AIS - Automatic Identification System: Unterschied zwischen den Versionen
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Klasse-A-Dekoder können per Softwarebefehl Signale von Klasse-B-Transpondern ausblenden. Das ist z.B. üblich, wenn ein Handelsschiff die Schleuse Holtenau in Kiel an einem schönen Samstagmittag ansteuert. Vor lauter Signalen der Sportboote und Angelkutter könnte der seine Seekarte nicht mehr sehen. Das muss man wissen, wenn man als Sportbootskipper einen Klasse-B-Transponder hat. | Klasse-A-Dekoder können per Softwarebefehl Signale von Klasse-B-Transpondern ausblenden. Das ist z.B. üblich, wenn ein Handelsschiff die Schleuse Holtenau in Kiel an einem schönen Samstagmittag ansteuert. Vor lauter Signalen der Sportboote und Angelkutter könnte der seine Seekarte nicht mehr sehen. Das muss man wissen, wenn man als Sportbootskipper einen Klasse-B-Transponder hat. | ||
Die Aussendung von AIS-Signalen ist primär für Schiffe vorgesehen. Die Verwendung zur Markierung von Bojen und Landmarken als sogenannte virtuelle Seezeichen mit reinen AIS-Sendern an Land wurde vom einigen Staaten (z.B. Deutschland und Dänemark) bereits eingeführt. So sind z.B. der Leuchtturm Kiel und die VTS-Stationen in Dänemark mit AIS-Sendern ausgestattet. | Die Aussendung von AIS-Signalen ist primär für Schiffe vorgesehen. Die Verwendung zur Markierung von Bojen und Landmarken als sogenannte virtuelle Seezeichen mit reinen AIS-Sendern an Land wurde vom einigen Staaten (z.B. Deutschland und Dänemark) bereits eingeführt. So sind z.B. der Leuchtturm Kiel und die VTS-Stationen in Dänemark mit AIS-Sendern ausgestattet. Um das Problem mit der Spannungsversorgung zu umgehen, werden von Stationen an Land die AIS-Signale ausgesendet, aber auf die Position des Leuchtturmes oder der Tonne referenziert. Damit entstehen sogenannte virtuelle Seezeichen, die nur über die elektronische Seekarte sichtbar sind. | ||
<blockquote style="border: 1px solid blue; padding: 2em;"> | <blockquote style="border: 1px solid blue; padding: 2em;">Problematik: Die AIS-Daten, die in die elektronische Seekarte einblendet werden, überlagern dann die sowieso schon eingetragenen Seezeichen. Wenn die Tonne dann verdriftet ist, steht sie zwei mal in der Karte! Es gibt zur Zeit noch keine genormte Darstellung von AIS-Seezeichen. Weitere Probleme sind eine befürchtete Überlast des AIS, weswegen das Klasse-B-AIS eingeführt wurde, und die Gefahr der Manipulation von AIS-Signalen. </blockquote> | ||
Zu beachten ist, dass nur AIS-Teilnehmer dargestellt werden, welche ihre Position aktiv senden. Ein Segelschiff mit einem AIS Dekoder ohne Sendefunktion ist nicht sichtbar. Dieses System ist eine Ergänzung zu anderen elektronischen Verfahren, wie z.B. [[Radar|RADAR]]. Den Vorteil z.B. zur Kollisionsverhütung spielt das AIS dann gegenüber dem [[Radar]] aus, wenn die AIS-Signale über ein Hindernis strahlen, das Radar aber nur das Hindernis wahrnehmen kann. | Zu beachten ist, dass nur AIS-Teilnehmer dargestellt werden, welche ihre Position aktiv senden. Ein Segelschiff mit einem AIS Dekoder ohne Sendefunktion ist nicht sichtbar. Dieses System ist eine Ergänzung zu anderen elektronischen Verfahren, wie z.B. [[Radar|RADAR]]. Den Vorteil z.B. zur Kollisionsverhütung spielt das AIS dann gegenüber dem [[Radar]] aus, wenn die AIS-Signale über ein Hindernis strahlen, das Radar aber nur das Hindernis wahrnehmen kann. | ||