefen kaum möglich, mit Glück erwischt man jedoch eine der zugegebenermaßen seltenen Liegemöglichkeiten an Moorings oder längsseits an eventuell hier liegenden Ausflugsschiffen (Ortsansässige fragen). Auch bei ausgewachsenem Meltemi liegt man bestens geschützt in dem Halbrund der felsigen Steilwand, nur leichter Schwell ist festzustellen.  
Verblüffend guten Schutz bietet diese Bucht am zweitgrößten Teil des Inselkomplexes. Freies Ankern ist wegen der Wassertiefen kaum möglich, mit Glück erwischt man jedoch eine der zugegebenermaßen seltenen Liegemöglichkeiten längsseits an eventuell hier liegenden Ausflugsschiffen (Ortsansässige fragen). Ausserhalb der Saison kann man auch am Fähranleger festmachen. Auch bei ausgewachsenem Meltemi liegt man bestens geschützt in dem Halbrund der felsigen Steilwand, nur leichter Schwell ist festzustellen.  


Im Nordosten der Bucht ist eine Anlegestelle für eine Fähre, die hier auch über Nacht festmacht. Ihre jeweils erste und letzte tägliche Fahrt (die eigentliche, "offizielle" Anlegestelle liegt wegen einer Straßenanbindung weiter nördlich) bietet sich an für diejenigen, die einen Tagesausflug nach Thira planen.  
Im Nordosten der Bucht ist eine Anlegestelle für eine Fähre, die hier auch über Nacht festmacht. Ihre jeweils erste und letzte tägliche Fahrt (die eigentliche, "offizielle" Anlegestelle liegt wegen einer Straßenanbindung weiter nördlich) bietet sich an für diejenigen, die einen Tagesausflug nach Thira planen.  
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== Weblinks ==
== Weblinks ==
*[http://www.santorini.info/webcam1/ ''Santorini.info''] - Seite mit div. Webcams (Blick auf O. Athinio)
*[http://www.sailingissues.com/greekislands/santorini.html ''Sailingissues.com''] - eine private Website mit detaillierten Informationen zu griechischen Gewässern
*[http://www.sailingissues.com/greekislands/santorini.html ''Sailingissues.com''] - eine private Website mit detaillierten Informationen zu griechischen Gewässern