Benutzer:Rumpf/Törnbericht 2019 Ostschweden via Dänemark: Unterschied zwischen den Versionen
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So viele Jahre hatten wir immer irgendein Ziel: Oslo, Helsinki, Höga Kusten, Gotland usw. usw. Diesen Winter reifte der Entschluss: Wir lassen uns treiben! Nicht nur vom Wind, auch von Gesprächen mit anderen Seglern, von Touri-Büros und allem, was einem Ideen geben kann. Auf geht's! Heute. | So viele Jahre hatten wir immer irgendein Ziel: [[Oslo]], [[Helsinki]], [[Höga Kusten]], [[Gotland]] usw. usw. Diesen Winter reifte der Entschluss: Wir lassen uns treiben! Nicht nur vom Wind, auch von Gesprächen mit anderen Seglern, von Touri-Büros und allem, was einem Ideen geben kann. Auf geht's! Heute. | ||
Noch geht's nur um den Endspurt beim Ausrüsten. Segel sind an Bord und angeschlagen, Schlauchboot ist verstaut, alle Klamotten an Bord (Musto Unterwäsche zuoberst). Kalt ist es, und es regnet. Aber jetzt noch die ganzen Lebensmittel! | Noch geht's nur um den Endspurt beim Ausrüsten. Segel sind an Bord und angeschlagen, Schlauchboot ist verstaut, alle Klamotten an Bord (Musto Unterwäsche zuoberst). Kalt ist es, und es regnet. Aber jetzt noch die ganzen Lebensmittel! | ||
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Früh ging's los heute, Richtung Faaborg. Und dann wieder Notstop: Der erste echte Toilettengang auf dem Bordklo zeigte, dass man trotz offener Ventile gegen einen massiven Widerstand anpumpte. Das war mit keinen Tricks zu beheben. Also kehrt und wieder zurück auf die Werft. Ein Detail um das andere wurde gecheckt, alles in Ordnung. Pumpe selbst. Wasserzufluss, Seeventil und Tankventil, alles OK. Schließlich einen Schlauch um den anderen demontiert, und im letzten fand sich des Rätsels Lösung: Die Innenbeläge des Schlauchs zur Ventilarmatur waren im Winter so durchgetrocknet, dass sie geplatzt waren und heruntergebröselt. Und da lagen sie nun im untersten, horizontalen Bereich und sammelten sich vor den Ventilen wie ein Biberdamm. Sowas staut hervorragend. Neuer Schlauch rein, fertig, Alles funktioniert wieder. Nur der Tag ist fast rum, also wieder nur nach Schleimünde. | Früh ging's los heute, Richtung [[Faaborg]]. Und dann wieder Notstop: Der erste echte Toilettengang auf dem Bordklo zeigte, dass man trotz offener Ventile gegen einen massiven Widerstand anpumpte. Das war mit keinen Tricks zu beheben. Also kehrt und wieder zurück auf die Werft. Ein Detail um das andere wurde gecheckt, alles in Ordnung. Pumpe selbst. Wasserzufluss, Seeventil und Tankventil, alles OK. Schließlich einen Schlauch um den anderen demontiert, und im letzten fand sich des Rätsels Lösung: Die Innenbeläge des Schlauchs zur Ventilarmatur waren im Winter so durchgetrocknet, dass sie geplatzt waren und heruntergebröselt. Und da lagen sie nun im untersten, horizontalen Bereich und sammelten sich vor den Ventilen wie ein Biberdamm. Sowas staut hervorragend. Neuer Schlauch rein, fertig, Alles funktioniert wieder. Nur der Tag ist fast rum, also wieder nur nach Schleimünde. | ||
Jetzt haben wir wenigstens Gelegenheit, die "Neue" Giftbude auszuprobieren. Die hat nämlich jetzt schon Freitag / Samstag / Sonntag geöffnet. Betrieben wird sie seit letztem Jahr durch ein Projekt der Schleswiger Werkstätten, als Personal Leute mit Handicap. Die Karte ist wieder deutlich gestrafft. Neben Currywurst und Matjes gibt es auch den "Fang des Tages". Wir bestellten Scholle, und die war erstklassig. Was weiter auffällt in der Giftbude jetzt: Der Geruch nach altem Fritteusenfett ist weg. Insgesamt aus unserer Sicht eine positive Entwicklung. So macht das dort Spaß. | Jetzt haben wir wenigstens Gelegenheit, die "Neue" Giftbude auszuprobieren. Die hat nämlich jetzt schon Freitag / Samstag / Sonntag geöffnet. Betrieben wird sie seit letztem Jahr durch ein Projekt der Schleswiger Werkstätten, als Personal Leute mit Handicap. Die Karte ist wieder deutlich gestrafft. Neben Currywurst und Matjes gibt es auch den "Fang des Tages". Wir bestellten Scholle, und die war erstklassig. Was weiter auffällt in der Giftbude jetzt: Der Geruch nach altem Fritteusenfett ist weg. Insgesamt aus unserer Sicht eine positive Entwicklung. So macht das dort Spaß. | ||
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<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | <div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | ||
11. Mai - [[ | 11. Mai - [[Strynø]]</div> | ||
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Und alles funktioniert! Sogar das Wetter spielt mit: Keine Wolke, 3 - 8 m/s aus Nodwest, nur a...kalt. Die Gesamtbekleidung besteht bei mir aus 6 Schichten, bei Männe aus 5. So rauschen wir nach Aerö, an [[Marstal]] vorbei, und sind schon 14:00 h in [[Strynö]]. Ein sehr nettes, verschlafenes Inselchen. Und jetzt ist noch kaum jemand da, nur ein einziger dänischer Segler. | Und alles funktioniert! Sogar das Wetter spielt mit: Keine Wolke, 3 - 8 m/s aus Nodwest, nur a...kalt. Die Gesamtbekleidung besteht bei mir aus 6 Schichten, bei Männe aus 5. So rauschen wir nach [[Aerö]], an [[Marstal]] vorbei, und sind schon 14:00 h in [[Strynö]]. Ein sehr nettes, verschlafenes Inselchen. Und jetzt ist noch kaum jemand da, nur ein einziger dänischer Segler. | ||
Man liest ja in den Hafenhandbüchern viel Unterschiedliches über die Wassertiefe dort. Von 1,60 m bis 3,00 m wird alles geboten. Wir hatten bei ganz leicht erhöhtem Wasserstand in der Einfahrt 2,40 und am Liegeplatz 2,70 m | Man liest ja in den Hafenhandbüchern viel Unterschiedliches über die Wassertiefe dort. Von 1,60 m bis 3,00 m wird alles geboten. Wir hatten bei ganz leicht erhöhtem Wasserstand in der Einfahrt 2,40 und am Liegeplatz 2,70 m | ||
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Alle Wetterberichte hatten für heute angesagt: Nordost, zunehmend. Also machten wir uns frohen Mutes auf nach Årø. Eine schöne Halbwindstrecke schwebte uns vor. Was passierte wirklich? Ein schlapper, manchmal etwas aufbrisender Nordwest, | Alle Wetterberichte hatten für heute angesagt: Nordost, zunehmend. Also machten wir uns frohen Mutes auf nach Årø. Eine schöne Halbwindstrecke schwebte uns vor. Was passierte wirklich? Ein schlapper, manchmal etwas aufbrisender Nordwest, also genau gegenan. Kreuzen, kreuzen, kreuzen. Aber die Luft ist schon ein bisschen wärmer und die Sonne scheint den ganzen Tag. Angenehmes Schlappsegeln also. Auf dem letzten Kreuzschlag plötzlich Totalflaute, und dann schlagartig 12 m/s direkt aus Nord - dorther, wo wir hinwollten. Diese letzte Meile sind wir dann motort, und: Fest in Årø. | ||
Hier sind wir nicht mehr alleine. Schon zwei Deutsche (davon ein EU-Bürger laut Flagge), zwei Dänen und der erste Holländer dieses Jahres. Trotzdem fühlten sich die Möven hier auf "ihrem" Steg noch nicht gestört, wie man sieht: | Hier sind wir nicht mehr alleine. Schon zwei Deutsche (davon ein EU-Bürger laut Flagge), zwei Dänen und der erste Holländer dieses Jahres. Trotzdem fühlten sich die Möven hier auf "ihrem" Steg noch nicht gestört, wie man sieht: | ||
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Panik beim Aufwachen: Draußen ist Pottennebel. Den Hafen sieht man gerade noch, Fänö nicht mehr. Also erst mal gaaanz geruhsam frühstücken. Und dann mal kucken. So gegen 10 kommen dann die ersten Details raus, die weiter weg sind als eine Meile. Also: Boot klar machen und los. | Panik beim Aufwachen: Draußen ist Pottennebel. Den Hafen sieht man gerade noch, [[Fänö]] nicht mehr. Also erst mal gaaanz geruhsam frühstücken. Und dann mal kucken. So gegen 10 kommen dann die ersten Details raus, die weiter weg sind als eine Meile. Also: Boot klar machen und los. | ||
Nach Norden wollen wir nicht mehr, obwohl wir das erst vorhatten. Irgendwie passen die Windrichtungen der kommenden Tage nicht dazu. Stattdessen wieder nach Süden, vielleicht nach Faldsled oder Lyö. Der Wind ist gut, kommt richtig schön halb rein mit 6 - 8 m/s. Und dann kommt auch noch die Sonne durch, nur bleibt es unglaublich diesig. Kurz nach Mittag kommt Helnaes in Sicht und der | Nach Norden wollen wir nicht mehr, obwohl wir das erst vorhatten. Irgendwie passen die Windrichtungen der kommenden Tage nicht dazu. Stattdessen wieder nach Süden, vielleicht nach [[Faldsled]] oder Lyö. Der Wind ist gut, kommt richtig schön halb rein mit 6 - 8 m/s. Und dann kommt auch noch die Sonne durch, nur bleibt es unglaublich diesig. Kurz nach Mittag kommt Helnaes in Sicht und der Wind frischt auf. | ||
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Gestern sollte es eigentlich nach Bagenkop gehen. Segelpersenninge waren schon weg, Schoten angeschlagen, da fällt mein Blick in Richtung Marstal. "Kuck doch mal dort die Wolken. Da könnte Regen kommen." Kurz abwarten und beobachten, und dann in den ersten Tropfen das ganze Boot wieder auf Null gesetzt und ab unter Deck. Kurze Zeit später pladdert's - und ich bin doch wasserscheu. Nochmal die Wetterberichte ausgekramt, und siehe da: plötzlich erzählen Windfinder und DMI was von "Gewitter möglich". Na, wenn das mal stimmt. Aber am frühen Nachmittag hören wir es | Gestern sollte es eigentlich nach Bagenkop gehen. Segelpersenninge waren schon weg, Schoten angeschlagen, da fällt mein Blick in Richtung [[Marstal]]. "Kuck doch mal dort die Wolken. Da könnte Regen kommen." Kurz abwarten und beobachten, und dann in den ersten Tropfen das ganze Boot wieder auf Null gesetzt und ab unter Deck. Kurze Zeit später pladdert's - und ich bin doch wasserscheu. Nochmal die Wetterberichte ausgekramt, und siehe da: plötzlich erzählen Windfinder und DMI was von "Gewitter möglich". Na, wenn das mal stimmt. Aber am frühen Nachmittag hören wir es tatsächlich in der Ferne grummeln. Also: hierbleiben. | ||
Als es aufklart, gelingt dann doch noch eine Radtour über die ganze Insel. Die ist nicht besonders aufregend, auch so schöne Häuser wie in Lyö oder Avernakö gibt es hier nicht. Der Gamle Havn im Norden ist aber richtig nett. Alles sehr liebevoll hergerichtet, vom Sanitärhäuschen bis zur Seglerhütte mit kleinem Museum - schnuckelig. Leider ist der Hafen viel zu flach für uns. | Als es aufklart, gelingt dann doch noch eine Radtour über die ganze Insel. Die ist nicht besonders aufregend, auch so schöne Häuser wie in [[Lyö]] oder [[Avernakö]] gibt es hier nicht. Der Gamle Havn im Norden ist aber richtig nett. Alles sehr liebevoll hergerichtet, vom Sanitärhäuschen bis zur Seglerhütte mit kleinem Museum - schnuckelig. Leider ist der Hafen viel zu flach für uns. | ||
Demgegenüber der Fährhafen, in dem wir liegen, ein ziemliches Provisorium, das muss man schon sagen. Das Wasser muss man sich mit einem 50 m-Schlauch holen (Wie lange stand denn da wohl das | Demgegenüber der Fährhafen, in dem wir liegen, ein ziemliches Provisorium, das muss man schon sagen. Das Wasser muss man sich mit einem 50 m-Schlauch holen (Wie lange stand denn da wohl das Wasser schon drin?), einer der beiden Strompfosten ist außer Betrieb, das Sanitärhäuschen hab ich schon erwähnt. Auch der Hafengeldautomat war am ersten Tag kaputt, seit heute Morgen geht er. Dafür ist das Schild weg, wo DKR 180,-- stand weg, und der Automat will jetzt DKR 220,-- für ein 10 m-Schiff. Sportlich. | ||
Wir sind wieder mal alleine hier, beobachten drei Reiher, die sich ständig Revierkämpfe liefern. | Wir sind wieder mal alleine hier, beobachten drei Reiher, die sich ständig Revierkämpfe liefern. | ||
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Und immer noch Klintholm. Heute ist das perfekte Wetter für die Strandspaziergänge, die man hier so gut machen kann. Weiter nach Ystad wollen wir erst, wenn es ein bisschen mehr bläst, damit der Trip nicht ewig dauert. Klintholm ist ja auch schön. Leider hat der Brugsen zugemacht und ist abgerissen, stattdessen gibt es jetzt einen Mini-Brugsen mit drei Regalen und einer Tiefkühltruhe. Groß verproviantieren kann man sich da nicht. | Und immer noch Klintholm. Heute ist das perfekte Wetter für die Strandspaziergänge, die man hier so gut machen kann. Weiter nach [[Ystad]] wollen wir erst, wenn es ein bisschen mehr bläst, damit der Trip nicht ewig dauert. Klintholm ist ja auch schön. Leider hat der Brugsen zugemacht und ist abgerissen, stattdessen gibt es jetzt einen Mini-Brugsen mit drei Regalen und einer Tiefkühltruhe. Groß verproviantieren kann man sich da nicht. | ||
Aber bei den Fischern gibt es immer noch Fisch, dieser hier vor 5 Stunden aus dem Wasser gezogen: | Aber bei den Fischern gibt es immer noch Fisch, dieser hier vor 5 Stunden aus dem Wasser gezogen: | ||
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Das war doch mal ein richtiger Segeltag! Morgens früh los in Klintholm, noch eine Stunde ein bisschen Abdeckung von den Kreidefelsen, und dann mit Nordwest 6 - 9 m/s nach Schweden gebritzt. Nicht viel Sonne, aber trocken. So hätte es eigentlich schon vorgestern und gestern sein sollen, aber es hat permanent geregnet. Habe ich schon erwähnt, dass ich wasserscheu bin? | Das war doch mal ein richtiger Segeltag! Morgens früh los in [[Klintholm]], noch eine Stunde ein bisschen Abdeckung von den Kreidefelsen, und dann mit Nordwest 6 - 9 m/s nach Schweden gebritzt. Nicht viel Sonne, aber trocken. So hätte es eigentlich schon vorgestern und gestern sein sollen, aber es hat permanent geregnet. Habe ich schon erwähnt, dass ich wasserscheu bin? | ||
Hier in Ystad ist noch gar nicht viel los. | Hier in Ystad ist noch gar nicht viel los. | ||
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Und noch eine Überraschung: Männe hat heimlich einen Cobb-Grill gekauft (Er weiß, dass ich das Grill-Brimborium nicht mag). Aber jetzt werden eben die Steaks heute | Und noch eine Überraschung: Männe hat heimlich einen Cobb-Grill gekauft (Er weiß, dass ich das Grill-Brimborium nicht mag). Aber jetzt werden eben die Steaks heute Abend gegrillt. Schmeckt toll, hätte ich nicht gedacht. Ich habe ihm verziehen. | ||
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In der letzten Nacht noch ein schönes Gewitter, aber ohne Wind. Das macht sich am Morgen bezahlt: Spiegelglatte See. Da reichen 4 m/s aus West, und das Bootchen rennt mit 6 kn los - leider nur bis auf Höhe Sandhamn, und dann dreht der Wind allmählich auf Nord. Kreuzen! Das geht aber in dem glatten Wasser. Und es wird langsam richtig warm, sogar für T-Shirts reicht das. | In der letzten Nacht noch ein schönes Gewitter, aber ohne Wind. Das macht sich am Morgen bezahlt: Spiegelglatte See. Da reichen 4 m/s aus West, und das Bootchen rennt mit 6 kn los - leider nur bis auf Höhe [[Sandhamn]], und dann dreht der Wind allmählich auf Nord. Kreuzen! Das geht aber in dem glatten Wasser. Und es wird langsam richtig warm, sogar für T-Shirts reicht das. | ||
In Kristianopel ist schon verhältnismäßig viel los, aber alles beim Alten. Der Hafenmeister, angetrunken wie immer, bringt nur 5 Worte zustande. Später ist das Hafenbüro zu, der Hafenmeister stattdessen beim Kaufmann. Kauft zwei Sixpacks. | In Kristianopel ist schon verhältnismäßig viel los, aber alles beim Alten. Der Hafenmeister, angetrunken wie immer, bringt nur 5 Worte zustande. Später ist das Hafenbüro zu, der Hafenmeister stattdessen beim Kaufmann. Kauft zwei Sixpacks. | ||
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Unterwegs gibt's dann erst mal wieder die vertraute Aussicht auf die | Unterwegs gibt's dann erst mal wieder die vertraute Aussicht auf die Blå Jungfrun im [[Kalmarsund]] | ||
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Also heute denn mal los. Raus aus der Bucht, Segel setzen, ab nach Norden. The same procedure as yesterday. ????? Ja, gestern haben wir das genauso gemacht, nur draußen im Hauptfahrwasser sah es ein bisschen nach Seenebel aus, dann kamen auch Nebelschwaden von Land her, und dann war der, der uns gerade unter Maschine in Brassfahrt überholt hatte, plötzlich weg - keine 100 m von uns! Da war in Minuten eine superdicke Suppe aufgezogen, Sicht stellenweise 4 Bootslängen. Kehrt marsch! Zurück nach Västervik. An Navigation | Also heute denn mal los. Raus aus der Bucht, Segel setzen, ab nach Norden. The same procedure as yesterday. ????? Ja, gestern haben wir das genauso gemacht, nur draußen im Hauptfahrwasser sah es ein bisschen nach Seenebel aus, dann kamen auch Nebelschwaden von Land her, und dann war der, der uns gerade unter Maschine in Brassfahrt überholt hatte, plötzlich weg - keine 100 m von uns! Da war in Minuten eine superdicke Suppe aufgezogen, Sicht stellenweise 4 Bootslängen. Kehrt marsch! Zurück nach Västervik. An Navigation im eigentlichen Sinne war nicht mehr zu denken, da half nur noch der Plotter, Langsamstfahrt und das Nebelhorn. Eine Stunde später waren wir wieder fest und der Nebel ging den ganzen Tag nicht weg. In Stadtnähe war er nur ein bisschen dünner. | ||
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Erstaunlich, wie viele Boote uns in dieser Suppe mit 6 - 7 kn entgegen kamen, teilweise mit AIS, alle aber ohne Beleuchtung oder Nebelsignale. Wird ja schon keiner kommen, gelt? | Erstaunlich, wie viele Boote uns in dieser Suppe mit 6 - 7 kn entgegen kamen, teilweise mit AIS, alle aber ohne Beleuchtung oder Nebelsignale. Wird ja schon keiner kommen, gelt? | ||
Heute aber ging das richtig super nach Norden. Und an der Westseite von Stora Askö haben wir eine schöne Bucht gefunden mit einer Boje des SXK. Ein sehr ruhiges Plätzchen. | Heute aber ging das richtig super nach Norden. Und an der Westseite von [[Stora Askö]] haben wir eine schöne Bucht gefunden mit einer Boje des SXK. Ein sehr ruhiges Plätzchen. | ||
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Heute müssen wir uns losreißen von unserem Lieblingshafen (einer von ....). Unter Motor geht`s erst mal die zwei Meilen nach Arkösund, Diesel und Wasser tanken. Und dann los nach Norden durch das Schärenfahrwasser. Die ganze Zeit sieht man gleichzeitig das alte Atomkraftwerk von Norrköping und das Stahlwerk von Oxelösund. Beim Näherkommen stinkt das auch ein bisschen, aber dann sind wir vorbei. | Heute müssen wir uns losreißen von unserem Lieblingshafen (einer von ....). Unter Motor geht`s erst mal die zwei Meilen nach Arkösund, Diesel und Wasser tanken. Und dann los nach Norden durch das Schärenfahrwasser. Die ganze Zeit sieht man gleichzeitig das alte Atomkraftwerk von Norrköping und das Stahlwerk von Oxelösund. Beim Näherkommen stinkt das auch ein bisschen, aber dann sind wir vorbei. | ||
Der Wind ist freundlich und nimmt allmählich zu, zum Schluss müssen wir allerdings noch kreuzen, was aber dank Selbstwendefock unproblematisch ist. Und dann ziehen blitzartig im Westen wüsteste, dunkelste Wolken auf. Also nix mit Ringsön als Ziel, wie geplant, sondern ratzfatz in die nächste geeignete Ankerbucht. Das ist bei Äspskär, einem Inselgewirr östlich von Oxelösund. Wie wir reinkommen liegt da schon ein Schwede an einer SXK-Boje, und hinten in der Bucht ankert doch tatsächlich die Marine. | Der Wind ist freundlich und nimmt allmählich zu, zum Schluss müssen wir allerdings noch kreuzen, was aber dank Selbstwendefock unproblematisch ist. Und dann ziehen blitzartig im Westen wüsteste, dunkelste Wolken auf. Also nix mit [[Ringsön]] als Ziel, wie geplant, sondern ratzfatz in die nächste geeignete Ankerbucht. Das ist bei [[Äspskär]], einem Inselgewirr östlich von [[Oxelösund]]. Wie wir reinkommen liegt da schon ein Schwede an einer SXK-Boje, und hinten in der Bucht ankert doch tatsächlich die Marine. | ||
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Norrviken? Welches Norrviken? Davon gibt's mehrere Dutzend. | Norrviken? Welches Norrviken? Davon gibt's mehrere Dutzend. | ||
Wir sind in der Norrviken knapp südlich von Södertälje. Von hier kann man schon die Hochspannungsleitung bei der Schleuse sehen. | Wir sind in der Norrviken knapp südlich von [[Södertälje]]. Von hier kann man schon die Hochspannungsleitung bei der Schleuse sehen. | ||
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In Snedskär hatte uns ein Schwede erzählt, dass nach Mittsommer alle aus dem Mälaren durch Stockholm raus in die äußeren Schären fahren. Der Mälaren sei im Sommer also ziemlich leer. Das wollen wir ausprobieren. Und jetzt sind wir in einer guten, sehr flachen Bucht am Anker, vom Ufer interessiert beäugt. | In Snedskär hatte uns ein Schwede erzählt, dass nach Mittsommer alle aus dem [[Mälaren]] durch Stockholm raus in die äußeren Schären fahren. Der Mälaren sei im Sommer also ziemlich leer. Das wollen wir ausprobieren. Und jetzt sind wir in einer guten, sehr flachen Bucht am Anker, vom Ufer interessiert beäugt. | ||
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Nix war's mit Birka, stattdessen sind wir in Slandö Kalv, dem Uthamn des Södertäljer Segelclubs. Und das kam so: | Nix war's mit Birka, stattdessen sind wir in Slandö Kalv, dem Uthamn des Södertäljer Segelclubs. Und das kam so: | ||
Bis zur Schleuse in Södertälje waren es nur wenige Meilen, und außerdem ging es nur genau gegenan. Also musste der Jockel arbeiten. Die Schleuse ging ziemlich bald auf und wir kamen zügig durch. Allerdings: Der ganze Kanal und die Schleuse sind eine riesige Baustelle. Kilometerlange (tatsächlich) neue Spundwände sind gerammt, Betonpiers neu angelegt, in der Schleuse darf nur die Westseite benutzt werden - Ostseite Baustelle. Dass es ganz gut ist, hier mal ein | Bis zur Schleuse in Södertälje waren es nur wenige Meilen, und außerdem ging es nur genau gegenan. Also musste der Jockel arbeiten. Die Schleuse ging ziemlich bald auf und wir kamen zügig durch. Allerdings: Der ganze Kanal und die Schleuse sind eine riesige Baustelle. Kilometerlange (tatsächlich) neue Spundwände sind gerammt, Betonpiers neu angelegt, in der Schleuse darf nur die Westseite benutzt werden - Ostseite Baustelle. Dass es ganz gut ist, hier mal ein bisschen was neu zu machen, sieht man an den Schleusentoren, die noch alt sind: | ||
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Der Yachthafen liegt direkt gegenüber, aber da machen wir nicht fest. Es gibt noch Wasser und Batteriestrom satt, also gehen wir an die dortige SXK-Boje. Von da aus mit Dinghi an Land, um mal wieder im Grafikenshus rumzustöbern - aber wir finden es nicht. Es war doch ganz hier in der Nähe! Straße rauf, Straße runter - nirgends ist diese riesige Scheune zu finden. Also fragen wir. "Wisst ihr das nicht? Das ist dich vor vier Jahren abgebrannt. Jetzt ist es wieder eröffnet - in Södertälje." Mist! Also ersatzweise Schlossbesichtigung. Auch ganz schön. | Der Yachthafen liegt direkt gegenüber, aber da machen wir nicht fest. Es gibt noch Wasser und Batteriestrom satt, also gehen wir an die dortige SXK-Boje. Von da aus mit Dinghi an Land, um mal wieder im Grafikenshus (eine sehr schöne Kunsthalle) rumzustöbern -. aber wir finden es nicht. Es war doch ganz hier in der Nähe! Straße rauf, Straße runter - nirgends ist diese riesige Scheune zu finden. Also fragen wir. "Wisst ihr das nicht? Das ist dich vor vier Jahren abgebrannt. Jetzt ist es wieder eröffnet - in Södertälje." Mist! Also ersatzweise Schlossbesichtigung. Auch ganz schön. | ||
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Heute | Heute Morgen dagegen wieder satter Nord, es ist lausig kalt, und alles bricht auf in Richtung der Schleusen. | ||
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Vor uns musste erst noch ein Frachter durch, wir bekamen den nächsten Schleusengang. An die Zeiten, die so in Handbüchern stehen, hält sich hier niemand. Alles wird über Laufschrift verkündet. Und da steht auch, | Vor uns musste erst noch ein Frachter durch, wir bekamen den nächsten Schleusengang. An die Zeiten, die so in Handbüchern stehen, hält sich hier niemand. Alles wird über Laufschrift verkündet. Und da steht auch, dass die Schleuse am 30.6. wegen einer Regatta geschlossen bleibt. Uups! Was mag das sein? Egal, jetzt erst mal schleusen. Im Gegensatz zu den Brücken müssen hier auch die Motorboote durch, und das sind viele. Benehmen sich, als wären sie alleine. Rempeln hier, rempeln da, als die Schleuse wieder aufgeht brettern die hintersten schon mal an allen vorderen vorbei ..... | ||
Wir gucken noch mal auf den Plotter, und da sehen wir eine Unmenge von AIS-Klass B-Signalen in allen Häfen der Stadt. Und jetzt klingelt's. Hier wird doch immer das Rennen Gotland Runt gestartet! Der 30. ist übermorgen. Au weia! | Wir gucken noch mal auf den Plotter, und da sehen wir eine Unmenge von AIS-Klass B-Signalen in allen Häfen der Stadt. Und jetzt klingelt's. Hier wird doch immer das Rennen Gotland Runt gestartet! Der 30. ist übermorgen. Au weia! | ||
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<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | <div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | ||
29. Juni - [[ | 29. Juni - [[Kalviken]]</div> | ||
Morgenstund hat Gold im Mund - Wir legen schon um 08:00 ab und machen uns auf den Weg nach Osten. Wind mal da, mal nicht - macht nix, wir ham's nicht eilig. Aber die Anderen! Alle 5 Minuten kommt ein Wasserbus der Vaxholmsbolaget vorbei. Die machen einen unglaublichen Schwell, da steht kein Segel mehr. Kaum ist der weg, kommt eine mehr oder weniger große Motoryacht entgegen oder überholt - mit Full-Speed natürlich. Zur Abwechslung dann mal eine Silja- oder Viking-Fähre, dann wieder die Vaxholmsbolaget und auch mal Eine Donzi (stand drauf). Da hab ich mal gegoogelt: Die haben so 7 Liter Motoren und liefern 900 PS, natürlich nur ohne Schalldämpfer X( | Morgenstund hat Gold im Mund - Wir legen schon um 08:00 ab und machen uns auf den Weg nach Osten. Wind mal da, mal nicht - macht nix, wir ham's nicht eilig. Aber die Anderen! Alle 5 Minuten kommt ein Wasserbus der Vaxholmsbolaget vorbei. Die machen einen unglaublichen Schwell, da steht kein Segel mehr. Kaum ist der weg, kommt eine mehr oder weniger große Motoryacht entgegen oder überholt - mit Full-Speed natürlich. Zur Abwechslung dann mal eine Silja- oder Viking-Fähre, dann wieder die Vaxholmsbolaget und auch mal Eine Donzi (stand drauf). Da hab ich mal gegoogelt: Die haben so 7 Liter Motoren und liefern 900 PS, natürlich nur ohne Schalldämpfer X( | ||
Ergebnis: Es laufen bei wenig Wind ständig Kreuzseen von min 1/2 m durch das Wasser. Das ist nicht schön. Schnell weg hier, aber das Ganze bleibt so bis Vaxholm. Hier isses: | Ergebnis: Es laufen bei wenig Wind ständig Kreuzseen von min 1/2 m durch das Wasser. Das ist nicht schön. Schnell weg hier, aber das Ganze bleibt so bis [[Vaxholm]]. Hier isses: | ||
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Quintessenz des heutigen Tages: Man sollte nicht am Samstag oder Sonntag mit einem Segelboot in die Gewässer zwischen Stockholm und Vaxholm. | Quintessenz des heutigen Tages: Man sollte nicht am Samstag oder Sonntag mit einem Segelboot in die Gewässer zwischen [[Stockholm]] und [[Vaxholm]]. | ||
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<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | <div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | ||
3. Juli - [[ | 3. Juli - [[Mörkviken]] ([[Fjärdlang]])</div> | ||
Weit wollten wir heute nicht, weil für den Nachmittag Regen angesagt war. Und generell für die nächsten Tage nördliche Winde, also fahren wir nach Süden. Ziel ist die Insel Fjärdlång östlich von Dalarö. Da gibt's schöne Buchten. Von Hafen haben wir erst mal genug. | Weit wollten wir heute nicht, weil für den Nachmittag Regen angesagt war. Und generell für die nächsten Tage nördliche Winde, also fahren wir nach Süden. Ziel ist die Insel Fjärdlång östlich von [[Dalarö]]. Da gibt's schöne Buchten. Von Hafen haben wir erst mal genug. | ||
Diese Wolken unterwegs | Diese Wolken unterwegs | ||
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sagten uns aber, dass sich da was zusammenbraut, bevor wir am Ankerplatz sind. Und so war es auch: Ein saftiges Gewitter. Der Wind drehte um insgesamt 240° und zurück, Windgeschwindigkeiten von 0 - 11 m/s. Und dazu Regen, Regen, Regen. Also nicht mit Heckanker an die Felsen, denn die sind bei Nässe super-rutschig. Lieber ankern im Mörkviken, der großen Bucht im Norden der Insel. Und als die Sonne wieder rauskommt, ist es hier super gemütlich, alleine mit einem einzigen Motorboot. | sagten uns aber, dass sich da was zusammenbraut, bevor wir am Ankerplatz sind. Und so war es auch: Ein saftiges Gewitter. Der Wind drehte um insgesamt 240° und zurück, Windgeschwindigkeiten von 0 - 11 m/s. Und dazu Regen, Regen, Regen. Also nicht mit Heckanker an die Felsen, denn die sind bei Nässe super-rutschig. Lieber ankern im [[Mörkviken]], der großen Bucht im Norden der Insel. Und als die Sonne wieder rauskommt, ist es hier super gemütlich, alleine mit einem einzigen Motorboot. | ||
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<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | <div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | ||
13. Juli - [[Västerfjärden]] ([[Ringsön]]</div> | 13. Juli - [[Västerfjärden]] ([[Ringsön]])</div> | ||
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<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | <div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | ||
17. Juli - [[Vrangö]] | 17. Juli - [[Vrangö (Ostschweden)]]</div> | ||
Gestern hatten wir noch viele nette Gespräche mit anderen Seglern im Hafen. Alle duckten sich unter dem Dauerregen, keiner wollte weiter. Ganz anders heute. | Gestern hatten wir noch viele nette Gespräche mit anderen Seglern im Hafen. Alle duckten sich unter dem Dauerregen, keiner wollte weiter. Ganz anders heute. | ||
So, jetzt aber los. Heute soll's nicht regnen. Trotzdem ist alles grisegrau unter einer geschlossenen schwarzen Wolkendecke - eklig. Ich erspare mir Fotos. Wir müssen auch noch Diesel tanken und Wasser, das dauert. Deswegen kurzes Etappenziel: Vrangö. Ist nur 10 sm weg. Es geht gleich östlich Arkösund wieder nach Südwest in einen breiten, tiefen Sund. Kann man gut segeln. Hier geht's nach Mem und zum Göta-Kanal. Keine Angst, da fahren wir nicht hin. Unsere Ankerbucht liegt an der Nordseite der Insel Yxnö. Sie ist sehr gut geschützt gegen alle Windrichtungen, aber das brauchen wir nicht. Der Wind schläft komplett ein. | So, jetzt aber los. Heute soll's nicht regnen. Trotzdem ist alles grisegrau unter einer geschlossenen schwarzen Wolkendecke - eklig. Ich erspare mir Fotos. Wir müssen auch noch Diesel tanken und Wasser, das dauert. Deswegen kurzes Etappenziel: Vrangö. Ist nur 10 sm weg. Es geht gleich östlich Arkösund wieder nach Südwest in einen breiten, tiefen Sund. Kann man gut segeln. Hier geht's nach [[Mem]] und zum [[Göta-Kanal]]. Keine Angst, da fahren wir nicht hin. Unsere Ankerbucht liegt an der Nordseite der Insel Yxnö. Sie ist sehr gut geschützt gegen alle Windrichtungen, aber das brauchen wir nicht. Der Wind schläft komplett ein. | ||
Und dann - große Überraschung - reißen die Wolken doch auf und es gibt eine herrliche Abendsonne. | Und dann - große Überraschung - reißen die Wolken doch auf und es gibt eine herrliche Abendsonne. | ||
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Zum Abendessen kommt dann noch eine | Zum Abendessen kommt dann noch eine Ricke mit ihrem Kitz auf ihren eigenen Sonnenuntergangsfelsen. | ||
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Schon wieder haben sie Südwind angekündigt, sogar viel. Also fahren wir weiter nach Norden und suchen uns ein sicheres Ankerplätzchen. Als wir das Hauptfahrwasser erreichen, den Hafjärden, ist dort die Hölle los. Alles segelt nach Nord oder Süd, gegen den Wind motoren viele Segler, und dazwischen fahren Motoryachten zwischen 30 und 55 Fuß in Gleitfahrt Slalom. Au Backe! | Schon wieder haben sie Südwind angekündigt, sogar viel. Also fahren wir weiter nach Norden und suchen uns ein sicheres Ankerplätzchen. Als wir das Hauptfahrwasser erreichen, den Hafjärden, ist dort die Hölle los. Alles segelt nach Nord oder Süd, gegen den Wind motoren viele Segler, und dazwischen fahren Motoryachten zwischen 30 und 55 Fuß in Gleitfahrt Slalom. Au Backe! | ||
Wir blinken gleich wieder rechts und biegen ab nach Osten in ein parallel laufendes Gewässer durch die äußeren Schären, den Kronleden. Und sofort ist Ruhe, denn: Diese Route ist nicht betonnt. Nur zwei Steine auf der ganzen 10 sm langen Strecke werden von Kardinaltonnen bewacht, die dafür aber in keiner Karte stehen. Navigiert wird hier nach vereinzelten Landmarken, die so aussehen | Wir blinken gleich wieder rechts und biegen ab nach Osten in ein parallel laufendes Gewässer durch die äußeren Schären, den [[Kronleden]]. Und sofort ist Ruhe, denn: Diese Route ist nicht betonnt. Nur zwei Steine auf der ganzen 10 sm langen Strecke werden von Kardinaltonnen bewacht, die dafür aber in keiner Karte stehen. Navigiert wird hier nach vereinzelten Landmarken, die so aussehen | ||
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Zum Schluss haben wir uns dann in den kleinen Archipel nördlich von Gränsö in | Zum Schluss haben wir uns dann in den kleinen Archipel nördlich von [[Gränsö]] in der Nähe von Arkösund verkrümelt. Und - oh Wunder - obwohl alle Schweden unterwegs sind und jeder Felsen belegt ist, ist doch tatsächlich die SXK-Boje bei Västerö frei. Na, besser geht's nicht. | ||
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Dahinter verbirgt sich ein sog. Naturum, eine kleine Hütte mit Informationen über die Natur hier in Östergötland. Viel interessanter aber ist das fast im ursprünglichen Zustand erhaltene Dorf, in dem noch rund 30 Menschen leben und zwei Dutzend Schafe. | Dahinter verbirgt sich ein sog. Naturum, eine kleine Hütte mit Informationen über die Natur hier in [[Östergötland]]. Viel interessanter aber ist das fast im ursprünglichen Zustand erhaltene Dorf, in dem noch rund 30 Menschen leben und zwei Dutzend Schafe. | ||
Erst geht es durch eine Art Hoftor | Erst geht es durch eine Art Hoftor | ||
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Heute war auch nicht viel Wind, kam aber aus der richtigen Richtung (Ost). Es hat gereicht, um außen rum an Stora Askö vorbeizukommen und in das Inselgewirr bei Trässö. In der Bucht zwischen Trässö und Långö haben wir einen schönen Ankerplatz gefunden, etliche andere aber auch. Felsenlieger gibt es hier keine. Man kann zwar anlegen, aber die extrem steilen Felshänge kommt man dann nicht hoch. Das Wasser hier ist super klar, keine Quallen, kein Gemüse, keine Algen, 22°C. Hurra! | Heute war auch nicht viel Wind, kam aber aus der richtigen Richtung (Ost). Es hat gereicht, um außen rum an [[Stora Askö]] vorbeizukommen und in das Inselgewirr bei [[Trässö]]. In der Bucht zwischen Trässö und Långö haben wir einen schönen Ankerplatz gefunden, etliche andere aber auch. Felsenlieger gibt es hier keine. Man kann zwar anlegen, aber die extrem steilen Felshänge kommt man dann nicht hoch. Das Wasser hier ist super klar, keine Quallen, kein Gemüse, keine Algen, 22°C. Hurra! | ||
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Wassertank hat nur noch zwei, drei Liter, Batterien sind runter, die Lebensmittelschapps leer - wir brauchen einen richtigen Hafen und einen Supermarkt. Also nach Västervik. Es bläst kräftig (so 10 - 12 m/s) aus ENE, also eine schnelle Reise nur mit der Fock. | Wassertank hat nur noch zwei, drei Liter, Batterien sind runter, die Lebensmittelschapps leer - wir brauchen einen richtigen Hafen und einen Supermarkt. Also nach Västervik. Es bläst kräftig (so 10 - 12 m/s) aus ENE, also eine schnelle Reise nur mit der Fock. | ||
Solbergsudde in Västervik ist im Moment fest in deutscher Hand. Wir quetschen uns dazwischen, und dann die Fahrräder raus und Einkaufen. Schnell fertig werden, sieht ein bisschen nach Gewitter aus. | [[Solbergsudde]] in Västervik ist im Moment fest in deutscher Hand. Wir quetschen uns dazwischen, und dann die Fahrräder raus und Einkaufen. Schnell fertig werden, sieht ein bisschen nach Gewitter aus. | ||
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Und so war's dann gestern auch. Brütend heiß, schwül, voll bedeckter Himmel - Das roch nach Gewitter, nur es kam keins. Extrem diesig war es, die | Und so war's dann gestern auch. Brütend heiß, schwül, voll bedeckter Himmel - Das roch nach Gewitter, nur es kam keins. Extrem diesig war es, die Blå Jungfrun, das Wahrzeichen des nördlichen [[Kalmarsund]]s, kam erst bei Einfahrt nach Figeholm in Sicht. Auf dem Weg nach Süden kamen wir an einer Gegend vorbei mit einer der höchsten Dichten von weithin sichtbaren Landmarken. Es handelt sich um die Stelle, an der man am besten von See kommend in die Schärenfahrwasser einsteuern kann. Als erstes kommt das Lotsenhaus von Kråkelund | ||
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So, schlechtes Wetter vorbei. Heute | So, schlechtes Wetter vorbei. Heute gibt’s Wind und Sonne. Rudelablegen in Figeholm, gemeinsames Rausmotoren aus dem Hafenfahrwasser, und dann flutschen die Gennaker aus der Tüte. Los geht's. Downwind gen Süden. | ||
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Vor dem Bug keine Tonnen, keine Inseln, keine knapp überspülten Felsen - nur Wasser. Es ist fast so, als wäre man gerade aus Rønne ausgelaufen. Kalmarsund mal ohne Gegenwind, aber mit richtig steifer Brise. Vorbei an der Schlossruine Borgholm | Vor dem Bug keine Tonnen, keine Inseln, keine knapp überspülten Felsen - nur Wasser. Es ist fast so, als wäre man gerade aus [[Rønne]] ausgelaufen. Kalmarsund mal ohne Gegenwind, aber mit richtig steifer Brise. Vorbei an der Schlossruine Borgholm | ||
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Spät gestartet gestern, spät angekommen in Grönhögen am Südende Ölands. Dazwischen eine Super-Segelei raumschots. Wer sagt's denn? Kalmarsund kann auch brav. | Spät gestartet gestern, spät angekommen in Grönhögen am Südende Ölands. Dazwischen eine Super-Segelei raumschots. Wer sagt's denn? Kalmarsund kann auch brav. Grönhögen ist ein netter Hafen. Man liegt längsseits an holzbewehrten Steinmolen. Benachbart ist ein riesiger Wohnmobilstellplatz, mit dem man sich die 2 (zwei!) Duschen teilt. | ||
Heute mit den Rädern zu Ölands Södra Udde, Lange Jan besucht und bestiegen. Ist ein wuchtiger Leuchtturm. | Heute mit den Rädern zu Ölands Södra Udde, Lange Jan besucht und bestiegen. Ist ein wuchtiger Leuchtturm. | ||
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Die meiste Zeit war das ein schöner Anlieger, und eigentlich wollten wir bei Torhamn in die Schären rein und uns ein Ankerplätzchen suchen. Aber die Wolken über Land sahen so gar nicht vertrauenerweckend aus, also Abkürzung der Route und nach Sandhamn. Dort massig Platz, längsseits festgemacht, Persenninge drauf - und los gings mit dem Regen und Gewitter. Iiiih! | Die meiste Zeit war das ein schöner Anlieger, und eigentlich wollten wir bei [[Torhamn]] in die Schären rein und uns ein Ankerplätzchen suchen. Aber die Wolken über Land sahen so gar nicht vertrauenerweckend aus, also Abkürzung der Route und nach Sandhamn. Dort massig Platz, längsseits festgemacht, Persenninge drauf - und los gings mit dem Regen und Gewitter. Iiiih! | ||
Die, die nach uns einliefen, sahen dann so aus: | Die, die nach uns einliefen, sahen dann so aus: | ||
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Ob man nach Sandhamn muss? Oooch, nee, eigentlich nich. Betonpier mit Lastwagenreifen, auch weiß lackiert wie in Hanö, sehr gute Stromversorgung, kein Trinkwasser, Ambiente auf Skala gemäß Schulnoten würde ich sagen: höchstens 4. | Ob man nach Sandhamn muss? Oooch, nee, eigentlich nich. Betonpier mit Lastwagenreifen, auch weiß lackiert wie in [[Hanö]], sehr gute Stromversorgung, kein Trinkwasser, Ambiente auf Skala gemäß Schulnoten würde ich sagen: höchstens 4. | ||
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Das lief super, gestern. Erst mal von Sandhamn aus einen harten Anlieger gen Süden, dann Wende südlich | Das lief super, gestern. Erst mal von Sandhamn aus einen harten Anlieger gen Süden, dann Wende südlich Utlängan, und mit einem Schrick in den Schoten rüber zur Einfahrt in die Schären bei [[Drottningskär]]. Geht ab wie Schmidts Katze. Wir hätten auch das Schärenfahrwasser nehmen können, aber das wäre ein ziemliches Gekreuze geworden. Mit der Selbstwendefock sicher kein Problem, aber wir haben nun mal schon die Genua drauf. Also rein nach Karlskrona durch das militärisch hochbefestigte Südfahrwasser. | ||
Die U-Boot-Sperre bei Drottningskär gibt's ja immer noch, aus früheren Zeiten stehen hier Forts. | Die U-Boot-Sperre bei Drottningskär gibt's ja immer noch, aus früheren Zeiten stehen hier Forts. | ||
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Die Wetterberichte machen uns Kopfzerbrechen. Die Tiefs, die da aus Westen anrauschen, werden auf einige Tage Sicht einen Schlag von Sandhammaren nach Westen verhindern. Aber jetzt eine Woche in Karlskrona bleiben? Nöö. Übder Hanö nach Simrishamn, was jetzt noch ginge? Dann sitzen wir eine Woche in Simrishamn. Auch Nöö. Frühstart und nach Ystad durchmotoren? Nöö, nöö, nöö. | Die Wetterberichte machen uns Kopfzerbrechen. Die Tiefs, die da aus Westen anrauschen, werden auf einige Tage Sicht einen Schlag von Sandhammaren nach Westen verhindern. Aber jetzt eine Woche in Karlskrona bleiben? Nöö. Übder Hanö nach [[Simrishamn]], was jetzt noch ginge? Dann sitzen wir eine Woche in Simrishamn. Auch Nöö. Frühstart und nach Ystad durchmotoren? Nöö, nöö, nöö. | ||
Also hier regional ein bisschen umparken und nach Garpahamn auf der Insel Hasslö. Sind nur 10 sm. Und morgen wieder zurück nach Karlskrona und das ganze Wetterschlamassel aussitzen. | Also hier regional ein bisschen umparken und nach Garpahamn auf der Insel Hasslö. Sind nur 10 sm. Und morgen wieder zurück nach Karlskrona und das ganze Wetterschlamassel aussitzen. | ||
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Mannomannomann! 4 Tage Karlskrona! Mal regnets fast durch die Kuchenbude, mal kachelts mit 16 m/s. Immerhin: Die Stadt ist sehr nett und bietet viel, sogar gutes Essen (z.B. Pizzeria Michelangelo) und gutes, nichtschwedisches Brot. Wir haben einen sehr gut sortierten Lidl entdeckt direkt hinter dem Bahnhof, 3 min mit Fahrrad. Und mit Fahrrad kann man tolle Ausflüge in die Umgebung machen. Die haben herrliche Wälder, Naherholungsgebiete, Badestrände - eine lebenswerte Stadt. Natürlich ist auch das Marinemuseum (kostenlos) interessant, aber nicht so sehr für Nichtmilitaristen. | Mannomannomann! 4 Tage Karlskrona! Mal regnets fast durch die Kuchenbude, mal kachelts mit 16 m/s. Immerhin: Die Stadt ist sehr nett und bietet viel, sogar gutes Essen (z.B. Pizzeria Michelangelo) und gutes, nichtschwedisches Brot. Wir haben einen sehr gut sortierten Lidl entdeckt direkt hinter dem Bahnhof, 3 min mit Fahrrad. Und mit Fahrrad kann man tolle Ausflüge in die Umgebung machen. Die haben herrliche Wälder, Naherholungsgebiete, Badestrände - eine lebenswerte Stadt. Natürlich ist auch das Marinemuseum (kostenlos) interessant, aber nicht so sehr für Nichtmilitaristen. | ||
Heute dann endlich weiter! Es ist trocken, der Wetterbeicht spricht von Süd 6 - 9 m/s. Es wurden 10 - 13 m/s und aus Südsüdwest, allerdings warm und mit Sonne. Wir haben nur die Genua ausgerollt und sind nach Westen gebritzt, immer am Südrand der Hanöbucht entlang. Immer, wenn man aus der Schärenabdeckung kam - und das war die meiste Zeit - stand da eine fast 2m-See aus der [[Hanöbucht]]. Unser Bootchen schnurrte aber sehr gemütlich durch, meist mit mehr als 6 1/2 kn. Und dann rechts ab, hinter die Felsen manövriert, Ruhe ist. Der Steg in Tjärö ist allerdings rappelvoll, ist wohl immer noch Saison. Wir fahren weiter um die Ecke in die östlich gelegene Bucht, und sind im Ententeich. Die Bäume rauschen wie verrückt, im Cockpit fast kein Lüftchen. Eine blaue Boje des SXK ist frei, also dort fest. | Heute dann endlich weiter! Es ist trocken, der Wetterbeicht spricht von Süd 6 - 9 m/s. Es wurden 10 - 13 m/s und aus Südsüdwest, allerdings warm und mit Sonne. Wir haben nur die Genua ausgerollt und sind nach Westen gebritzt, immer am Südrand der [[Hanöbucht]] entlang. Immer, wenn man aus der Schärenabdeckung kam - und das war die meiste Zeit - stand da eine fast 2m-See aus der [[Hanöbucht]]. Unser Bootchen schnurrte aber sehr gemütlich durch, meist mit mehr als 6 1/2 kn. Und dann rechts ab, hinter die Felsen manövriert, Ruhe ist. Der Steg in Tjärö ist allerdings rappelvoll, ist wohl immer noch Saison. Wir fahren weiter um die Ecke in die östlich gelegene Bucht, und sind im Ententeich. Die Bäume rauschen wie verrückt, im Cockpit fast kein Lüftchen. Eine blaue Boje des SXK ist frei, also dort fest. | ||
Unser Nachbar ist eine Schwimmsauna, wir haben heute aber keinen Bedarf. | Unser Nachbar ist eine Schwimmsauna, wir haben heute aber keinen Bedarf. | ||
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Simrishamn ist dann nicht so besonders. Die üblichen langen Wege zu den Sanitäranlagen, wie üblich nimmt der Hafenautomat keine Masterkard und somit gibt es erst mal keinen Strom, der ICA-Markt in der Stadt hat aufgegeben stattdessen ist dort ein halb so großer | Simrishamn ist dann nicht so besonders. Die üblichen langen Wege zu den Sanitäranlagen, wie üblich nimmt der Hafenautomat keine Masterkard und somit gibt es erst mal keinen Strom, der ICA-Markt in der Stadt hat aufgegeben stattdessen ist dort ein halb so großer Netto-Markt mit äußerst beschränktem Angebot. Na ja! Morgen geht's weiter. | ||
<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | <div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | ||
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Auf dem Weg von Hanö hierher hatten wir uns gewundert, dass a) weder im Schießgebiet Ravlunda noch in Kabusa irgendetwas los war. Und b) standen in den Häfen auch nur veraltete Schießzeiten. Des Rätsels | Auf dem Weg von Hanö hierher hatten wir uns gewundert, dass a) weder im Schießgebiet Ravlunda noch in Kabusa irgendetwas los war. Und b) standen in den Häfen auch nur veraltete Schießzeiten. Des Rätsels Lösung lieferte ein freundlicher Schwede: Die machen im Moment Sommerpause. Und er lieferte auch gleich den Link, wo man sich die Schießzeiten im Netz holen kann: | ||
https://www.forsvarsmakten.se/sv/aktuellt/viktiga-meddelanden/skjutfalt-och-avlysningar/#/area/ravlunda-skjutfalt/almo-ovningsfalt | https://www.forsvarsmakten.se/sv/aktuellt/viktiga-meddelanden/skjutfalt-och-avlysningar/#/area/ravlunda-skjutfalt/almo-ovningsfalt | ||
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In Klintholm war Massentreffen. Erstaunlich, dass 9 Boote gleichzeitig auf die Hafeneinfahrt zusteuern können, obwohl sie aus fünf verschiedenen Richtungen kamen. Innen wurde uns klar, warum das so voll war: Sonntag! Sonntag? Ja, da fahren die Charteryachten aus Breege zuerst mal nach Klintholm. | In Klintholm war Massentreffen. Erstaunlich, dass 9 Boote gleichzeitig auf die Hafeneinfahrt zusteuern können, obwohl sie aus fünf verschiedenen Richtungen kamen. Innen wurde uns klar, warum das so voll war: Sonntag! Sonntag? Ja, da fahren die Charteryachten aus [[Breege]] zuerst mal nach Klintholm. | ||
Am Abend zeigte sich dann eine Wetteränderung im Westen. Nur kurz, oder was ernstes? Wir werden morgen sehen. | Am Abend zeigte sich dann eine Wetteränderung im Westen. Nur kurz, oder was ernstes? Wir werden morgen sehen. | ||
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<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | <div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | ||
30. August - [[ | 30. August - [[Omø]]</div> | ||
So, kleiner Landurlaub zwischendurch. Meine alte Bürochefin ist jetzt auch in Rente, und die musste ich gebührend verabschieden. Also erst mal mit Mietwagen nach Hause und zurück. Gestern dann noch mit zwei Reffs und etwas gerollter Genua ab nach Westen, rasant Strecke gemacht. Die Sicht war absolut miserabel, die Luft tropisch feucht. Man schwitzte ohne sich zu bewegen. Mit dicker Bugwelle durch Grønsund und Smalands Fahrwasser bis Omø. Hier sind nicht mehr viele, nur etwa die Hälfte des Hafens belegt. Der Fischladen ist schon zu. Na ja, wir hatten zu Hause gut eingekauft und sind voll verproviantiert. | So, kleiner Landurlaub zwischendurch. Meine alte Bürochefin ist jetzt auch in Rente, und die musste ich gebührend verabschieden. Also erst mal mit Mietwagen nach Hause und zurück. Gestern dann noch mit zwei Reffs und etwas gerollter Genua ab nach Westen, rasant Strecke gemacht. Die Sicht war absolut miserabel, die Luft tropisch feucht. Man schwitzte ohne sich zu bewegen. Mit dicker Bugwelle durch [[Grønsund]] und [[Smalands Fahrwasser]] bis [[Omø]]. Hier sind nicht mehr viele, nur etwa die Hälfte des Hafens belegt. Der Fischladen ist schon zu. Na ja, wir hatten zu Hause gut eingekauft und sind voll verproviantiert. | ||
Heute beim Weiterfahren ist es immer noch dunstig, auch noch in [[Omö]]. | Heute beim Weiterfahren ist es immer noch dunstig, auch noch in [[Omö]]. | ||
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<div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | <div style="background:#C6D6F6;text-align:left;font-weight:bold;font-size:125%;margin: 0px 5px 0px 0; padding: 4px 4px 4px 14px;"> | ||
1. September - [[ | 1. September - [[Avernakø]]</div> | ||
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Nachtrag: | Nachtrag: | ||
Der freundliche Wetterbericht hatte nicht | Der freundliche Wetterbericht hatte nicht Recht. Ungefähr um ein Uhr nachts wache ich auf, weil am Rumpf so komische Plätschergeräusche sind. Im Hafen? Richtig! Und Heulen tut es auch im Rigg, und Blitze kommen durch die Verdunkelung des Vorluks. Dann plötzlich rolle ich in der Koje rüber zu Männe - Das Boot krängt um mehr als 10°. Jetzt muss ich doch mal draußen nachsehen. Instrumente einschalten, ein Blick drauf: 15 m/s, dann 18. Im Hafen bildet sich Seegang mit Schaumkronen. Obwohl ich immer größten Wert auf richtig dimensioniertes und gut gepflegtes Material lege, gehe ich jetzt doch im strömenden Regen über Deck und schau mir alle 4 Klampen an. Alles in Ordnung, alles fest. Schlafen kann man aber bei dem Theater nicht wieder. Also Kakao kochen, gemütliches Schnacken, gegen drei Uhr ist alles vorbei. | ||
Am Morgen sind wir aber ein bisschen gerädert und unausgeschlafen, außerdem ist viel Regen angesagt. Da bleiben wir eben erst mal hier. | Am Morgen sind wir aber ein bisschen gerädert und unausgeschlafen, außerdem ist viel Regen angesagt. Da bleiben wir eben erst mal hier. | ||
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Jetzt reicht's! Immer nur Regen, wenig Wolkenlöcher und eine Wetterprognse, der nichts einfällt als Wind über 10 m/s und Regen, und wenn mal nicht, dann Flaute. Es soll ja auch einen Goldenen Herbst geben. | Jetzt reicht's! Immer nur Regen, wenig Wolkenlöcher und eine Wetterprognse, der nichts einfällt als Wind über 10 m/s und Regen, und wenn mal nicht, dann Flaute. Es soll ja auch einen Goldenen Herbst geben. | ||
Wir haben das Boot in Kappeln angebunden und sind nach Hause gefahren. Weiter geht's erst wieder, wenn das Wetter sich zu Kompromissen bereit findet. So! | Wir haben das Boot in [[Kappeln]] angebunden und sind nach Hause gefahren. Weiter geht's erst wieder, wenn das Wetter sich zu Kompromissen bereit findet. So! | ||
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Wir wollten heute weiter irgendwie nach Norden, Windfinder und DMI hatten das genehmigt - und beim Frühstück dräuendes Gewölk, 12 m/s auf dem Windmesser, Sprühregen. Nee, abwarten! Das wurde aber nicht besser. Mal konnte man gerade noch so eben Marstal sehen, dann wieder nicht mal Boote, die eine Seemeile weg waren. Scheußlich. Umdisponieren und wieder mal Lesestunde, Kakao trinken, quatschen. Einziger Vorteil: Es ist nicht mehr so kalt. Einige Boote kommen rein, alle gut gerefft, alle sehr nass. | Wir wollten heute weiter irgendwie nach Norden, Windfinder und DMI hatten das genehmigt - und beim Frühstück dräuendes Gewölk, 12 m/s auf dem Windmesser, Sprühregen. Nee, abwarten! Das wurde aber nicht besser. Mal konnte man gerade noch so eben [[Marstal]] sehen, dann wieder nicht mal Boote, die eine Seemeile weg waren. Scheußlich. Umdisponieren und wieder mal Lesestunde, Kakao trinken, quatschen. Einziger Vorteil: Es ist nicht mehr so kalt. Einige Boote kommen rein, alle gut gerefft, alle sehr nass. | ||
Dann am frühen Nachmittag ein Lichtblick: Der Himmel reißt auf, ein Wolkenloch äußerst begrenzten Ausmaßes über uns. Das macht Eindruck zusammen mit den Wolken. | Dann am frühen Nachmittag ein Lichtblick: Der Himmel reißt auf, ein Wolkenloch äußerst begrenzten Ausmaßes über uns. Das macht Eindruck zusammen mit den Wolken. | ||
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"Morgen" wurde es nicht besser, im Gegenteil. Aber heute sind wir los - ein sehr schöner Halbwindkurs in die Kieler Förde. Wir wollen nach Laboe zum Fisch essen. Das ist eine Premiere dieses Jahr: Nach Deutschland! | "Morgen" wurde es nicht besser, im Gegenteil. Aber heute sind wir los - ein sehr schöner Halbwindkurs in die Kieler Förde. Wir wollen nach [[Laboe]] zum Fisch essen. Das ist eine Premiere dieses Jahr: Nach Deutschland! | ||
Das Anlaufen der Förde gestaltet sich ziemlich schwierig, denn bei dem herrlichen Wetter heute ist offenbar jedes Boot, das noch einen Mast hat, auf dem Wasser. Es ist Sonntag Nachmittag!. | Das Anlaufen der Förde gestaltet sich ziemlich schwierig, denn bei dem herrlichen Wetter heute ist offenbar jedes Boot, das noch einen Mast hat, auf dem Wasser. Es ist Sonntag Nachmittag!. | ||
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Spät kommt das Bauklötzchenkonglomerat von Olpenitz in Sicht und der Leuchtturm Schleimünde. Der hat doch tatsächlich Licht an, so unsichtig ist das. | Spät kommt das Bauklötzchenkonglomerat von [[Olpenitz]] in Sicht und der Leuchtturm Schleimünde. Der hat doch tatsächlich Licht an, so unsichtig ist das. | ||