Diskussion:Sicherheitseinweisung: Unterschied zwischen den Versionen

Peter (Diskussion | Beiträge)
Crefeld (Diskussion | Beiträge)
 
Zeile 36: Zeile 36:
:::Alles hätte sicherlich super funkioniert, wenn man den Notfall mehrfach und wiederholt übt. Eine ständige Übung von Notrollen ist aber sehr praxisfern - ich habe es bisher in meiner Segelkarriere noch nie erlebt, dass Notrollen (wenn überhaupt vergeben) geübt werden (dabei war ich mit verschiedensten Skippern mit sehr unterschiedlichen Sicherheitsverständnissen unterwegs).
:::Alles hätte sicherlich super funkioniert, wenn man den Notfall mehrfach und wiederholt übt. Eine ständige Übung von Notrollen ist aber sehr praxisfern - ich habe es bisher in meiner Segelkarriere noch nie erlebt, dass Notrollen (wenn überhaupt vergeben) geübt werden (dabei war ich mit verschiedensten Skippern mit sehr unterschiedlichen Sicherheitsverständnissen unterwegs).
:::Bei mir dauert eine Sicherheitseinweisung so ca. 3-4 Stunden und das kommt mir schon recht gründlich vor. Hier zeigt sich aber auch ein weiteres Problem der Sicherheitseinweisung: es ist sehr viel Stoff, der vermittelt wird. Gerade Mitsegler, die das erste Mal auf dem Boot sind, werden sich an einen Teil nicht mehr erinnern, weil ihnen der Hintergrund fehlt und sie natürlich auch zum Urlaubmachen gekommen sind. Die Sicherheitseinweisung noch stärker auszudehnen erscheint mir da unverhältnismäßig. Es ist sicherlich ein heeres Ziel, aber in Anbetracht des sowieso geringen Risikos (die Zahl der Unfälle auf Yachten - insbesondere Segelyachten - ist verschwindend gering) sollte man durchaus hinterfragen, ob eine solche Forderung zielführend ist (da würde ich eher fordern, für alle Autofahrer ein Sicherheitstraining alle 1-2 Jahre einzuführen, da die Anreise zum Schiff vermutlich mindestens genauso gefährlich ist). --[[Benutzer:Peter|Peter]] 13:32, 26. Mai 2006 (CEST)
:::Bei mir dauert eine Sicherheitseinweisung so ca. 3-4 Stunden und das kommt mir schon recht gründlich vor. Hier zeigt sich aber auch ein weiteres Problem der Sicherheitseinweisung: es ist sehr viel Stoff, der vermittelt wird. Gerade Mitsegler, die das erste Mal auf dem Boot sind, werden sich an einen Teil nicht mehr erinnern, weil ihnen der Hintergrund fehlt und sie natürlich auch zum Urlaubmachen gekommen sind. Die Sicherheitseinweisung noch stärker auszudehnen erscheint mir da unverhältnismäßig. Es ist sicherlich ein heeres Ziel, aber in Anbetracht des sowieso geringen Risikos (die Zahl der Unfälle auf Yachten - insbesondere Segelyachten - ist verschwindend gering) sollte man durchaus hinterfragen, ob eine solche Forderung zielführend ist (da würde ich eher fordern, für alle Autofahrer ein Sicherheitstraining alle 1-2 Jahre einzuführen, da die Anreise zum Schiff vermutlich mindestens genauso gefährlich ist). --[[Benutzer:Peter|Peter]] 13:32, 26. Mai 2006 (CEST)
::::Mich würde mal interessieren, inwiefern die oft und gern wiederholte These statistisch belegt ist, daß der gefährlichste Teil eines Segelurlaubs die Anreise per PKW ist und wie sie sich errechnet. Mir fällt da immer ein, daß die holländische Küstenwache vor 4..5 Jahren erstmals mehr als 1000 Rettungseinsätze pro Jahr verzeichnete mit weiterhin steigender Tendenz. Dabei fanden die meisten Einsätze bei Windstärken unter 6 Bft. statt. Hinzu kommt, daß viele Unfälle auch nicht als Seeunfälle registriert werden, z.B. wenn ein Crewstück sich an Bord verletzt, aber per Taxi ins Krankenhaus fährt und nicht explizit angibt, daß es sich an Bord einer Yacht verletzt hat (was dort auch niemand interessiert).
::::Tatsache ist jedenfalls, daß ne Menge Unfälle, die teilweise auch tödlich abgehen, vermeidbar wären, wenn Yachties sich sorgfältiger vorbereiten würden. Die "Rollen" betreffen worst-case-Szenarien, aber letztlich gehören sie zur Vorbereitung des Törns. Der Unterschied zwischen einem Passagierdampfer und einem Sportboot wird von einigen Veranstaltern oder auch Skippern leider nicht genügend deutlich gemacht, was insbesondere etwaige unerfahrene Crew betrifft. Die Gründe dafür sind verschieden, haben aber häufig genug mit der erhofften besseren Belegung des Kahns zu tun. Und statt dann wenigstens bereits im Vorfeld für die entsprechende Qualifizierung der Crew zu sorgen, wird sich in Verharmlosung geübt. Ganz klar: Man kann unmöglich einem Neuling in Sachen Fahrtensegeln in wenigen Stunden eine sorgfältige und umfassende Einführung in das Leben an Bord eines Segelboots geben, die die notwendige Sicherheitsrolle beinhaltet. --[[Benutzer:Crefeld|Crefeld]] 21:57, 3. Sep 2006 (CEST)
Zurück zur Seite „Sicherheitseinweisung“.