Norwegen: Unterschied zwischen den Versionen
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→Navigation: Fjordnavigation ergänzt |
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== Navigation == | == Navigation == | ||
=== Navigation im Süden Norwegens === | |||
Insbesondere im Schärengürtel erfordert die Navigation viel Aufmerksamkeit. Obwohl die Wassertiefe vom Ufer meist sehr schnell zunimmt, gibt es zahlreiche Steine über und unter Wasser. Die Durchfahrten sind häufig eng. Man muss außerdem aufgrund der zahlreichen Inseln ständig seine Position im Auge behalten. Nachts ist das Befahren der Schären teilweise problematisch und nicht zu empfehlen. | Insbesondere im Schärengürtel erfordert die Navigation viel Aufmerksamkeit. Obwohl die Wassertiefe vom Ufer meist sehr schnell zunimmt, gibt es zahlreiche Steine über und unter Wasser. Die Durchfahrten sind häufig eng. Man muss außerdem aufgrund der zahlreichen Inseln ständig seine Position im Auge behalten. Nachts ist das Befahren der Schären teilweise problematisch und nicht zu empfehlen. | ||
=== Navigation im mittleren Teil Norwegens === | |||
In den Fjorden zwischen Stavanger und Trondheim ist die Navigation vergleichsweise einfach. Probleme wegen Tiefgang sind selten, da das Wasser meist bis kurz vor der Felswand sehr tief ist und man muß hauptsächlich bei großen Segelbooten auf die Durchfahrtshöhen wegen Hochspannungsleitungen achten. Ansonsten kann man weitgehend terrestrisch nach festem Schema navigieren. Am Ende der meisten Fjord-Abschnitte steht jeweils ein Sektorenleuchtfeuer, daß tagsüber als weißes Häuschen mit rotem Dach gut erkennbar ist. Einzelne Felsen im Fahrwasser sind umfangreich betonnt, eine durchgehende Fahrwasserbetonnung ist dagegen die Ausnahme. Auch wenn die Benutzung eines Radars nachts empfehlenswert ist, ist eine sichere, nächtliche Passage für eine routinierte Crew auch ohne Radar möglich. Aufgrund der niedrigen Hafendichte in diesem Gebiet ist es mitunter auch nötig, nachts weiterzufahren. | |||
Außerhalb der Fjorde gibt es nur im Bereich der vorgelagerten Inseln, z.B. am Ausgang des [Sognefjord Sognefjords] für Segelyachten geeignete Häfen. Die Westküsten von Festland und Inseln sind durchgängig nicht zum Anlegen oder Ankern geeignet. | |||
Durchgängiges Segeln mit großen Etmalen ist meist nur auf offener See möglich, in den Fjorden nur bei achterlichen Winden, zum sinnvollen Aufkreuzen sind die Fjorde zu schmal. Potentielle Seitenwinde werden meist durch die hunderte von Metern hohe Felswände abgehalten und äußern sich höchstens als Fallböen. | |||
== Ankern und Anlegen == | == Ankern und Anlegen == | ||