Golfe du Lion: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Golfe du Lion zählt zu den Seegebieten der Erde mit der größten Häufigkeit für Sturm und Starkwind. Diese werden fast ausschließlich durch das Wetterphänomen des [[Mistral]] hervorgerufen. Hierbei kommt es zwischen dem Azorenhoch und dem Genuatief zu einer Kaltluftströmung aus nördlicher Richtung. Da der Golf nördlich und westlich von großen Gebirgszügen umgeben ist (Pyräneen, Zentralmassiv, Alpen), ist der Mistral ein Leewind und daher meist trocken. Oft herrscht blauer Himmel und Sonnenschein, wenn der Wind schon auf Sturmstärke zunimmt. | Der Golfe du Lion zählt zu den Seegebieten der Erde mit der größten Häufigkeit für Sturm und Starkwind. Diese werden fast ausschließlich durch das Wetterphänomen des [[Mistral]] hervorgerufen. Hierbei kommt es zwischen dem Azorenhoch und dem Genuatief zu einer Kaltluftströmung aus nördlicher Richtung. Da der Golf nördlich und westlich von großen Gebirgszügen umgeben ist (Pyräneen, Zentralmassiv, Alpen), ist der Mistral ein Leewind und daher meist trocken. Oft herrscht blauer Himmel und Sonnenschein, wenn der Wind schon auf Sturmstärke zunimmt. | ||
Während sich die Windgeschwindigkeit über Land noch in Grenzen hält, nimmt sie über der See deutlich zu und erreicht in der Mitte des Golfs ihr Maximum. Erfahrene Seeleute raten daher grundsätzlich davon ab, den Golf mit weitem Abstand von der Küste zu überqueren. | Während sich die Windgeschwindigkeit über Land noch in Grenzen hält, nimmt sie über der See deutlich zu und erreicht in der Mitte des Golfs ihr Maximum. Erfahrene Seeleute raten daher grundsätzlich davon ab, den Golf mit weitem Abstand von der Küste zu überqueren. | ||
Der Nordwind im Golf kann nicht nur recht stark werden, er ist auch sehr häufig. Am Cap Leucate z.B. weht der Wind an über 300 Tagen im Jahr aus nördlicher Richtung. Wer also aus dem Golf nach Süden an die Costa Brava oder auf die Balearen fährt, sollte für den Rückweg ausreichend Zeit einplanen | Der Nordwind im Golf kann nicht nur recht stark werden, er ist auch sehr häufig. Am Cap Leucate z.B. weht der Wind an über 300 Tagen im Jahr aus nördlicher Richtung. Wer also aus dem Golf nach Süden an die Costa Brava oder auf die Balearen fährt, sollte für den Rückweg ausreichend Zeit einplanen. | ||
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