Beiliegen: Unterschied zwischen den Versionen

Guntram (Diskussion | Beiträge)
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Bei Kurzkielern kann auch das Großsegel für Vortrieb optimal eingestellt und abgefallen werden. Man dreht dann mit backstehender Fock bis durch die [[Halse]]. Vorteil dises Vorgehens ist, dass der Rudergänger das Manöver allein fahren kann, was vor allem bei kleinen Crews manchmal von Vorteil ist.
Bei Kurzkielern kann auch das Großsegel für Vortrieb optimal eingestellt und abgefallen werden. Man dreht dann mit backstehender Fock bis durch die [[Halse]]. Vorteil dises Vorgehens ist, dass der Rudergänger das Manöver allein fahren kann, was vor allem bei kleinen Crews manchmal von Vorteil ist.


=== Hinweise ==
== Hinweise ==


*Das Beiliegen mit aufgefiertem Groß ist ursprünglich gedacht für Jollen. Richtig zum Stehen kommt man dabi kaum, eher driftet man auf einem Raumschotskurs etwa 45 Grad nach Lee.
*Das Beiliegen mit aufgefiertem Groß ist ursprünglich gedacht für Jollen. Richtig zum Stehen kommt man dabei kaum, eher driftet man auf einem Raumschotskurs etwa 45 Grad nach Lee.
*Bei fast allen Kielbooten kann man das Groß auch dicht lassen.
*Bei fast allen Kielbooten kann man das Groß auch dicht lassen.
*Beiliegen funktioniert im Regelfall bei Kurzkielern nur mit kleinen Segeln gut, im Zweifel sollte man das Groß reffen. Als Vorsegel sollte eine Fock gewählt werden, die wenig Bauch hat. Bei Sturm sind natürlich die kleinsten Segel, d.h. Sturmfock und Tysegel, alternativ Groß im 3. Reff zu wählen.
*Beiliegen funktioniert im Regelfall bei Kurzkielern nur mit kleinen Segeln gut, im Zweifel sollte man das Groß reffen. Als Vorsegel sollte eine Fock gewählt werden, die wenig Bauch hat. Bei Sturm sind natürlich die kleinsten Segel, d.h. Sturmfock und Tysegel, alternativ Groß im 3. Reff zu wählen.
*Beiliegen hat große Vorteile gegenüber dem Ablaufen vor dem Wind bei Sturm, solange noch Besegelung möglich ist, da wengiger Leeraum benötigt wird.
*Beiliegen hat große Vorteile gegenüber dem Ablaufen vor dem Wind bei Sturm, solange noch Besegelung möglich ist, da wengiger Leeraum benötigt wird.


*Mit einer Selbstwendefock funktioniert das Manöver natürlich nicht ohne weiteres. Man kann sich helfen, in dem man (ein Crewmitglied an den Mast schickt, das) die Umlenkrolle der Fock an der Luvseite festbändselt. Wenn das auf Slip mit eine langen Leine geschieht, die ins Cockpit zurückgeführt wird, kann die Position, ohne das Cockpit zu verlassen, wieder aufgelöst werden. Einhandsegler könnten sich an Steuer- und Backbord je einen Beiholer riggen, der dann vom Cockpit aus bedient werden kann.


[[Kategorie:Seemannschaft]]
[[Kategorie:Seemannschaft]]
[[Kategorie:Manöver]]
[[Kategorie:Manöver]]
[[Kategorie:Grundlegende Manöver]]
[[Kategorie:Grundlegende Manöver]]