Kalymnos

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Seegebiet Mittelmeer > Ägäis > Dodekanes
Politisch Europa > Griechenland


Kalymnos (griech. Κάλυμνος) ist nach Pserimos die nächste Insel nördlich von Kos. Kaum eine Crew wird bei einem Törn durch den Dodekanes diese schon von weitem durch seine Gebirgsstrukturen sehr mächtig wirkende Insel auslassen. Zum Übernachten wird man in den allermeisten Fällen entweder den Haupthafen im Ormos Kalymnou oder die Bucht Vathy an der Ostseite der Insel wählen. Die Insel bietet jedoch noch eine Reihe weiterer Ankerplätze, die jedoch in den meisten Fällen eher für einen Aufenthalt bei ruhigem Wetter geeignet sind.

Inhaltsverzeichnis

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[Bearbeiten] Liegeplätze

[Bearbeiten] Haupthafen Kalymnos

Koordinaten: 36° 56.89'N, 026° 59.12' E


Ein großer und quirliger Hafen, der in seinem Innenbecken für Yachten bei jedem Wetter guten Schutz bietet. Es ist nicht immer einfach, noch ein freies Plätzchen zu ergattern. Geduldet wird zur Not auch das Festmachen römisch-katholisch in zweiter Reihe (Heckleinen zum Bug der an der Pier liegenden Boote). Auch wird Ankersalat an der Tagesordnung sein. In der Stadt hat man alle erdenklichen Versorgungsmöglichkeiten. Es darf überall festgemacht werden, außer dort wo die Pier gelb angemalt ist.

Das Hafengeld von 0,80 Euro pro Tag (2012 für 10 m-Schiff) veranschaulicht die Ursachen der griechischen Finanzkrise.

Juni 2012: Der zwischenzeitlich zerstörte Betonpier an der Hauptstrasse ist wieder in Betrieb und bietet Platz, Wasser und Strom (rk anlegen). [1]

Ormos Vathy Blick vom Hügel

[Bearbeiten] Ormos Vathy

Koordinaten: 36° 58.42'N, 027° 01.75' E


Der Ormos Vathy gehört zu den besonders schönen und empfehlenswerten Plätzen des Dodekanes. Die Einfahrt zu dieser sehr schmalen, fjordähnlichen Bucht ist nicht gut auszumachen, nicht das erste Mal würde an ihr vorbeigefahren. Es ist immer wieder ein Erlebnis, in den sich auftuenden Spalt in der mehrere hundert Meter hohen Felswand einzulaufen. Im hinteren Teil der Bucht ist an der Südseite eine Badeanlage und eine Pier angelegt. Deren Stirnseite wird tagsüber von Ausflugsbooten in Anspruch genommen. Weiter in Richtung Scheitel der Bucht ist das Ufer befestigt worden und bietet Platz zum Anlegen mit Heck und vor Buganker auf gut haltendem Grund. Hierbei sind bei Meltemi die seitlich einfallenden, sehr kräftigen Fallböen zu beachten. Da der Boden an der Pier rasch ansteigt, ist beim Rückwärts-Anlegen vorsichtig zu manövrieren, um das Ruder nicht zu beschädigen; zur Mole (Osten) hin wird es etwas besser. u.U, sind 2-3 m Abstand einzuhalten.

Freies Ankern ist problematisch, denn der Platz zum Schwojen sehr eingeschränkt. In dieser abgesehen von den Böen sehr ruhigen Bucht hat man allerbesten Schutz vor Seegang, sie wird auch als Winterhafen genutzt. Bei (durchaus plötzlich aufkommendem) stärkerem Ostwind kann allerdings starker Schwell entstehen, und wenn der Hafen vollgepackt ist kann dies zu einem Ineinandergeraten der Masten führen. Im Ort gibt es einfache Versorgungsmöglichkeiten.

  • Lohnenswert ist ein Spaziergang durch den kleinen Ort und das sich dahinter weit öffnende, sehr fruchtbare Tal. So findet man hier ausgedehnte Orangenplantagen an. Der auch in dieser Gegend produzierte Honig wird - ebenso wie Schwämme, eine weitere Spezialität der Insel - im Ort zum Verkauf angeboten.
  • Im Ort findet man an einem kleinen Platz mehrere gute Tavernen. Die früher sehr gerne besuchte Restauration namens Faros gleich an der Pier soll inzwischen dauerhaft geschlossen haben.
  • Ungefähr in der Mitte der Bucht befindet sich an der Nordseite eine respektable Höhle, die in früheren Zeiten immer wieder als Unterkunft genutzt wurde. Der Zugang in circa dreißig Meter Höhe über einen sehr schmalen Steig ist jedoch nur etwas für Klettergeübte und Schwindelfreie. Bei der Anfahrt mit dem Dinghi beachte man, daß man auf dem Rückweg gegen die Fallböen fahren muss - nur mit Paddeln kann das ein äußerst schwieriges Unterfangen werden.

[Letzter Besuch: Juli 2012]

Sonnenuntergang am Ormos Emporio

[Bearbeiten] Ormos Emporio

Koordinaten: 37° 02.54'N, 026° 55.43' E


Bei Meltemi findet man im nordwestlichen Teil dieser Bucht guten Schutz bei den sommerlichen Wetterbedingungen, man achte bei der Auswahl des Ankerplatzes auf die Fischzuchtanlagen und deren Verankerungen. Der Anker kann hier gut halten, auch wenn in den Handbüchern anderes vermerkt ist. Was von Weitem wie ein kleiner Anleger aussieht, ist eher eine Art "Trockenmooring". Der Betonbrocken bietet sich an beim Anlanden mit dem Beiboot, außerdem kann man hier sehr gut Landleinen festmachen. Von diesem Ankerplatz hat man malerische Blicke auf Kalymnos und die vorgelagerte Insel Telendos.

[Letzter Besuch: Mai 2000, bei ruhigem Wetter]

Die Bucht bietet guten Schutz bei fast allen Winden. Bei S-Winden habe ich dort allerdings noch nie gelegen. Dann würde ich nach Arginonta gegenüber gehen. Seit mehreren Jahren sind Bojen ausgelegt (wenn's richtg bläst, würde ich tauchen, um zu schauen, wie das Geschirr aussieht), die zwar zu den Restaurants gehören. Es wird aber akzeptiert, daß man dort anlegt und nicht essen geht. Haben wir mehrfach gemacht. Beim letzten Besuch waren wir essen im KAΣPTI, gleich links am Betonanleger, war OK. Eine meiner Traumbuchten in dem Revier, fast wie ein Gebirgssee mit vollem Zugang zum Meer. [2]

[Bearbeiten] Myrties

Koordinaten: 36° 59.48'N, 026° 55.64' E


Wie in den Handbüchern beschrieben, bieten die Ankermöglichkeiten um diesen im Westen von Kalymnos gelegenen Ort weder besonderen Schutz vor Seegang noch gut haltenden Ankergrund (sehr starker Seegrasbewuchs).

[Letzter Besuch: Mai 2000, bei leichten Winden]

[Bearbeiten] Ormos Vlychadia

Koordinaten: 36° 55.8'N, 026° 57.9' E


Einschnitt an der Südküste der Insel. Wirkt auf den ersten Blick als Ankerbucht ganz passabel, hat aber ihre Tücken. Der Grund fällt vom westlichen und östlichen Ufer schnell ab, der Anker hält hier schlecht. Erst auf Höhe der ersten Häuser, recht tief drinnen in der Bucht, findet sich laut Törnführer geeigneter Ankergrund. Im Oktober 2006 lagen in der Bucht zwei rote Muringtonnen, an denen Yachten festgemacht haben. Diese Tonnen machten einen relativ sicheren Eindruck. Gewarnt sei jedoch vor der weiteren Muring (Plastikkanister) unmittelbar vor dem Bootsanleger. Diese Muring ist nicht sicher (slipt!). Östlich davon wird es sehr flach.

Bei Meltemi sehr starke Fallböen. Zum Ankern ist diese Bucht dann nicht die erste Wahl.

Habe im Mai 2005 an einer der beiden roten Tonnen gelegen, auch bei viel Wind war das kein Problem. Nach Auskunft des Betreibers des Museums und des Restaurants am Kopf der Bucht (Stavros) hängt an den Tonnen jeweils ein Betonklotz von 6000 kg. Ein Besuch des privat betriebenen Museums ist sehr empfehlenswert und Stavros ist ein sehr Netter.

Stand Sep. 2008: die beiden roten Muringtonnen gibt es nicht mehr. Mit Buganker und Heckleinen an der Westseite der Bucht in Höhe der Häuser war auch kein Problem trotz 2 m Tiefgang. Man muss halt einige Meter Abstand halten.


[Bearbeiten] Informationsstand und -quellen

  1. Besucht Juni 2012 moderates Wetter (Rainer)
  2. besucht im Oktober 2012 von Martin mit einer Jeanneau 53

[Bearbeiten] Bildergalerie

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