Schweden/Allgemeine Informationen: Unterschied zwischen den Versionen
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An der Westküste (Strömstad bis etwas südlich Göteborg) an der Südküste (in der Hanöbucht | An der Westküste (Strömstad bis etwas südlich Göteborg) an der Südküste (in der Hanöbucht, an der Ostküste (Oscarshamn bis nördlich Arholma), sowie im Vänern und Mälaren bewegt man sich oft in den Schären. Die Fahrwasser sind gut betonnt. Die Tonnen sind nicht nummeriert und tragen Toppzeichen nur bei Richtungsänderungen und Verzweigungen. Ausserhalb des Fahrwassers gibt es keinerlei Betonnung. Beim Anlaufen eines Ankerplatzes ausserhalb des Fahrwassers ist entsprechende Vorsicht geboten. | ||
Auch wenn man in den Schären meist mit der Karte auf den Knien nach Sicht navigiert, ist GPS nicht unnütz. Es gibt auch in den Schären grössere offene Wasserflächen, und das nächste Seezeichnen kann gelegentlich mehrere Meilen entfernt sein. | Auch wenn man in den Schären meist mit der Karte auf den Knien nach Sicht navigiert, ist GPS nicht unnütz. Es gibt auch in den Schären grössere offene Wasserflächen, und das nächste Seezeichnen kann gelegentlich mehrere Meilen entfernt sein. | ||
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Gästehäfen und -plätze sind mit dieser Tafel gekennzeichnet. In den meisten Gästehäfen gibt es keine Dauerlieger (umgekehrt bedeutet das, dass es in den Häfen für Dauerlieger keine Gästeplätze gibt). | Gästehäfen und -plätze sind mit dieser Tafel gekennzeichnet. In den meisten Gästehäfen gibt es keine Dauerlieger (umgekehrt bedeutet das, dass es in den Häfen für Dauerlieger keine Gästeplätze gibt). | ||
Festgemacht wird meist zwischen Boje und Steg (oft mehrere Boote an einer Boje!) oder an Schwimmstegen mit Auslegern. Oft muss man auch den Heckanker verwenden. Pfähle sind selten. | Festgemacht wird meist zwischen Boje und Steg (oft mehrere Boote an einer Boje!) oder an Schwimmstegen mit Auslegern. Oft muss man auch den Heckanker verwenden. Pfähle sind selten. | ||
Das Hafengeld bezahlt man unaufgefordert im Büro des Hafenmeisters. | Das Hafengeld bezahlt man unaufgefordert im Büro des Hafenmeisters. Wasser und die Benützung der Duschen sind im Hafengeld meist inbegriffen. Für Stromanschluss wird meist ein Zuschlag verlangt. Ueblich sind die blauen Euro-Stecker. Gelegentlich findet man auch Schuko-Steckdosen. | ||
Bei Hafenmeistern kann man unentgeltlich den "Gästhamnsguiden" erhalten - ein jährlich neu erscheinendes Verzeichnis aller Gästehäfen in schwedischer Sprache (eine Seite mit deutscher Uebersetzung der wichtigsten Begriffe ist drin). Er enthält zu jedem Hafen nützliche Informationen wie Koordinaten, ungünstige Windrichtung, Angaben zu Infrastruktur und Versorgungsmöglichkeiten, sowie eine Bewertung der Toiletten, Duschen, der Sicherheit und der Umweltfreundlichkeit (5=ausgezeichnet, 0=nicht vorhanden). | |||
'''Versorgung''' | '''Versorgung''' | ||
... | Versorgung mit Lebensmitteln ist unproblematisch. Es gibt auch in kleineren Orten ICA- und Coop-Läden und ähnliche Geschäfte mit meist gutem Angebot. Ausnahme: auf Inseln, die nur im Sommer von Urlaubern bevölkert sind, gibt es vor dem Mittsommerfest und nach Mitte August nichts! | ||
Liebhaber knuspriger Brötchen zum Frühstück werden feststellen, dass Bäckereien selten sind und noch seltener am frühen Morgen öffnen. | |||
Wasser gibt es in den meisten Gästehäfen auf dem Steg. Auf einigen Schäreninseln herrscht allerdings Wassermangel - dort muss man Wasser kanisterweise an einem Hahn oder einer Grundwasserpumpe holen. | |||
Diesel und Schmierstoffe bekommt man Seetankstellen. | |||
Petrol für den Kocher gibt es an Tankstellen, Sprit bei Bootsausrüstern. Die blauen Campingaz-Flaschen gibt es in Schweden offiziell nicht; ab einigen Orten ist der Austausch dennoch möglich (z.B. Ystad beim Skeppshandel, Kalmar beim Bootsausrüster, Stockholm Vasahamn beim Hafenmeister). Die Flaschen sind allerdings nicht original-abgefüllt und nicht versiegelt. Die Schweden verwenden anstelle vom Campinggaz blaue 2-Kilo-Propangasflaschen. Sie sind im Durchmesser geringfügig grösser, aber weniger hoch gebaut und sollten damit in die meisten Gasboxen passen. | |||
'''Geld''' | |||
Landeswährung ist die schwedische Krone. Versuche, mit Euro oder dänischen Kronen zu bezahlen, sind erfolglos oder teuer. In fast allen Länden, an allen Tankstellen und bei vielen Hafenmeistern kann mit Kreditkarte bezahlt werden (gelegentlich wird die Vorlage eines Ausweises verlangt). Geldautomaten gibt es an vielen Orten. | |||