Festmachen an einer Boje: Unterschied zwischen den Versionen

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Eine Verbindung vom Schiff zum Ring einer Mooring-Boje, die für Übernachtung meist geeignet ist, kann durch 1½ Rundtörn und  einen Wasserpalstek gebildet werden. Die 1½ Rundtörn am Ring und der Webeleinenstek im Wasserpalstek erhöhen die Reibung, führen so zu geringerer Beweglichkeit in den Knotenpunkten der Seilverbindung. Der Wasserpalstek und die durch ihn gebildete Schlaufe bleiben auch unter wechselnden Belastungen und bei feuchten Seilen fest und führen so zu höherer Sicherheit. Im Gegensatz hierzu können sich eine offene Schlaufe (nur ½ Rundtörn) und ein einfacher Palstek bei andauernder Bewegung über die Zeit losarbeiten. Zu guter Letzt gilt es ein Scheuern an Deckskanten mit einem Schlauchstück zu verhindern.
Eine Verbindung vom Schiff zum Ring einer Mooring-Boje, die für Übernachtung meist geeignet ist, kann durch 1½ Rundtörn und  einen Wasserpalstek gebildet werden. Die 1½ Rundtörn am Ring und der Webeleinenstek im Wasserpalstek erhöhen die Reibung, führen so zu geringerer Beweglichkeit in den Knotenpunkten der Seilverbindung. Der Wasserpalstek und die durch ihn gebildete Schlaufe bleiben auch unter wechselnden Belastungen und bei feuchten Seilen fest und führen so zu höherer Sicherheit. Im Gegensatz hierzu können sich eine offene Schlaufe (nur ½ Rundtörn) und ein einfacher Palstek bei andauernder Bewegung über die Zeit losarbeiten. Zu guter Letzt gilt es ein Scheuern an Deckskanten mit einem Schlauchstück zu verhindern.


== Wasserpalstek und eineinhalb Rundtörn ==
== Wasserpalstek und anderthalb Rundtörn ==


{| border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" style="background-color:#F9F9F9; border-color:#cccccc; border-collapse:collapse" width="750px"
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|style="text-align:center" width="330px"|[[Datei:Wasserpalstek01.jpeg|160px]]
|style="text-align:center" width="330px"|[[Datei:Wasserpalstek01.jpeg|160px]]
|Das lose Ende durch den Ring oder um die Stange führen. Dies entspricht einem halben Rundtörn.  
|Das lose Ende durch den Ring an der Mooring-Boje führen. Dies entspricht einem halben Rundtörn.  
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|style="text-align:center"|[[Datei:Wasserpalstek02.jpeg|160px]]
|style="text-align:center"|[[Datei:Wasserpalstek02.jpeg|160px]]
|Nun führt man das lose Ende noch einmal durch den Ring oder um die Stange. Es sind anderthalb Rundtörn entstanden.
|Nun führt man das lose Ende noch einmal durch den Ring. Es sind anderthalb Rundtörn entstanden.
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|style="text-align:center"|[[Datei:Wasserpalstek03.jpeg|160px]]
|style="text-align:center"|[[Datei:Wasserpalstek03.jpeg|160px]]
|Zum Fixieren der Leine bildet man eine halben Schlag um den stehenden Part der Leine. Dabei wird das Ende über die stehende Part gelegt und dann durch die Lücke direkt vor den anderthalb Rundtörn gezogen.  
|Seil ein bis zwei Meter weit durch den Ring durchziehen und zurück an Bord führen, so dass der Wasserpalstek leicht an Bord geknüpft und später beim Einholen auch wieder gelöst werden kann.  
 
Wassepalstek mit zwei Schlaufen in der stehenden Part beginnen.  
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|style="text-align:center"|[[Datei:Wasserpalstek04.jpeg|160px]]
|style="text-align:center"|[[Datei:Wasserpalstek04.jpeg|160px]]
|In gleicher Weise wird ein zweiter Schlag gebildet. Das lose Ende wird  erneut und in selber Drehrichtung über die stehende Part gelegt und durch die entstehende Schlaufe gezogen.  
|Beide Schlaufen gegeneinander versetzt übereinander legen, so dass eine [[Webeleinenstek]] als leere Schlaufe entsteht.  
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|style="text-align:center"|[[Datei: Wasserpalstek05.jpeg|160px]]
|style="text-align:center"|[[Datei: Wasserpalstek05.jpeg|160px]]
|Loses Ende von der Boje kommend unten durch den Webeleinenstek führen.
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|style="text-align:center"|[[Datei:Wasserpalstek06.jpeg|160px]]
|Das Ende auf der Seite, an der der untere Teil der stehende Part zur Boje läuft um den oberen Teil der stehenden Part herum und parallel durch Den Webeleinenstek zurück nach unten führen.
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|style="text-align:center"|[[Datei: Wasserpalstek07.jpeg|160px]]
|Der Wasserpalstek bildet eine lange und feste Schlaufe, die an ihrem Ende mit anderthalb Rundtörn an dem Ring der Mooring-Boje befestigt ist und kaum Bewegung am Befestigungspunkt zulässt.
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|style="text-align:center"|[[Datei:Wasserpalstek08.jpeg|160px]]
|Beide Schlaufen gegeneinander versetzt übereinander legen, so dass eine [[Webeleinenstek]] als leere Schlaufe entsteht.
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|style="text-align:center"|[[Datei: Wasserpalstek09.jpeg|160px]]
|Loses Ende von der Boje kommend unten durch den Webeleinenstek führen.
|Der Knoten, insbesondere die zwei halben Schläge, sollten abschliessend gut festgezogen werden, um die nötige Reibung und festen Halt zu bekommen. Es ist ein [[Webeleinenstek]] des losen Endes um die stehende Part entstanden. Ein großer Teil der Zugkraft an der stehenden Part wird in der Reibung der anderthalb Rundtörn aufgefangen. Dadurch wird die Zugkraft auf den beiden halben Schläge deutlich gemindert. Die können später leichter wieder gelöst werden.  
|Der Knoten, insbesondere die zwei halben Schläge, sollten abschliessend gut festgezogen werden, um die nötige Reibung und festen Halt zu bekommen. Es ist ein [[Webeleinenstek]] des losen Endes um die stehende Part entstanden. Ein großer Teil der Zugkraft an der stehenden Part wird in der Reibung der anderthalb Rundtörn aufgefangen. Dadurch wird die Zugkraft auf den beiden halben Schläge deutlich gemindert. Die können später leichter wieder gelöst werden.  
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