Törnbericht 2021 Ostschweden: Unterschied zwischen den Versionen

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Hier gehen wir nicht so schnell weg! Das ist ja herrlich! Heute ist Samstag, und wie angekündigt geht hier der Betrieb richtig los. Eine Crew nach der anderen kommt mit Taschen und Beuteln und bezieht ihr Schiff. Plötzlich ist überall ein Geschnatter, Kinderstimmen, auch vereinzelt Hundebellen. Und gegen Mittag fangen dann die ersten an, abzulegen. Es ist eine Art Wochenendgeschwaderfahrt, vielleicht auch Ansegeln, das kriegen wir nicht so richtig raus. Die, die nicht losfahren, schauen von einem der vielen Sitzplätze in den Felsen zu.
Hier gehen wir nicht so schnell weg! Das ist ja herrlich! Heute ist Samstag, und wie angekündigt geht hier der Betrieb richtig los. Eine Crew nach der anderen kommt mit Taschen und Beuteln und bezieht ihr Schiff. Plötzlich ist überall ein Geschnatter, Kinderstimmen, auch vereinzelt Hundebellen. Und gegen Mittag fangen dann die ersten an, abzulegen. Es ist eine Art Wochenendgeschwaderfahrt, vielleicht auch Ansegeln, das kriegen wir nicht so richtig raus. Die, die nicht losfahren, schauen von einem der vielen Sitzplätze in den Felsen zu.
Plötzlich ist der halbe Hafen leer. Bei all diesen Manövern fällt auf: Niemand benutzt ein Bugstrahlruder. Und von den Hauptmaschinen hört man außer Leerlaufdrehzahl rein gar nichts. Passt vielleicht dazu, dass es hier kein einziges Boot gibt mit Rollgroßsegel.
Plötzlich ist der halbe Hafen leer. Bei all diesen Manövern fällt auf: Niemand benutzt ein Bugstrahlruder. Und von den Hauptmaschinen hört man außer Leerlaufdrehzahl rein gar nichts. Passt vielleicht dazu, dass es hier kein einziges Boot gibt mit Rollgroßsegel.
Wir machen nochmal in der jetzt einsetzenden Flaute eine kleine Radtour. An Land gibt es frische Eier von einem kleinen Hühnerhof zu kaufen. Direkt an der Straße, Geld bitte in den Beutel.
Wir machen nochmal in der jetzt einsetzenden Flaute eine kleine Radtour. An Land gibt es frische Eier von einem kleinen Hühnerhof zu kaufen. Direkt an der Straße, Geld bitte in den Beutel.
Und dann lernen wir, wie die Schweden mit besonders schützenswerten Bevölkerungsgruppen umgehen:
Und dann lernen wir, wie die Schweden mit besonders schützenswerten Bevölkerungsgruppen umgehen:
Für diejenigen, die besser Griechisch als Schwedisch können: "Fahr vorsichtig! Spielende Rentner!"
Für diejenigen, die besser Griechisch als Schwedisch können: "Fahr vorsichtig! Spielende Rentner!"
Überlegungen zum Begriffspaar "Segelsport" und "Fahrtensegeln", in der Sonne liegend
 
 
'''''Überlegungen zum Begriffspaar "Segelsport" und "Fahrtensegeln", in der Sonne liegend'''''
 
 
Min Fru und ich haben nachgedacht. Was wir machen, heißt ja allgemein "Segelsport". Jeder Segelverein ist ja auch Mitglied im Deutschen Sportbund. Aber was ist am Fahrtensegeln "Sport"? Ja, natürlich: Segel setzen, Schoten dichtholen - OK. Aber die Pinne festhalten beim Kurshalten? Oder ist etwa den Kartenkurs in Kompasskurs umrechnen Denksport?
Min Fru und ich haben nachgedacht. Was wir machen, heißt ja allgemein "Segelsport". Jeder Segelverein ist ja auch Mitglied im Deutschen Sportbund. Aber was ist am Fahrtensegeln "Sport"? Ja, natürlich: Segel setzen, Schoten dichtholen - OK. Aber die Pinne festhalten beim Kurshalten? Oder ist etwa den Kartenkurs in Kompasskurs umrechnen Denksport?
Doch! Fahrtensegeln ist Sport, nur nicht auf den ersten Blick. Hier unsere überraschenden Erkenntnisse zu den unbemerkt ausgeübten Sportarten:
Doch! Fahrtensegeln ist Sport, nur nicht auf den ersten Blick. Hier unsere überraschenden Erkenntnisse zu den unbemerkt ausgeübten Sportarten:
• Schwimmen (Immer am Anker von der Badeplattform)
• Schwimmen (Immer am Anker von der Badeplattform)
• Radfahren (Zum Einkaufen oder einfach so)
• Radfahren (Zum Einkaufen oder einfach so)
• Gewichtheben (Fahrräder aus Backskiste und an Land und vice versa / Schlauchboot unter Vorschiffskojen rausholen und zu Wasser / Segel an- und abschlagen)
• Gewichtheben (Fahrräder aus Backskiste und an Land und vice versa / Schlauchboot unter Vorschiffskojen rausholen und zu Wasser / Segel an- und abschlagen)
• Bodenturnen (In die und aus der Koje krabbeln / Boiler unter der Backskiste reparieren / Bratpfannen unter dem Herd vorholen)
• Bodenturnen (In die und aus der Koje krabbeln / Boiler unter der Backskiste reparieren / Bratpfannen unter dem Herd vorholen)
• Bergsteigen (Auf den Schären herumkrabbeln / Bei 15° Lage von Lee nach Luv / Niedergang rauf und runter)
• Bergsteigen (Auf den Schären herumkrabbeln / Bei 15° Lage von Lee nach Luv / Niedergang rauf und runter)
• Expandertraining (Festmacher dichtholen bei Wind / Heckanker mit Kettenvorläufer aufholen)
• Expandertraining (Festmacher dichtholen bei Wind / Heckanker mit Kettenvorläufer aufholen)
• Schachsport (Bei Regen unter der Kuchenbude)
• Schachsport (Bei Regen unter der Kuchenbude)
Ist doch so, oder?
Ist doch so, oder?
21. Juni Broken
 
 
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21. Juni - Broken </div>
 
 
Wieder ein Uthamn eines Segelclubs, diesmal der Nyköpings Segelsällskap.
Wieder ein Uthamn eines Segelclubs, diesmal der Nyköpings Segelsällskap.
Wir sind bei wenig Wind, aber aus der richtigen Richtung (SE) gemütlich hierher gefahren. Im Umfeld von Arkösund waren noch viele Boote unterwegs, und wir dachten schon, die Einheimischen am Steg hatten Recht und die Saison geht jetzt los. Je weiter wir nach Norden kamen, desto weniger Boote wurden es, schließlich nur noch drei im Blickfeld. Sehr dunstiges Wetter verhinderte aber weite Sicht, was recht gut war, denn so sah man den riesigen Stahlwerkskomplex von Oxelösund erst knapp 3 Meilen vorher. Muss man nicht haben. Aber dran vorbei, und schon ist man wieder in herrlichen Schären.
Wir sind bei wenig Wind, aber aus der richtigen Richtung (SE) gemütlich hierher gefahren. Im Umfeld von Arkösund waren noch viele Boote unterwegs, und wir dachten schon, die Einheimischen am Steg hatten Recht und die Saison geht jetzt los. Je weiter wir nach Norden kamen, desto weniger Boote wurden es, schließlich nur noch drei im Blickfeld. Sehr dunstiges Wetter verhinderte aber weite Sicht, was recht gut war, denn so sah man den riesigen Stahlwerkskomplex von Oxelösund erst knapp 3 Meilen vorher. Muss man nicht haben. Aber dran vorbei, und schon ist man wieder in herrlichen Schären.
Der Anleger Broken liegt in einer Bucht, die doch ziemlich flach ist. An den Ufersteg kommen wir mit unseren 1,90 m nicht ran.
Der Anleger Broken liegt in einer Bucht, die doch ziemlich flach ist. An den Ufersteg kommen wir mit unseren 1,90 m nicht ran.
Es gibt aber noch in tiefem Wasser einen Schwimmsteg, wo wir dann mit Heckanker angelegt haben. Perfekt. Wasser gibt es hier natürlich nicht, Strom schon. Man braucht aber komischerweise einen Adapter von CEE auf Schuko. Der Blick auf das vorbeiführende Fahrwasser zeigt übrigens einen Teil der gut betonnten Einfahrt.
Es gibt aber noch in tiefem Wasser einen Schwimmsteg, wo wir dann mit Heckanker angelegt haben. Perfekt. Wasser gibt es hier natürlich nicht, Strom schon. Man braucht aber komischerweise einen Adapter von CEE auf Schuko. Der Blick auf das vorbeiführende Fahrwasser zeigt übrigens einen Teil der gut betonnten Einfahrt.
Die Insel selbst ist sehr schön. Ein Highlight ist - tatsächlich - die Plumpskloanlage. Toll gelegen mit perfekter Aussicht hat die doch tatsächlich eine Wasserspülung.
Die Insel selbst ist sehr schön. Ein Highlight ist - tatsächlich - die Plumpskloanlage. Toll gelegen mit perfekter Aussicht hat die doch tatsächlich eine Wasserspülung.
Am Südufer gibt es eine Sauna - pandemiebedingt geschlossen - mit herrlicher Aussicht.
Am Südufer gibt es eine Sauna - pandemiebedingt geschlossen - mit herrlicher Aussicht.
Und direkt neben dem Schwimmsteg erste Futterübungen der frisch geschlüpften Schwäne.
Und direkt neben dem Schwimmsteg erste Futterübungen der frisch geschlüpften Schwäne.
Was sagt der Wetterbericht? Flaute und Nebel. Wir bleiben erst mal hier. Und was sagt der Hafenmeister in Broken zu der Frage, wann denn die Saison beginne? "In Sweden you have got 6 weeks vacation and you can take it whenever you want, if it's only in July"
Was sagt der Wetterbericht? Flaute und Nebel. Wir bleiben erst mal hier. Und was sagt der Hafenmeister in Broken zu der Frage, wann denn die Saison beginne? "In Sweden you have got 6 weeks vacation and you can take it whenever you want, if it's only in July"
24. Juni Nyköping
 
 
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24. Juni - Nyköping </div>
 
 
Tschüs, Broken! Das war sehr nett hier. Und hier haben wir uns von den Einheimischen überzeugen lassen, dass wir nach Nyköping müssen. Nein, das sei keine gesichtslose moderne Stadt, wie der Name vielleicht suggeriert, sondern uralt. Und da wir sowieso Wasser brauchen und mal wieder Bargeld und Einkaufen - ab nach Nyköping. Ist nicht gerade der tolle Segeltrip, denn das letzte Viertel der Strecke geht's über Flachwasser durch eine Baggerrinne, also Motor.
Tschüs, Broken! Das war sehr nett hier. Und hier haben wir uns von den Einheimischen überzeugen lassen, dass wir nach Nyköping müssen. Nein, das sei keine gesichtslose moderne Stadt, wie der Name vielleicht suggeriert, sondern uralt. Und da wir sowieso Wasser brauchen und mal wieder Bargeld und Einkaufen - ab nach Nyköping. Ist nicht gerade der tolle Segeltrip, denn das letzte Viertel der Strecke geht's über Flachwasser durch eine Baggerrinne, also Motor.
Der Gästehafen liegt gleich zu Anfang des Hafenkomplexes. Alles Fingerstege, nur die Hälfte davon tief und breit genug. Und: Der Hafen ist mal wieder leer. Ein Boot liegt zwischen den Auslegern, drei deutsche Yachten jenseits der 40 Fuß außen längsseits. und direkt neben de, Hafen ein seltsames, gigantisches Schwimmbecken.
Der Gästehafen liegt gleich zu Anfang des Hafenkomplexes. Alles Fingerstege, nur die Hälfte davon tief und breit genug. Und: Der Hafen ist mal wieder leer. Ein Boot liegt zwischen den Auslegern, drei deutsche Yachten jenseits der 40 Fuß außen längsseits. und direkt neben de, Hafen ein seltsames, gigantisches Schwimmbecken.
Wie sich herausstellt ist das eine Kanurennbahn, 1 km lang. Das Kanu-Leistungszentrum Schwedens. Warum ist das denn ausgerechnet hier? Aus Nyköping stammt der mehrfache Goldmedaillengewinner und Weltmeister im Paddeln Gert Fredriksson. Der hat noch mit 41 Jahren seine letzte Goldmedaille gewonnen. Das isser:
Wie sich herausstellt ist das eine Kanurennbahn, 1 km lang. Das Kanu-Leistungszentrum Schwedens. Warum ist das denn ausgerechnet hier? Aus Nyköping stammt der mehrfache Goldmedaillengewinner und Weltmeister im Paddeln Gert Fredriksson. Der hat noch mit 41 Jahren seine letzte Goldmedaille gewonnen. Das isser:
Die Stadt selber ist tatsächlich sehr nett, gelassene Atmosphäre. Entlang des Flusses gibt es einen herrlichen Weg unter riesigen, alten Bäumen. Dabei geht es an der mächtigen mittelalterlichen Burg Nyköpingshus vorbei, dem Kern der Stadtgründung.
Die Stadt selber ist tatsächlich sehr nett, gelassene Atmosphäre. Entlang des Flusses gibt es einen herrlichen Weg unter riesigen, alten Bäumen. Dabei geht es an der mächtigen mittelalterlichen Burg Nyköpingshus vorbei, dem Kern der Stadtgründung.
Der Hafen ist übrigens sehr teuer: SEK 330,-, allerdings all in. Nach der Begründung gefragt meint der Hafenmeister, der Hafen sei sehr beliebt und stark nachgefragt. Wie bitte? Kurz vor Mittsommer sind gerade mal 4 Gästeboote da? Ja, aber die gute Flugverbindung nach Deutschland, die werde gerne genutzt. Flugverbindung? Nyköping? Des Rätsels Lösung: Der Flughafen Stockholm Skafsta liegt nicht bei Stockholm, sondern bei Nyköping - 25 min mit dem Bus entfernt. Ryan Air fliegt von dort zweimal pro Woche nach Deutschland.
Der Hafen ist übrigens sehr teuer: SEK 330,-, allerdings all in. Nach der Begründung gefragt meint der Hafenmeister, der Hafen sei sehr beliebt und stark nachgefragt. Wie bitte? Kurz vor Mittsommer sind gerade mal 4 Gästeboote da? Ja, aber die gute Flugverbindung nach Deutschland, die werde gerne genutzt. Flugverbindung? Nyköping? Des Rätsels Lösung: Der Flughafen Stockholm Skafsta liegt nicht bei Stockholm, sondern bei Nyköping - 25 min mit dem Bus entfernt. Ryan Air fliegt von dort zweimal pro Woche nach Deutschland.
24. Juni Aspö
 
 
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24. Juni - Aspö </div>
 
 
Weg aus der Stadt, nachdem wir alles erledigt haben. Wieder die langweilige Baggerrinne raus, immer der Blick ins Wetter, denn gestern Morgen hat es ziemlich gegossen, und die Wolken hingen noch ziemlich dick in der Gegend rum. Und dann hat es uns doch erwischt, es regnete. Schnell das Kartenpaket von Hydrographika (1:10.000), das wir hier benutzen, in die Plastikhülle gesteckt. War nicht nötig, wie sich später herausstellte. Denn erstens war die Hülle nicht dicht und das Wasser lief rein, und zweitens macht das den Karten nichts aus. Die sind nämlich aus irgendeinem Plastik.
Weg aus der Stadt, nachdem wir alles erledigt haben. Wieder die langweilige Baggerrinne raus, immer der Blick ins Wetter, denn gestern Morgen hat es ziemlich gegossen, und die Wolken hingen noch ziemlich dick in der Gegend rum. Und dann hat es uns doch erwischt, es regnete. Schnell das Kartenpaket von Hydrographika (1:10.000), das wir hier benutzen, in die Plastikhülle gesteckt. War nicht nötig, wie sich später herausstellte. Denn erstens war die Hülle nicht dicht und das Wasser lief rein, und zweitens macht das den Karten nichts aus. Die sind nämlich aus irgendeinem Plastik.
Auf dem Weg nach Landsort kommt man an vielen schönen Buchten vorbei, wir nahmen die am besten geschützte bei Aspö. Heckanker runter, Hupp an Land, Felseisen gekloppt - fest. Gleichzeitig kam die Sonne. Sehr schön. Wassertemperatur 20,5° C.
Auf dem Weg nach Landsort kommt man an vielen schönen Buchten vorbei, wir nahmen die am besten geschützte bei Aspö. Heckanker runter, Hupp an Land, Felseisen gekloppt - fest. Gleichzeitig kam die Sonne. Sehr schön. Wassertemperatur 20,5° C.
Das sind die Felsen, die hier Windschutz geben - höher als der Masttopp.
Das sind die Felsen, die hier Windschutz geben - höher als der Masttopp.
Bis zum Abend lagen hier 4 deutsche Boote und nur ein Schwede. Dieses Folke wurde einhand von D hierher gesegelt:
Bis zum Abend lagen hier 4 deutsche Boote und nur ein Schwede. Dieses Folke wurde einhand von D hierher gesegelt:
Heute weitersegeln? Hm! Kein richtig eindeutiger Wetterbericht, das Barometer hängt fest, sehr schwarze Wolken im Norden, nur bei uns Sonne. Und dann plötzlich das Nebelsignal von Landsort, was ja nur ein paar Meilen im Osten ist. Da bleiben wir doch und sehen uns die Gegend an. Es gibt hier nämlich tolle Wanderwege an Land, Verbindung der Inseln durch Hängebrücken.
Heute weitersegeln? Hm! Kein richtig eindeutiger Wetterbericht, das Barometer hängt fest, sehr schwarze Wolken im Norden, nur bei uns Sonne. Und dann plötzlich das Nebelsignal von Landsort, was ja nur ein paar Meilen im Osten ist. Da bleiben wir doch und sehen uns die Gegend an. Es gibt hier nämlich tolle Wanderwege an Land, Verbindung der Inseln durch Hängebrücken.
Diese Kiefer hier hat sich auf nacktem Fels tapfer geschlagen:
Diese Kiefer hier hat sich auf nacktem Fels tapfer geschlagen:
Und dann macht das Wetter doch ernst - ab unter Deck!
Und dann macht das Wetter doch ernst - ab unter Deck!
25. Juni Soviken
 
 
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25. Juni - Soviken </div>
 
 
Heute nach dem Morgenkaffee Wetterbericht geguckt: Heute brauchbares Wetter in der Gegend mit wenig Wind, morgen und übermorgen aber Dauerregen und ergiebig. Pfui Deibel! Dann aber los und in Nynäshamn verkrümelt. Wo es ging haben wir die breiten Gewässer ausgekreuzt wegen - wenn überhaupt - Ostwind. Und dieses "wenn überhaupt" führte dann doch zu mehreren Motorstrecken. Kurz vor der Durchfahrt zwischen Torö und Öja aus Jux und Tollerei nochmal aktuellen Wetterbericht abgerufen. Und was sagt der plötzlich? Nix Regen. Also ganz aktuell Projekt Nynäshamn abbrechen, Haken schlagen und in der Soviken ankern. Schöner Platz, obwohl dicht am Fahrwasser.
Heute nach dem Morgenkaffee Wetterbericht geguckt: Heute brauchbares Wetter in der Gegend mit wenig Wind, morgen und übermorgen aber Dauerregen und ergiebig. Pfui Deibel! Dann aber los und in Nynäshamn verkrümelt. Wo es ging haben wir die breiten Gewässer ausgekreuzt wegen - wenn überhaupt - Ostwind. Und dieses "wenn überhaupt" führte dann doch zu mehreren Motorstrecken. Kurz vor der Durchfahrt zwischen Torö und Öja aus Jux und Tollerei nochmal aktuellen Wetterbericht abgerufen. Und was sagt der plötzlich? Nix Regen. Also ganz aktuell Projekt Nynäshamn abbrechen, Haken schlagen und in der Soviken ankern. Schöner Platz, obwohl dicht am Fahrwasser.
In der Ferne sieht man von hier die äußersten Teile des Hafens in der Norrviken von Landsort und dahinter den berühmten Leuchtturm.
In der Ferne sieht man von hier die äußersten Teile des Hafens in der Norrviken von Landsort und dahinter den berühmten Leuchtturm.
Jetzt ist der Wind weg, die Sonne sticht - Badetag.
Jetzt ist der Wind weg, die Sonne sticht - Badetag.
27. Juni "Landsort" oder Norrviken / Öja
 
 
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27. Juni - "Landsort" oder Norrviken / Öja </div>
 
 
Gestern mal wieder umlaufende Flaute. Dabei aber immer wieder Gewitter in allen Himmelsrichtungen, nur bei uns nicht. Sowas wollen wir nicht haben und blieben in unserer Bucht. Was richtig war, denn
Gestern mal wieder umlaufende Flaute. Dabei aber immer wieder Gewitter in allen Himmelsrichtungen, nur bei uns nicht. Sowas wollen wir nicht haben und blieben in unserer Bucht. Was richtig war, denn
diese eine einzelne Gewitterbö kam dann doch. Danach wieder eitel Freude und Sonnenschein. Ein Kormoran trocknet sein Gefieder.
diese eine einzelne Gewitterbö kam dann doch. Danach wieder eitel Freude und Sonnenschein. Ein Kormoran trocknet sein Gefieder.
Erinnert der Vogel nicht ein bisschen an den Helmschmuck von Willem Zwo?
Erinnert der Vogel nicht ein bisschen an den Helmschmuck von Willem Zwo?
Heute wollten wir uns Landsort ansehen, weil viel davon gehört. Sind nur zwei Meilen, also Motor. Vorbei an den Resten des Mittsommerfestes.
Heute wollten wir uns Landsort ansehen, weil viel davon gehört. Sind nur zwei Meilen, also Motor. Vorbei an den Resten des Mittsommerfestes.
Auch Motorboote können also gut aussehen.
Auch Motorboote können also gut aussehen.
Und dann in Landsort böse, böse Überraschung: Der Hafen ist hässlich und ungepflegt. Zwei Betonpiers. Von den Heckbojen, die Gerti Claußen in ihrem Führer erwähnt gibt es nur 4. Und nur an deren Position gibt es den versprochenen Strom - ganze 4 Steckdosen. Wasser soll es angeblich auch geben. Gibt es auch: 10 m vom Kai weg ein einziger Wasserhahn ohne Schlauch. Und WLAN auch?
Und dann in Landsort böse, böse Überraschung: Der Hafen ist hässlich und ungepflegt. Zwei Betonpiers. Von den Heckbojen, die Gerti Claußen in ihrem Führer erwähnt gibt es nur 4. Und nur an deren Position gibt es den versprochenen Strom - ganze 4 Steckdosen. Wasser soll es angeblich auch geben. Gibt es auch: 10 m vom Kai weg ein einziger Wasserhahn ohne Schlauch. Und WLAN auch?
Nein, gibt es nicht. Dafür eine Liegegeldtafel: SEK 370,- !! Die spinnen doch. Nix wie weg. Durch das Motoren haben wir volle Batterien und der Boiler ist heiß. Wir gehen wieder in die Schären
Nein, gibt es nicht. Dafür eine Liegegeldtafel: SEK 370,- !! Die spinnen doch. Nix wie weg. Durch das Motoren haben wir volle Batterien und der Boiler ist heiß. Wir gehen wieder in die Schären
27. Juni Boviken
 
 
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27. Juni - Boviken </div>
 
 
... und wohin in die Schären? Na, gleich um die Ecke, da soll es tolle Gegenden geben, allerdings mit grenzwertigen Wassertiefen. Also, schnell mal beim DMHI den Wasserstand in der Gegend gecheckt: Hurra! 10 cm über normal. Dann mal los!
... und wohin in die Schären? Na, gleich um die Ecke, da soll es tolle Gegenden geben, allerdings mit grenzwertigen Wassertiefen. Also, schnell mal beim DMHI den Wasserstand in der Gegend gecheckt: Hurra! 10 cm über normal. Dann mal los!
Gleich im Konabbsfjärden links ab und nach Norden. Da jetzt ausreichend Südwind auch mal die Fock ausgerollt. Und da geht es nach wenigen Meilen in den Dragfjärden, die Zufahrt zum berühmten Dragetskanal. Wir fahren aber in dem Fjärden nicht zum Kanal, sondern nach Norden in die Rassa Vikar, ein eigenes, geschlossenes Buchtensystem. Waaas?? mit 1,90 Tiefgang wollt ihr da rein? Gerti Claußen schreibt doch, dass die Zufahrt nur 1,70 hat, und der schwedische Kreuzerklub schreibt das auch! Ja, aber sehr erfahrene Segler aus Nynäshamn haben uns vor einigen Jahren erzählt, dass da definitiv 2 m sind. Sind wir mutig? Sind wir Hasardeure? Haben wir zu viel Geld? Nee, nur neugierig, und die Schweden damals waren wirklich nett und erfahren.
Gleich im Konabbsfjärden links ab und nach Norden. Da jetzt ausreichend Südwind auch mal die Fock ausgerollt. Und da geht es nach wenigen Meilen in den Dragfjärden, die Zufahrt zum berühmten Dragetskanal. Wir fahren aber in dem Fjärden nicht zum Kanal, sondern nach Norden in die Rassa Vikar, ein eigenes, geschlossenes Buchtensystem. Waaas?? mit 1,90 Tiefgang wollt ihr da rein? Gerti Claußen schreibt doch, dass die Zufahrt nur 1,70 hat, und der schwedische Kreuzerklub schreibt das auch! Ja, aber sehr erfahrene Segler aus Nynäshamn haben uns vor einigen Jahren erzählt, dass da definitiv 2 m sind. Sind wir mutig? Sind wir Hasardeure? Haben wir zu viel Geld? Nee, nur neugierig, und die Schweden damals waren wirklich nett und erfahren.
Die Einfahrt naht. Sie ist enorm schmal, links und rechts Schilf. Fahrt reduzieren durch mal Maschine einkuppeln und mal auskuppeln. Immer schön Mitte halten. Da, wo es schon längst 1,70 sein sollte, haben wir noch 1,20 m unter dem Kiel. Und das wird erst kurz vor dem Fahrtbegrenzungsschild weniger, dort aber schnell. Zack! steht auf dem Echo +0,0 m. Plus immerhin. Aber nix dockst, nix schabt. Und sofort zeigt das Echo wieder 0,5 m, dann schnell mehr. Diese angebliche 100 m lange Flachstelle von 1,70 (Claußen) ist also tatsächlich 2 m tief und nur eine Barre von wenigen Metern. Herzklopfenmodus aus!
Die Einfahrt naht. Sie ist enorm schmal, links und rechts Schilf. Fahrt reduzieren durch mal Maschine einkuppeln und mal auskuppeln. Immer schön Mitte halten. Da, wo es schon längst 1,70 sein sollte, haben wir noch 1,20 m unter dem Kiel. Und das wird erst kurz vor dem Fahrtbegrenzungsschild weniger, dort aber schnell. Zack! steht auf dem Echo +0,0 m. Plus immerhin. Aber nix dockst, nix schabt. Und sofort zeigt das Echo wieder 0,5 m, dann schnell mehr. Diese angebliche 100 m lange Flachstelle von 1,70 (Claußen) ist also tatsächlich 2 m tief und nur eine Barre von wenigen Metern. Herzklopfenmodus aus!
Innen drin eine Traumlandschaft. Zahlreiche Buchten mit hohen Felsen zum Aussuchen.
Innen drin eine Traumlandschaft. Zahlreiche Buchten mit hohen Felsen zum Aussuchen.
Wir ankern alleine auf 4 m Tiefe. Phantastisch! Und dann kommt doch mal wieder ein Gewitter.
Wir ankern alleine auf 4 m Tiefe. Phantastisch! Und dann kommt doch mal wieder ein Gewitter.
Schnell vorher noch einmal das Badewasser genossen. 26° C! Wenn sowas im Winter im Wohnzimmer vorkommt, heißt es "Dreh doch mal die Heizung runter."
Schnell vorher noch einmal das Badewasser genossen. 26° C! Wenn sowas im Winter im Wohnzimmer vorkommt, heißt es "Dreh doch mal die Heizung runter."
28. Juni Järflotta
 
 
<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;">
28. Juni - Järflotta </div>
 
 
Heute noch vor dem Frühstück Besuch:
Heute noch vor dem Frühstück Besuch:
Der schwamm gemütlich die ganze Bucht ab. Auch Frühstück - gewissermaßen.
Der schwamm gemütlich die ganze Bucht ab. Auch Frühstück - gewissermaßen.
Wir sind dann wieder los, obwohl es hier wirklich schön war. Aber kein Windhauch und die Wassertemperatur, das mussten wir ändern. Und außerdem prophezeite das SMHI sinkende
 
Wasserstände. Also raus aus dieser Mausefalle - und gleich wieder Adrenalin. Wir sind nämlich durch den Dragetskanal.
 
Wir sind dann wieder los, obwohl es hier wirklich schön war. Aber kein Windhauch und die Wassertemperatur, das mussten wir ändern. Und außerdem prophezeite das SMHI sinkende Wasserstände. Also raus aus dieser Mausefalle - und gleich wieder Adrenalin. Wir sind nämlich durch den Dragetskanal.
 
 
Aber erst noch mal ein Rückblick auf die Einfahrt in die Rassa Vikar
Aber erst noch mal ein Rückblick auf die Einfahrt in die Rassa Vikar
Natürlich geht sowas nur mit Motor, vorher kräftig Tuten, und dann die Luft anhalten und oben sehen, ob die Salinge mit den Ästen der Bäume kollidieren.
Natürlich geht sowas nur mit Motor, vorher kräftig Tuten, und dann die Luft anhalten und oben sehen, ob die Salinge mit den Ästen der Bäume kollidieren.
Und gleich hinter der Südausfahrt des Kanals geht es straks in unsere heutige Badebucht im Norden von Järfotta. Wassertemperatur nur noch 23° C, etwas Wind, hier kann man's aushalten.
Und gleich hinter der Südausfahrt des Kanals geht es straks in unsere heutige Badebucht im Norden von Järfotta. Wassertemperatur nur noch 23° C, etwas Wind, hier kann man's aushalten.
1. Juli Nynäshamn
 
 
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1. Juli - Nynäshamn </div>
 
 
Vorräte zu Ende, Wasser zu Ende, Akkus knapp - wir brauchen einen Hafen, und der nächste ist Nynäshamn. Trotz sehr schwachen Windes gibt es eine schöne Segel-Schleich-Tour nach Norden bei bestem Wetter. In Nynäshamn laufen wir gerne den gemütlichen Clubhafen der NSS in Fagerviken an, so auch diesmal. Da ist auch Platz, aber nicht viel. Stattdessen Massen von Lasern und Optis auf dem Wasser, 3 Trainingsbahnen in der Bucht ausgetonnt. Es ist Kinder- und Jugendtraining. Entsprechende Massen von Kiddies bevölkern dann auch das Clubgelände. Die Nachfrage ergibt: Ja, die übernachten auch hier. Hm, ob man da nicht in der großen Gästemarina Trehörningen ruhiger liegt? Also parken wir um.
Vorräte zu Ende, Wasser zu Ende, Akkus knapp - wir brauchen einen Hafen, und der nächste ist Nynäshamn. Trotz sehr schwachen Windes gibt es eine schöne Segel-Schleich-Tour nach Norden bei bestem Wetter. In Nynäshamn laufen wir gerne den gemütlichen Clubhafen der NSS in Fagerviken an, so auch diesmal. Da ist auch Platz, aber nicht viel. Stattdessen Massen von Lasern und Optis auf dem Wasser, 3 Trainingsbahnen in der Bucht ausgetonnt. Es ist Kinder- und Jugendtraining. Entsprechende Massen von Kiddies bevölkern dann auch das Clubgelände. Die Nachfrage ergibt: Ja, die übernachten auch hier. Hm, ob man da nicht in der großen Gästemarina Trehörningen ruhiger liegt? Also parken wir um.
Und siehe da: Alles bestens in Trehörningen. Maximal die Hälfte der Plätze belegt, Landgastronomie stark reduziert, keine Musikveranstaltung. Man liegt hier tatsächlich ruhiger, überraschenderweise. Hier wird es jetzt international: Finnen, Polen, Schweizer, Dänen - nur kein einziger Holländer. Weil der Wetterbericht bis Sonntag Nordwind 10 - 16 m/sec verspricht incl. Regen werden wir hier wohl etwas bleiben. Zeit, alles zu erledigen, auch mal zum Friseur zu gehen und einige Ausrüstungsteile zu besorgen.
Und siehe da: Alles bestens in Trehörningen. Maximal die Hälfte der Plätze belegt, Landgastronomie stark reduziert, keine Musikveranstaltung. Man liegt hier tatsächlich ruhiger, überraschenderweise. Hier wird es jetzt international: Finnen, Polen, Schweizer, Dänen - nur kein einziger Holländer. Weil der Wetterbericht bis Sonntag Nordwind 10 - 16 m/sec verspricht incl. Regen werden wir hier wohl etwas bleiben. Zeit, alles zu erledigen, auch mal zum Friseur zu gehen und einige Ausrüstungsteile zu besorgen.
Letzteres scheitert aber, denn im Hafen steht zwar wie immer ein großes Schild "Båttillbehör", der dazugehörige Laden "Norberg & Nilsson" ist aber zu. Ein Schild sagt an, man sei umgezogen in den Oljehamnsvägen. Wir also die Fahrräder gesattelt und dorthin gefahren - 10 min. Ein riesiger neuer Laden mit sehr, sehr smarten jungen Verkäufern. Zubehör? Nein, wir handeln nur noch mit Booten. Wo man denn sonst noch Zubehör kaufen könne? Nicht in dieser Stadt, sagt er. Ein riesiger Yachthafen, und du kannst nirgends einen Schäkel kaufen - prima! Schöne neue Internetwelt.
Letzteres scheitert aber, denn im Hafen steht zwar wie immer ein großes Schild "Båttillbehör", der dazugehörige Laden "Norberg & Nilsson" ist aber zu. Ein Schild sagt an, man sei umgezogen in den Oljehamnsvägen. Wir also die Fahrräder gesattelt und dorthin gefahren - 10 min. Ein riesiger neuer Laden mit sehr, sehr smarten jungen Verkäufern. Zubehör? Nein, wir handeln nur noch mit Booten. Wo man denn sonst noch Zubehör kaufen könne? Nicht in dieser Stadt, sagt er. Ein riesiger Yachthafen, und du kannst nirgends einen Schäkel kaufen - prima! Schöne neue Internetwelt.
Dann kachelt es los aus Nord, wird saukalt. "Pohjantuuli" meint schulterzuckend der Finne neben uns, der Nordwind eben.
Dann kachelt es los aus Nord, wird saukalt. "Pohjantuuli" meint schulterzuckend der Finne neben uns, der Nordwind eben.
2. Juli Utö
 
 
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2. Juli - Utö </div>
 
 
Wie war das noch in Nynäshamn, es kachelte? Am Außenschwimmsteg jedenfalls lag keiner mehr freiwillig.
Wie war das noch in Nynäshamn, es kachelte? Am Außenschwimmsteg jedenfalls lag keiner mehr freiwillig.
Wir haben die Zeit genutzt, und noch eine wirklich gute Einkaufsmöglichkeit gefunden. Früher sind wir immer zum COOP oben in der Stadt. War beschwerlich, weil man diese steilen Berge schlecht mit dem Fahrrad bewältigen kann. Und jetzt die große Entdeckung: ICA Maxi - direkt an der Straße zum Ölhafen, 8 min mit dem Fahrrad. Ein Riesending, in dem es wirklich alles gibt.
Wir haben die Zeit genutzt, und noch eine wirklich gute Einkaufsmöglichkeit gefunden. Früher sind wir immer zum COOP oben in der Stadt. War beschwerlich, weil man diese steilen Berge schlecht mit dem Fahrrad bewältigen kann. Und jetzt die große Entdeckung: ICA Maxi - direkt an der Straße zum Ölhafen, 8 min mit dem Fahrrad. Ein Riesending, in dem es wirklich alles gibt.
Heute dann aber los. Zwar die falsche Windrichtung, nämlich genau gegenan, aber es gab trotzdem eine schöne Kreuz bei blankgeputztem Himmel. Endlich waren auch andere Boote zu sehen. Ein Anblick fast wie in früheren Jahren. Uns stand der Sinn nach einer Ankerbucht, und die gibt es auf Utö südlich des eigentlichen Hafens. Es ist ja immer so eine Frage, ob man seinem Ankergeschirr vertraut. Wir tun das, und so ankern wir hier in Luv eines felsigen Kirchhofs, keine 15 m von unserem Heck.
Heute dann aber los. Zwar die falsche Windrichtung, nämlich genau gegenan, aber es gab trotzdem eine schöne Kreuz bei blankgeputztem Himmel. Endlich waren auch andere Boote zu sehen. Ein Anblick fast wie in früheren Jahren. Uns stand der Sinn nach einer Ankerbucht, und die gibt es auf Utö südlich des eigentlichen Hafens. Es ist ja immer so eine Frage, ob man seinem Ankergeschirr vertraut. Wir tun das, und so ankern wir hier in Luv eines felsigen Kirchhofs, keine 15 m von unserem Heck.
Nein, Spaß beiseite. In Nyköping hatten wir uns in dem dortigen Stützpunkt des Svenska Kryssarklubben von einer Mitgliedschaft überzeugen lassen. Und seitdem dürfen wir die blauen Mooringbojen nutzen und eine solche liegt tatsächlich so nah vor dem Ufer.
Nein, Spaß beiseite. In Nyköping hatten wir uns in dem dortigen Stützpunkt des Svenska Kryssarklubben von einer Mitgliedschaft überzeugen lassen. Und seitdem dürfen wir die blauen Mooringbojen nutzen und eine solche liegt tatsächlich so nah vor dem Ufer.
3. Juli Utö II
 
 
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3. Juli - Utö II </div>
 
 
Wir sind geblieben, mit Schlauchi an Land und zum Hafen Gruvbrüggan gewandert. Dort waren wir früher einmal, allerdings Anfang Juni und alleine. Jetzt ist der voll, überwiegend mit Motorbooten. Nicht schön. An jedem dritten Boot geht der Grill auf dem Steg, verschiedenste laute Musik, etliche "Männer"crews sind schon besoffen. Nix wie zurück.
Wir sind geblieben, mit Schlauchi an Land und zum Hafen Gruvbrüggan gewandert. Dort waren wir früher einmal, allerdings Anfang Juni und alleine. Jetzt ist der voll, überwiegend mit Motorbooten. Nicht schön. An jedem dritten Boot geht der Grill auf dem Steg, verschiedenste laute Musik, etliche "Männer"crews sind schon besoffen. Nix wie zurück.
Den Weg zum Hafen haben wir über die staubige Schotterstraße gemacht, ständig irgendwelchen Geländewagen, Quads oder Mofas ausgesetzt. Der Hafenmeister verrät: Geht über den Campingplatz, dann den blau-gelben Markierungen folgen, das ist ein Wanderweg. Und das ist er, und wie schön. Herrlicher Waldspaziergang.
Den Weg zum Hafen haben wir über die staubige Schotterstraße gemacht, ständig irgendwelchen Geländewagen, Quads oder Mofas ausgesetzt. Der Hafenmeister verrät: Geht über den Campingplatz, dann den blau-gelben Markierungen folgen, das ist ein Wanderweg. Und das ist er, und wie schön. Herrlicher Waldspaziergang.
Zurück an Bord erleben wir in der Bucht Mord und Totschlag. Erst kommt ganz harmlos ein Pärchen Haubentaucher angeschwommen in Richtung Schilf - aber: Das ist das Revier eines andren Pärchens. Jetzt geht's los: Erst lautes Fauchen, dann Keckern, dann den Hals flach aufs Wasser und mit Full Speed auf den Gegner los. Damit nicht genug. Ein Hauen und Stechen, Beißen, Flügelschlagen. Dann greifen die Weibchen ein und machen's genauso. Einer taucht und attackiert seinen Gegner von unten, packt ihn an den Beinen und zieht ihn unter Wasser, und all das geht minutenlang, bis die Endringlinge abziehen.
Zurück an Bord erleben wir in der Bucht Mord und Totschlag. Erst kommt ganz harmlos ein Pärchen Haubentaucher angeschwommen in Richtung Schilf - aber: Das ist das Revier eines andren Pärchens. Jetzt geht's los: Erst lautes Fauchen, dann Keckern, dann den Hals flach aufs Wasser und mit Full Speed auf den Gegner los. Damit nicht genug. Ein Hauen und Stechen, Beißen, Flügelschlagen. Dann greifen die Weibchen ein und machen's genauso. Einer taucht und attackiert seinen Gegner von unten, packt ihn an den Beinen und zieht ihn unter Wasser, und all das geht minutenlang, bis die Endringlinge abziehen.
Wieder wird's laut: Entengeschnatter. Eine Ente jagt ihre beiden Küken über's Wasser, die in Windeseile zum Schilf paddeln. Was hat die Alte gegen Ihre Kinder? Nix, aber oben kurvt eine Möve und will sich so ein Junges packen. Sturzflug auf das eine, Entenmama startet zum Kurzstreckenflug und rammt fast die Möve, die haut ab. Jetzt sind alle im Schilf - Uff!
Wieder wird's laut: Entengeschnatter. Eine Ente jagt ihre beiden Küken über's Wasser, die in Windeseile zum Schilf paddeln. Was hat die Alte gegen Ihre Kinder? Nix, aber oben kurvt eine Möve und will sich so ein Junges packen. Sturzflug auf das eine, Entenmama startet zum Kurzstreckenflug und rammt fast die Möve, die haut ab. Jetzt sind alle im Schilf - Uff!
Und dann 18:00 h zur Beruhigung aller fängt das Glockengeläut der Kirche an. Dreistimmig, toll für so eine kleine Kirche. Was für ein Abend.
Und dann 18:00 h zur Beruhigung aller fängt das Glockengeläut der Kirche an. Dreistimmig, toll für so eine kleine Kirche. Was für ein Abend.
4. Juli Grönskär Södra Fladen
 
 
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4. Juli - Grönskär Södra Fladen </div>
 
 
Wenig Wind heute, daher früh los. Zwischen Utö und Ornö die Enge Durchfahrt mussten wir kurz den Jockel nehmen, weil exakt Wind gegenan. Dann aber schönes Segeln immer hoch am Wind durch das tiefe Wasser östlich von Ornö nach Norden. Jetzt sind die Schweden aber doch auf dem Wasser. Viele Boote zu sehen, manchmal stellten sich tatsächlich Wegerechtsaufgaben. Aber es ist Sommer. Keiner hat viel an, alles brät in der Sonne, alles schleicht gemütlich dahin, sogar große MoBos nur mit Leerlaufdrehzahl.
Wenig Wind heute, daher früh los. Zwischen Utö und Ornö die Enge Durchfahrt mussten wir kurz den Jockel nehmen, weil exakt Wind gegenan. Dann aber schönes Segeln immer hoch am Wind durch das tiefe Wasser östlich von Ornö nach Norden. Jetzt sind die Schweden aber doch auf dem Wasser. Viele Boote zu sehen, manchmal stellten sich tatsächlich Wegerechtsaufgaben. Aber es ist Sommer. Keiner hat viel an, alles brät in der Sonne, alles schleicht gemütlich dahin, sogar große MoBos nur mit Leerlaufdrehzahl.
Wir wollten eigentlich Richtung Möja, aber nördlich von Fjärdlang war da StB plötzlich so eine Dreieckspeilung. Wenn da gar keine Durchfahrt ist, was soll die dann da? Eine Einfahrt? Da sowieso fast kein Wind mehr: Segel runter, Motor an, in Peilung getuckert. Dann Bb eine gleichartige Querpeilung und - drin waren wir in der großen, schönen Bucht zwischen Grönskär und Grenskär. Da kann man doch bleiben. Felsliegeplätze allerdings alle besetzt, also Ankern. Auch gut, weil garantiert keine Mücken.
Wir wollten eigentlich Richtung Möja, aber nördlich von Fjärdlang war da StB plötzlich so eine Dreieckspeilung. Wenn da gar keine Durchfahrt ist, was soll die dann da? Eine Einfahrt? Da sowieso fast kein Wind mehr: Segel runter, Motor an, in Peilung getuckert. Dann Bb eine gleichartige Querpeilung und - drin waren wir in der großen, schönen Bucht zwischen Grönskär und Grenskär. Da kann man doch bleiben. Felsliegeplätze allerdings alle besetzt, also Ankern. Auch gut, weil garantiert keine Mücken.
6. Juli Sandhamn
 
 
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6. Juli - Sandhamn </div>
 
 
Nochmal zurück nach Grönskär mit einem uns - nun ja - etwas unangenehmen Bild.
Nochmal zurück nach Grönskär mit einem uns - nun ja - etwas unangenehmen Bild.
Dieser Schärenkreuzer hatte uns draußen die ganze Strecke über genervt, weil er durch alle Fahrwasser, wo wir kreuzen mussten, einfach so geradeaus durchfuhr. Winkel am Wind geschätzt weniger als 30°. Und irgendwann war er dann hinter der nächsten Huk verschwunden. Und wie wir in die Ankerbucht einbiegen, da liegt der da schon friedlich. Alle Segel aufgetucht, Persenninge drauf, der Skipper lustig im Wasser schwimmend. Hm, irgendwie sind diese Dinger angepasster als wir.
 
 
Dieser Schärenkreuzer hatte uns draußen die ganze Strecke über genervt, weil er durch alle Fahrwasser, wo wir kreuzen mussten, einfach so geradeaus durchfuhr. Winkel am scheinbaren Wind geschätzt weniger als 30°. Und irgendwann war er dann hinter der nächsten Huk verschwunden. Und wie wir in die Ankerbucht einbiegen, da liegt der da schon friedlich. Alle Segel aufgetucht, Persenninge drauf, der Skipper lustig im Wasser schwimmend. Hm, irgendwie sind diese Dinger angepasster als wir.
 
 
Dann gestern ein schöner Weg in tiefem Wasser an Nämdö und Runmarö entlang. Hier gibt es auch Großschiffahrt.
Dann gestern ein schöner Weg in tiefem Wasser an Nämdö und Runmarö entlang. Hier gibt es auch Großschiffahrt.
Und dann nach Osten Richtung Sandhamn. Und hier geht der Verkehr los: Wasserbusse alle 10 min, große und starke Motoryachten, Wassertaxis, und alles mit Höchstgeschwindigkeit und
 
Maximalschwell. Aber wir wollen nicht rein in den Haupthafen auf Sandön, sondern in den neuen Hafen auf Telegrafholmen. Gibt es erst seit zwei Jahren. Der ist sehr gut gebaut mit schweren Schwimmstegen, allerdings wird mit Mooringleinen festgemacht, und das ist bekanntlich eine Riesensauerei. Außerdem sind die Leinen dermaßen dick und steif, dass sie sich nur mit Fußtritten auf unseren kleinen Klampen belegen lassen.
 
Und dann nach Osten Richtung Sandhamn. Und hier geht der Verkehr los: Wasserbusse alle 10 min, große und starke Motoryachten, Wassertaxis, und alles mit Höchstgeschwindigkeit und Maximalschwell. Aber wir wollen nicht rein in den Haupthafen auf Sandön, sondern in den neuen Hafen auf Telegrafholmen. Gibt es erst seit zwei Jahren. Der ist sehr gut gebaut mit schweren Schwimmstegen, allerdings wird mit Mooringleinen festgemacht, und das ist bekanntlich eine Riesensauerei. Außerdem sind die Leinen dermaßen dick und steif, dass sie sich nur mit Fußtritten auf unseren kleinen Klampen belegen lassen.
 
 
An jedem Steg gibt es 25 Mooringleinen, also könnten 25 Boote anlegen - oder auch nur drei, wenn die groß genug sind und längsseits liegen.
An jedem Steg gibt es 25 Mooringleinen, also könnten 25 Boote anlegen - oder auch nur drei, wenn die groß genug sind und längsseits liegen.
Insgesamt ist der Hafen hier sehr ruhig und auch gut organisiert. Das aus Lökholmen bekannte Shuttle nach Sandön fährt auch von hier. Völliger Blödsinn ist allerdings das Buchungssystem Dockspot. Wir hatten über deren Website gebucht, bekamen Platz Nr. 13 zugewiesen. Wir fahren in die Gasse - Platz 13 ist besetzt. Also machen wir an Nr. 10 fest und suchen den Hafenmeister. Das ist eine sehr kompetente Meisterin, die uns sagt, eine Reservierung von Dockspot für Nr 13 liege ihr nicht vor, wir könnten aber auf Nr. 10 bleiben. Ok. Wenig später kommt eine weitere deutsche Yacht rein und sucht Platz Nr. 12 - den hätten sie gebucht. Da liegt aber schon eine große Charteryacht, also gehen auch die in einen anderen Platz - den letzten freien. Fazit: Das Buchungssystem von Dockspot ist völlig wirkungslos und damit sinnlos. Zumindest in Telegrafholmen geht es auch auf die ganz klassische Methode: Reinfahren - freien Platz suchen und festmachen - zum Hafenmeister und bezahlen. Fertig!
Insgesamt ist der Hafen hier sehr ruhig und auch gut organisiert. Das aus Lökholmen bekannte Shuttle nach Sandön fährt auch von hier. Völliger Blödsinn ist allerdings das Buchungssystem Dockspot. Wir hatten über deren Website gebucht, bekamen Platz Nr. 13 zugewiesen. Wir fahren in die Gasse - Platz 13 ist besetzt. Also machen wir an Nr. 10 fest und suchen den Hafenmeister. Das ist eine sehr kompetente Meisterin, die uns sagt, eine Reservierung von Dockspot für Nr 13 liege ihr nicht vor, wir könnten aber auf Nr. 10 bleiben. Ok. Wenig später kommt eine weitere deutsche Yacht rein und sucht Platz Nr. 12 - den hätten sie gebucht. Da liegt aber schon eine große Charteryacht, also gehen auch die in einen anderen Platz - den letzten freien. Fazit: Das Buchungssystem von Dockspot ist völlig wirkungslos und damit sinnlos. Zumindest in Telegrafholmen geht es auch auf die ganz klassische Methode: Reinfahren - freien Platz suchen und festmachen - zum Hafenmeister und bezahlen. Fertig!
6. Juli Klassiker
 
 
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6. Juli - Klassiker </div>
 
 
Heute Vormittag kam noch eine finnische Yacht rein. Ein Oldtimer offensichtlich, schon von weitem zu erkennen als Sparkman & Stevens-Riss oder zumindest eines deren Schüler. Wirklich schön. Als der fest war und seine Segelpersenning drauf war, gingen mir die Augen über, da stand "Prospect of Whitby". Tatsächlich, die hatte verdammte Ähnlichkeit mit der Prospect of Whitby III von Arthur Slater. Kennt die noch einer? Zusammen mit der Morning Cloud von Sir Edward Heath und noch einer S & S-Konstruktion Gewinner Admirals Cup in den Siebzigern, Sydney-Hobart-Teilnehmer usw.
Heute Vormittag kam noch eine finnische Yacht rein. Ein Oldtimer offensichtlich, schon von weitem zu erkennen als Sparkman & Stevens-Riss oder zumindest eines deren Schüler. Wirklich schön. Als der fest war und seine Segelpersenning drauf war, gingen mir die Augen über, da stand "Prospect of Whitby". Tatsächlich, die hatte verdammte Ähnlichkeit mit der Prospect of Whitby III von Arthur Slater. Kennt die noch einer? Zusammen mit der Morning Cloud von Sir Edward Heath und noch einer S & S-Konstruktion Gewinner Admirals Cup in den Siebzigern, Sydney-Hobart-Teilnehmer usw.
Die war das wirklich. Der Eigner, ein finnischer Spitzenmanager, stellte sich heraus, hatte sie vor 4 Jahren gekauft und top wiederhergerichtet. In Finnland gibt es offenbar einen Club der Sparkman & Stephens-Enthusiasten, weil ja die ersten Swans auch von denen gezeichnet waren.
Die war das wirklich. Der Eigner, ein finnischer Spitzenmanager, stellte sich heraus, hatte sie vor 4 Jahren gekauft und top wiederhergerichtet. In Finnland gibt es offenbar einen Club der Sparkman & Stephens-Enthusiasten, weil ja die ersten Swans auch von denen gezeichnet waren.
Na, und um das Maß voll zu machen, fahren wir mal mit dem Shuttle und den Rädern rüber nach Sandön, in den Haupthafen sozusagen. Verdammt, das sieht aber sehr nach Regatta aus. Aber Gotland Runt war doch schon, oder etwa doch nicht? Doch, war, aber etliche Boote lagen hier noch und fuhren erst heute nach Hause. Unter denen auch die Teilnehmer der Klassik-Regatta. Deren Bilder will ich euch nicht vorenthalten:
Na, und um das Maß voll zu machen, fahren wir mal mit dem Shuttle und den Rädern rüber nach Sandön, in den Haupthafen sozusagen. Verdammt, das sieht aber sehr nach Regatta aus. Aber Gotland Runt war doch schon, oder etwa doch nicht? Doch, war, aber etliche Boote lagen hier noch und fuhren erst heute nach Hause. Unter denen auch die Teilnehmer der Klassik-Regatta. Deren Bilder will ich euch nicht vorenthalten:
Nein, der hier nicht. Der lag zwar auch an dem Steg, war - abgeschritten am Steg entlang - 28 m lang, formal komplett einer Spitzenyacht der 50er-Jahre nachgeahmt, aber mit modernsten Materialien, riesigen Elektrowinschen und all dem Chichi - ein Angeber eben.
Nein, der hier nicht. Der lag zwar auch an dem Steg, war - abgeschritten am Steg entlang - 28 m lang, formal komplett einer Spitzenyacht der 50er-Jahre nachgeahmt, aber mit modernsten Materialien, riesigen Elektrowinschen und all dem Chichi - ein Angeber eben.
7. Juli Norrviken
 
 
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7. Juli - Norrviken </div>
 
 
Also, jetzt ist erst mal Sommerunterbrechung und Schlechtwetter. Aber gestern, gestern kam nochmal ein besonderes Schiff hier in den Hafen. Wir haben ja vom Liegeplatz freie Sicht auf die Durchfahrt zwischen Telegrafholmen und Lökholmen und die hat 1,40 m Tiefe. Nur was für Motorboote. Es kommt aber eine mittelgroße Segelyacht da durch aus Richtung Haupthafen auf Sandön. Mann, was hat der denn vor, und dann auch noch deutsche Flagge, hat der keine Karten? Nix passiert, er kommt heran und legt an:
Also, jetzt ist erst mal Sommerunterbrechung und Schlechtwetter. Aber gestern, gestern kam nochmal ein besonderes Schiff hier in den Hafen. Wir haben ja vom Liegeplatz freie Sicht auf die Durchfahrt zwischen Telegrafholmen und Lökholmen und die hat 1,40 m Tiefe. Nur was für Motorboote. Es kommt aber eine mittelgroße Segelyacht da durch aus Richtung Haupthafen auf Sandön. Mann, was hat der denn vor, und dann auch noch deutsche Flagge, hat der keine Karten? Nix passiert, er kommt heran und legt an:
Ein superschlankes Sperrholzschiff mit knapp 2 m Carbon-Bugspriet und - jetzt sieht man's - zwei aufholbaren Schwertern. Aha. Und hinten dran stand "Hooksiel", also unsere alte Heimat. Der Skipper entpuppte sich als der Erbauer, nämlich der Bootsbauer Wolfram Heibeck, soeben zurück von der Midsummer-Sail. Sperrholz ist übrigens Quatsch, das ist nur die äußerste Schicht der Verbundbauweise. Das Geschoss ist rundum aus Carbon, hat auch noch Foils usw - möchte nicht wissen, was der für einen Yardstick hat. Schaut euch diese irre "Black Maggy" mal an.
Ein superschlankes Sperrholzschiff mit knapp 2 m Carbon-Bugspriet und - jetzt sieht man's - zwei aufholbaren Schwertern. Aha. Und hinten dran stand "Hooksiel", also unsere alte Heimat. Der Skipper entpuppte sich als der Erbauer, nämlich der Bootsbauer Wolfram Heibeck, soeben zurück von der Midsummer-Sail. Sperrholz ist übrigens Quatsch, das ist nur die äußerste Schicht der Verbundbauweise. Das Geschoss ist rundum aus Carbon, hat auch noch Foils usw - möchte nicht wissen, was der für einen Yardstick hat. Schaut euch diese irre "Black Maggy" mal an.
Trotzdem, wir sind ein Stück weitergefahren, immer ein Auge auf dem Regenradar, denn der Himmel sah so aus. Wir blieben aber fast trocken. In der Norrviken von Runmarö wollten wir eigentlich in den kleinen, spartanischen Anleger des Kryssarklubben, aber zu unserem Erstaunen war dort alles rappelvoll. Keine Boje mehr frei, zwischen die Boote am Steg hätte nicht mal ein Schärenkreuzer gepasst. Aber in der Bucht liegen auch einige Mooringbojen des Kryssarklubben, und von einer (alle andren besetzt) legte gerade einer ab. Schnapp - das war unsere. Kaum hatten wir das Boot fertig, ging der Regen los. Wer noch später kam und vielleicht ankern wollte, sah dann so aus:
Trotzdem, wir sind ein Stück weitergefahren, immer ein Auge auf dem Regenradar, denn der Himmel sah so aus. Wir blieben aber fast trocken. In der Norrviken von Runmarö wollten wir eigentlich in den kleinen, spartanischen Anleger des Kryssarklubben, aber zu unserem Erstaunen war dort alles rappelvoll. Keine Boje mehr frei, zwischen die Boote am Steg hätte nicht mal ein Schärenkreuzer gepasst. Aber in der Bucht liegen auch einige Mooringbojen des Kryssarklubben, und von einer (alle andren besetzt) legte gerade einer ab. Schnapp - das war unsere. Kaum hatten wir das Boot fertig, ging der Regen los. Wer noch später kam und vielleicht ankern wollte, sah dann so aus:
8. Juli Napoleonviken
 
 
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8. Juli - Napoleonviken </div>
 
 
Na also, der Regen hat aufgehört, der Wind aber auch. Deswegen laufen wir erst gegen 10:00 h aus, als es schon wieder ein bisschen weht. So ist ja nur eine kurze Strecke möglich, also machen wir uns auf in Richtung Napoleonviken, was in der Einfahrt nach Saltsjöbaden liegt. Napoleon? Was hat der denn hiermit zu tun? Angeblich hat dessen Flotte in dieser Bucht geankert im französisch-schwedischen Krieg. Wer's glaubt. Die Einfahrt ist so eng, da hätten die drei Tage gebraucht um wieder auszulaufen. Man hätte sie da in aller Ruhe zusammenschießen können. Aber etwas stimmt: Ganz in der Nähe gab es tatsächlich eine Seeschlacht zwischen Franzosen und Schweden.
Na also, der Regen hat aufgehört, der Wind aber auch. Deswegen laufen wir erst gegen 10:00 h aus, als es schon wieder ein bisschen weht. So ist ja nur eine kurze Strecke möglich, also machen wir uns auf in Richtung Napoleonviken, was in der Einfahrt nach Saltsjöbaden liegt. Napoleon? Was hat der denn hiermit zu tun? Angeblich hat dessen Flotte in dieser Bucht geankert im französisch-schwedischen Krieg. Wer's glaubt. Die Einfahrt ist so eng, da hätten die drei Tage gebraucht um wieder auszulaufen. Man hätte sie da in aller Ruhe zusammenschießen können. Aber etwas stimmt: Ganz in der Nähe gab es tatsächlich eine Seeschlacht zwischen Franzosen und Schweden.
A propos enge Einfahrt:
A propos enge Einfahrt:
Und davon hat die Hälfte der Breite auch noch weniger als 2 m. Aber drinnen ist die Bucht groß und bietet viele Anlege- und Ankermöglichkeiten. Weil der Wind während der Nach rund 100° drehen soll ankern wir lieber.
Und davon hat die Hälfte der Breite auch noch weniger als 2 m. Aber drinnen ist die Bucht groß und bietet viele Anlege- und Ankermöglichkeiten. Weil der Wind während der Nach rund 100° drehen soll ankern wir lieber.
Hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass es auch schöne Motorboote gibt?
Hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass es auch schöne Motorboote gibt?
9. Juli Malma Kvarn
 
 
<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;">
9. Juli - Malma Kvarn </div>
 
 
Regen ist angekündigt, und deswegen fahren wir nicht weit. Es ist ja ohnehin die Zeit der kurzen Etappen.
Regen ist angekündigt, und deswegen fahren wir nicht weit. Es ist ja ohnehin die Zeit der kurzen Etappen.
Aus der Ankerbucht müssen wir natürlich rausmotoren, weil fast genau gegenan. Aber dann: Segel gesetzt und durch diese breiten, tiefen Gewässer nach Nordosten gekreuzt - herrlich. Hier zeigt sich wie so oft, was eine Selbstwendefock wert ist. Einmal die Segel getrimmt, und dann immer nur Ruder gelegt. Erstmals den ganzen Tag keine Sonne - das mit dem Regen wird glaubhaft.
Aus der Ankerbucht müssen wir natürlich rausmotoren, weil fast genau gegenan. Aber dann: Segel gesetzt und durch diese breiten, tiefen Gewässer nach Nordosten gekreuzt - herrlich. Hier zeigt sich wie so oft, was eine Selbstwendefock wert ist. Einmal die Segel getrimmt, und dann immer nur Ruder gelegt. Erstmals den ganzen Tag keine Sonne - das mit dem Regen wird glaubhaft.
In Mama Kvarn biegen wir um die Ecke und - der Hafen ist leer. Das gibt's doch nicht. Eines der beliebtesten Nahziele im Raum Stockholm und keiner da. Wir suchen uns den besten Platz für den kommenden Wind aus und machen fest. Und dann geht es Schlag auf Schlag. Von 12:00 h bis 16:30 h ist jeder Platz besetzt, allerdings auch von vielen großen Motoryachten bis 46 Fuß. Die brauchen dann zwei Bojen. Eigentlich hat der Hafen ja ein Anlegeverbot für Boote mit > 8 Tonnen.
In Mama Kvarn biegen wir um die Ecke und - der Hafen ist leer. Das gibt's doch nicht. Eines der beliebtesten Nahziele im Raum Stockholm und keiner da. Wir suchen uns den besten Platz für den kommenden Wind aus und machen fest. Und dann geht es Schlag auf Schlag. Von 12:00 h bis 16:30 h ist jeder Platz besetzt, allerdings auch von vielen großen Motoryachten bis 46 Fuß. Die brauchen dann zwei Bojen. Eigentlich hat der Hafen ja ein Anlegeverbot für Boote mit > 8 Tonnen.
An Land hat das "Restaurant Le Grand Malma Kvarn" wieder eröffnet, nennt sich jetzt aber Bistro und im Namen ist das "Grand" weggefallen. Schon besser. Ansonsten ist das dieselbe Spelunke wie vor drei Jahren mit dreckigen Vorratsräumen, Kühlschränken, die im Freien stehen, Hunden, die in der Küche rumlaufen usw. Das hindert den Maître nicht daran, seine Show abzuziehen: Damen bezirzen, überwiegend Franßösisch zu simulieren, permanent Champagner anzubieten usw. Der Laden ist trotzdem voll - merkwürdig.
An Land hat das "Restaurant Le Grand Malma Kvarn" wieder eröffnet, nennt sich jetzt aber Bistro und im Namen ist das "Grand" weggefallen. Schon besser. Ansonsten ist das dieselbe Spelunke wie vor drei Jahren mit dreckigen Vorratsräumen, Kühlschränken, die im Freien stehen, Hunden, die in der Küche rumlaufen usw. Das hindert den Maître nicht daran, seine Show abzuziehen: Damen bezirzen, überwiegend Franßösisch zu simulieren, permanent Champagner anzubieten usw. Der Laden ist trotzdem voll - merkwürdig.
Und dann fängt der Regen an und es schüttet aus Kübeln. Morgen mal Schlauchi leerkippen.
Und dann fängt der Regen an und es schüttet aus Kübeln. Morgen mal Schlauchi leerkippen.
10. Juli Malma Kvarn mit Sonne
 
 
<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;">
10. Juli - Malma Kvarn mit Sonne </div>
 
 
Letzte Nacht noch heftiger Regen, heute Sonne. Schön!
Letzte Nacht noch heftiger Regen, heute Sonne. Schön!
Allerdings gibt es morgens beim Aufstehen kein Wasser, weder am Steg noch in den Sanitäranlagen. Wann es wieder geht? Weiß keiner. Das etwas nervige Restaurant hängt ein Schild raus: Wegen Wasserproblemen kein Lunch. Das verspricht Ruhe. Das erinnert aber daran, wie wichtig es in den Schären ist, bei jeder Gelegenheit Wasser zu tanken. Wer weiß, wann wieder was bekommt. Auch in Sandhamn Telegrafholmen war ja die Wasseranlage tot.
Allerdings gibt es morgens beim Aufstehen kein Wasser, weder am Steg noch in den Sanitäranlagen. Wann es wieder geht? Weiß keiner. Das etwas nervige Restaurant hängt ein Schild raus: Wegen Wasserproblemen kein Lunch. Das verspricht Ruhe. Das erinnert aber daran, wie wichtig es in den Schären ist, bei jeder Gelegenheit Wasser zu tanken. Wer weiß, wann wieder was bekommt. Auch in Sandhamn Telegrafholmen war ja die Wasseranlage tot.
Wir gehen erst mal vor dem Frühstück schwimmen im nahen Waldsee.
Wir gehen erst mal vor dem Frühstück schwimmen im nahen Waldsee.
Später eine Waldwanderung über ziemlich steile Hänge.
Später eine Waldwanderung über ziemlich steile Hänge.
Die Blaubeeren sind schon fast reif - bald gibt's leckeren Nachtisch.
Die Blaubeeren sind schon fast reif - bald gibt's leckeren Nachtisch.
Morgen geht's weiter nach Norden. Finnland soll jetzt für voll Geimpfte offen sein. Wir testen das mal.
Morgen geht's weiter nach Norden. Finnland soll jetzt für voll Geimpfte offen sein. Wir testen das mal.
11. Juli Stora Jolpan - das Paradies
 
 
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11. Juli - Stora Jolpan - das Paradies </div>
 
 
Malma Kvarn verabschiedet sich von uns auf die denkbar unangenehmste Weise. Das neu und vergrößert wieder eröffnete Bistro war ja ohnehin schon etwas störend mit seinen rund 50 Gästen direkt vor unserem Bug. Aber sowas gibt es ja im Mittelmeer auch, muss man abkönnen. Und immerhin stand da ja auch, dass nur bis 22:00 h geöffnet ist. Da gingen auch die meisten Gäste, das heißt, sie fuhren mit ihren übermotorisierten Booten weg, gerne auch mal unter Aufheulen der Maschine. Wir schon in der Koje. Gleich ist ja hier Ruhe. Von wegen! Jetzt fing die Bistro-Belegschaft mit ihrer after-work-party an, drehte die Musik an, drehte sie lauter, fingen dann selber an zu singen, besoffen wie sie waren. Das ging so bis nach Mitternacht. Dieser Hafen unter diesen Bedingungen ist nach unserer Meinung indiskutabel. Früher mochten wir ihn sehr, das war jetzt unser letzter Besuch.
Malma Kvarn verabschiedet sich von uns auf die denkbar unangenehmste Weise. Das neu und vergrößert wieder eröffnete Bistro war ja ohnehin schon etwas störend mit seinen rund 50 Gästen direkt vor unserem Bug. Aber sowas gibt es ja im Mittelmeer auch, muss man abkönnen. Und immerhin stand da ja auch, dass nur bis 22:00 h geöffnet ist. Da gingen auch die meisten Gäste, das heißt, sie fuhren mit ihren übermotorisierten Booten weg, gerne auch mal unter Aufheulen der Maschine. Wir schon in der Koje. Gleich ist ja hier Ruhe. Von wegen! Jetzt fing die Bistro-Belegschaft mit ihrer after-work-party an, drehte die Musik an, drehte sie lauter, fingen dann selber an zu singen, besoffen wie sie waren. Das ging so bis nach Mitternacht. Dieser Hafen unter diesen Bedingungen ist nach unserer Meinung indiskutabel. Früher mochten wir ihn sehr, das war jetzt unser letzter Besuch.
Etwas übermüdet heute dann los, aber kräftiger Süd machte die Reise schnell, die Fahrwasser waren übersichtlich, und - schwupp - waren wir in Stora Jolpan im Djupfladen. Die Schweden nennen das hier "Paradiset". Das scheinen andere Schweden wieder sehr ernst zu nehmen, denn das Buchtenkonglomerat hier war schon zu Mittag rappelvoll. Kein Platz mehr am Steg, keine für den jetzigen Wind (immerhin 14 m/s) geeigneten Felsliegeplätze, kein Ankerplatz mehr mit genug Schwojraum. Hm! Mal ein bisschen rumfahren und gucken. Da, im Westen, war noch eine kleine Seitenbucht. Und wie wir hinkommen, liegt dort nur eine Motoryacht am Felsen, sonst leer und ideal zum Wind gelegen. Anker klar und zum Ankerplatz gelaufen. Da kommt eine deutsche Bavaria mit Brassfahrt an uns vorbei, und während unser Anker fällt steuern die doch glatt exakt dieselbe Position an. Das gelingt natürlich nicht, aber wir ernten böseste Blicke. Was hatten wir falsch gemacht?
Etwas übermüdet heute dann los, aber kräftiger Süd machte die Reise schnell, die Fahrwasser waren übersichtlich, und - schwupp - waren wir in Stora Jolpan im Djupfladen. Die Schweden nennen das hier "Paradiset". Das scheinen andere Schweden wieder sehr ernst zu nehmen, denn das Buchtenkonglomerat hier war schon zu Mittag rappelvoll. Kein Platz mehr am Steg, keine für den jetzigen Wind (immerhin 14 m/s) geeigneten Felsliegeplätze, kein Ankerplatz mehr mit genug Schwojraum. Hm! Mal ein bisschen rumfahren und gucken. Da, im Westen, war noch eine kleine Seitenbucht. Und wie wir hinkommen, liegt dort nur eine Motoryacht am Felsen, sonst leer und ideal zum Wind gelegen. Anker klar und zum Ankerplatz gelaufen. Da kommt eine deutsche Bavaria mit Brassfahrt an uns vorbei, und während unser Anker fällt steuern die doch glatt exakt dieselbe Position an. Das gelingt natürlich nicht, aber wir ernten böseste Blicke. Was hatten wir falsch gemacht?
Die Bucht ist herrlich. Weit ab vom Trubel im Djupfladen, wo sich jetzt wohl so um die 100 Boote tummeln. Von hier aus kann man das gut sehen.
Die Bucht ist herrlich. Weit ab vom Trubel im Djupfladen, wo sich jetzt wohl so um die 100 Boote tummeln. Von hier aus kann man das gut sehen.
13. Juli Norrpada
 
Jetzt sind wir in den äußeren Schären. Eigentlich wollten wir nach Rödlöga, und beim Einlaufen waren da auch am Seglarberget nur so 6, 7 Masten. Aber als wir um die Ecke kamen: Alles voll. Zwischen den Seglern lagen Massen von Motorbooten am Felsen, auch kleine, die mit Sicherheit nicht über Nacht bleiben wollten. Aber mal eben an den tiefsten Stellen des Sundes mit 50 cm Tiefgang festmachen, mal eben rüber zum Dorf laufen und Eis essen, dann in der Sonne sitzen, und wenn kein Segler mehr kommt und versucht anzulegen, dann mit Fullspeed nach Hause brettern, da
 
wird man wohl noch dürfen, oder?
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13. Juli - Norrpada </div>
 
 
Jetzt sind wir in den äußeren Schären. Eigentlich wollten wir nach Rödlöga, und beim Einlaufen waren da auch am Seglarberget nur so 6, 7 Masten. Aber als wir um die Ecke kamen: Alles voll. Zwischen den Seglern lagen Massen von Motorbooten am Felsen, auch kleine, die mit Sicherheit nicht über Nacht bleiben wollten. Aber mal eben an den tiefsten Stellen des Sundes mit 50 cm Tiefgang festmachen, mal eben rüber zum Dorf laufen und Eis essen, dann in der Sonne sitzen, und wenn kein Segler mehr kommt und versucht anzulegen, dann mit Fullspeed nach Hause brettern, das wird man wohl noch dürfen, oder?
 
 
Für uns war es trotzdem von Nutzen, denn wir sind gezwungenermaßen weitergefahren nach Norrpada. Das liegt weiter draußen, erreichbar nur über unbezeichnete Fahrwasser. Mit den hochdetaillierten Karten von Hydrographika geht das aber ganz ausgezeichnet.
Für uns war es trotzdem von Nutzen, denn wir sind gezwungenermaßen weitergefahren nach Norrpada. Das liegt weiter draußen, erreichbar nur über unbezeichnete Fahrwasser. Mit den hochdetaillierten Karten von Hydrographika geht das aber ganz ausgezeichnet.
Das hier ist eine andere Welt: Flache Felsen, viele von ihnen kahl, trotzdem ist das Gewässer bestens geschützt, denn diese Felsen liegen versetzt gestaffelt, da kommt keine Welle rein. Wohl aber Wind, nur den haben wir gerade nicht.
Das hier ist eine andere Welt: Flache Felsen, viele von ihnen kahl, trotzdem ist das Gewässer bestens geschützt, denn diese Felsen liegen versetzt gestaffelt, da kommt keine Welle rein. Wohl aber Wind, nur den haben wir gerade nicht.
Hinter jedem Felsen sieht man irgendwelche Masten (hier z.B. uns). Die Motorboote daneben bleiben natürlich unsichtbar, sind aber da.
Hinter jedem Felsen sieht man irgendwelche Masten (hier z.B. uns). Die Motorboote daneben bleiben natürlich unsichtbar, sind aber da.
14. Juli Stärbsnäsviken
 
 
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14. Juli - Stärbsnäsviken </div>
 
 
Frühschwimmen, Frühstück, und dann los, raus aus dem Norrpada-Archipel. Das muss man ja nochmal sagen: Eine traumhafte Inselansammlung, muss man einfach hin.
Frühschwimmen, Frühstück, und dann los, raus aus dem Norrpada-Archipel. Das muss man ja nochmal sagen: Eine traumhafte Inselansammlung, muss man einfach hin.
Erst mal mit Ostwind gut voll und bei durch die unbezeichneten Gewässer nach Nordwest. Dann stoßen wir auf den von Süden kommenden Kudoxafjärden mit schon einigen Seezeichen, und bald
Erst mal mit Ostwind gut voll und bei durch die unbezeichneten Gewässer nach Nordwest. Dann stoßen wir auf den von Süden kommenden Kudoxafjärden mit schon einigen Seezeichen, und bald darauf auf den Granhamnsfjärden. Hier schalten wir nach langer Zeit mal wieder unseren AIS-Transponder ein, denn das hier ist das Revier der Finnlandfähren. Wir wollen nicht übersehen werden. Geschafft! Ohne solchen Riesen zu begegnen sind wir auf der Nordseite wieder raus und steuern Gräddö an. Dort gibt es alles: Diesel (brauchen wir nicht), Wasser (brauchen wir ganz viel), Strom (brauchen wir), Lebensmittel (brauchen wir wirklich viel). Der Schwimmsteg ist ziemlich leer, füllt sich dann aber in den folgenden drei Stunden. Der Einkauf gelingt, Wasser gibt es genug und der Stromanschluss funktioniert auch. Ansonsten ist der Hafen unglaublich nervig mit einem irren Motorbootverkehr. Hier wollen wir nicht bleiben.
darauf auf den Granhamnsfjärden. Hier schalten wir nach langer Zeit mal wieder unseren AIS-Transponder ein, denn das hier ist das Revier der Finnlandfähren. Wir wollen nicht übersehen werden. Geschafft! Ohne solchen Riesen zu begegnen sind wir auf der Nordseite wieder raus und steuern Gräddö an. Dort gibt es alles: Diesel (brauchen wir nicht), Wasser (brauchen wir ganz viel), Strom (brauchen wir), Lebensmittel (brauchen wir wirklich viel). Der Schwimmsteg ist ziemlich leer, füllt sich dann aber in den folgenden drei Stunden. Der Einkauf gelingt, Wasser gibt es genug und der Stromanschluss funktioniert auch. Ansonsten ist der Hafen unglaublich nervig mit einem irren Motorbootverkehr. Hier wollen wir nicht bleiben.
 
 
Also ablegen. Dabei zeigt sich, dass die Ketten der Heckbojen sehr lang sind und unter Wasser in der selben Richtung weiterlaufen wie die Bojenleine über Wasser, und - schwupp - liegt man auf so einer Kette mit Kiel vorne und Ruder hinten und Saildrive hoffentlich nicht in der Nähe der Kette. Bei wenig Wind zum Glück aus der richtigen Richtung treiben wir ganz langsam von dem Geschirr weg. Eine dämliche Anordnung.
Also ablegen. Dabei zeigt sich, dass die Ketten der Heckbojen sehr lang sind und unter Wasser in der selben Richtung weiterlaufen wie die Bojenleine über Wasser, und - schwupp - liegt man auf so einer Kette mit Kiel vorne und Ruder hinten und Saildrive hoffentlich nicht in der Nähe der Kette. Bei wenig Wind zum Glück aus der richtigen Richtung treiben wir ganz langsam von dem Geschirr weg. Eine dämliche Anordnung.
Wir brauchen eine ruhige Bucht, und die scheint es gut 2 Meilen nördlich zu geben: Stärbsnäsviken. Wirklich sehr nett, sehr eng, es gibt dort sogar eine Boje des Kryssarklubben. Die nehmen wir. Der Blick in die Runde zeigt: Hier liegen wir in einer alten Ferienhaussiedlung. Alles ist bewohnt, überall wird geplanscht, überall lachen Kinder - schön.
Wir brauchen eine ruhige Bucht, und die scheint es gut 2 Meilen nördlich zu geben: Stärbsnäsviken. Wirklich sehr nett, sehr eng, es gibt dort sogar eine Boje des Kryssarklubben. Die nehmen wir. Der Blick in die Runde zeigt: Hier liegen wir in einer alten Ferienhaussiedlung. Alles ist bewohnt, überall wird geplanscht, überall lachen Kinder - schön.
Was wird aus Finnland? Nix. Der Wetterbericht murmelt was von Starkwind in den nächsten Tagen und Regen auf den Aalands. Das brauchen wir nicht. Wir bleiben hier in der Gegend.
Was wird aus Finnland? Nix. Der Wetterbericht murmelt was von Starkwind in den nächsten Tagen und Regen auf den Aalands. Das brauchen wir nicht. Wir bleiben hier in der Gegend.
15. Juli Högmarsö
 
 
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15. Juli - Högmarsö </div>
 
 
Unsere Bucht gestern zeigte sich am Abend von ihrer besten Seite. Das hier ist z.B. eine typische Uferbebauung. Etwas windschief zwar, aber sehr hübsch in der Abendsonne.
Unsere Bucht gestern zeigte sich am Abend von ihrer besten Seite. Das hier ist z.B. eine typische Uferbebauung. Etwas windschief zwar, aber sehr hübsch in der Abendsonne.
Nachbarn hatten wir auch - einen echten Oldtimer mit echter Oldtimerbesatzung (die waren gut 10 Jahre älter als wir). Wer genau hinsieht erkennt: Der alte Herr rudert nicht das Dinghi, er wriggt !! Wer kann das noch, hm?
Nachbarn hatten wir auch - einen echten Oldtimer mit echter Oldtimerbesatzung (die waren gut 10 Jahre älter als wir). Wer genau hinsieht erkennt: Der alte Herr rudert nicht das Dinghi, er wriggt !! Wer kann das noch, hm?