Anlegen mit dem Heck zur Pier: Unterschied zwischen den Versionen
→Einleitung: Nachteil beim Anlegen per Heck |
Einhand anlegen mit Mooring |
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zu greifen, nach vorne zu tragen und dort zu befestigen. Dabei immer darauf achten, | zu greifen, nach vorne zu tragen und dort zu befestigen. Dabei immer darauf achten, | ||
das die Leine nicht in die noch drehende Schraube gelangt. | das die Leine nicht in die noch drehende Schraube gelangt. | ||
== Einhand Anlegen mit Mooring == | |||
Während man häufiger Mannschaften ausreichender Stärke lautstark und mit viel Hektik an Bord anlegen sieht, legen gleichzeitig nebenan andere Seglerinnnen und Segler einhand oder zu zweit sicher und ohne Hast an. | |||
Natürlich freut sich mitunter auch diese/r, wenn ihr/ihm jemand an Land eine Leine annimmt, aber ansonsten läuft es meist rund genug, daß man im Gegenteil auch mit ausreichend großer Mannschaft davon lernen kann. | |||
Nachfolgend sei exemplarisch (!) ein Manöver beschrieben, daß ich mal in einem Hafen an der Westküste Korsikas bei über 40 kn aus NW auf See beobachtete. Das Boot war gut elf Meter lang. Die Besatzung bestand aus einem Skipper, einem Kleinkind und einer Frau, die auf das Kind aufpaßte, also de fakto einhand. Die Anlegestelle bestand aus einem festen Steg, an dem man mit Heck oder Bug voraus anlegt und das Boot seewärts an einer Mooringsboje vertäut. Dabei böige ca. 20 kn Wind schräg von der Seite. | |||
* Der Skipper hat die Segel bereits vor der Hafeneinfahrt geborgen, dreht unter Maschine eine Hafenrunde oder zwei und findet schließlich eine Lücke von ca. 8 m Breite im Lee einer größeren Segelyacht zum Schutz gegen den Seitenwind. | |||
* Er belegt das Ruder im relativ großen Hafenbecken auf hart Backbord und läßt die Maschine eingekuppelt, so daß das Boot langsame Kreise dreht. Derweil bringt er an beiden Seiten Fender aus, bugsiert ein Schlauchboot vom Vordeck ins Wasser und bindet es mit dessen Heck- und Bugleine quer zur Fahrtrichtung ans Heck der Segelyacht. Anschließend bereitet er noch eine lange Vorleine und zwei Heckleinen vor. | |||
* Der Skipper geht wieder ans Ruder und fährt rückwärts in die vorher ausgesuchte Lücke. Kurz vor der Pier stoppt er auf und legt dann wieder den Rückwärtsgang ein, so daß sein Boot das Schlauchboot gegen den Steg drückt. Das Schlauchboot dient also als Fender. | |||
* Der Skipper belegt das Ruder mittschiffs, wirft die beiden Heckleinen an Land und steigt gegebenenfalls selber über, um sie dort festzumachen, falls dies nicht bereits eine helfende Hand an Land erledigt. Anschließend entert er wieder seine Yacht und belegt die Heckleinen in einer Länge, die einer Distanz zum Land von etwa zwei bis drei Metern entspricht. | |||
* Das Ruder bleibt belegt, aber nun wird die Maschine ausgekuppelt und der Vorwärtsgang eingelegt. Hier kann je nach Windverhältnissen auch das Gas etwas erhöht werden. Nun "hängt" das Boot in seinen Heckleinen stabil und das Schlauchboot ist wieder frei. | |||
* Da in diesem Hafen keine Moorings am Steg liegen, sondern Mooringsbojen vorhanden sind, besteigt der Skipper sein Schlauchboot und verholt sich entlang seiner Yacht nach vorne, greift sich die Vorleine und macht die Yacht an der Boje fest. Anschließend geht er an Bord, holt die Vorleine gut durch und belegt sie wieder. Anschließend wird nochmal der Rückwärtsgang eingelegt, um zu prüfen, ob die Länge der Vorleine angemessen ist und die Heckleinen werden in geeigneter Entfernung zum Land verkürzt. | |||
Man sollte sich bei diesem Manöver klar machen, daß es nicht universell ist, sondern von bestimmten Randbedingungen abhängt und sich vorher überlegen, bei welchen Verhältnissen es nicht funktioniert und welche Alternativen existieren. Man kann dabei aber lernen, daß es nicht notwendig ist, Dinge parallel zu machen, sondern die meisten Manöver einem streng seriellen Ablauf folgen können und meist auch sollten. | |||
==Verschiedene Beispiele== | ==Verschiedene Beispiele== | ||