Hbachmann
Beigetreten 6. Januar 2007
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→Mein Wetter an Bord: NavTex ist auf Mittelwelle (518kHz und 490 kHz) |
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=== Computer an Bord === | |||
Für Yachteigner ist der Festeinbau eines PC's eine attraktive Option. Die Vorteile liegen auf der Hand: Bei schwerer See ist ein Laptop/Tablet immer absturzgefährdet. Nicht nur daß der dann kaputt ist - wenn dort gerade das Navigationsprogramm gelaufen ist, muß man schnell auf Karte umstellen, unter Bedingungen, die nicht komfortabel sind. Außerdem werden Laptops leichter gestohlen und sie belegen eine Stellfläche, von denen es auf einem Boot nicht so viele gibt. | |||
In letzter Zeit hat sich auf dem Sektor Mini-PC und Car-PC vieles getan. Der Markt bietet Rechner an, von der Größe eines Autoradios und der Power eines Büro-Gerätes. Auf den meisten Booten läßt sich so ein Teil im Bereich der Navigation hinter irgendeiner Blende oder in einem ungenutzten Winkel verstecken. | |||
Bei mir läuft ein Mini-PC mit dem D525MW Mainboard von Intel. Das hat einen DualCore Prozessor mit 2x1,8GHz, der mit einem Passivkühler auskommt. Als Laufwerk C: kommt ein Solid State Drive (SSD) zur Anwendung, sodaß also weder ein Lüfter, noch eine rotierende Festplatte enthalten ist. Im Normalbetrieb werden dadurch keine beweglichen Teile benötigt, die evtl. empfindlich sind gegen Erschütterungen, Staub oder Salz. Das Gehäuse ist mit selbstgefertigten VA-Bügeln auf seiner Unterlage fixiert, sodaß es auch unter widrigen Bedingungen an Ort und Stelle bleibt. Auch der 12" Monitor ist mit seinem Metallfuß fest auf seiner Unterlage verschraubt. | |||
Geräte, die als Car-PC angeboten werden, laufen meist problemlos mit der Bordspannung. Mini-PC's haben meist ein 220V-Netzteil, weil sie nicht für eine mobile Anwendung gedacht sind. Auch wenn so ein Gerät mit 12V sekundär aus dem Trafo läuft, ist für das Bordnetz ein DC/DC-Wandler erforderlich, der eine stabile Spannungsversorgung sicherstellt. Denn die Bordnetzspannung schwankt zwischen 11,5V und 14,5V und das machen die Mainboards in der Regel nicht mit. | |||
Auf dem Rechner läuft das Navigationsprogramm (USB-GPS-Maus), die Internetverbindung über USB-Mobilfunkmodem/3G-Stick (Front-USB ist hier wichtig), das Programm der WIBE-Wetterbox von Mörer und die nicht-nautischen Anwendungen (Textverarbeitung, Musik, Bildbearbeitung etc.) | |||
Ansonsten bieten Tablets natürlich eine Vielzahl von Anwendung über die [[Benutzer:REsser]] dankenswerterweise schon viel geschrieben hat. | |||
=== Internet/e-mail === | |||
Die gängigen Lösungen mit Satellitentelefon oder KW-Pactor-Modem sind sicher für Weltumsegler optimal, jedoch ganz schön teuer und/oder aufwändig (KW-Pactor). | Die gängigen Lösungen mit Satellitentelefon oder KW-Pactor-Modem sind sicher für Weltumsegler optimal, jedoch ganz schön teuer und/oder aufwändig (KW-Pactor). | ||
Für das Segeln in Europa ist meiner Meinung nach die Nutzung der Mobilfunk-Netze in den meisten Fällen ausreichend. Lediglich bei längeren Passagen wird man auf die Internetanbindung verzichten müssen. | Für das Segeln in Europa ist meiner Meinung nach die Nutzung der Mobilfunk-Netze in den meisten Fällen ausreichend. Lediglich bei längeren Passagen wird man auf die Internetanbindung verzichten müssen. | ||
=== Internet an Bord mit Mobilfunk === | |||
== Mein Wetter an Bord== | Kaum einer will heute noch auf Internet an Bord verzichten, bieten sich doch gewaltige Informationsmöglichkeiten, die nicht nur Bequemlichkeit, sondern auch ein ganzes Stück Sicherheit darstellen. | ||
An Land findet man sicher ein WLAN oder einen WIFI-Spot, doch will man davon unabhängig sein, kommt man um eine gute Mobilfunkverbindung nicht herum. | |||
Ist der Törn vom Gebiet her begrenzt, kauft man sich am besten eine SIM von einem lokalen Anbieter, der im Fahrtgebiet eine gute Abdeckung bietet. Dies herauszufinden und die SIM vor Ort zu besorgen, ist nicht immer ganz einfach. | |||
Man kann auch die SIM von zuhause nehmen und roamen, ob der Anbieter aber einen Roamingpartner mit guter Netzabdeckung vor Ort hat, ist die Frage. | |||
Aus meiner Sicht ideal sind SIM von Anbietern die eine international gute Netzabdeckung garantieren. Dann sollte auch ein Grenzübertritt kein Problem sein, die Software sucht sich automatisch eine neue Roamingverbindung - je nachdem, welcher Anbieter vor Ort eine gute Feldstärke anbietet. | |||
Auf der Suche nach Anbietern bin ich auf [http://www.keepgo.com/ Keepgo] gestossen. In Deutschland, [[Galizien]],der [[Bretagne]] und der [[Vendée-Charente-Maritime|Vendée]] hat die SIM bisher einwandfrei funktioniert. Sie sucht sich überall einen Roamingpartner und man hat eine ordentliche Feldstärke für Daten und Telefon. Die SIM funktioniert in jedem Gerät (Smartphone, Tablet, 3G-Stick für PC). Die Kostenstruktur ist einfach und transparent, der Preis pro MB ist in Ordnung. | |||
Leider gibt es keine Postpaid-Verträge, nur Prepaid, dessen Guthaben nach 1 Jahr verfällt. | |||
Eine gute Alternative scheint die [https://www.o2-freikarte.de/prepaid-tarife/go/?intcmp=epo2p_wide-teaser_o2-go-freikarte O2-Freikarte] zu sein. | |||
So preiswert, wie es den Anschein hat ist der Tarif jedoch nicht. Man bekommt die Karte zwar kostenlos, allerdings wird sie erst nach Zahlung von mindestens 15 € aktiv. Dieses Guthaben verfällt schon nach 6 Monaten. | |||
Ein interessantes Teil für Crews ist wohl ein sogenannter 3G Hotspot. Mit einer Daten-SIM bestückt erzeugt er ein mobiles WLAN auf dem Boot und bis zu 10 Crewmitglieder können sich gleichzeitig einloggen (natürlich nur im Bereich des Mobilfunk-Netzes, nicht auf See). | |||
=== Mein Wetter an Bord === | |||
Wenn man erst einmal einen Internetzugang an Bord hat, sollte es doch kein Problem sein, sich über das Wetter zu informieren!? | Wenn man erst einmal einen Internetzugang an Bord hat, sollte es doch kein Problem sein, sich über das Wetter zu informieren!? | ||
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Ebenfalls kostenlos, allerdings nur nach vorheriger Registrierung bekommt man das Programm [http://www.grib.us/Home/tabid/36/Default.aspx UGRIB]. Mit ihm kann man ebenfalls kostenlose GRIB-Files herunterladen. Gewünschtes Vorhersagegebiet, Dichte der Vorhersagepunkte, Vorhersageparameter (leider auch keine Wellenhöhen) können frei gewählt werden. Dieses Programm hat deutlich mehr Funktionen als Viewfax, die Darstellung der Wetterdaten ist farbiger und ansprechender. Allerdings sind auch die Dateien größer, wenn man viel hineinpackt - muß man aber nicht. Während man bei Viewfax die GRIB-Files erst mit dem E-Mail-Programm herunterladen muß, um sie dann in Viewfax zu öffnen, lädt UGRIB wie ein Browser die Daten selbst und öffnet sie gleich. | Ebenfalls kostenlos, allerdings nur nach vorheriger Registrierung bekommt man das Programm [http://www.grib.us/Home/tabid/36/Default.aspx UGRIB]. Mit ihm kann man ebenfalls kostenlose GRIB-Files herunterladen. Gewünschtes Vorhersagegebiet, Dichte der Vorhersagepunkte, Vorhersageparameter (leider auch keine Wellenhöhen) können frei gewählt werden. Dieses Programm hat deutlich mehr Funktionen als Viewfax, die Darstellung der Wetterdaten ist farbiger und ansprechender. Allerdings sind auch die Dateien größer, wenn man viel hineinpackt - muß man aber nicht. Während man bei Viewfax die GRIB-Files erst mit dem E-Mail-Programm herunterladen muß, um sie dann in Viewfax zu öffnen, lädt UGRIB wie ein Browser die Daten selbst und öffnet sie gleich. | ||
Bisher war ich eigentlich mit saildocs und Viewfax zufrieden, Ugrib ist aber einfach attraktiver. Das Bessere ist halt der Feind des Guten! | |||
Tja - und es gibt immer wieder etwas neues: Mein aktueller Favorit für den Download und die Darstellung von Gribfiles ist [http://zygrib.org/index.php?page=abstract_de '''zyGrib''']. Wie Ugrib läd es die Gribfiles selbständig herunter und öffnet sie gleich. Es ist kostenlos und es ist keine Registrierung erforderlich. Man kann die Region definieren, für die die Wetterdaten geladen werden sollen und die Inhalte. Informationen über Wellen, Windwellen, Schwell sind im Gegensatz zu den anderen kostenlosen Programmen verfügbar! Zu allem Überfluß gibt es auch noch eine deutschsprachige Programmversion. | |||
'''Die Wetter Info Box Europa - WIBE der Fa. Mörer''' | |||
Seit einem Jahr habe ich die [http://www.wetterinfobox.com/WIBE.htm WIBE] installiert und bin sehr zufrieden. Sie versorgt mich mit dem nationalen und internationalen NAVTEX über MW, sowie mit den Seewetterberichten des DWD über KW (isoliertes Stag, Balun). Ausserdem verfügt sie über eine Barografen-Funktion. Sie ist mit einer SD-Karte versehen, auf der alle Daten aufgezeichnet werden (solange sie mit Strom versorgt ist). Die USB-Verbindung zum PC liefert die Daten für die Darstellung aller Infos auf dem Monitor. | |||
Die Standardversorgung mit Wetterdaten erfolgt bei mir über Internet und Gribfiles. Die WIBE macht mich jedoch unabhängig vom Mobilfunkempfang, sodaß auch weit draussen auf See der Informationsfluß gewährleistet ist. | |||
: | Stand Herbst 2012: z.B. auf den 200sm Überfahrt von [[Sardinien]] nach [[Menorca]] hat mich die Wetter Info Box dreimal am Tag über KW mit den neuesten Wetternachrichten des Seewetterdienstes Hamburg versorgt, wo es natürlich weit und breit kein Internet über Mobilfunk gab - eine prima Sache! | ||
==Törnberichte== | === Törnberichte === | ||
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*[[Benutzer:Hbachmann/Mallorca-Port-Saint-Louis du Rhone 2008|Mallorca nach Port-Saint-Louis du Rhone 12.10.2008 – 24.10.2008]] | *[[Benutzer:Hbachmann/Mallorca-Port-Saint-Louis du Rhone 2008|Mallorca nach Port-Saint-Louis du Rhone 12.10.2008 – 24.10.2008]] | ||
*[[Benutzer:Hbachmann/Whale Watching Côte d'Azur April 2011|Whale Watching Côte d'Azur April 2011]] | |||
*[[Benutzer:Hbachmann/Downwindsailing im Mistral Juli 2011 zwischen Cassis und der Ile de Porquerolles|Downwindsailing im Mistral Juli 2011 zwischen Cassis und der Ile de Porquerolles]] | |||