Sportschifferzeugnis E/Berufskenntnisse: Unterschied zwischen den Versionen
Zur Navigation springen
Zur Suche springen
Kannix (Diskussion | Beiträge) |
Kannix (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
'''Berufskenntnisse (nautische, schiffsbetriebstechnische, berufliche Fähigkeiten)''' | '''Berufskenntnisse (nautische, schiffsbetriebstechnische, berufliche Fähigkeiten)''' | ||
== | == Führung des Fahrzeuges (3.1) == | ||
=== Schraube === | === Schraube === | ||
| Zeile 12: | Zeile 12: | ||
=== Bug(quer)strahlruder === | === Bug(quer)strahlruder === | ||
* Hilfe bei An- und Ablegemanövern. Bei höheren Geschwindigkeiten nahezu wirkungslos. | * Hilfe bei An- und Ablegemanövern, Drehen auf engem Raum. Bei höheren Geschwindigkeiten nahezu wirkungslos. | ||
=== Ruder === | === Ruder === | ||
| Zeile 40: | Zeile 40: | ||
* rackholen = dichtholen = straffen | * rackholen = dichtholen = straffen | ||
* Fretter = Schäkel = Kuhmaul | * Fretter = Schäkel = Kuhmaul | ||
== Maschinenkenntnisse (3.2) == | |||
=== Triebwerksteile === | |||
* Kolben | |||
* Pleuel | |||
* Kurbelwelle | |||
=== Steuerteile === | |||
* Ein- und Auslassventile | |||
* Kipphebel | |||
* Rollenstößel und Stößelstangen | |||
* Nockenwelle | |||
=== 4-Takt-Verfahren === | |||
* 1.Ansaugen | |||
* 2.Verdichten | |||
* 3.Arbeiten | |||
* 4.Ausstoßen | |||
=== Motoraufladung === | |||
* Durch den höheren Druck wird der Füllungsgrad verbessert (mehr Luft für die Verbrennung). Somit kann auch eine größere Menge Kraftstoff verbrannt werden. Die Leistung erhöht sich folglich | |||
=== Kolbenringe === | |||
* dichten den Verbrennungsraum ab | |||
=== Ventilspiel zu klein === | |||
* Ventil öffnet früher und schließt später | |||
* Auslassventil wird heiß | |||
* bei warmen Motor schließen Ventil nicht richtig | |||
* Leistungsverluste | |||
=== Ventilspiel zu groß === | |||
* Ventil öffnet später und schließt früher | |||
* Leistungsverluste | |||
* mechanische Belastung und Geräuschentwicklung steigen | |||
=== Motorschmierung === | |||
* Schmieren | |||
* Kühlen | |||
* Abdichten | |||
* Reinigen | |||
* Korrosionsschutz | |||
* Geräuschdämpfung | |||
=== Ölpumpe === | |||
* meist Zahnradpumpen | |||
=== Kolbenbolzen === | |||
* Durch die Kurbelwelle wird dem Pleuellager Schmieröl zugeführt. Ölkanalbohrungen im Pleuel versorgen anschließend die Kolbenbolzenbuchse. | |||
=== Handpumpe im Schmierölkreislauf === | |||
* Vorschmieren des Motors | |||
* Auspumpen der Grundplatte/Ölwanne | |||
=== Kühlverfahren === | |||
* Luftkühlung | |||
* Wasserkühlung | |||
* Ölkühlung | |||
=== Kühlwasserthermostat === | |||
* Teilt den Kühlmittelumlauf in Abhängigkeit von der Kühlwassertemperatur in 2 Kreise und ermöglicht so schnelleres Erreichen der Betriebstemperatur | |||
* Warmlaufphase > kleiner Kühlkreislauf nur durch den Motor | |||
* Betriebstemperatur > großer Kühlkreislauf durch Motor und Kühler | |||
=== Seewasserdurchflusskühlung === | |||
* Das Seewasser wird von Außenbord angesaugt und durch die Kühlhohlräume des Motors gedrückt und gelangt anschließend wieder nach Außenbord | |||
=== Pumpenumlaufkühlung === | |||
Es gibt zwei Kühlmittelkreisläufe: | |||
* Der innere Kreislauf (geschlossen) kühlt den Motor mit Kühlmittel. | |||
* Der äußere Kreislauf rückkühlt den inneren Kreislauf über einen Wärmetauscher und arbeitet mit Seewasser. | |||
=== Anlassluftsystem === | |||
* ausreichender Druckluftvorrat muss vorhanden sein | |||
* der Motor muss auf ausreichende Drehzahl gebracht werden um beim Einspritzen von Kraftstoff selbständig weiterzulaufen | |||
* bei umsteuerbaren Motoren muss die Nockenwelle verschoben werden (deren Steuernocken unter Berücksichtigung der Drehrichtung doppelt ausgeführt sind: ein Satz für Voraus- und ein Satz für Rückwärtslauf) | |||
* Kleinere Motoren können mit Druckluftstartern (ähnlich elektrischen Anlassern) über das Schwingrad angelassen werden | |||
* Direkt über die Zylinder angelassene Maschinen haben neben Ein- und Auslass- auch Anlassventile | |||
=== Enlüften === | |||
* erst den Kraftstofffilter | |||
* anschliessend die Einspritzpumpe entlüften | |||
=== Einspritzpumpe === | |||
* stellt pro Hub | |||
** eine definierte Menge Kraftstoff | |||
** mit dem nötigen Druck bereit | |||
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Einspritzpumpe wikipedia] | |||
=== Einspritzdüse === | |||
* bei einfachen Systemen wird die Düsennadel von einer oder zwei Druckfedern des Düsenhalters in den Sitz gedrückt | |||
* durch den Kraftstoffdruck entsteht eine senkrecht wirkende Hubkraft | |||
* ist diese größer als die Federkraft, wird die Nadel nach oben gedrückt, und es wird Kraftstoff eingespritzt | |||
* fällt der Druck ab, schließt die Düse (wieder) | |||
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Einspritzd%C3%BCse_%28Dieselmotor%29 wikipedia] | |||
== Literatur/Quellen == | == Literatur/Quellen == | ||
Version vom 23. Dezember 2013, 14:39 Uhr
Berufskenntnisse (nautische, schiffsbetriebstechnische, berufliche Fähigkeiten)
Führung des Fahrzeuges (3.1)
Schraube
- Drehrichtung wikipedia
- Es gibt rechts- und linksgängige Propeller. Ein rechtsgängiger Propeller dreht im Vorwärtsgang von hinten betrachtet im Uhrzeigersinn.
- Radeffekt wikipedia
- Die drehende Schraube versetzt das Heck eines Fahrzeugs bei Fahrt voraus (schwach) und Fahrt achteraus (stärker) zur Seite.
- 2-Propeller wikipedia
- Die Schrauben laufen üblicherweise gegenläufig, d.h. der Radeffekt hebt sich bei Gleichlauf beider Maschinen auf. Laufen die Maschinen gegeneinander, kann auf der Stelle gedreht werden
Bug(quer)strahlruder
- Hilfe bei An- und Ablegemanövern, Drehen auf engem Raum. Bei höheren Geschwindigkeiten nahezu wirkungslos.
Ruder
- wirkt nur bei ausreichender Anströmung
- versetzt das Heck, der Drehpunkt liegt bei Fahrt voraus üblicherweise in Höhes des Bugs
- je höher die Geschwindigkeit desto größer die Drift
Fahrtrichtungswechsel
- durch Verstellpropeller
- drehen des Antriebs (Gondel/Pod/Schottelantrieb)
- Wendegetriebe
- Umsteuern/Rückwärtslauf der Antriebsmaschine
Fahrt durchs Wasser
- entsteht Unterdruck unter und neben dem Schiff
- das Schiff sinkt ein (Absunk)
- je höher die Geschwindigkeit bzw. je kleiner der Wasserstraßenquerschnitt, desto größer der Absunk
- es bilden sich Bug- und Heckwelle
Drähte
- meeren = festmachen
- Vorrausdraht = Vorleine
- Achterdraht = Achterleine
- (Achter-/hintere-)Beidraht = quergespannte Leine (am Heck)
- Laufdraht = einzelne Festmachleine / -draht z.B. Vor- und Achterspring
- Koppeldraht = Leine/Draht zum koppeln von Schubverbänden
- rackholen = dichtholen = straffen
- Fretter = Schäkel = Kuhmaul
Maschinenkenntnisse (3.2)
Triebwerksteile
- Kolben
- Pleuel
- Kurbelwelle
Steuerteile
- Ein- und Auslassventile
- Kipphebel
- Rollenstößel und Stößelstangen
- Nockenwelle
4-Takt-Verfahren
- 1.Ansaugen
- 2.Verdichten
- 3.Arbeiten
- 4.Ausstoßen
Motoraufladung
- Durch den höheren Druck wird der Füllungsgrad verbessert (mehr Luft für die Verbrennung). Somit kann auch eine größere Menge Kraftstoff verbrannt werden. Die Leistung erhöht sich folglich
Kolbenringe
- dichten den Verbrennungsraum ab
Ventilspiel zu klein
- Ventil öffnet früher und schließt später
- Auslassventil wird heiß
- bei warmen Motor schließen Ventil nicht richtig
- Leistungsverluste
Ventilspiel zu groß
- Ventil öffnet später und schließt früher
- Leistungsverluste
- mechanische Belastung und Geräuschentwicklung steigen
Motorschmierung
- Schmieren
- Kühlen
- Abdichten
- Reinigen
- Korrosionsschutz
- Geräuschdämpfung
Ölpumpe
- meist Zahnradpumpen
Kolbenbolzen
- Durch die Kurbelwelle wird dem Pleuellager Schmieröl zugeführt. Ölkanalbohrungen im Pleuel versorgen anschließend die Kolbenbolzenbuchse.
Handpumpe im Schmierölkreislauf
- Vorschmieren des Motors
- Auspumpen der Grundplatte/Ölwanne
Kühlverfahren
- Luftkühlung
- Wasserkühlung
- Ölkühlung
Kühlwasserthermostat
- Teilt den Kühlmittelumlauf in Abhängigkeit von der Kühlwassertemperatur in 2 Kreise und ermöglicht so schnelleres Erreichen der Betriebstemperatur
- Warmlaufphase > kleiner Kühlkreislauf nur durch den Motor
- Betriebstemperatur > großer Kühlkreislauf durch Motor und Kühler
Seewasserdurchflusskühlung
- Das Seewasser wird von Außenbord angesaugt und durch die Kühlhohlräume des Motors gedrückt und gelangt anschließend wieder nach Außenbord
Pumpenumlaufkühlung
Es gibt zwei Kühlmittelkreisläufe:
- Der innere Kreislauf (geschlossen) kühlt den Motor mit Kühlmittel.
- Der äußere Kreislauf rückkühlt den inneren Kreislauf über einen Wärmetauscher und arbeitet mit Seewasser.
Anlassluftsystem
- ausreichender Druckluftvorrat muss vorhanden sein
- der Motor muss auf ausreichende Drehzahl gebracht werden um beim Einspritzen von Kraftstoff selbständig weiterzulaufen
- bei umsteuerbaren Motoren muss die Nockenwelle verschoben werden (deren Steuernocken unter Berücksichtigung der Drehrichtung doppelt ausgeführt sind: ein Satz für Voraus- und ein Satz für Rückwärtslauf)
- Kleinere Motoren können mit Druckluftstartern (ähnlich elektrischen Anlassern) über das Schwingrad angelassen werden
- Direkt über die Zylinder angelassene Maschinen haben neben Ein- und Auslass- auch Anlassventile
Enlüften
- erst den Kraftstofffilter
- anschliessend die Einspritzpumpe entlüften
Einspritzpumpe
- stellt pro Hub
- eine definierte Menge Kraftstoff
- mit dem nötigen Druck bereit
- wikipedia
Einspritzdüse
- bei einfachen Systemen wird die Düsennadel von einer oder zwei Druckfedern des Düsenhalters in den Sitz gedrückt
- durch den Kraftstoffdruck entsteht eine senkrecht wirkende Hubkraft
- ist diese größer als die Federkraft, wird die Nadel nach oben gedrückt, und es wird Kraftstoff eingespritzt
- fällt der Druck ab, schließt die Düse (wieder)
- wikipedia