GPS / Fehlerquellen: Unterschied zwischen den Versionen

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Peter (Diskussion | Beiträge)
Störquellen ergänzt (Abschattung, Funkstörungen, Atmosphärische Störungen)
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Ein wichtiger Punkt, der meist vergessen wird, ist auch die '''Genauigkeit der Karten'''. Im allgemeinen kann man sogar davon aus gehen, das die Karten ungenauer sind, als das GPS. Viele Vermessungen stammen noch aus Zeiten, zu denen GPS noch nicht in Betrieb war. Es gibt Karten, die auf über 100 Jahre alten Vermessungen beruhen. Gerade in solchen Gebieten sollte man unbedingt terrestrisch Navigieren, denn beim Segeln ist nicht die absolute Position nach Länge und Breite interessant, sondern die Position des Bootes im Verhältnis zu Land und sonstigen Hindernissen. In der terrestischen Navigation kann man diese Daten auch gewinnen, wenn die Karte nicht genau mit dem Koordinatensystem übereinstimmt. Ein typisches Beispiel kann man bei Kartenplottern sehen, wenn man im Hafen liegt. Häufig - grade bei älteren elektronischen Karten - wird das Boot weit an Land liegend angezeigt, auch den die GPS-Position dank DGPS oder WAAS/EGNOS auf wenige Meter genau sein sollte. Würde man hier ausschliesslich nach GPS navigieren wär das Unglück vorprogrammiert. Während im Hafen der gesunde Menschenverstand noch die Diskrepanz aufzeigt, so dass man nach Sicht navigiert (die einfachste Form der terrestrischen Navigation), ist das auf See in der Nähe von Untiefen leider ein häufig vernachlässigtes Problem. Jede Position sollte immer mit mehreren Navigationstechniken überprüft werden! Eine dieser Techniken sollte wo immer möglich die terrestrische Navigation sein.
Ein wichtiger Punkt, der meist vergessen wird, ist auch die '''Genauigkeit der Karten'''. Im allgemeinen kann man sogar davon aus gehen, das die Karten ungenauer sind, als das GPS. Viele Vermessungen stammen noch aus Zeiten, zu denen GPS noch nicht in Betrieb war. Es gibt Karten, die auf über 100 Jahre alten Vermessungen beruhen. Gerade in solchen Gebieten sollte man unbedingt terrestrisch Navigieren, denn beim Segeln ist nicht die absolute Position nach Länge und Breite interessant, sondern die Position des Bootes im Verhältnis zu Land und sonstigen Hindernissen. In der terrestischen Navigation kann man diese Daten auch gewinnen, wenn die Karte nicht genau mit dem Koordinatensystem übereinstimmt. Ein typisches Beispiel kann man bei Kartenplottern sehen, wenn man im Hafen liegt. Häufig - grade bei älteren elektronischen Karten - wird das Boot weit an Land liegend angezeigt, auch den die GPS-Position dank DGPS oder WAAS/EGNOS auf wenige Meter genau sein sollte. Würde man hier ausschliesslich nach GPS navigieren wär das Unglück vorprogrammiert. Während im Hafen der gesunde Menschenverstand noch die Diskrepanz aufzeigt, so dass man nach Sicht navigiert (die einfachste Form der terrestrischen Navigation), ist das auf See in der Nähe von Untiefen leider ein häufig vernachlässigtes Problem. Jede Position sollte immer mit mehreren Navigationstechniken überprüft werden! Eine dieser Techniken sollte wo immer möglich die terrestrische Navigation sein.
==Störungen==
Die Laufzeiten der Satellitensignale können durch externe Einflüsse gestört werden:
* '''Abschattung''': Die GPS-Antenne kann durch Schiffsaufbauten oder Bauwerke abgeschattet oder reflektiert werden. Kurzzeitige Ablagen von bis zu 0,5 sm sind möglich
* '''Störquellen''': In der Nähe von Radiosendern, Flughäfen oder sonstigen Funkanlagen können Störungen auftreten
* '''Atmosphärische Störungen''': Durch die Atmosphäre können die Signal-Laufzeiten verfälscht werden. Der GPS-Empfänger versucht, die Sateliten zu nutzen, die hoch am Horizont stehen damit die Signalstrecke durch die Atmosphäre so kurz wie möglich ist. Störungen lassen sich trotz allem nicht ausschließen.


==Systemfehler==
==Systemfehler==