Norwegen: Unterschied zwischen den Versionen

Peter (Diskussion | Beiträge)
Südnorwegen: Küstenabschnitte
Peter (Diskussion | Beiträge)
Navigation: Versuch einer Konsolidierung eingearbeitet
Zeile 34: Zeile 34:


== Navigation ==
== Navigation ==
=== Navigation im Süden Norwegens ===
Der Anspruch an die Navigation ist je nach Küstenabschnitt sehr unterschiedlich. Während das Befahren markierter Fahrwasser unproblematisch ist, kann das Abweichen
Insbesondere im Schärengürtel erfordert die Navigation viel Aufmerksamkeit. Obwohl die Wassertiefe vom Ufer meist sehr schnell zunimmt, gibt es zahlreiche Steine über und unter Wasser. Die Durchfahrten sind häufig eng. Man muss außerdem aufgrund der zahlreichen Inseln ständig seine Position im Auge behalten. Nachts ist das Befahren der Schären teilweise problematisch und nicht zu empfehlen.
=== Navigation im Schärengürtel ===
Schären sind in Norwegen im Süden (um Kristiansand), aber auch an der Westküste, wie beispielsweise zwischen [[Haugesund bis Bergen]] zu finden.


=== Navigation im mittleren Teil Norwegens ===
Insbesondere im Schärengürtel erfordert die Navigation viel Aufmerksamkeit. Obwohl die Wassertiefe vom Ufer meist sehr schnell zunimmt, gibt es zahlreiche Steine über und unter Wasser. Die Durchfahrten sind häufig eng. Man muss außerdem aufgrund der zahlreichen Inseln ständig seine Position im Auge behalten. Nachts ist das Befahren der Schären teilweise problematisch und nicht zu empfehlen. Es muss unbedings vorher geprüft werden, ob das gewünschte Ziel über hinreichend gute Ansteuerungstonnen (Sektorenfeuer, Richtfeuer) verfügt.
In den Fjorden zwischen Stavanger und Trondheim ist die Navigation vergleichsweise einfach. Probleme wegen Tiefgang sind selten, da das Wasser meist bis kurz vor der Felswand sehr tief ist und man muß hauptsächlich bei großen Segelbooten auf die Durchfahrtshöhen wegen Hochspannungsleitungen achten. Ansonsten kann man weitgehend terrestrisch nach festem Schema navigieren. Am Ende der meisten Fjord-Abschnitte steht jeweils ein Sektorenleuchtfeuer, daß tagsüber als weißes Häuschen mit rotem Dach gut erkennbar ist. Einzelne Felsen im Fahrwasser sind umfangreich betonnt, eine durchgehende Fahrwasserbetonnung ist dagegen die Ausnahme. Auch wenn die Benutzung eines Radars nachts empfehlenswert ist, ist eine sichere, nächtliche Passage für eine routinierte Crew auch ohne Radar möglich. Aufgrund der niedrigen Hafendichte in diesem Gebiet ist es mitunter auch nötig, nachts weiterzufahren.  
 
=== Navigation in Fahrwassern und Fjorden ===
In den Fjorden ist die Navigation meist vergleichsweise einfach. Probleme wegen Tiefgang sind selten, da das Wasser meist bis kurz vor der Felswand sehr tief ist und man muß hauptsächlich bei großen Segelbooten auf die Durchfahrtshöhen wegen Hochspannungsleitungen achten. Ansonsten kann man weitgehend terrestrisch nach festem Schema navigieren. Am Ende der meisten Fjord-Abschnitte steht jeweils ein Sektorenleuchtfeuer, daß tagsüber als weißes Häuschen mit rotem Dach gut erkennbar ist. Einzelne Felsen im Fahrwasser sind umfangreich betonnt, eine durchgehende Fahrwasserbetonnung ist dagegen die Ausnahme. Auch wenn die Benutzung eines Radars nachts empfehlenswert ist, ist eine sichere, nächtliche Passage für eine routinierte Crew auch ohne Radar möglich. Aufgrund der niedrigen Hafendichte in diesem Gebiet ist es mitunter auch nötig, nachts weiterzufahren.  


Außerhalb der Fjorde gibt es nur im Bereich der vorgelagerten Inseln, z.B. am Ausgang des [[Sognefjord | Sognefjords]] für Segelyachten geeignete Häfen. Die Westküsten von Festland und Inseln sind durchgängig nicht zum Anlegen oder Ankern geeignet.
Außerhalb der Fjorde gibt es nur im Bereich der vorgelagerten Inseln, z.B. am Ausgang des [[Sognefjord | Sognefjords]] für Segelyachten geeignete Häfen. Die Westküsten von Festland und Inseln sind durchgängig nicht zum Anlegen oder Ankern geeignet.