Eindampfen in die Vorspring beim Anlegen: Unterschied zwischen den Versionen
Einige Passagen wurden nach meinen Erfahrungen als Skipper an Segelschulen modifiziert |
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Man steuert unter einem Winkel von 30-60 Grad zum Land auf die Stelle zu, wo der Bug des Schiffes an der Pier liegen soll. Zunächst bringt man den Bug so dicht an die Pier, daß die Person an Land springen kann, um dort die Leine an der Stelle zu belegen, die ungefähr in der Mitte der ausgesuchten Schiffsposition liegt. Bei Booten unter 30 Fuß kann sie auch in Höhe des späteren Heckbereichs befestigt werden. Bei Booten über 50 Fuß empfielt sich die Verwendung der dort meist vorhandenen Mittschiffsklampe und ein Belegen an Land in Hecknähe. Nach Möglichkeit sollte die Spring anschließend von Bord aus auf die passende Länge eingestellt und belegt werden. | Man steuert unter einem Winkel von 30-60 Grad zum Land auf die Stelle zu, wo der Bug des Schiffes an der Pier liegen soll. Zunächst bringt man den Bug so dicht an die Pier, daß die Person an Land springen kann, um dort die Leine an der Stelle zu belegen, die ungefähr in der Mitte der ausgesuchten Schiffsposition liegt. Bei Booten unter 30 Fuß kann sie auch in Höhe des späteren Heckbereichs befestigt werden. Bei Booten über 50 Fuß empfielt sich die Verwendung der dort meist vorhandenen Mittschiffsklampe und ein Belegen an Land in Hecknähe. Nach Möglichkeit sollte die Spring anschließend von Bord aus auf die passende Länge eingestellt und belegt werden. | ||
Boot mit Motorhilfe aufstoppen. Landgänger oder Vorschiffsmann zeigt Rudergänger Distanz in Metern per Handzeichen an. | Boot mit Motorhilfe aufstoppen. Landgänger oder Vorschiffsmann zeigt Rudergänger Distanz in Metern per [[Handzeichen]] an. | ||
Landgänger gibt Leine an Land, geht an Land und belegt die Vorspring dort entweder gleich auf richtige Länge in Höhe der späteren Mittschiffs- oder Heckposition oder der Vorschiffsmann stellt sie an Bord auf die richtigen Länge ein. Sobald dies erledigt ist, gibt der Vorschiffsmann an den Rudergänger eine Fertig-Meldung "Vorspring belegt". Hat man nur ein Crewmitglied, so geht der Vorschiffsmann mit der Leine an Land und bedient sie von dort. | Landgänger gibt Leine an Land, geht an Land und belegt die Vorspring dort entweder gleich auf richtige Länge in Höhe der späteren Mittschiffs- oder Heckposition oder der Vorschiffsmann stellt sie an Bord auf die richtigen Länge ein. Sobald dies erledigt ist, gibt der Vorschiffsmann an den Rudergänger eine Fertig-Meldung "Vorspring belegt". Hat man nur ein Crewmitglied, so geht der Vorschiffsmann mit der Leine an Land und bedient sie von dort. | ||
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Bis die Leine straff ist, nur soviel Gas geben, daß das Boot die Leine langsam strafft. Durch den per Ruderblatt umgelenkten Schraubenstrom wird das Heck dabei landwärts und der Bug seewärts gedrückt. | Bis die Leine straff ist, nur soviel Gas geben, daß das Boot die Leine langsam strafft. Durch den per Ruderblatt umgelenkten Schraubenstrom wird das Heck dabei landwärts und der Bug seewärts gedrückt. | ||
Wie bei allen Hafenmanövern gilt: So viel Gas, wie nötig, um die Leine straff zu halten und den gewünschten Dreheffekt des Hecks zu erzielen. Keinesfalls das Boot durch die Leine ruckartig abbremsen, auch weil dadurch das Boot zurückdreht, der Bug wieder landwärts zeigt und das Boot droht, in die Pier zu fahren. Langsam Gas erhöhen, so | Wie bei allen Hafenmanövern gilt: So viel Gas, wie nötig, um die Leine straff zu halten und den gewünschten Dreheffekt des Hecks zu erzielen. Keinesfalls das Boot durch die Leine ruckartig abbremsen, auch weil dadurch das Boot zurückdreht, der Bug wieder landwärts zeigt und das Boot droht, in die Pier zu fahren. Langsam Gas erhöhen, so dass die Spring unter Spannung bleibt. Die Enddrehzahl ist abhängig von den Windverhältnissen. | ||
Das durch die Schraube strömende Wasser wird durch das Ruder weg vom Land gelenkt. Durch den daraus entstehenden Rückstoß wird das Heck in Richtung Pier gedrückt. | Das durch die Schraube strömende Wasser wird durch das Ruder weg vom Land gelenkt. Durch den daraus entstehenden Rückstoß wird das Heck in Richtung Pier gedrückt. | ||