Benutzer:Rumpf/Törnbericht 2019 Ostschweden via Dänemark: Unterschied zwischen den Versionen

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28. Juni - [[Nacka Strand]] (Stockholm)</div>
Jetzt geht's wieder nach Osten und raus aus dem Mälaren. Windgeschwindigkeiten immer über 10 m/s aus West lassen ausreichende Geschwindigkeiten nur mit der Fock zu. Die Umgebung erinnert uns an ein junges schwedisches Seglerpaar vor einigen Jahren, die uns sagten "Wir segeln so gerne im Wald". Die würden hierher passen.
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Der Gegenverkehr sieht auch ganz nett aus:
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Dann aber geht's los mit Brücke, Klappbrücke, Schleuse.
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Vor uns musste erst noch ein Frachter durch, wir bekamen den nächsten Schleusengang. An die Zeiten, die so in Handbüchern stehen, hält sich hier niemand. Alles wird über Laufschrift verkündet. Und da steht auch, das die Schleuse am 30.6. wegen einer Regatta geschlossen bleibt. Uups! Was mag das sein? Egal, jetzt erst mal schleusen. Im Gegensatz zu den Brücken müssen hier auch die Motorboote durch, und das sind viele. Benehmen sich, als wären sie alleine. Rempeln hier, rempeln da, als die Schleuse wieder aufgeht brettern die hintersten schon mal an allen vorderen vorbei .....
Wir gucken noch mal auf den Plotter, und da sehen wir eine Unmenge von AIS-Klass B-Signalen in allen Häfen der Stadt. Und jetzt klingelt's. Hier wird doch immer das Rennen Gotland Runt gestartet! Der 30. ist übermorgen. Au weia!
Wir versuchen erst gar nicht, dort einen Platz zu kriegen, biegen gleich rechts ab und fahren nach Nacka Strand, einem klitzekleinen Hafen kurz vor der Ölpier. Hier ist es bis auf die hämmernden Bässe von Djurgarden ruhig.
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Die Mitbewohner hier sind Nonnengänse, nicht so am Segeln interesiert.
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29. Juni - [[Svartsö]]</div>
Morgenstund hat Gold im Mund - Wir legen schon um 08:00 ab und machen uns auf den Weg nach Osten. Wind mal da, mal nicht - macht nix, wir ham's nicht eilig. Aber die Anderen! Alle 5 Minuten kommt ein Wasserbus der Vaxholmsbolaget vorbei. Die machen einen unglaublichen Schwell, da steht kein Segel mehr. Kaum ist der weg, kommt eine mehr oder weniger große Motoryacht entgegen oder überholt - mit Full-Speed natürlich. Zur Abwechslung dann mal eine Silja- oder Viking-Fähre, dann wieder die Vaxholmsbolaget und auch mal Eine Donzi (stand drauf). Da hab ich mal gegoogelt: Die haben so 7 Liter Motoren und liefern 900 PS, natürlich nur ohne Schalldämpfer X(
Ergebnis: Es laufen bei wenig Wind ständig Kreuzseen von min 1/2 m durch das Wasser. Das ist nicht schön. Schnell weg hier, aber das Ganze bleibt so bis Vaxholm. Hier isses:
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Dort kommen auch noch die Fähren dazu.
Danach wird's ruhiger, die Fahrwasser enger. Eine kleine Regatta mit dem hier wird auch möglich:
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Was soll ich sagen, aber die alten Leute haben doch tatsächlich gewonnen.
Schließlich Aufatmen in unserer Bucht am Nordufer von Svartsö. Der Steg des Clubholmens, an den wir wollten, ist zwar schon rappelvoll, aber hier kann man sehr gut ankern. Machen wir.
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Quintessenz des heutigen Tages: Man sollte nicht am Samstag oder Sonntag mit einem Segelboot in die Gewässer zwischen Stockholm und Vaxholm.