Eindampfen in die Vorspring beim Anlegen: Unterschied zwischen den Versionen

Keine Bearbeitungszusammenfassung
Guntram (Diskussion | Beiträge)
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 6: Zeile 6:
*bei ablandigem Wind, wo der Radeffekt nicht mehr ausreicht, um das Schiff an die Pier zu ziehen
*bei ablandigem Wind, wo der Radeffekt nicht mehr ausreicht, um das Schiff an die Pier zu ziehen
*Wenn gegen den Radeffekt angelegt werden muss.
*Wenn gegen den Radeffekt angelegt werden muss.
Es gibt kaum eine Anlegesituation längsseits, die mit diesem Manöver nicht bewältigt werden kann, sogar mit einer Crew von nur 2 Personen. Das Boot bleibt unter Leine und Motor zu jeder Zeit unter Kontrolle.


==Vorbereitungen==
==Vorbereitungen==
Zeile 27: Zeile 28:


Das durch die Schraube strömende Wasser wird durch das Ruder weg vom Land gelenkt. Durch den daraus entstehenden Rückstoß wird das Heck in Richtung Pier gedrückt.
Das durch die Schraube strömende Wasser wird durch das Ruder weg vom Land gelenkt. Durch den daraus entstehenden Rückstoß wird das Heck in Richtung Pier gedrückt.
Nun kann das Schiff in Position gehalten werden und dabei die Ausrichtung der Bordwand parallel zum Land mit der Ruderlage bestimmt werden. In der Regel wird man das Ruder hart seewärts legen und belegen, bis die übrigen Leinen, als erstes die Heckleine, ausgebracht sind. Bis dahin keinesfalls die Motordrehzahl senken.
Nun kann das Schiff in Position gehalten werden und dabei die Ausrichtung der Bordwand parallel zum Land mit der Ruderlage bestimmt werden. In der Regel wird man das Ruder hart seewärts legen und belegen, bis die übrigen Leinen, als erstes die Achterspring, dann Bug- und Heckleine, ausgebracht sind. Bis dahin keinesfalls die Motordrehzahl senken.


==Hinweise==
==Hinweise==
Zeile 34: Zeile 35:
*Das Manöver funktioniert umso besser, je näher die Schraube an dem Ruder ist. Das begünstigt meist Schiffe mit starrer Welle. Bei Schiffen mit Saildrive ist die Schraube meist weiter vom Ruderblatt entfernt.  
*Das Manöver funktioniert umso besser, je näher die Schraube an dem Ruder ist. Das begünstigt meist Schiffe mit starrer Welle. Bei Schiffen mit Saildrive ist die Schraube meist weiter vom Ruderblatt entfernt.  
*In sehr seltenen Fällen, insbesondere auf manchen Langkielern, stellt man fest, daß der Schraubenstrom nicht durch das Ruderblatt umgelenkt wird. Hier ist ein Anlegen über die Vorspring nicht möglich, weil man das Heck nicht durch Ruder hart seewärts an die Pier gedrückt bekommt. Ablegen über die Vorspring ist dagegen kein Problem.
*In sehr seltenen Fällen, insbesondere auf manchen Langkielern, stellt man fest, daß der Schraubenstrom nicht durch das Ruderblatt umgelenkt wird. Hier ist ein Anlegen über die Vorspring nicht möglich, weil man das Heck nicht durch Ruder hart seewärts an die Pier gedrückt bekommt. Ablegen über die Vorspring ist dagegen kein Problem.
*Als Bugfender eignen sich besonders gut Kugelfender.


==Bilder==
==Bilder==