Alonnisos: Unterschied zwischen den Versionen
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39.1435, 23.868~~[[#Haupthafen Patitiri|Ln. Patitiri]]; | 39.1435, 23.868~ ~[[#Haupthafen Patitiri|Ln. Patitiri]]; | ||
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== Liege- und Ankerplätze == | == Liege- und Ankerplätze == | ||
=== Haupthafen Patitiri === | === Haupthafen Patitiri === | ||
{{Koordinate|U|39_08_33.07_N_023_51_56.49_E|39° 08.55'N | {{Koordinate|U|39_08_33.07_N_023_51_56.49_E|39° 08.55'N, 023° 51.94' E}} | ||
[[Bild:180902-191131_Rainer.jpg|thumb|450px|Patitiri ]] | |||
Für die großen Autofähren wurde inzwischen ein großes Areal östlich des Wellenbrechers in Betrieb genommen. Sowohl die neue Fährpier als auch die alte Pier im Inneren des nahezu kreisrunden Hafenbeckens sind freizuhalten. Hier legen nicht nur die Tragflächenboote (''Flying Dolphins'')und deren Nachfolger, die Personenkatamarane (''Flying Kats''), der Platz an der alten Pier ist nun auch für | Für die großen Autofähren wurde inzwischen ein großes Areal östlich des Wellenbrechers in Betrieb genommen. Sowohl die neue Fährpier als auch die alte Pier im Inneren des nahezu kreisrunden Hafenbeckens sind freizuhalten. Hier legen nicht nur die Tragflächenboote (''Flying Dolphins'') und deren Nachfolger, die Personenkatamarane (''Flying Kats''), der Platz an der alten Pier ist nun auch für Touristenboote reserviert. | ||
Anlegen kann man vor Buganker am nordöstlichen Kai. Gerade an dieser Stelle ist der sich bei kräftigerem Wind sofort aufbauende Schwell besonders deutlich vorhanden. Es empfiehlt sich, die Festmachetechnik der lokalen Fischer zu übernehmen - sie nutzen außergewöhnlich lange Festmacherleinen, was natürlich eine ständig ausgebrachte Gangway verhindert. Lehnige Leinen oder gar Ruckdämpfer kann man hier bestens zur Anwendung bringen. | Anlegen kann man vor Buganker am nordöstlichen Kai. Gerade an dieser Stelle ist der sich bei kräftigerem Wind sofort aufbauende Schwell besonders deutlich vorhanden. Es empfiehlt sich, die Festmachetechnik der lokalen Fischer zu übernehmen - sie nutzen außergewöhnlich lange Festmacherleinen, was natürlich eine ständig ausgebrachte Gangway verhindert. Lehnige Leinen oder gar Ruckdämpfer kann man hier bestens zur Anwendung bringen. | ||
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Bei vorhandenem Platz kann man auch vor Buganker und Heckleinen an die Außenseite der neuen Pier gehen. Der vorherrschende Wind fällt hier zwar seitlich ein, der Schwell ist hier jedoch in der Regel deutlich geringer als in der nordöstlichen Ecke des Hafens. Im Übrigen wurden immer wieder Yachten beobachtet, die längsseits an Frachter und Hochseefischer festgemacht hatten - entsprechendes Fragen hat hier offensichtlich nichts geschadet. | Bei vorhandenem Platz kann man auch vor Buganker und Heckleinen an die Außenseite der neuen Pier gehen. Der vorherrschende Wind fällt hier zwar seitlich ein, der Schwell ist hier jedoch in der Regel deutlich geringer als in der nordöstlichen Ecke des Hafens. Im Übrigen wurden immer wieder Yachten beobachtet, die längsseits an Frachter und Hochseefischer festgemacht hatten - entsprechendes Fragen hat hier offensichtlich nichts geschadet. | ||
Im Ort hat man gute Versorgungsmöglichkeiten, es gibt einige Tavernen. Treibstoff wird mit Tankwagen geliefert, die dazugehörige Tankstelle (39° 08,797' | Im Ort hat man gute Versorgungsmöglichkeiten, es gibt einige Tavernen. Treibstoff wird mit Tankwagen geliefert, die dazugehörige Tankstelle (39° 08,797'N, 023° 51,713' E) erreicht man nach einigen hundert Metern über die Straße in der Verlängerung der neuen Pier. Wasser gibt es aus einem Anschluss an der Wurzel am alten Fähranleger. | ||
Bei südlichen Winden ensteht ein mörderischer Schwell, der sogar die Masten aneinander schlägt. Bei auftretendem Schwell unbedingt den Abstand zum Kai erhöhen.<ref name="Alonn121"> Besucht September 2013 [http://skipperguide.de/wiki/Benutzer:REsser (Rainer)]</ref> | Bei südlichen Winden ensteht ein mörderischer Schwell, der sogar die Masten aneinander schlägt. Bei auftretendem Schwell unbedingt den Abstand zum Kai erhöhen.<ref name="Alonn121"> Besucht September 2013 [http://skipperguide.de/wiki/Benutzer:REsser (Rainer)]</ref> | ||
2018: Der Hafen ist umgebaut worden. Yachten legen nun an der nordöstlichen Pier direkt rechts nach der Einfahrt an. Im ganzen Hafen gibt es nun Wasser- und Stromanschlüsse über zu kaufende Chipkarten. Schwell auch von den Fähren war nicht mehr zu spüren.Es gibt keine Muringleinen, man legt mit Anker und Heckleine an. <ref name="Alonn0818"> Besucht September 2018 [http://skipperguide.de/wiki/Benutzer:REsser (Rainer)]</ref> | |||
=== Ormos Votsis === | === Ormos Votsis === | ||
{{Koordinate|U|39_8.727_N_23_52.380_E|39° 8.727' N | {{Koordinate|U|39_8.727_N_23_52.380_E|39° 8.727' N, 23° 52.380' E|Votsis}} | ||
In den Buchten nordöstlich vom Haupthafen ''Patitiri'' findet man eine ganze Reihe von Dauerliegern - Fischer und vorwiegend kleinere Yachten und Boote, an Murings mit (langen!) Leinen zu den Piers oder vor Anker/Muring in der jeweiligen Bucht. Die Schwellsituation zeigte sich ähnlich stark ausgeprägt wie in Patitiri, ortsansässige Fischer wollten sich nicht festlegen, an welcher der beiden Möglichkeiten man mit einem Segelboot besser beziehungsweise sicherer liegt. | In den Buchten nordöstlich vom Haupthafen ''Patitiri'' findet man eine ganze Reihe von Dauerliegern - Fischer und vorwiegend kleinere Yachten und Boote, an Murings mit (langen!) Leinen zu den Piers oder vor Anker/Muring in der jeweiligen Bucht. Die Schwellsituation zeigte sich ähnlich stark ausgeprägt wie in Patitiri, ortsansässige Fischer wollten sich nicht festlegen, an welcher der beiden Möglichkeiten man mit einem Segelboot besser beziehungsweise sicherer liegt. | ||
=== Ormos Tzortzi === | === Ormos Tzortzi === | ||
{{Koordinate|U|39_10.12_N_23_54.06_E|39° 10.12'N | {{Koordinate|U|39_10.12_N_23_54.06_E|39° 10.12'N, 023° 54.06' E|Ormos Tzortzi}} | ||
Eine landschaftlich reizvoll gelegene Bucht, gerade das ''Akrotirion Kokkinokastro'' ("Kap Rotes Kastell"), das bei der Ansteuerung an Backbord bleibt, ist ein immer wieder gern genommenes Fotomotiv. In der Nähe des Kaps hat man sehr alte ehemalige Siedlungen gefunden. Deshalb und wegen der schönen Strände fahren Kaikis mit Badegästen hierhin, an Land gibt es in der Nähe einen Parkplatz für Touristenbusse. Abends wird er auch in der Hochsaison der größte Trubel vorbei sein. Man ankert im Norden der Bucht auf gut haltendem Grund, wenn der Anker nicht gerade auf eines der Seegrasfelder gefallen ist. | Eine landschaftlich reizvoll gelegene Bucht, gerade das ''Akrotirion Kokkinokastro'' ("Kap Rotes Kastell"), das bei der Ansteuerung an Backbord bleibt, ist ein immer wieder gern genommenes Fotomotiv. In der Nähe des Kaps hat man sehr alte ehemalige Siedlungen gefunden. Deshalb und wegen der schönen Strände fahren Kaikis mit Badegästen hierhin, an Land gibt es in der Nähe einen Parkplatz für Touristenbusse. Abends wird er auch in der Hochsaison der größte Trubel vorbei sein. Man ankert im Norden der Bucht auf gut haltendem Grund, wenn der Anker nicht gerade auf eines der Seegrasfelder gefallen ist. | ||
Am Strand gibt es | Am Strand gibt es eine Taverne, geöffnet hat sie offensichtlich nur in der Haupturlaubszeit. Ansonsten keinerlei Versorgungsmöglichkeiten. Man liegt hier ruhig in bewaldeten Hängen mit verstreut angesiedelten Ferienhäusern, es kann jedoch leichter Schwell um die Huk laufen. | ||
=== Stenivalla === | === Stenivalla === | ||
{{Koordinate|U|39_11_28.22_N_023_55_38.46_E|39° 11.47'N | {{Koordinate|U|39_11_28.22_N_023_55_38.46_E|39° 11.47'N, 023° 55.64' E|Stenivalla}} | ||
[[Bild:Stenivalla_.JPG|thumb|450px|Anlegen in Stenivala]] | |||
In ''Stenivalla'' (auch: ''Steni Vala'') in der Durchfahrt zwischen Nisis Peristera und Alonnisos stehen am Nordufer einige Häuser und Tavernen, vor denen das Ufer befestigt ist. Entlang dieser Pier beträgt die Wassertiefe stellenweise unter anderthalb Meter, daher sollte man hier mit Heckanker und Bug voran anlegen oder herkömmlich mit Buganker und Heck zur Pier bei drei Meter Abstand, Personentransport dann mit dem Dinghy. Sonst kann man im äußeren Bereich der Bucht auf sechs bis zehn Meter Wassertiefe auf stellenweise bewachsenem Kies mit Steinen ankern. Der innere Bereich der Bucht ist für Boote ab 30 Fuß zu schmal zum freien Ankern. Dieser Minihafen wird gerne von Flottillen angelaufen. | In ''Stenivalla'' (auch: ''Steni Vala'') in der Durchfahrt zwischen Nisis Peristera und Alonnisos stehen am Nordufer einige Häuser und Tavernen, vor denen das Ufer befestigt ist. Entlang dieser Pier beträgt die Wassertiefe stellenweise unter anderthalb Meter, daher sollte man hier mit Heckanker und Bug voran anlegen oder herkömmlich mit Buganker und Heck zur Pier bei drei Meter Abstand, Personentransport dann mit dem Dinghy. Sonst kann man im äußeren Bereich der Bucht auf sechs bis zehn Meter Wassertiefe auf stellenweise bewachsenem Kies mit Steinen ankern. Der innere Bereich der Bucht ist für Boote ab 30 Fuß zu schmal zum freien Ankern. Dieser Minihafen wird gerne von Flottillen angelaufen. | ||
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=== Ormos Gerakas (auch Ormos Phirakos) === | === Ormos Gerakas (auch Ormos Phirakos) === | ||
{{Koordinate|U|39_16.32_N_23_56.71_E|39° 16.32'N | {{Koordinate|U|39_16.32_N_23_56.71_E|39° 16.32'N, 023° 56.71' E|Ormos Gerakas}} | ||
Einige verstreute Ferienhäuser und Gehöfte findet man hier, mittendrin das im Vergleich riesige Betonbauwerk der Meeresbeobachtungsstation. In der nach Nordosten offenen Bucht hat man einen kräftigen Wellenbrecher und Piers gebaut. Der Hafen wird offensichtlich nur von einigen Fischern genutzt und ist einer der wenigen in der Ägäis, in denen man teilweise längsseits festgemacht liegt (zumindest wenn Platz vorhanden ist). Der Schutz bei Nordwind war bei unserem Besuch verblüffend gut, Erfahrungen bei kräftigem und länger andauerndem Meltemi liegen nicht vor. Keinerlei Versorgungsmöglichkeiten. Bei NE-Winden steht starker Schwell in die Bucht, so dass das Liegen ziemlich ungemütlich wird. | Einige verstreute Ferienhäuser und Gehöfte findet man hier, mittendrin das im Vergleich riesige Betonbauwerk der Meeresbeobachtungsstation. In der nach Nordosten offenen Bucht hat man einen kräftigen Wellenbrecher und Piers gebaut. Der Hafen wird offensichtlich nur von einigen Fischern genutzt und ist einer der wenigen in der Ägäis, in denen man teilweise längsseits festgemacht liegt (zumindest wenn Platz vorhanden ist). Der Schutz bei Nordwind war bei unserem Besuch verblüffend gut, Erfahrungen bei kräftigem und länger andauerndem Meltemi liegen nicht vor. Keinerlei Versorgungsmöglichkeiten. Bei NE-Winden steht starker Schwell in die Bucht, so dass das Liegen ziemlich ungemütlich wird. | ||
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Bild:Alonnisos_stenivala.JPG|Stenivala, im Hintergrund Peristera | Bild:Alonnisos_stenivala.JPG|Stenivala, im Hintergrund Peristera | ||
Bild:Alonnisos_station.JPG|Robbenaufzuchtstation in Stenivala | Bild:Alonnisos_station.JPG|Robbenaufzuchtstation in Stenivala | ||
Bild:Alonnisos_gerakas.JPG|Der kleine Hafen von Gerakas | Bild:Alonnisos_gerakas.JPG|Der kleine Hafen von Gerakas | ||
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