Grundsätzliches zur Navigation: Unterschied zwischen den Versionen
Erik (Diskussion | Beiträge) K →Hilfsmittel: Typo |
Peter (Diskussion | Beiträge) Funktionsprinzip der Navigation ergänzt |
||
| Zeile 5: | Zeile 5: | ||
* [[astronomische Navigation]]: Ortsbestimmung mit Hilfe von Gestirnen | * [[astronomische Navigation]]: Ortsbestimmung mit Hilfe von Gestirnen | ||
* [[elektronische Navigation]]: Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln | * [[elektronische Navigation]]: Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln | ||
==Grundprinzip== | |||
Navigation, also die Positionsbestimmung, erfolgt nach einem grundlegenden Prinzip: Ermittlung von '''Standlinien''' und deren '''Kreuzungspunkten'''. | |||
Eine Standlinie kann dabei eine gerade Linie (die sich z.B. durch eine [[Peilung]] ergibt) sein, aber auch eine Form haben (so kann eine 10m-Tiefenlinie zur Navigation herangezogen werden, oder die Hyperbel bei der [[Hyperbelnavigation]]). | |||
Der Kreuzungspunkt zwei oder mehrerer Standlinien ergibt dann die Schiffsposition. | |||
Bei der [[terrestrische Navigation|terrestrischen Navigation]] werden die Standlinien meist über Peilung von Landmarken ermittelt. Koppeln ist dabei ein Hilfsmittel, um weitere Standlinien aus Kurs, Geschwindigkeit und Zeit zu berechnen. | |||
Die [[astronomische Navigation]] verwendet den Winkel von Gestirnen über dem Horizont für Standlinien. Dabei ergibt sich jeweils ein "Standkreis". Die Schnittpunkte zweier Kreise ergeben zwei mögliche Standorte. | |||
Bei der [[elektronische Navigation|elektronischen Navigation]] gibt es unterschiedliche Verfahren zur Standortbestimmung. Durch Peilung lassen sich wie bei der terrestrischen Navigation gerade Standlinien finden. Laufzeitdifferenzen von Funksignalen ergeben hyperbelartige Standlinien (siehe [[Hyperbelnavigation]] und Laufzeiten von [[GPS]]-Funksignalen ergeben kugelförmige Standlinien. | |||
==Hilfsmittel== | ==Hilfsmittel== | ||
Version vom 2. Juli 2007, 11:16 Uhr
Bei der Navigation wird grundsätzlich zwischen drei Arten unterschieden:
- terrestrische Navigation: Hier erfolgt die Ortsbestimmung nach Küstenzeichen
- astronomische Navigation: Ortsbestimmung mit Hilfe von Gestirnen
- elektronische Navigation: Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln
Grundprinzip
Navigation, also die Positionsbestimmung, erfolgt nach einem grundlegenden Prinzip: Ermittlung von Standlinien und deren Kreuzungspunkten.
Eine Standlinie kann dabei eine gerade Linie (die sich z.B. durch eine Peilung ergibt) sein, aber auch eine Form haben (so kann eine 10m-Tiefenlinie zur Navigation herangezogen werden, oder die Hyperbel bei der Hyperbelnavigation).
Der Kreuzungspunkt zwei oder mehrerer Standlinien ergibt dann die Schiffsposition.
Bei der terrestrischen Navigation werden die Standlinien meist über Peilung von Landmarken ermittelt. Koppeln ist dabei ein Hilfsmittel, um weitere Standlinien aus Kurs, Geschwindigkeit und Zeit zu berechnen.
Die astronomische Navigation verwendet den Winkel von Gestirnen über dem Horizont für Standlinien. Dabei ergibt sich jeweils ein "Standkreis". Die Schnittpunkte zweier Kreise ergeben zwei mögliche Standorte.
Bei der elektronischen Navigation gibt es unterschiedliche Verfahren zur Standortbestimmung. Durch Peilung lassen sich wie bei der terrestrischen Navigation gerade Standlinien finden. Laufzeitdifferenzen von Funksignalen ergeben hyperbelartige Standlinien (siehe Hyperbelnavigation und Laufzeiten von GPS-Funksignalen ergeben kugelförmige Standlinien.
Hilfsmittel
Für die Navigation sind - je nach Methode - folgende technische Hilfsmittel erforderlich:
- Kompass
- Log (Geschwindigkeitsmesser)
- Sextant
- Lot (Tiefenmesser)
- Seekarten
- Kursdreieck
- nautischer Zirkel
- weicher Bleistift (+Radiergummi)
- Leuchtfeuerverzeichnis
- weitere nautische Handbücher (z.B. Hafenhandbücher)
Für einen Skipper ist es äußerst ratsam, grundsätzlich die klassische Navigation einzusetzen und sich nicht auf elektronische Hilfsmittel zu verlassen, welche zur Positionsbestimmung auf eine Reihe von erfüllten Grundbedingungen angewiesen sind (Strom, Satellitenempfang, hinreichende Genauigkeit bzw. Abwesenheit von Störeinflüssen).