AIS - Automatic Identification System: Unterschied zwischen den Versionen

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Klasse-A-Dekoder können per Softwarebefehl Signale von Klasse-B-Transpondern ausblenden. Das ist z.B. üblich, wenn ein Handelsschiff die Schleuse Holtenau in Kiel an einem schönen Samstagmittag ansteuert. Vor lauter Signalen der Sportboote und Angelkutter könnte der seine Seekarte nicht mehr sehen. Das muss man wissen, wenn man als Sportbootskipper einen Klasse-B-Transponder hat.
Klasse-A-Dekoder können per Softwarebefehl Signale von Klasse-B-Transpondern ausblenden. Das ist z.B. üblich, wenn ein Handelsschiff die Schleuse Holtenau in Kiel an einem schönen Samstagmittag ansteuert. Vor lauter Signalen der Sportboote und Angelkutter könnte der seine Seekarte nicht mehr sehen. Das muss man wissen, wenn man als Sportbootskipper einen Klasse-B-Transponder hat.


Die Aussendung von AIS-Signalen ist für Schiffe vorgesehen, die Verwendung bei Bojen und Landmarken, wie z.B. Leuchtfeuer wird zwar in einem Papier des BSH geplant, ist aber eher unwahrscheinlich. Die AIS-Daten, die wie oben beschrieben in die elektronische Seekarte einblendet werden, überlagern dann die sowieso schon eingetragenen Seezeichen. Wenn die Tonne dann verdriftet ist, steht sie zwei mal in der Karte! Ein weiteres Problem ist eine befürchtete Überlast des AIS weswegen das Kasse-B-AIS eingeführt wurde. Auch ist eine Spannungsversorgung für das GPS und die Sendeeinheit auf den Seezeichen nicht einfach. Die benötigte Spitzenleistung eines Klasse-B-AIS wird mit etwa 4W, also 0,33 A bei 12V angegeben.
Die Aussendung von AIS-Signalen ist für Schiffe vorgesehen, die Verwendung bei Bojen und Landmarken, wie z.B. Leuchtfeuer wird zwar in einem Papier des BSH geplant, ist aber eher unwahrscheinlich. Die AIS-Daten, die wie oben beschrieben in die elektronische Seekarte einblendet werden, überlagern dann die sowieso schon eingetragenen Seezeichen. Wenn die Tonne dann verdriftet ist, steht sie zwei mal in der Karte! Ein weiteres Problem ist eine befürchtete Überlast des AIS weswegen das Klasse-B-AIS eingeführt wurde. Auch ist eine Spannungsversorgung für das GPS und die Sendeeinheit auf den Seezeichen nicht einfach. Die benötigte Spitzenleistung eines Klasse-B-AIS wird mit etwa 4W, also 0,33 A bei 12V angegeben.


Zu beachten ist, dass nur AIS-Teilnehmer dargestellt werden, welche ihre Position aktiv senden. Ein Segelschiff mit einem AIS Dekoder ohne Sendefunktion ist nicht sichtbar. Dieses System ist eine Ergänzung zu anderen elektronischen Verfahren, wie z.B. [[RADAR]]. Den Vorteil z.B. zur Kollisionsverhütung spielt das AIS dann gegenüber dem Radar aus, wenn die AIS-Signale über ein Hindernis strahlen, das Radar aber nur das Hindernis wahrnehmen kann.
Zu beachten ist, dass nur AIS-Teilnehmer dargestellt werden, welche ihre Position aktiv senden. Ein Segelschiff mit einem AIS Dekoder ohne Sendefunktion ist nicht sichtbar. Dieses System ist eine Ergänzung zu anderen elektronischen Verfahren, wie z.B. [[RADAR]]. Den Vorteil z.B. zur Kollisionsverhütung spielt das AIS dann gegenüber dem Radar aus, wenn die AIS-Signale über ein Hindernis strahlen, das Radar aber nur das Hindernis wahrnehmen kann.


Für reinen AIS-Empfang zwecks Darstellung in der elektr. Seekarte genügt ein Splitter in der UKW-Antenne, um den Empfänger anzuschließen. Will man selbst Signale senden, braucht man einen Transponder. Der kommt dann nicht mehr mit der bestehenden UKW-Antenne mit Splitter aus, sondern braucht eine eigene!  
Für reinen AIS-Empfang zwecks Darstellung in der elektronischen Seekarte genügt ein Splitter in der UKW-Antenne, um den Empfänger anzuschließen. Will man selbst Signale senden, braucht man einen Transponder. Der kommt dann nicht mehr mit der bestehenden UKW-Antenne mit Splitter aus, sondern braucht eine eigene!  
Hierbei ist es von grosser Bedeutung, die Installationsanweisungen des AIS-Gerätes hinsichtlich des vertikalen und horizontalen Mindestabstandes zu anderen VHF-Antennen zu berücksichtigen, da sowohl das AIS, wie auch andere VHF- Empfangs-/Sendeanlagen erheblich durch die falsche Installation einer zusätzlichen VHF-Antenne gestört werden können, was nicht notwendigerweise unmittelbar direkt nach einer Installation ersichtlich ist und sich auf verschiedene Art und Weise manifestieren kann (bspw. durch sporadisch reduzierte Sende-/Empfangsleistung und -qualität aller  VHF Systeme an Bord).
Hierbei ist es von grosser Bedeutung, die Installationsanweisungen des AIS-Gerätes hinsichtlich des vertikalen und horizontalen Mindestabstandes zu anderen VHF-Antennen zu berücksichtigen, da sowohl das AIS, wie auch andere VHF-Empfangs-/Sendeanlagen erheblich durch die falsche Installation einer zusätzlichen VHF-Antenne gestört werden können, was nicht notwendigerweise unmittelbar direkt nach einer Installation ersichtlich ist und sich auf verschiedene Art und Weise manifestieren kann (bspw. durch sporadisch reduzierte Sende-/Empfangsleistung und -qualität aller  VHF Systeme an Bord).


==Inhalt der Datentelegramme==
==Inhalt der Datentelegramme==