Grundsätzliches zu Anlegemanövern: Unterschied zwischen den Versionen

Peter (Diskussion | Beiträge)
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{{NavigationAnlegemanöver}}
==Planung des Manövers==
==Planung des Manövers==


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* Wie klein ist die Minimalgeschwindigkeit, bei der bei den gegebenen Umständen noch sicher manövriert werden kann?
* Wie klein ist die Minimalgeschwindigkeit, bei der bei den gegebenen Umständen noch sicher manövriert werden kann?


Aus der vielzahl der zu bedenkenden Punkte läßt sich leicht sehen, das ein
Aus der Vielzahl der zu bedenkenden Punkte läßt sich leicht sehen, dass ein
Anlegemanöver Zeit und Ruhe bei der Planung braucht. (Übrigens: Ein Schiff
Anlegemanöver Zeit und Ruhe bei der Planung braucht. (Übrigens: Ein Schiff
läßt sich leicht nahezu auf der Stelle halten, wenn man mit dem Heck zum
läßt sich leicht nahezu auf der Stelle halten, wenn man mit dem Heck zum
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vollkommen im klaren sein. Wichtig ist auch, dass die Helfer nur auf die
vollkommen im klaren sein. Wichtig ist auch, dass die Helfer nur auf die
Kommandos des Skippers/Steuermanns hören! Keinenfalls dürfen Kommandos von
Kommandos des Skippers/Steuermanns hören! Keinenfalls dürfen Kommandos von
an Land stehenden befolgt werden. Über den Sinn und Unsinn externer Tips muss
an Land stehenden befolgt werden. Über den Sinn und Unsinn externer Tipps muss
der Skipper/Steuermann entscheiden. Andernfalls könnte das ganze Manöver  
der Skipper/Steuermann entscheiden. Andernfalls könnte das ganze Manöver  
durcheinander geraten, was meist zum Fehlschlag führt. Aussenstehende sind
durcheinander geraten, was meist zum Fehlschlag führt. Aussenstehende sind
nicht in die Manöverplanung eingebunden gewesen, wissen daher nicht, welches  
nicht in die Manöverplanung eingebunden gewesen, wissen daher nicht, welches  
Manöver geplant ist und können somit nur schwerlich sinnvollen Tips geben.
Manöver geplant ist und können somit nur schwerlich sinnvolle Tipps geben.


Des weiteren sollten klare Handzeichen vereinbar sein. Diese sind meist
Des weiteren sollten klare [[Handzeichen]] vereinbart sein. Diese sind meist
besser zur Kommunikation geeignet als Rufen.
besser zur Kommunikation geeignet als Rufen.


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* Es wird ein/e ''verantwortliche/r Leiter/in'' des Anlegemanövers bestimmt. Das ist prinzipiell immer der/die Skipper/in, kann aber auch an eine bestimmte Person wie zum Beispiel dem/der Wachführer/in delegiert werden. Wichtig ist, daß eine solche Delegation der kompletten Crew bekannt gegeben wird. Bei kleinen Booten ist diese Person meist gleichzeitig Rudergänger, bei großen Booten sollte sie besser einen Platz mit optimalen Überblick übers Boot suchen, z.B. neben dem Mast, seltener im Heck und dem Rudergänger Anweisung geben. Diese Person verständigt sich vor Beginn des Manövers sowohl mit dem Rudergänger als auch mit der Crew an den Festmachern über die verwendeten Handzeichen.
* Es wird ein/e ''verantwortliche/r Leiter/in'' des Anlegemanövers bestimmt. Das ist prinzipiell immer der/die Skipper/in, kann aber auch an eine bestimmte Person wie zum Beispiel dem/der Wachführer/in delegiert werden. Wichtig ist, daß eine solche Delegation der kompletten Crew bekannt gegeben wird. Bei kleinen Booten ist diese Person meist gleichzeitig Rudergänger, bei großen Booten sollte sie besser einen Platz mit optimalen Überblick übers Boot suchen, z.B. neben dem Mast, seltener im Heck und dem Rudergänger Anweisung geben. Diese Person verständigt sich vor Beginn des Manövers sowohl mit dem Rudergänger als auch mit der Crew an den Festmachern über die verwendeten Handzeichen.
* Der ''Rudergänger'' bedient meist gleichzeitig die Maschine und hat in der Regel direkten Kontakt zu dem Teil der Crew, der die Festmacher an Bord bedient und natürlich zur Manöverleitung (s.o.). Bei sehr großen Booten empfiehlt sich der Einsatz von Handfunkgeräten, deren Verbindung unmittelbar vor dem Manöver überprüft wird.
* Der ''Rudergänger'' bedient meist gleichzeitig die Maschine und hat in der Regel direkten Kontakt zu dem Teil der Crew, der die Festmacher an Bord bedient und natürlich zur Manöverleitung (s.o.). Bei sehr großen Booten empfiehlt sich der Einsatz von Handfunkgeräten, deren Verbindung unmittelbar vor dem Manöver überprüft wird.
* Von Festmachern wird die etwaige Part mit einem eingespleißten Auge durch eine Klüse nach außen geführt , '''über der Reling''' wieder an Deck geholt und in etwa passender Länge zum Werfen klar gelegt.
* Von Festmachern wird die etwaige Part mit einem eingespleißten Auge durch eine Klüse nach außen geführt, '''über der Reling''' wieder an Deck geholt und in etwa passender Länge zum Werfen klar gelegt.
* Der beste ''Springer'' 'springt' an Land. Das Springen ist nicht wörtlich zu nehmen - nach Möglichkeit sollte er/sie sicher an Land steigen, um Verletzungen durch unglückliches Aufkommen oder Ausrutschen zu verhindern, die nicht nur schmerzhaft, sondern auch schädlich für den Ablauf des Manövers sein können. Dies kann gegebenenfalls auch schon vorher bei einer Vorbeifahrt passieren. Wenn möglich, sollte der Springer ohne Leine an Land gehen. Er bekommt sie danach vom Boot aus zugeworfen. Falls keine weitere Crew zum Übergeben des Festmachers existiert, dann belegt er sie am äußersten Ende an Bord, nimmt er sie mit an Land und stellt die richtige Leinenlänge dort ein. Wenn es schnell gehen soll und kein Auge vorbereitet wurde, dann ist es kurzzeitig auch ausreichend, wenn man die Leine mit ein paar Rundtörns fixiert. Mit korrekten Knoten sollte man sich an dieser Stelle nicht aufhalten, aber später an eine Korrektur der Leine denken. Die Leine an Bord sollte unbedingt immer so belegt sein, daß sie auch unter Last jederzeit sicher losgeworfen werden kann. Augen, Achtknoten oder Palstek an der schiffsseitigen Part des Festmachers sind deshalb zu vermeiden. Sobald die Leine an Land fest ist, gibt der Springer Zeichen, z.B. durch Anheben beider Arme ("ohne Arbeit").
* Der beste ''Springer'' 'springt' an Land. Das Springen ist nicht wörtlich zu nehmen - nach Möglichkeit sollte er/sie sicher an Land steigen, um Verletzungen durch unglückliches Aufkommen oder Ausrutschen zu verhindern, die nicht nur schmerzhaft, sondern auch schädlich für den Ablauf des Manövers sein können. Dies kann gegebenenfalls auch schon vorher bei einer Vorbeifahrt passieren. Wenn möglich, sollte der Springer ohne Leine an Land gehen. Er bekommt sie danach vom Boot aus zugeworfen. Falls keine weitere Crew zum Übergeben des Festmachers existiert, dann belegt er sie am äußersten Ende an Bord, nimmt er sie mit an Land und stellt die richtige Leinenlänge dort ein. Wenn es schnell gehen soll und kein Auge vorbereitet wurde, dann ist es kurzzeitig auch ausreichend, wenn man die Leine mit ein paar Rundtörns fixiert. Mit korrekten Knoten sollte man sich an dieser Stelle nicht aufhalten, aber später an eine Korrektur der Leine denken. Die Leine an Bord sollte unbedingt immer so belegt sein, daß sie auch unter Last jederzeit sicher losgeworfen werden kann. Augen, Achtknoten oder Palstek an der schiffsseitigen Part des Festmachers sind deshalb zu vermeiden. Sobald die Leine an Land fest ist, gibt der Springer Zeichen, z.B. durch Anheben beider Arme ("ohne Arbeit").
* Es ist jemand zu bestimmen, der Abstände gut einschätzen kann, und diese per Handzeichen an den Leiter des Manövers (s.o.) weitergibt. In der Regel ist das der Werfer.
* Es ist jemand zu bestimmen, der Abstände gut einschätzen kann, und diese per Handzeichen an den Leiter des Manövers (s.o.) weitergibt. In der Regel ist das der Werfer.