Törnbericht 2021 Ostschweden: Unterschied zwischen den Versionen

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Schlussfassung
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Beim Aufwachen erst mal Vollflaute. 0,0 m/s. Das ändert sich erst gegen 09:00 h und wir legen ab - natürlich gen Süden. Der Wind ist so lala, immer so um 2 m/s. Wenn er das aus West macht, kommen wir gut voran, gelegentlich schaltet er um auf Nordwest, dann muss der Jockel mithelfen, sonst bleiben wir stehen. Das ist etwas mühsam, aber die schöne Umgebung entschädigt uns. Wie man sieht, wohnen manche Schweden auch recht hübsch, auch wenn ein Seezeichen in ihrem Garten steht.
Beim Aufwachen erst mal Vollflaute. 0,0 m/s. Das ändert sich erst gegen 09:00 h und wir legen ab - natürlich gen Süden. Der Wind ist so lala, immer so um 2 m/s. Wenn er das aus West macht, kommen wir gut voran, gelegentlich schaltet er um auf Nordwest, dann muss der Jockel mithelfen, sonst bleiben wir stehen. Das ist etwas mühsam, aber die schöne Umgebung entschädigt uns. Wie man sieht, wohnen manche Schweden auch recht hübsch, auch wenn ein Seezeichen in ihrem Garten steht.
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Gegen Mittag verheißen die Wolken im Westen gar nichts Gutes, der Wind kommt immer noch nicht, und so geben wir unseren Plan Västervik auf und fahren rechts ab in eine Ankerbucht, die für alle drei Windrichtungen aus der Wetterprognose für die Nacht bestens geeignet ist. Kungshamn auf Kårö, direkt am Fahrwasser. Da sind wir jetzt erst mal alleine, auch im Fahrwasser ist kaum was los. Ringsherum viel Wald, nur einige nackte Felsen. Auf denen blüht die Heide. Ist denn bald Herbst?
Gegen Mittag verheißen die Wolken im Westen gar nichts Gutes, der Wind kommt immer noch nicht, und so geben wir unseren Plan Västervik auf und fahren rechts ab in eine Ankerbucht, die für alle drei Windrichtungen aus der Wetterprognose für die Nacht bestens geeignet ist. Kungshamn auf Kårö, direkt am Fahrwasser. Da sind wir jetzt erst mal alleine, auch im Fahrwasser ist kaum was los. Ringsherum viel Wald, nur einige nackte Felsen. Auf denen blüht die Heide. Ist denn bald Herbst?
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Gestern Abend kriegten wir übrigens noch einen Nachbarlieger, eine deutsche Amel 54. Größer geht immer. Dafür werden wir vom Wetter entschädigt. Statt vorhergesagte Flaute konstanter Westwind mit 3 - 7 m/s - ideal, um nach Süden zu kommen.
Gestern Abend kriegten wir übrigens noch einen Nachbarlieger, eine deutsche Amel 54. Größer geht immer. Dafür werden wir vom Wetter entschädigt. Statt vorhergesagte Flaute konstanter Westwind mit 3 - 7 m/s - ideal, um nach Süden zu kommen.
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Unter solchen Idealbedingungen fahren wir natürlich nicht nach Västervik, wo wir eigentlich einkaufen wollten. Das kann noch warten. Die Gewässer um Västervik haben aber interessante Gäste auf ihren Leuchtfeuern:
Unter solchen Idealbedingungen fahren wir natürlich nicht nach Västervik, wo wir eigentlich einkaufen wollten. Das kann noch warten. Die Gewässer um Västervik haben aber interessante Gäste auf ihren Leuchtfeuern:
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Gestern nach Figeholm, ein für jede Reiserichtung gesetzter Hafen. Und der Wind kommt von wo? Natürlich von Süd, also von vorne. Da gibt es keine Schärentour, sondern raus und ein langer Schlag auf die offene See. Und da, da kommt die Blå Jungfrun in Sicht, der Nordeingang zum Kalmarsund. Eigentlich geht der Kurs jetzt direkt in die Hafeneinfahrt von Sandvik auf Öland, aber Ziel ist Ziel, Wende, und ab nach Figeholm. Dort das vertraute Bild:
Gestern nach Figeholm, ein für jede Reiserichtung gesetzter Hafen. Und der Wind kommt von wo? Natürlich von Süd, also von vorne. Da gibt es keine Schärentour, sondern raus und ein langer Schlag auf die offene See. Und da, da kommt die Blå Jungfrun in Sicht, der Nordeingang zum Kalmarsund. Eigentlich geht der Kurs jetzt direkt in die Hafeneinfahrt von Sandvik auf Öland, aber Ziel ist Ziel, Wende, und ab nach Figeholm. Dort das vertraute Bild:
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Der Harbormaster of the Day hat übrigens ein hochinteressantes Auto: Einen Subaru SVX von 1991.
Der Harbormaster of the Day hat übrigens ein hochinteressantes Auto: Einen Subaru SVX von 1991.
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6-Zylinder Boxermotor, Allradantrieb, 230 PS, und das Ganze in einem exzellenten Pflegezustand. Eine absolute Rarität. Als ich mich für die Karosse interessiere, schmunzelt er.
6-Zylinder Boxermotor, Allradantrieb, 230 PS, und das Ganze in einem exzellenten Pflegezustand. Eine absolute Rarität. Als ich mich für die Karosse interessiere, schmunzelt er.
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Mann, war das friedlich heute Morgen.
Mann, war das friedlich heute Morgen.
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Der Stadthafen dort hat ein eigenes Ambiente.
Der Stadthafen dort hat ein eigenes Ambiente.
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Gegenüber sind dann die Gästestege, die komplett leer sind. Die wenigen Boote liegen längsseits an der - sehr gut mit Holz bewehrten - Mole.
Gegenüber sind dann die Gästestege, die komplett leer sind. Die wenigen Boote liegen längsseits an der - sehr gut mit Holz bewehrten - Mole.
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Viel mehr als Boote gibt es hier allerdings Wohnmobile.
Viel mehr als Boote gibt es hier allerdings Wohnmobile.
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<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;">
<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;">
19. August - Kalmar  </div>
19. August - Kalmar  </div>
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Es regnet nicht mehr! Und der Wind kommt aus der richtigen Richtung, nämlich West mit gaaanz leichter Südkomponente. Dafür aber mit Grundwindstärke 8 m/s und oft bis 11. Also: Schnelle Reise gen Süden, aber nur mit Genua. Das reicht im Mittel für 7 kn, und so sind wir auch schon kurz nach Mittag in Kalmar. Kurz vor dem Einlaufen kreuzt (im wahrsten Sinne des Wortes) noch diese Schönheit auf.
Es regnet nicht mehr! Und der Wind kommt aus der richtigen Richtung, nämlich West mit gaaanz leichter Südkomponente. Dafür aber mit Grundwindstärke 8 m/s und oft bis 11. Also: Schnelle Reise gen Süden, aber nur mit Genua. Das reicht im Mittel für 7 kn, und so sind wir auch schon kurz nach Mittag in Kalmar. Kurz vor dem Einlaufen kreuzt (im wahrsten Sinne des Wortes) noch diese Schönheit auf.
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In Kristianopel ist der halbe Hafen schon (oder noch) belegt, drei Viertel deutsche Boote. Der etwas skurrile Hafenmeister ist nicht da, stattdessen steht ein moderner Bezahlautomat neben seinem Büro. Ist vielleicht nicht das Schlechteste, denn immer wenn der sich einmischte, gab es in irgendeiner Form Stress im Hafen. Heute alles superfriedlich.
In Kristianopel ist der halbe Hafen schon (oder noch) belegt, drei Viertel deutsche Boote. Der etwas skurrile Hafenmeister ist nicht da, stattdessen steht ein moderner Bezahlautomat neben seinem Büro. Ist vielleicht nicht das Schlechteste, denn immer wenn der sich einmischte, gab es in irgendeiner Form Stress im Hafen. Heute alles superfriedlich.
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Wir selbst befinden uns nach dem Anlegen in einer bedrohlichen Situation:
Wir selbst befinden uns nach dem Anlegen in einer bedrohlichen Situation:
[[Bild:20 8 2.JPG]]




Wir überlassen das Boot mal seinem Schicksal und schauen uns das Dörfchen an Land an. Wirklich sehr hübsch mit netten kleinen Häusern. Eines davon hätte gut das Vorbild sein können für Carl Larssons "Haus in der Sonne".
Wir überlassen das Boot mal seinem Schicksal und schauen uns das Dörfchen an Land an. Wirklich sehr hübsch mit netten kleinen Häusern. Eines davon hätte gut das Vorbild sein können für Carl Larssons "Haus in der Sonne".
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Gestern Abend war übrigens Vollmond. Alle guckten in dieselbe Richtung.
Gestern Abend war übrigens Vollmond. Alle guckten in dieselbe Richtung.
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Ab der Baggerrinne von Bussevik geht dann nichts mehr. Groß runter, Motor an. Karlskrona ist ziemlich leer. Das Verhältnis Deutsche zu Polen ist etwa 5:1. Ein komischer Wasserheiliger wacht über unser Wohlergehen.
Ab der Baggerrinne von Bussevik geht dann nichts mehr. Groß runter, Motor an. Karlskrona ist ziemlich leer. Das Verhältnis Deutsche zu Polen ist etwa 5:1. Ein komischer Wasserheiliger wacht über unser Wohlergehen.
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Und, ich muss sagen, die Katamarane werden immer größer.
Und, ich muss sagen, die Katamarane werden immer größer.
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Wenig Wind hatten sie für heute vorausgesagt, aber so wenig?
Wenig Wind hatten sie für heute vorausgesagt, aber so wenig?
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Nein, natürlich konnten wir segeln. Gleich hinter dieser Tonne wurde 50° angeluvt, halber Wind mit 2-3 m/s, und los ging's gen Westen. Ohne Gennaker wäre das aber nix geworden.
Nein, natürlich konnten wir segeln. Gleich hinter dieser Tonne wurde 50° angeluvt, halber Wind mit 2-3 m/s, und los ging's gen Westen. Ohne Gennaker wäre das aber nix geworden.
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Dass wirklich Flaute war und dass man wirklich motoren musste mag dieses Spiegelbild untermauern.
Dass wirklich Flaute war und dass man wirklich motoren musste mag dieses Spiegelbild untermauern.
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Na, aber dann kam Hanö in Sicht mit seiner vertrauten Silhouette.
Na, aber dann kam Hanö in Sicht mit seiner vertrauten Silhouette.
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Was für ein Misttag.
Was für ein Misttag!!




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Und dann die anheimelnde Ansicht von Ystad.
Und dann die anheimelnde Ansicht von Ystad.
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Am Nachmittag dann doch ein großes, großes Wolkenloch. Das Schiff trocknet, der große Stegrundgang ist dran, und wir treffen alte Bekannte aus der Schlei. Zwei wunderschöne Oldtimer.
Am Nachmittag dann doch ein großes, großes Wolkenloch. Das Schiff trocknet, der große Stegrundgang ist dran, und wir treffen alte Bekannte aus der Schlei. Zwei wunderschöne Oldtimer.
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Und dann mal wieder nach oben gucken. Ja, da kommt schon wieder was.
Und dann mal wieder nach oben gucken. Ja, da kommt schon wieder was.
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<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;">
<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;">
28. August - Klintholm  </div>
28. August - Klintholm  </div>
[[Bild:28 8.JPG]]




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Ich weiß nicht, ob jemand von euch schon mal an Möns Klint war. Ich zeig hier vorsichtshalber mal ein Bild davon
Ich weiß nicht, ob jemand von euch schon mal an Möns Klint war. Ich zeig hier vorsichtshalber mal ein Bild davon
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und auch von dem hübschen Leuchtturm Mön
und auch von dem hübschen Leuchtturm Mön
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Nach dem Hafenumbau gibt es Plätze um Längsseitsliegen also nur noch am Steg längs der Westmole und am Südwestkai bei den Ferienhäusern. Überall sonst stehen jetzt Pfähle.
Nach dem Hafenumbau gibt es Plätze um Längsseitsliegen also nur noch am Steg längs der Westmole und am Südwestkai bei den Ferienhäusern. Überall sonst stehen jetzt Pfähle.
[[Bild:28 8 4.JPG]]
Und die Wasserbaustelle außen vor ist jetzt fertig. Das ist also ein Wellenbrecher geworden gegen Südwestwinde. Verbindung zum restlichen Molenwerk hat der nicht. Die Hafeneinfahrt ist jetzt zwischen dessen Ostkopf, wo eine rote Bake steht mit einem roten Blinkfeuer, und dem Kopf der alten Südmole.
Und die Wasserbaustelle außen vor ist jetzt fertig. Das ist also ein Wellenbrecher geworden gegen Südwestwinde. Verbindung zum restlichen Molenwerk hat der nicht. Die Hafeneinfahrt ist jetzt zwischen dessen Ostkopf, wo eine rote Bake steht mit einem roten Blinkfeuer, und dem Kopf der alten Südmole.
[[Bild:28 8 5.JPG]]




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Aber es gibt noch die Ida, die alte Holzfähre, die rüber nach Bogø fährt.
Aber es gibt noch die Ida, die alte Holzfähre, die rüber nach Bogø fährt.
[[Bild:28 8 5.JPG]]




Im Hafen selbst gibt es neben den Yachties noch mehrere alte Männer. Die haben eine große, schöne alte Gaffelslup auf dem Slip und restaurieren die, Da wird gebohrt, Farbe gekratzt, kalfatert, es riecht nach Teer ... absolut Old School.
Im Hafen selbst gibt es neben den Yachties noch mehrere alte Männer. Die haben eine große, schöne alte Gaffelslup auf dem Slip und restaurieren die, Da wird gebohrt, Farbe gekratzt, kalfatert, es riecht nach Teer ... absolut Old School.
[[Bild:30 8 2.JPG]]




An der Nock des Klüverbaums könnte man mal einen kleinen Test machen, wer von uns dort noch jedes Stropp und jede Kette mit richtigem Namen benennen kann. Ich jedenfalls muss passen.
An der Nock des Klüverbaums könnte man mal einen kleinen Test machen, wer von uns dort noch jedes Stropp und jede Kette mit richtigem Namen benennen kann. Ich jedenfalls muss passen.
[[Bild:30 8 3.JPG]]




Morgen geht's weiter gen Westen. Die Farøbroerne sieht man schon.
Morgen geht's weiter gen Westen. Die Farøbroerne sieht man schon.
[[Bild:30 8 4.JPG]]




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Gestern Nacht haben wir noch unsere lieben Nachbarn kennengelernt. Irgendwann zwischen 11 und 12 wache ich auf. Stimmengewirr auf dem Nachbarboot und am Steg. Ich höre "So geht das nicht" - "... Vorleine ..." - "Achtung, ich mach das" usw. Wollen die mitten in der Nacht ablegen? Dann plötzlich ein lauter Ruf aus dem Cockpit: "Bist du an Bord, Heike?". Wieder Stimmendurcheinander und Geklapper. Dann springt der Motor an und geht sofort auf höhere Drehzahl. Aha, die legen also ab. Tun sie nicht. Der Motor bleibt auf Drehzahl, aber das Schiff fährt nicht weg. Jetzt reicht's. Ich raus, Niedergang auf. Was das soll? Die Antwort vom Skipper alleine im Cockpit: "Die Damen kommen nicht an Bord". Die Damen, wohlgemerkt, waren zwei Frauen Mitte 40, die durchaus sportlich trainiert wirkten. Und die konnten nicht auf ihr Charterboot! Oder seh' ich das falsch? Kann man wirklich nicht über so einen Bug an Bord steigen?
Gestern Nacht haben wir noch unsere lieben Nachbarn kennengelernt. Irgendwann zwischen 11 und 12 wache ich auf. Stimmengewirr auf dem Nachbarboot und am Steg. Ich höre "So geht das nicht" - "... Vorleine ..." - "Achtung, ich mach das" usw. Wollen die mitten in der Nacht ablegen? Dann plötzlich ein lauter Ruf aus dem Cockpit: "Bist du an Bord, Heike?". Wieder Stimmendurcheinander und Geklapper. Dann springt der Motor an und geht sofort auf höhere Drehzahl. Aha, die legen also ab. Tun sie nicht. Der Motor bleibt auf Drehzahl, aber das Schiff fährt nicht weg. Jetzt reicht's. Ich raus, Niedergang auf. Was das soll? Die Antwort vom Skipper alleine im Cockpit: "Die Damen kommen nicht an Bord". Die Damen, wohlgemerkt, waren zwei Frauen Mitte 40, die durchaus sportlich trainiert wirkten. Und die konnten nicht auf ihr Charterboot! Oder seh' ich das falsch? Kann man wirklich nicht über so einen Bug an Bord steigen?
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Aber heute! Heute war Segelwetter. Was möchte man denn? Wind so zwischen 5 und 8 m/s? Beständige Windrichtung? Wenig Welle? Sonne mit einzelnen Haufenwölkchen? Hatten wir alles. Rauschefahrt durch Smalands Fahrwasser. Die Bauarbeiten an der Storströmsbrücke gehen zügig voran.
Aber heute! Heute war Segelwetter. Was möchte man denn? Wind so zwischen 5 und 8 m/s? Beständige Windrichtung? Wenig Welle? Sonne mit einzelnen Haufenwölkchen? Hatten wir alles. Rauschefahrt durch Smalands Fahrwasser. Die Bauarbeiten an der Storströmsbrücke gehen zügig voran.
[[Bild:31 8 2.JPG]]
[[Bild:31 8 3.JPG]]




Und dann kommt Vejrø in Sicht. Die teure Insel. Allerdings ist hier auch alles vom Feinsten: Steganlagen, Grillplätze, Sanitäreinrichtungen. Hat trotzdem einen hübschen Leuchtturm.
Und dann kommt Vejrø in Sicht. Die teure Insel. Allerdings ist hier auch alles vom Feinsten: Steganlagen, Grillplätze, Sanitäreinrichtungen. Hat trotzdem einen hübschen Leuchtturm.
[[Bild:31 8 4.JPG]]




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Heute waren 6 - 10 m/s aus Nord angesagt. Erst sah es dann am Hubschrauberlandeplatz so aus:
Heute waren 6 - 10 m/s aus Nord angesagt. Erst sah es dann am Hubschrauberlandeplatz so aus:
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... und dann kam der Wind auch noch aus West, bis er ganz einschlief. Manch einer versuchte doch zu segeln.
... und dann kam der Wind auch noch aus West, bis er ganz einschlief. Manch einer versuchte doch zu segeln.
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Der Besitzer der Insel, ein Bankier, scheint einen Ökotick zu haben. Jedenfalls sieht man überall Anzeichen einer naturnahen Landwirtschaft. Hier mal ein paar Ziegen, dort einige Schafe, überall rennen Fasanen rum, einzelne Waldstücke sind komplett verwildert im Sinne eines Urwaldes, aber auch geordnete Äcker, Gewächshäuser. Und die Hühner rennen frei rum und deren Eier gibt's im Hafen zu kaufen. Zur Landwirtschaft gehören übrigens auch Massen von Sonnenblumen, die aber nicht auf einem Feld stehen, sondern in kleinen Grüppchen überall auf der Insel.
Der Besitzer der Insel, ein Bankier, scheint einen Ökotick zu haben. Jedenfalls sieht man überall Anzeichen einer naturnahen Landwirtschaft. Hier mal ein paar Ziegen, dort einige Schafe, überall rennen Fasanen rum, einzelne Waldstücke sind komplett verwildert im Sinne eines Urwaldes, aber auch geordnete Äcker, Gewächshäuser. Und die Hühner rennen frei rum und deren Eier gibt's im Hafen zu kaufen. Zur Landwirtschaft gehören übrigens auch Massen von Sonnenblumen, die aber nicht auf einem Feld stehen, sondern in kleinen Grüppchen überall auf der Insel.
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Unterwegs nach Langeland ist uns fast niemand begegnet, obwohl Wochenende. Und Platz gab es in Lohals im Fischereihafen auch. Wir liegen also unter dem charakteristischen Leuchtturm und freuen uns über das typisch dänisch-fischige Ambiente.
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Unterwegs nach Langeland ist uns fast niemand begegnet, obwohl Wochenende. Und Platz gab es in Lohals im Fischereihafen auch. Wir liegen also unter dem charakteristischen Leuchtturm  
 
 
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und freuen uns über das typisch dänisch-fischige Ambiente.
 
 
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Svendborgsund ansteuern ist einfach - immer nur auf Waldemars Schloss zuhalten.
Svendborgsund ansteuern ist einfach - immer nur auf Waldemars Schloss zuhalten.
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Die Dänen haben da manchmal ziemlich hübsche Häuser stehen.
Die Dänen haben da manchmal ziemlich hübsche Häuser stehen.
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Mit ganz wenig Strom gegenan flutschten wir dann da so durch, und auf der Westseite dann wieder draußen gab's gleich wieder was auf die Mütze mit 12 m/s. Aber schnell eben.
Mit ganz wenig Strom gegenan flutschten wir dann da so durch, und auf der Westseite dann wieder draußen gab's gleich wieder was auf die Mütze mit 12 m/s. Aber schnell eben.
Revkrog ist die große Bucht westlich von Aerösköbing. Die ist eigentlich sehr offen und bietet wenig Schutz, außer eben bei östlichen Winden. Und wir haben Ost - Ätsch. Da haben wir einen schönen Platz unter der Steilküste gefunden, nur 50 m vom Ufer. Sehr ruhig.
Revkrog ist die große Bucht westlich von Aerösköbing. Die ist eigentlich sehr offen und bietet wenig Schutz, außer eben bei östlichen Winden. Und wir haben Ost - Ätsch. Da haben wir einen schönen Platz unter der Steilküste gefunden, nur 50 m vom Ufer. Sehr ruhig.
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Na ja, wieder ins Bett mit dünner Decke, und natürlich verpennt bis morgens um 8. Da sah die Bucht dann so aus:
Na ja, wieder ins Bett mit dünner Decke, und natürlich verpennt bis morgens um 8. Da sah die Bucht dann so aus:
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Da gibt es tatsächlich ein Servicehaus mit gepflegten Sanitäranlagen, die Grünanlagen sind ordentlich, weiter südlich ein gut besuchtes Bistro. Aber hallo! Da hat sich wirklich was getan. Hier kann man bleiben. Das denken andere auch einschließlich der Boote von vier verschiedenen Charterbetrieben, und um 17:00 h passt hier kein Folkeboot mehr rein.
Da gibt es tatsächlich ein Servicehaus mit gepflegten Sanitäranlagen, die Grünanlagen sind ordentlich, weiter südlich ein gut besuchtes Bistro. Aber hallo! Da hat sich wirklich was getan. Hier kann man bleiben. Das denken andere auch einschließlich der Boote von vier verschiedenen Charterbetrieben, und um 17:00 h passt hier kein Folkeboot mehr rein.
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Gestern Abend übrigens noch ein Blick auf den Fähranleger in Avernakö. Hat auch seine Reize so ganz ohne Fähre.
Gestern Abend übrigens noch ein Blick auf den Fähranleger in Avernakö. Hat auch seine Reize so ganz ohne Fähre.
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Schleimünde ist Baustelle. An der Westmole werden neue Pfähle eingedrückt und die ganze Brücke ist gesperrt. Es dränget sich also alles vor dem Hafenmeisterbüro.
Schleimünde ist Baustelle. An der Westmole werden neue Pfähle eingedrückt und die ganze Brücke ist gesperrt. Es dränget sich also alles vor dem Hafenmeisterbüro.
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Schön, der Blick auf die Schleiprozession von den Sitzplätzen vor der Giftbude aus. Und ganz spät abends fährt noch einer alleine kappelnwärts.
Schön, der Blick auf die Schleiprozession von den Sitzplätzen vor der Giftbude aus. Und ganz spät abends fährt noch einer alleine kappelnwärts.
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Schließlich - Sternenhimmel! Es gab sogar eine Sternschnuppe, zufällig mitfotografiert.
Schließlich - Sternenhimmel! Es gab sogar eine Sternschnuppe, zufällig mitfotografiert.
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Und noch etwas hat sich geändert. Die alte Hafenmeisterin ist nicht mehr da, und somit wird auch nicht mehr gehäkelt. Die neuen "Bezahlfädchen" sind aus zweifarbigem Garn geknotet. Unsere Sammlung der letzten Jahre, die wir wegen der Farbsicherheit unter Deck aufbewahren, ist somit abgeschlossen. Die neuen mögen wir da nicht dazuhängen.
Und noch etwas hat sich geändert. Die alte Hafenmeisterin ist nicht mehr da, und somit wird auch nicht mehr gehäkelt. Die neuen "Bezahlfädchen" sind aus zweifarbigem Garn geknotet. Unsere Sammlung der letzten Jahre, die wir wegen der Farbsicherheit unter Deck aufbewahren, ist somit abgeschlossen. Die neuen mögen wir da nicht dazuhängen.
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